Olivia Kroth: Lektionen in russischer Geschichte – Die letzten Tage des letzten Zaren (I. Teil)

Lektionen in russischer Geschichte: Die letzten Tage des letzten Zaren

(I. Teil)

von Olivia Kroth

Le Couronnement de Nicolas II (1868-1918), dernier tsar de Russie  (1894-1917) et de l'impératrice Alexandra Féodorowna (1872-1918) en  l'Eglise de l'Assomption à Moscou de Henri Gervex - Reproduction d'art haut  de gamme

Parallel zu den Ereignissen der russischen Revolution schrieb Zar Nikolaus II. ein privates Tagebuch. Trotz der dramatischen politischen Situation ist sein „Journal intime“ in der Tat sehr intim und privat. Der letzte Zar nahm kaum zur Kenntnis, was in der Außenwelt um ihn herum geschah. Er begann 1881 zu schreiben und hörte einige Tage vor seiner Hinrichtung im Juni 1918 auf. So füllte er 51 in schwarzes Leder gebundene Büchlein. Nach seinem Tod wurden diese Dokumente von den Bolschewiken nach Moskau transportiert und im Archiv des Kremls abgelegt. Die erste französische Ausgabe erschien 1931 bei den Editions Payot in Paris. Eine neue Version wurde als Taschenbuch von den Editions Perrin, Paris 2020, herausgegeben mit dem Titel „Nicolas II – Journal intime“. Ein Vorwort und Kommentar des Herausgebers Jean-Christophe Buisson vervollständigen diese Ausgabe. Die folgenden Zitate wurden ins Englische übersetzt. Die Daten sind nach dem alten julianischen Kalender sowie dem neuen gregorianischen Kalender in Russland angegeben.

Le mystère de la princesse Anastasia, l'autre histoire de la dynastie  Romanov

Wie der Herausgeber feststellt, schrieb Zar Nikolaus II. in einem eher banalen und naiven Stil. Seine Einträge sind kurz. Sie beziehen sich hauptsächlich auf das Wetter, das Essen, die täglichen Aktivitäten und die Familienmitglieder. Trotzdem ist das Tagebuch interessant zu lesen, weil es uns hilft zu verstehen, warum die Romanow-Dynastie 1917 zum Scheitern verurteilt war. Sie hatte sich erschöpft. Nikolaus II. war ein schwacher, schüchterner, realitätsfremder Mann, nicht in der Lage, ein so riesiges Land wie das Russische Reich zu regieren.

Er scheint ein Muttersöhnchen gewesen zu sein. Viele seiner Briefe sind an die “liebe Mama” gerichtet, die Zarenwitwe Maria Fjodorowna (1847-1928), geborene Dagmar von Dänemark. Sie überlebte die russische Revolution und verbrachte den Rest ihres Lebens zuerst in London, dann in ihrer Heimat Dänemark. Die andere willensstarke Frau, welche ihn beeinflusste, war seine deutsche Gattin Alexandra Fjodorowna (1872-1918), geborene Alix von Hessen-Darmstadt. Sie wurde 1918 mit Nikolaus II. und den Kindern hingerichtet.

Nikolaus II. und Alexandra Fjodorowna:

Der Tod von Nikolai II. - PDF Kostenfreier Download

23.02./08.03.1917: „Ich wachte um 9:30 Uhr in Smolensk auf. Es war kalt, der Himmel wolkenfrei, aber ein starker Wind wehte. Ich las ein französisches Buch über die Eroberung Galliens durch Julius Cäsar“ (Journal intime, S. 59).

Wahrlich eine prophetische Lektüre. Julius Cäsar (100 v. Chr. – 44 v. Chr.) wurde an den Iden des März, am 15. März 44 v. Chr., im Senat von Rom ermordet. Die Iden des März waren ein traditioneller Feiertag im alten Rom, auch eine Frist zum Begleichen von Schulden. Sechzig Verschwörer, angeführt von Brutus und Cassius, betraten den Senat und erstachen Julius Cäsar. Nach Angaben des Historikers Plutarch hatte ein Seher Cäsar gewarnt, dass er an den Iden des März Schaden nehmen würde.

Die Ermordung von Julius Cäsar im Senat von Rom an den Iden des März:

Füger: Die Ermordung Julius Cäsars. Kunstdruck, Leinwandbild, Gerahmtes Bild

24.02./09.03.1917: „Um 10:30 Uhr ging ich zum Rapport, der um 12 Uhr endete. Vor dem Mittagessen brachte mir … das Kriegskreuz, vom belgischen König Albert I. geschickt. Das Wetter war schlecht, Schneesturm. Ich ging kurz im Garten spazieren“ (Journal intime, S. 59).

Während der letzte Zar das belgische Kriegskreuz erhielt, kam es in der russischen Hauptstadt Petrograd – ehemals Sankt Petersburg – wegen mangelnder Nahrung zu Unruhen. Die Garnison von Petrograd schloss sich dem Aufstand an. Diese revolutionäre Aktivität dauerte acht Tage lang an. Es gab Demonstrationen und gewaltsame, bewaffnete Zusammenstöße.

Aufstand 1917 in Petrograd:

Palais d'hiver - Le Temps

27.02./12.03.1917: „In Petrograd kam es vor einigen Tagen zu Unruhen. Ich bin unzufrieden, dass auch unsere Truppen daran teilnahmen. Wie schrecklich, so weit weg zu sein und solch schlechte Nachrichten nur bruchstückweise zu erhalten! (…) Ich ging in Orscha spazieren“ (Journal intime, S.60).

Orscha, heute eine Stadt in Weißrussland, gehörte zum Russischen Reich, als Nikolaus II. sie besuchte. Die Siedlung wurde im 11. Jahrhundert gegründet. Im März 1917 umfasste die Stadt etwa 16.000 Einwohner, heute leben dort 125.347 Menschen. Die Entfernung von Orscha nach Sankt Petersburg beträgt 710 km.

Orscha:

Орша (Беларусь) Что посмотреть

Meuternde Garnisonskräfte stellten sich auf die Seite der Revolutionäre. So weigerte sich ein Regiment der Kosaken, in die aufrührerische Menge zu schießen, ein Bataillon des angesehenen Preobraschenski-Leibgarderegiments half den Revolutionären sogar. Dies war eines der ältesten und elitärsten Wachregimenter der kaiserlichen russischen Armee. Es diente dem Zaren auch als Geheimpolizei. Dieses Regiment begann 1906 zu meutern. Am 12. März 1917 nahm es an den revolutionären Aktionen teil, welche zur Abdankung von Zar Nikolaus II. führten.

