Jamahiriya: White Man’s Burden? – Die Last des Weißen Mannes?

PAN AFRICAN NEWS WIRE

AMIR ZIA:

White Man’s Burden in Libya?

Die Bürde des weißen Mannes in Libyen ?

Deutsche Übersetzung: Olivia Kroth

LIBYAN leader MUAMMAR GADDAFI speaks to the people of this North African state that is under threat from imperialism.

LIBYENS Oberhaupt MUAMMAR GADDAFI spricht zu seinen Leuten in diesem nordafrikanischen Staat, der vom Imperalismus bedroht wird.


The twisted concept of “white man’s burden” was once used by imperial European nations as a justification to  rule the non-white people in the name of “progress and civilisation” in far-flung regions. This Western-centric viewpoint, which remained in vogue till the late 19th and early 20th centuries, justified colonisation and exploitation of peoples in Asia, Africa and North and South America. The credit of coining this phrase goes to the colonial-era English writer and poet Rudyard Kipling, who first used it in his poem in 1899, justifying imperialism as a noble cause.

Das verdrehte Konzept der “Bürde des weißen Mannes” wurde früher von den imperialen europäischen Mächten als Rechtfertigung verwendet, um im Namen von “Fortschritt und Zivilisation” über nicht-weiße Menschen in weit entfernten Regionen der Erde zu regieren. Dieser westliche Zentrismus, der bis ins späte 19. und frühe 20. Jahrhundert vorherrschte, rechtfertigte Kolonisierung und Ausbeutung von Völkern in Asien, Afrika, Nord- und Südamerika. Diese Phrase wurde von dem englischen Autor und Dichter der Kolonialzeit, Rudyard Kipling, geprägt. Er benutzte sie erstmals in einem Gedicht von 1899, um Imperialismus als hehren Zweck zu verherrlichen. 

Take up the White Man’s burden

No tawdry rule of kings,
But toil of serf and sweeper –
The tale of common things.
The ports ye shall not enter,
The roads ye shall not tread,
Go mark them with your living,
And mark them with your dead.

Übernimm die Bürde des weißen Mannes

Keine mühselige Königsherrschaft,

Sondern Arbeit von Knechten und Kehrern,

die Erzählung gewöhnlicher Dinge.

Die Häfen, die du nicht ansteuern sollst,

Die Straßen, die du nicht begehen sollst,

Zeichne sie mit deinen Lebenden,

Zeichne sie mit deinen Toten.


Kipling advocated “savage wars of peace,” articulating the self-conceited gloss of morality given by European powers to their military campaigns. The colonial era is no more, but the false moral justifications to launch new wars have not changed in this age of neo-colonialism. The white man’s burden of yesteryears of carrying the cross in the name of progress and civilisation has now been replaced by the mantra of teaching virtues of democracy, freedom and human rights to the peoples of Africa, Asia and Latin America – through direct or indirect cold-blooded military interventions.

Kipling befürwortete “grausame Kriege für den Frieden”. Er artikulierte den überheblichen Schein der Moral, welchen die europäischen Mächte ihren Militärkampagnen verliehen. Die Kolonialzeit existiert nicht mehr, aber die falschen moralischen Rechtfertigungen, um neue Kriege zu beginnen, haben sich in dieser Zeit des Neo-Kolonialismus nicht geändert. Die Bürde des weißen Mannes aus früheren Jahren, das Kreuz zu tragen im Namen von Fortschritt und Zivilisation, wird nun durch das Mantra ersetzt, dass den Völkern in Afrika, Asien und Lateinamerika die Tugenden der Demokratie, Freiheit und Menschenrechte beigebracht werden müssen – durch direkte oder indirekte kaltblütige Militäraktionen.

#23

The latest victim is the North African nation of Libya, facing the combined might of western imperialists. They eye a government change under the pretext of protecting civilian lives – read armed Libyan insurgents, who were at the verge of defeat. Through their aerial blitz, involving hundreds of aircraft attacks, the western imperialists want to bestow upon the people of Libya the gift of democracy, soaked in the blood of their soldiers and civilians.

Das neueste Opfer ist die nordafrikanische Nation LIBYEN, die sich der vereinten Gewalt westlichen Imperialisten ausgesetzt sieht. Sie fassen einen Regierungswechsel ins Auge unter dem Vorwand, Menschenleben zu schützen – sprich: bewaffnete libysche Aufständische, kurz vor der Niederlage. Durch ihren Blitzkrieg in der Luft mit Hunderten von Flugzeugangriffen wollen die westlichen Imperialisten den Menschen in Libyen das Geschenk der Demokratie bringen, getränkt im Blut ihrer Soldaten und Zivilisten.


The United Nations Security Council resolution 1973, which called for a no fly-zone over Libya and “all necessary measures to protect civilians,” provided the western imperialists a so-called justification to act as world goons and meddle in the affairs of a sovereign state, which should have been left on its own to decide its future. But the massive oil stakes in Libya motivated the western imperialists to prop up armed rebels and get directly involved in the conflict, making it bloodier and messier.

Die Resolution 1973 des Sicherheitsrates der UNO, eine Flugverbotszone über LIBYEN einzurichten, um “alle notwendigen Maßnahmen zum Schutze der Zivilbevölkerung” zu ergreifen, gab den westlichen Imperialisten den Vorwand, sich als Weltpolizei in die Angelegenheiten eines souveränen Staates einzumischen, statt ihn selbst über seine Zukunft entscheiden zu lassen. Aber die riesigen Ölfelder in Libyen, welche die westlichen Imperialisten dazu veranlassten, bewaffnete Rebellen einzusetzen und sich direkt in den Konflikt einzumischen, werden ihn blutiger und schmutziger machen.


BENGHAZI

as it was before Libya was destroyed

BENGHAZI

so wie es war vor der Zerstörung


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Acerca de olivia2010kroth

Escritora y periodista: Pravda
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