Das Preobraschenski-Leibgarderegiment wurde im Dezember 1917 aufgelöst und 2013 als 154. unabhängiges Preobraschenski-Kommandantenregiment erneut aufgestellt. Heute ist es in Moskau stationiert und dient als Haupteinheit der Ehrengarde der russischen Streitkräfte. Der Marsch des Preobraschenski-Leibgarderegiments ist einer der bekanntesten russischen Militärmärsche. Er wird im modernen Russland häufig eingesetzt, insbesondere während der jährlichen Siegesparade und zur Inspektion von Truppen.

Marsch des Preobraschenski-Leibgarderegiments:

01.03./14.03.1917: „Als wir heute Abend in Malaja Wischera ankamen, mussten wir umkehren. Ljuban und Tosno befinden sich in den Händen von Aufständischen. Wir kamen durch Waldai, Dno, Pskow, wo ich übernachtete. Gattschina und Luga sind ebenfalls von Aufständischen besetzt. Schade! Es ist unmöglich, Zarskoje Selo zu erreichen, aber mein Herz und meine Gedanken weilen stets dort“ (Journal intime, S. 61).

Pskow ist eine der ältesten Städte Russlands. Die früheste Erwähnung stammt aus dem Jahr 903. Wegen ihrer Bedeutung wurde die Stadt im Lauf der Geschichte vielfach belagert. So widerstand Pskow 1615 einer Belagerung durch die Schweden. Seit 1777 war der Ort Sitz des Gouvernements Pskow. Während des Ersten Weltkriegs wurde Pskow zum Zentrum zahlreicher Aktivitäten hinter den Linien. Auf einem Nebengleis der Eisenbahn in der Nähe von Pskow unterzeichnete Zar Nikolaus II. an Bord des kaiserlichen Zugs das Manifest seiner Abdankung.

Postkarte aus Pskow:

CPA AK PSKOW Palais Pogankine RUSSIA (308804) / HipPostcard

Während der Abwesenheit des Zaren erteilte der Sowjet in Petrograd seinen Befehl Nr. 1, der das Militär anwies, ausschließlich sowjetischen Befehlen Folge zu leisten. Natürlich wusste der Zar das nicht. Er ahnte noch nicht, dass die letzten Tage seiner Herrschaft begonnen hatten. Einen Tag später musste Nikolaus II. abdanken. In seinem Tagebuch schrieb er: „Die Situation in Petrograd erfordert meine Abdankung. Um Russland zu retten und die Ordnung der Truppen an der Front (im Ersten Weltkrieg) aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, diese Entscheidung zu treffen. Ich habe zugestimmt“ (Journal intime, S. 61, 62).

Nach der Abdankung des Zaren weigerte sich sein Bruder, Großfürst Michail Alexandrowitsch Romanow (1878-1918), den Thron zu besteigen. Er wusste wahrscheinlich, welches Schicksal ihn erwartete als neuer Zar. Er wurde ebenfalls 1918 liquidiert. So endete nach mehr als 300 Jahren die Regierungszeit der Romanow-Dynastie. Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es der autokratischen Monarchie des Russischen Reichs nicht gelungen, die archaischen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Strukturen zu modernisieren. Der letzte Zar ignorierte diese Fakten. Er war ein passiver, schüchterner, schwacher Mann, der entweder die falschen oder gar keine Entscheidungen traf.

Revolutionäre Aktivitäten in Petrograd 1917:

In seinem Tagebuch schrieb Nikolaus II. keinerlei Gedanken über die Ursachen und Gründe für das Scheitern der Monarchie auf. Wir erfahren nicht, ob er in der Lage war, diese zu analysieren. Stattdessen wandte er sich an seine Mutter, um Trost zu finden.

04.03./16.03.1917: „Mittags ging ich zum Bahnhof, um meine liebe Mama zu treffen, die aus Kiew anreiste“ (Journal intime, S.63). 05.03./17.03.1917: „Um 10 Uhr ging ich in die Kirche. Mama kam später. Wir aßen miteinander zu Mittag, sie blieb bis 15:15 Uhr. Dann machte ich einen Spaziergang im Garten. Um 20 Uhr ging ich zu Mama für das Abendessen“ (Journal Intime, S. 63).

Zar Nikolkaus II. und seine Familie, Würdenträger der russischen Aristokratie und der russisch-orthodoxen Kirche:

Dieses Hin und Her mit der Mama setzte sich eine Weile fort. Nikolaus und seine Mama trafen sich zum Mittagessen, Tee, Abendessen und spielten Karten. Schließlich fuhr sie mit dem Zug zurück nach Kiew.

08.03./21.03.1917: „Um 10:15 Uhr unterschrieb ich den Ukas, meiner Armee (nach der Abdankung) Lebewohl zu sagen. Mittags besuchte ich Mama in ihrem Zug. Ich speiste mit ihr in ihrer Suite zu Mittag und blieb bis 16:30 Uhr bei ihr. Jetzt fühle ich mich sehr deprimiert, einsam und traurig“ (Journal intime, S. 64, 65).

 Die Mutter von Nikolaus II., Maria Fjodorowna, geborene Dagmar von Dänemark:

Princesse Dagmar de Danemark

Als der letzte Zar in Zarskoje Selo ankam, begrüßte ihn die diensthabende Rote Garde mit einem ironischen „Bürger Romanow“ anstelle seines früheren Titels. Nikolaus II. musste um Erlaubnis bitten, seinen Palast zu betreten, der für ihn und seine Familie zu einem Gefängnis geworden war. Er wusste nicht, dass die neue Regierung ihn als Gefangenen in seiner frühere Residenz hielt, während man über seine Zukunft debattierte. Die Bolschewiken waren sich noch nicht sicher, wie sie mit ihm verbleiben wollten.

09.03./22.03.1917: „Ich kam um 11:30 Uhr in Zarskoje Selo an. Guter Gott! Was für eine Veränderung! In den Straßen rund um den Palast, im Park, überall Rote Garde! Ich ging nach oben zu meiner geliebten Gattin (Alix) und meinen lieben Kindern. Alix sah gut aus, überhaupt nicht depressiv. Die Kinder lagen jedoch alle in einem verdunkelten Raum“ (Journal intime, S. 65, 66).

Farbfotos der Familie des letzten Zaren:

Nach und nach entdeckte Zar Nikolaus II., dass sich die Welt um ihn herum für immer verändert hatte. Er hatte alle Autorität verloren. Sein Schicksal war noch nicht entschieden. Exil oder Hinrichtung? Er hoffte, dass er und seine Familie nach England entkommen könnten.

23.03./05.04.1917: „Das Wetter ist schön geworden, das Eis taut auf. Am Morgen machte ich einen kurzen Spaziergang. Ich sortierte meine Bücher und begann alles vorzubereiten, was ich nach England mitnehmen wollte“ (Journal intime, S. 71).

Die russischen Zaren | Torke, Hans-Joachim | Broschur

30.03./12.04.1917: „Am Nachmittag wehte ein heftiger Wind, er jagte die Wolken weg. Wir sahen eine Begräbnisfeier für die ‘Opfer der Revolution’ im Park vor dem Alexanderpalast in der Nähe des chinesischen Pavillons. Ein Trauermarsch und die Marseillaise waren zu hören“ (Journal intime, S.73, 74).

Die Marseillaise ist ein patriotisches Lied der Französischen Revolution. Es wurde erstmals 1792 von seinem Autor Claude Joseph Rouget de Lisle gesungen:

„Auf geht’s, Kinder des Vaterlands,
der Tag der Herrlichkeit ist gekommen!
Gegen uns hat die Tyrannei
ihre blutigen Fahnen erhoben.
Hört ihr im ganzen Land
das Dröhnen dieser wilden Soldaten?
Sie kommen geradewegs in eure Arme,
um euren Söhnen, euren Frauen die Kehlen durchzuschneiden!“

La Marseillaise:

„An die Waffen, Bürger,
bildet eure Bataillone,
lasst uns marschieren, lasst uns marschieren!
Lasst ein unreines Blut
unsere Furchen bewässern!“

„Was will diese Horde von Sklaven,
von Verrätern und verschwörerischen Königen?
Für wen wurden diese abscheulichen Ketten,
diese Eisen schon lange vorbereitet?
Franzosen, für uns, ah! Was für eine Empörung,
was für eine wütende Aktion muss es hervorrufen!
Sie planen für uns
eine Rückkehr in die alte Sklaverei!

Claude Joseph Rouget de Lisle (1760 – 1836):

ROUGET DE L'ISLE : Mourir pour la patrie, C'est le sort le plus beau, Le

18.04./01.05.2017: „Heute ist der 1. Mai in westlichen Ländern. Unsere Idioten haben beschlossen, diesen Feiertag ebenfalls zu begehen. Sie marschierten mit Musik und roten Bannern durch die Straßen. Natürlich betraten sie den Park und legten Kränze auf dem Grab der ‘Opfer der Revolution’ nieder! Das Wetter wurde während ihrer Zeremonie schlecht, Schnee fiel in großen Flocken“ (Journal intime, S. 80, 81).

Der Internationale Tag der Arbeit ist eine Feier der Arbeiterklasse, die jedes Jahr am 1. Mai von der internationalen Arbeiterbewegung gefördert wird. Das Datum wurde 1889 aus politischen Gründen vom Marxistischen Internationalen Sozialistischen Kongress gewählt, der sich in Paris traf und die Zweite Internationale als Nachfolger der früheren Internationalen Arbeitervereinigung etablierte.

Die Sechste Konferenz der Zweiten Internationale von 1904 forderte die Gewerkschaften aller Länder auf, an jedem 1. Mai energisch zu demonstrieren für die legale Einrichtung des Achtstundentags, für die Forderungen des Proletariats und den universellen Frieden.

Sowjetisches Plakat für den 1. Mai:

Советские первомайские открытки : marinagra — LiveJournal

06.05./19.05.1917: „Ich bin heute 49 geworden. Fast ein halbes Jahrhundert! Heute gingen meine Gedanken mehr denn je zu meiner lieben Mama. Wie schrecklich, nicht mit ihr kommunizieren zu können! Ich habe keine Neuigkeiten von ihr, außer dummen, diffamierenden Zeitungsartikeln“ (Journal intime, S. 88, 89). Nikolaus II. war fast ein halbes Jahrhundert alt, doch immer noch Mamas Sohn. Voller Sehnsucht jammerte er, dass er den Kontakt zu ihr verloren hatte.

Der letzte Zar war ein gebildeter Mann. Er las intellektuelle Literatur in mehreren Sprachen und unterrichtete seinen Sohn Alexei in Geschichte. Aber er war emotional nicht in der Lage, den Rock seiner Mutter loszulassen. Natürlich könnte dieses Verhalten eine Form der Regression unter Stress gewesen sein. Der psychologische Abwehrmechanismus verbesserte seine Situation jedoch nicht. Er half nicht, ihn zu retten. Seine infantile Persönlichkeit wurde von den Bolschewiken nicht ernst genommen. Sie beschlossen schließlich, seinem Leben ein Ende zu setzen.

Wladimir Lenin organisierte die russische Revolution:

Lange Nacht der russischen Revolutionen - Vereint im Leiden und Aufbegehren  (Archiv)

Seine kindlichen Fluchtideen, seine Frustrationen und unrealistischen Erwartungen zeigen seine Unfähigkeit, als Herrscher zu handeln. Er wollte und konnte nicht Verantwortung für den russischen Staat und die russische Gesellschaft übernehmen. Der Herausgeber, Jean-Christophe Buisson, bemerkt in seinem Kommentar, dass Nikolaus nicht geeignet war, Russland zu regieren. Er sagte nach dem Tod seines Vaters über sich selbst: „Ich bin kaum darauf vorbereitet, der Zar zu sein. Ich wollte diese Position nie einnehmen.“ Trotzdem wurde er 1896 gekrönt. Danach stolperte von einer Katastrophe zur nächsten.

Der Herausgeber schreibt, dass Zar Nikolaus II. kein Eroberer war wie Iwan III. oder Iwan IV., der “Schreckliche”. Er war auch kein Baumeister wie Peter II., der “Große”. Er war kein Reformator wie sein Großvater Alexander II. Wenn er so nicht war, wie war er dann? Hätte die Dynastie der Romanows im 20. Jahrhundert gerettet werden können? Dies scheint zweifelhaft, da der letzte Sohn der regierenden Familie, Zarewitsch Alexei, ein Bluter war.

Alexei Nikolajewitsch (Алексей Николаевич, 1904 – 1918), Thronfolger des Russischen Reichs, wurde mit Hämophilie geboren. Er erbte die Krankheit von seiner Mutter. Alexandra Fjodorowa hatte sie durch die Linie ihrer Großmutter mütterlicherseits, der englischen Königin Viktoria, geerbt. Diese Erbkrankheit betraf nur Männer. Sie wurde als “Krankheit der Könige” bezeichnet, weil viele Nachfahren der untereinander verheirateten europäischen Königsfamilien damit belastet waren.

Zarewitsch Alexei Nikolajewitsch (1904 – 1918):

Fine Art Images - Expertensuche | Portr�t von Zesarewitsch Alexei  Nikolajewitsch von Russland (1904-1918) -

Die Hämophilie von Zarewitsch Alexei war so schwerwiegend, dass selbst kleine Verletzungen wie Blutergüsse, Nasenbluten oder Schnittwunden für ihn lebensbedrohlich wurden. Seine Eltern machten sich ständig Sorgen um ihn. Darüber hinaus beeinträchtigten die wiederkehrenden Episoden der Krankheit und die langwierigen Phasen der Genesung Alexeis Kindheit und Ausbildung erheblich. Offensichtlich war dieser Junge körperlich nicht in der Lage, Russland zu regieren.

Das russische Volk erhob sich gegen die nutzlos und schwach gewordene, entartete, dekadente Romanow-Dynastie. …

Die Fortsetzung folgt im Juli 2021:

„Die letzten Tage des letzten Zaren“ (II. Teil)

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Russland. Ihr Blog:

http://olivia2010.kroth.wordpress.com

Die Zarenfamilie in Tobolsk:

La famille Romanov : fin ou survie ? du 09 octobre 2012 - France Inter

Publicado en Rusia | Deja un comentario

Olivia Kroth: Lessons of Russian History – The last days of the last Tsar (Part I)

Lessons of Russian History: The last days of the last Tsar (Part I)

by Olivia Kroth

Nicolas II (empereur russe) - Sputnik France

Parallel to the events of the Russian Revolution, Tsar Nicholas II wrote his private diary. In spite of the dramatic political situation his “Journal intime” is very intimate indeed, very private, hardly taking notice of what was happening around him in the outside world. He began to write in 1881 and stopped in June 1918, a few days prior to his execution. He filled 51 booklets, bound in black leather. After his death, these documents were transported to Moscow by the Bolsheviks and locked up in the Kremlin archives. The first French edition appeared at Editions Payot, Paris 1931. A new pocket version was published by Editions Perrin, Paris 2020, with a foreword and commentary by Jean-Christophe Buisson: “Nicolas II – Journal intime”. The following quotes have been translated into English, the dates are given according to the old Julian calendar as well as the new Gregorian calendar in Russia.

Le Journal intime de l'empereur Nicolas II. Berlin, Slovo, 1923. — acheter  en ligne aux enchères. Catalogue d'enchères "Rossica Prima - Art Russe" à  27.04.2018: photo, prix lot 121 sur VERYIMPORTANTLOT.com 

As the editor notes, Tsar Nicholas II wrote in a rather banal and naive style. His entries are short, mostly refering to the weather, his food, daily acitivities and family members. Nevertheless, the diary is interesting to read, as it helps us to understand why the Romanov dynasty was doomed and ended, in 1918. It had exhausted itself. Nicholas II was a weak, timid, unrealistic man, out of touch with reality, not fit to rule such an immense country as the Russian Empire.

He appears to have been a mama’s son, often writing letters to his “dear mama”, the widowed Empress Maria Fyodorovna (1847-1928), born Dagmar of Denmark. She survived the Russian Revolution and spent the rest of her life first in London, then in her native Denmark. The other strong-willed woman, who influenced him, was his German wife Alexandra Fyodorovna (1872-1918), born Alix von Hessen-Darmstadt. She was executed with him and the children, in 1918.

The last Tsar’s mother, Maria Fyodorovna:

Dagmar of Denmark - Her life as Empress (Part two) - History of Royal Women

23.02./08.03.1917: “I woke up in Smolensk, at 9:30 a.m. It was cold. The sky was free of clouds but a strong wind blew. I read a French book about the conquest of Gaul by Julius Caesar” (Journal intime, p. 59). A truly prophetic reading. Julius Caesar (100 BC – 44 BC) was murdered in the Senate of Rome on the Ides of March, the 15th of March, 44 BC. The Ides of March was a traditional holiday in ancient Rome, also a deadline for settling debts. Sixty conspirators, led by Brutus and Cassius, entered the Senate and stabbed Julius Caesar to death. According to the historian Plutarch, a seer had warned Caesar that he would be harmed on the Ides of March.

24.02./09.03.1917: “At 10:30 a.m., I went to the report, which ended at noon. Before lunch, … brought me the Cross of War, sent by King Albert I of Belgium. The weather was bad, snow storm. I went for a short walk in the garden” (Journal intime, p. 59). While the last Tsar received the Belgian Cross of War, in the Russian capital of Petrograd – formerly Saint Petersburg – riots broke out, due to the lack of food. The Petrograd garrison joined the revolt. This revolutionary activity lasted eight days, with demonstrations and violent armed clashes.

27.02./12.03.1917: “In Petrograd riots broke out, a few days ago. To my great discontent the troops also took part. How awful, to be so far away and to receive only fragments of such bad news. (…) I took a walk in Orcha” (Journal intime, p.60). Orcha, today a town in Belarus, belonged to the Russian Empire, when Nicholas II visited it. The settlement was founded in the 11th century. In March 1917, it comprised 16.000 inhabitants. The distance from Orcha to Saint Petersburg is 710 km.

The Tsar stayed overnight in Orcha, which  belonged to the Russian Empire (now Belarus):

Орша (Беларусь) Что посмотреть

Mutinous garrison forces sided with the revolutionaries. A regiment of the Cossacks refused to shoot into the rioting crowd. A battalion of the prestigious Preobrazhensky Regiment even helped the revolutionaries. This was the Tsar’s Life Guard Regiment, one of the oldest and most elite guard regiments of the Imperial Russian Army. It also served as the Tsar’s secret police. In 1906, this regiment started to mutiny. On the 12th of March 1917, it participated in the revolutionary actions which led to the abdication of Tsar Nicholas II.

The Preobrazhensky Regiment was disbanded in December 1917 and reestablished in 2013 as the 154th Preobrazhensky Independent Commandant’s Regiment. Today, it is stationed in Moscow and serves as the main Honour Guard unit of the Russian Armed Forces. The Preobrazhensky Regiment March is one of the most famous Russian military marches, often used in modern Russia, especially during the annual Victory Parade, for trooping the colours and the inspection of troops.

March of the Preobrazhensky Regiment:

01.03./14.03.1917: “Tonight, arriving at Malaya Vishera, we had to turn around. Lyuban and Tosno are in the hands of insurgents. We went through Valday, Dno, Pskov, where I stopped for the night …. Gatchina and Luga are also occupied by insurgents. What a shame! Impossible to reach Tsarskoye Selo but my heart and my thoughts are always there” (Journal intime, p. 61).

Pskov is one of the oldest cities in Russia. Its earliest mention comes in 903. The importance of the city made it the subject of numerous sieges throughout its history. Pskov withstood a siege by the Swedish in 1615. It served as a seat of the Pskov Governorate since 1777. During World War I, Pskov became the centre of much activity behind the lines. It was at a railroad siding in Pskov, aboard the imperial train, that Tsar Nicholas II signed the manifesto announcing his abdication.

Pskov:

Псков: только факты

During the Tsar’s absence from Petrograd, the Soviet issued its order number 1, which directed the military to obey only Soviet orders, exclusively. Of course, the Tsar did not know this. He did not realize that the last days of his rule had begun. One day later, Nicholas II was forced to abdicate. He noted in his journal: “The situation in Petrograd demands my abdication. To save Russia and maintain the order of the front troops (in World War I) it is necessary to take this decision. I have agreed” (Journal intime, p. 61, 62).

After the Tsar’s abdication, his brother, Grand Duke Michael Alexandrovich (1878-1918), refused to ascend the throne. He probably knew what would happen to him, if he did. He was killed in 1918, anyhow. Thus, the Romanov dynasty’s reign ended in 1917, after more than 300 years. During the 19th century and at the beginning of the 20th century, the autocratic monarchy of the Russian Empire had failed to modernize its archaic economic, political and social structures. The last Tsar probably ignored these facts. He was a shy, passive, weak man, taking either the wrong decisions or no decisions at all.

Grand Duke Michael Alexandrovich of Russia:

Выставка «Почётный гражданин города Орла Великий князь Михаил Александрович  Романов» :: Афиша Орел

In his journal Nicholas II does not write down his thoughts about causes and reasons for the monarchy’s failure. He turns towards his mother for solace. 04.03./16.03.1917: “At noon, I went to the train station to meet my dear mama, arriving from Kyev” (Journal intime, p.63). 05.03./17.03.1917: “At 10 a.m., I went to church. Mama came later. We had lunch together, she stayed until 3:15 p.m. I took a walk in the garden. At 8 p.m., I went to dine with mama” (Journal intime, p. 63).

This back and forth with mama goes on for a while. Nicholas and his mother have lunch, tea, dinner together and play cards. Finally she departs, taking the train back to Kyev. 08.03./21.03.1917: “At 10:15 a.m., I signed the ukase to tell my armies good-bye (after the abdication). At noon, I went to see mama in her train carriage. I lunched with her in her suite and stayed with her, until 4:30 p.m. I feel very depressed, lonely and sad” (Journal intime, p. 64, 65).

Red Petrograd – Revolution in the factories (1917 and 1918):

Pétrograd Rouge – Les Nuits Rouges

When the last Tsar arrived back at Tsarskoye Selo, the Red Guard on duty saluted him with an ironic “Citizen Romanov”, instead of his former title. Nicholas II had to ask for authorization to enter his palace, which had turned into a prison for him and his family. He did not know that the new government had assigned him as prisoner to his former residence, while debating about his future. They were not sure yet, what to do with him.

09.03./22.03.1917: “I arrived at Tsarskoye Selo, at 11:30 a.m. Good God! What a change! In the streets around the palace, in the park, Red Guards everywhere! I went upstairs to find my beloved (wife) Alix and my dear children. Alix looked good, not depressed at all. The children, however, had all lied down in a dark room” (Journal intime, p. 65, 66).

The Tsar shoveled snow in winter:

Дневник охранника: каким человеком был Николай II ⋆ ГардИнфо

Slowly but surely, Tsar Nicholas II discovered that the world around him had changed forever. He had lost all authority and lived as a prisoner in his own home. His fate had not been decided yet. Would it be exile or execution? He hoped that he and his family could escape to England.

23.03./05.04.1917: “The weather has become nice, the ice is thawing. In the morning, I went for a short walk. I arranged my belongings and books, I began to prepare everything that I want to take with me to England” (Journal intime, p. 71).

Vladimir Lenin returned to Russia from his exile:

Lenin's Return From Exile Put Russia on the Fast Track to Revolution - The  New York Times

30.03./12.04.1917: “A violent wind blew in the afternoon, chasing the clouds away. We saw a funerary celebration for the ‘victims of the revolution’ in the park, in front of the Alexander Palace, not far away from the Chinese Pavilion. We heard the sounds of a funerary march and the Marseillaise” (Journal intime, p.73, 74).

The Marseillaise is a patriotic song of the French Revolution, sung for the first time by its author, Claude Joseph Rouget de Lisle, in 1792:

“Arise, children of the Fatherland,
The day of glory has arrived!
Against us, tyranny’s
Bloody standard is raised,
Do you hear, in the countryside,
The roar of those ferocious soldiers?
They are coming right into your arms
To cut the throats of your sons, your women!”

La Marseillaise, un psychodrame permanent

“To arms, citizens,
Form your battalions,
Let’s march, let’s march!
Let an impure blood
Water our furrows!”

“What does this horde of slaves,
Of traitors and conspiring kings want?
For whom have these vile chains,
These irons, been long prepared?
Frenchmen, for us, ah! What outrage
What furious action it must arouse!
It is to us they dare plan
A return to the old slavery!”

Author of the Marseillaise, Claude Joseph Rouget de Lisle (1760-1836), on a French postage stamp:

Timbre : ROUGET DE LISLE LONS-LE-SAUNIER | WikiTimbres

18.04./01.05.2017: “Today, it is the 1st of May in western countries. Our idiots have decided to celebrate this holiday too, marching through the streets with music and red banners. Of course, they entered the park and placed wreaths on the tomb of the ‘victims of the revolution’! The weather turned nasty during their ceremony, snow fell in big flakes” (Journal intime, p. 80, 81).

International Workers’ Day is a celebration of the working classes, promoted by the international labour movement, every year on May Day. The date was chosen in 1889 for political reasons by the Marxist International Socialist Congress, which met in Paris and established the Second International as a successor to the earlier International Workingmen’s Association. The 1904 Sixth Conference of the Second International  called on trade unions of all countries to demonstrate energetically, on each First of May, for the legal establishment of the eight-hour-day, the class demands of the proletariat and universal peace.

Workers in Petrograd, on the 1st of May 1917:

Laborer's deputation on the Dvortsovyĭ Square, Petrograd, the 1st of May  1917 - PICRYL Public Domain Image

06.05./19.05.1917: “I turned 49 today. Almost half a century! Today, my thoughts went more than ever towards my dear mama. How awful not being able to communicate with her! I have no news from her, other than stupid, defamatory newspaper articles” (Journal intime, p. 88, 89). Almost half a century old, the last Tsar was still his mama’s child, pining and whining to have lost contact to her.

The last Tsar was an educated man. He was able to read intellectual literature in several languages and give private history lessons to his son Alexei. And yet, he seemed to be emotionally unable to let go of his mother’s skirts, clinging to her forever.  Of course, it could have been a form of regression under stress. However, the psychological defence mechanism did not improve his situation. It did not help to save him. His infantile personality was not taken seriously by the Bolsheviks, who finally decided to put an end to his life.

Tsar Nicholas II with his son Alexei:

Alexei Nikolaevich | Mrs Daffodil Digresses

His childish ideas of escape, his frustrations and unrealistic expectations show his inefficacy to act as a ruler, taking responsibility for the Russian state and society. The editor, Jean-Christophe Buisson, remarks in his commentary that Nicholas was not made to rule Russia and said about himself after his father’s death: “I am hardly prepared to be the Tsar. I never wished to take this position.” Nevertheless, he was crowned in 1896, then stumbled from one disaster to the other.

The editor writes that Tsar Nicholas II was never a conqueror like Ivan III or Ivan the Terrible. He was never a builder like Peter the Great. He was never a reformator like his grandfather, Alexander II. If he was none of those, who was he then? Could the Romanov dynasty have been saved, in the 20th century? This seems doubtful, since the last male child of the reigning family, Tsarevich Alexei, was a bleeder.

Alexei Nikolaevich (Алексей Николаевич, 1904 -1918), heir apparent to the throne of the Russian Empire, was born with haemophilia. He inherited the illness from his mother Alexandra, which she had acquired through the line of her maternal grandmother, the English Queen Victoria. This hereditary condition affected males. It was known as the “Royal Disease” because so many descendants of the intermarried European royal families had it or carried it.

Alexei Nikolaevich of Russia (1904-1918):

ALEXEI NIKOLAEVICH ROMANOV DIARY (1916) – The Romanov Family

The hemophilia of Tsarevich Alexei was so severe that even small injuries such as a bruise, a nosebleed or a cut were life-threatening to him. His parents constantly worried about him. In addition, the recurring episodes of illness and long recoveries interfered greatly with Alexei’s childhood and education. Clearly this boy was physically unfit to rule Russia. Thus, the Romanov dynasty had become useless and weak, degenerated and decadent, in the eyes of the revolting Russian people.  …

To be continued: “The last days of the last Tsar” (Part II) will appear in July 2021.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Russia. Her blog:

http://olivia2010.kroth.wordpress.com

This text was also published in THE DURAN:

Lessons of Russian History: The last days of the last Tsar (Part I)

Publicado en Uncategorized | Comentarios desactivados en Olivia Kroth: Lessons of Russian History – The last days of the last Tsar (Part I)

Olivia Kroth: Russische Smaragde aus dem Ural für den Export

Russische Smaragde aus dem Ural für den Export

von Olivia Kroth

Résultat de recherche d'images pour "smaragde aus dem ural"

Die Russische Föderation ist eines der größten Exportländer für Smaragde. Im Jahr 2021 wird die Mariinsky-Mine im Ural den Export von Smaragden ausweiten. Ein Smaragd ist ein erstklassiger Edelstein in derselben Kategorie wie Diamanten, Saphire und Rubine. Smaragde, eine Varietät des Minerals Beryll, werden nach vier Kriterien klassifiziert: Farbe, Klarheit, Schliff und Gewicht in Karat. Ein feiner Smaragd besitzt einen rein grünen Farbton und ein hohes Maß an Transparenz. Die im Ural gewonnenen Kristalle zählen zu den besten und teuersten der Welt, da sie sich durch eine tiefe, grasgrüne Farbe auszeichnen. Viele von ihnen werden in Museen aufbewahrt, weil sie nationale Schätze darstellen. Die bekanntesten der neuesten Funde tragen ihre eigenen Namen: Bergmannsruhm, Präsident, Glorreicher Ural, Trilith, Jubiläum, Swesdar (Geschenk der Sterne). Die Mariinsky-Mine in der Nähe der kleinen Stadt Malyschewa, etwa 60 Kilometer nordwestlich von Jekaterinburg, wurde 1831 entdeckt. Sie versorgte zuerst die Zaren der Romanow-Dynastie, dann die Sowjetunion mit wunderschönen Smaragden und liefert auch heute noch Edelsteine ​​für die Russische Föderation.

Résultat de recherche d'images pour "russische smaragde"

„Die Mariinsky-Mine wird 2021 Smaragde für den Export in Höhe von 100 Millionen Rubel (1,3 Millionen $) liefern. Dem Unternehmen ist es gelungen, das jährlich gewonnene Volumen an Rohkristallen zu steigern. Die Mine verarbeitet im Jahr 150 kg Smaragde “(TASS, 01.10.2020).

Auf seiner Internetseite informiert das Unternehmen: „Die Smaragdlagerstätte Mariinsky ist 220 km lang und befindet sich am Osthang des Uralkamms. Der zentrale Teil des Streifens erhielt den Namen Smaragdmine des Urals. Sie ist eine einzigartige Lagerstätte von globaler Bedeutung. Das Potenzial der Smaragdmine des Urals ist laut Aussagen von Geologen groß. Im Jahr 2017 wurde im Auftrag des russischen Präsidenten Wladimir Putin ein Verfahren zur Umstrukturierung des Unternehmens durchgeführt. Und im Februar 2018 erschien die Aktiengesellschaft Mariinsky-Mine auf der Karte der Russischen Föderation. Alle Aktien gehören der russischen Staatsgesellschaft Rostec.“

https://marmine.ru/

Résultat de recherche d'images pour "Ростех"

Im April 2019 öffnete Rostec die Mine für Besucher und kündigte an: „Die Staatsgesellschaft Rostec bietet allen Interessenten eine Gelegenheit, die einzigartige Smaragdlagerstätte Mariinsky Priisk auf touristischen Routen zu besichtigen. Touristen können den Abbau, das Sortieren und Bewerten von Edelsteinen verfolgen, sie können sogar ihren eigenen Schmuck finden. Der erste Ausflug zur Lagerstätte fand heute, am 11. April, statt.“

Jekaterina Baranowa, Rostecs Direktorin für Kommunikation, erklärte: „Die Mariinsky-Mine hat drei touristische Routen vorbereitet, von 40 Minuten bis zu fünf Stunden. Alle Gäste sind eingeladen, das Museum unseres Unternehmens, die Lapidarproduktion und Gewinnungsanlage für Smaragde zu besuchen. Sie können auch Mineralien im Gestein sehen. Unsere Organisatoren haben ein interaktives Programm vorbereitet mit Anleitungen, wie man künstliche Steine ​​von echten Edelsteinen unterscheidet. Die Touristen dürfen auch selbst Erz waschen.“

Résultat de recherche d'images pour "smaragdmine ural"

Laut Jekaterina Baranowa bietet die Entwicklung des Industrietourismus Besuchern die Möglichkeit, technologische Geheimnisse zu entdecken und Menschen kennenzulernen, die in dieser Branche arbeiten. „All dies ermöglicht uns, ein neues, modernes Bild der russischen Industrie zu zeigen. Wir haben keinen Zweifel daran, dass die Mariinsky-Mine, eine der drei größten Smaragdlagerstätten der Welt, große Aufmerksamkeit erregen und sowohl von russischen als auch von ausländischen Touristen besucht wird“, fügte sie hinzu.

Russlands Smaragd-Export erhielt einen enormen Schub, nachdem im Mai 2019 in der Mariinsky-Mine der größte Smaragd seit 30 Jahren gefunden wurde. Er wog 1,6 kg. „Dies war der größte Fund des Landes seit fast 30 Jahren, einzigartig nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen seiner Kristallform. Experten ordneten das Mineral wegen seiner natürlichen Risse der zweiten Farb- und dritten Wertkategorie zu“ (TASS, 28.05.2019).

Résultat de recherche d'images pour "smaragdmine ural"

Die Mariinsky-Mine ist die größte in Europa, eine der drei größten weltweit und die einzige ihrer Art in Russland. Sie wurde 1831 in der Oblast Swerdlowsk entdeckt, einem ressourcenreichen Gebiet des Urals. Nach der russischen Revolution erhielt das Gebiet den Namen von Jakow Swerdlow, einem kommunistischen Revolutionär.

Jakow Michailowitsch Swerdlow (Яков Михайлович Свердлов; 1885–1919) wurde in Nischni Nowgorod in einer jüdischen Familie geboren. Er unterstützte Wladimir Lenins bolschewistische Fraktion und wurde von 1917 bis 1919 Vorsitzender des Allrussischen Zentralen Exekutivkomitees. Jakow Swerdlow half, die bolschewistische Kontrolle über die neue sowjetische Verwaltung zu festigen.

Jakow Michailowitsch Swerdlow (1885-1919):

Iakov Sverdlov

Er starb mit 33 Jahren im März 1919 und ist in der Nekropole der Kremlmauer von Moskau begraben. Im Jahr 1923 wurde der Zerstörer “Nowik” der sowjetischen Marine in “Jakow Swerdlow” umbenannt. Das erste Kreuzer der Swerdlow-Klasse erhielt ebenfalls seinen Namen. Die Stadt Jekaterinburg im Ural wurde 1924 zu seinen Ehren in Swerdlowsk umbenannt. Heute ist Jekaterinburg das Verwaltungszentrum der Oblast Swerdlowsk.

Die Smaragdmine befindet sich in der Nähe des Dorfs Malyschewa (Малышева) in der Oblast Swerdlowsk, etwa 60 km nordwestlich von Jekaterinburg. Malyschewa hat ungefähr 10.000 Einwohner. Die Geschichte dieses Orts begann 1831 mit der Entdeckung von Smaragden am nahe gelegenen Bach Tokowaja. Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurden um Malyschewa herum weitere Smaragdvorkommen entdeckt.

Russischer Smaragd aus der Mine bei Malyschewa in der Oblast Swerdlowsk:

In Russia, a rare emerald was found again at the Mariinsky Priisk mine

Ein bekannter Russe, welcher Smaragde aus dem Ural beschrieb und klassifizierte, war der Geochemiker, Kristallograph und Mineraloge Alexander Jewgenjewitsch Fersman (Александр Евгеньевич Ферсман; 1883–1945). Von 1919 bis 1945 arbeitete er als Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften.

Alexander Fersman nahm an einem Projekt der Akademie der Wissenschaften teil, um die natürlichen Ressourcen Russlands zu katalogisieren. Ab 1915 bereiste er ganz Russland und untersuchte vorhandene Mineralvorkommen. Wladimir Lenin konsultierte ihn anschließend zur Beratung für die Nutzung von Bodenschätzen in der Sowjetunion.

Alexander Jewgenjewitsch Fersman (1883-1945):

File:1966 CPA 3343.jpg

Alexander Fersman schrieb mehr als 1.500 Artikel und Veröffentlichungen zur Kristallographie, Mineralogie, Geologie, Chemie, Geochemie und zu ähnlichen Themen: Geochemie in Russland (1922); Chemische Elemente der Erde und des Kosmos (1923); Geochemie, Bände I – IV (1933–1939); Suche nach Mineralvorkommen auf der Grundlage von Geochemie und Mineralogie (1939).

Dieser bedeutende Wissenschaftler machte die Naturwissenschaften in Russland populär. Zusätzlich zu seinen Beiträgen in Priroda (Natur) und anderen Zeitschriften schrieb er viele populärwissenschaftliche Bücher für interessierte Leser, u.a.: Mineralogie für alle (1928, aktualisiert und neu veröffentlicht 1935); 25 Jahre sowjetische Naturwissenschaften (1944); Erinnerungen an Mineralien (1945); Marsch der sowjetischen Wissenschaft (1945); Geochemie für alle (1958).

Избранные труды академика А.Е.Ферсмана. Том 7 | Геологический портал  GeoKniga

Für seine herausragenden Leistungen wurde Alexander Fersman mit dem Lenin-Preis (1929), Stalin-Preis (1942) und dem Orden des Roten Banners der Arbeit (1943) ausgezeichnet. Das Fersman-Mineralien-Museum in Sankt Petersburg erhielt seinen Namen. Seit 1946 vergibt die sowjetisch-russische Akademie der Wissenschaften den Fersman-Preis für herausragende Forschungsarbeiten in Geochemie und Mineralogie.

Im 19. Jahrhundert lieferte der Ural schöne Smaragde für die weltberühmte Schmucksammlung der russischen Zarenfamilie. Sie enthielt einige der größten und kostbarsten Smaragde weltweit. Zwei aristokratische Damen trugen gerne Smaragde: Großherzogin Maria Pawlowna von Russland (1854-1920) und Großherzogin Elisabeth Fjodorowna von Russland (1864-1918).

Alexander Fersman auf einer Expedition durch Russland:

и-Хибины_из истории минералогических исследований

Großherzogin Maria Pawlowna von Russland (Мария Павловна) wurde als Herzogin Marie Alexandrine Elisabeth Eleonore von Mecklenburg-Schwerin in Deutschland geboren. Als sie in Sankt Petersburg lebte, trug sie oft einheimische Bojarenkostüme und führte ihre grünen Smaragdbroschen vor. Eine dieser Broschen enthielt einen rechteckigen Smaragd von 107 Karat.

Großherzogin Maria Pawlowna erhielt 1874 diese Brosche als Hochzeitsgeschenk von Zar Alexander II., als sie seinen dritten Sohn, Großherzog Wladimir Alexandrowitsch, heiratete. Die Großherzogin hatte eine Leidenschaft für Juwelen, ihre Sammlung war berühmt. Sie wurde oft als “die größte der Großherzoginnen” bezeichnet.

Juwelen der Romanows:

Résultat de recherche d'images pour "smaragde der romanows"

Sie bewohnte den Wladimir-Palast in Sankt Petersburg, ein Zentrum der aristokratischen Gesellschaft. Nach der russischen Revolution rettete ein Freund der Familie die Juwelen aus dem Tresor und schmuggelte sie aus Russland hinaus. Nach Maria Pawlownas Tod verkauften die Nachfahren diese Juwelen, um ihr Leben im Exil zu finanzieren.

Ein weiteres großartiges Beispiel für die Schmucksammlung der Romanows ist eine prächtige Tiara mit russischen Smaragden aus dem Ural. Die Tiara in Form eines „Kokoschnik“, einer typisch russischen Kopfbedeckung für Frauen, wurde der deutschen Prinzessin Elisabeth von Hessen und bei Rhein (1864-1918) überreicht, als sie den Großherzog Sergej Alexandrowitsch von Russland  heiratete, den fünften Sohn von Zar Alexander II. Nach ihrer Heirat wurde sie die Großherzogin Elisabeth Fjodorowna (Елизавета Фёдоровна).

Elisabeth Fjodorowna mit ihrer Smaragd-Tiara:

Дар неба. Немецкая принцесса стала для русских людей образцом доброты |  История | Общество | Аргументы и Факты

Großherzogin Elisabeth Fjodorowna war charmant und hatte eine entgegenkommende Persönlichkeit. Sie wurde von vielen Historikern und Zeitgenossen als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit angesehen. Sie machte einen guten Eindruck auf die Familie ihres Ehemanns: “Alle verliebten sich sofort in sie, als sie aus ihrem geliebten Darmstadt nach Russland kam”, schrieb einer von Sergejs Vettern. Das Ehepaar lebte im Beloselski-Beloserski-Palast in Sankt Petersburg.

Möglicherweise wurde Elisabeth Fjodorowna von dem armen russischen Volk nicht geliebt, welches sich nicht leisten konnte, solch prächtige Diamant- und Smaragd-Diademe zu tragen. Mit Sicherheit wurde sie nicht von den Bolschewiken und Wladimir Lenin geliebt, der 1918 ihre Verhaftung und Exekution anordnete. Sie ging in die Verbannung nach Perm, dann nach Jekaterinburg, wo sie mit den anderen Mitgliedern der Familie Romanow hingerichtet wurde.

Smaragdschmuck der Romanows:

Résultat de recherche d'images pour "emeralds of romanov collection"

Im Jahr 2013 organisierte das Museum für die Geschichte der Schmuckherstellung in Jekaterinburg eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum des Moskauer Kremls. Von Mai bis November 2013 wurde „Ein Smaragdraum“ gezeigt, der den Mineralreichtum des Urals präsentierte. Diese Ausstellung war in der Kunstgalerie der Residenz des Gouverneurs der Oblast Swerdlowsk zu besichtigen. Die Residenz ist auch als Haus des Kaufmanns Tarasow bekannt.

Die Galerie beherbergte 450 Meisterwerke aus verschiedenen russischen Museen und Privatsammlungen, darunter einige wunderbare Smaragde, einschließlich der ersten Stücke, die in den 1830er Jahren gefunden wurden. Fünfzehn Juwelen aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit Smaragden aus dem Ural kamen aus der Sammlung des Moskauer Kremls. Mehrere Exponate stammten aus den angesehenen russischen Schmuckfirmen von Carl Fabergé und Iwan Chlebnikow.

Smaragdring der Firma Carl Fabergé:

Three Fabergé emerald and diamond rings. | Jewelry, Emerald jewelry,  Jewelery

Bereits in der Antike wurden Smaragde als mystische Talismane verwendet. Sie sollen Macht und Reichtum, Beredsamkeit und Witz verleihen, das Gedächtnis stärken und in die Lage versetzen, zukünftige Ereignisse vorherzusagen. Die grüne Farbe beruhigt die Augen. Die Menschen hofften auch, dass der smaragdgrüne Edelstein sie vor Dämonen schützen würde. Er sollte Wahrheiten verkünden und von Illusionen oder bösem Zauber befreien.

Mögen die grünen Kristalle aus dem Ural das russische Volk weiterhin vor allen dämonischen Einflüssen schützen, insbesondere vor feindlichen Angriffen aus dem Ausland, vor Einmischung in die Souveränität Russlands und vor der böswilligen Tätigkeit ausländischer Agenten auf russischem Boden. Mit einem smaragdgrünen Talisman werden sich die Russen immer an die lange und stolze Geschichte ihrer Heimat erinnern. Sie werden auch klar in die Zukunft schauen. Mit Hilfe ihrer mystischen Smaragde wird die Russische Föderation für immer reich und mächtig bleiben.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Russland. Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

 

 

Publicado en Rusia | Deja un comentario

Olivia Kroth: Russian emeralds from the Ural mountains for export

Russian emeralds from the Ural mountains for export

by Olivia Kroth

Как добывают уральские изумруды. Фоторепортаж с глубины 350 метров |  ОБЩЕСТВО | АиФ Урал

The Russian Federation is one of the biggest export countries for emeralds. In 2021, the Mariinsky mine in the Ural mountains will extend its export of emeralds. An emerald is a first-class gemstone, in the same category as diamonds, sapphires and rubies. Emeralds, a variety of the mineral beryl, are graded according to four basic parametres: colour, clarity, cut and carat weight. A fine emerald gemstone possesses a pure green hue and a high degree of transparency. The crystals obtained in the Urals are considered to be among the best and most expensive in the world, as they are distinguished by a deep grass-green colour. Many of them are kept in museums because they represent national treasures. The most famous of the latest finds have their own names: Miner’s Glory, President, Glorious Ural, Trilith, Jubilee, Zvezdar (Gift of  Stars). The Mariinsky mine, located near the small town of Malysheva, about 60 kilometres northwest of Yekaterinburg, was discovered in 1831. It provided beautiful emeralds first to the Romanov tsars, then to the Soviet Union and nowadays it still provides gems to the Russian Federation. 

Everything you need to know about Emerald | Femina.in

“The Mariinsky mine will supply emeralds for export, in 2021, amounting to 100 million rubles ($1.3 million). The enterprise managed to contract an increasing annual volume of raw crystals. The mine annually processes 150 kg of emeralds” (TASS, 01.10.2020).

The mine informs on its internet site: “The Mariinsky emerald deposit is 220 km long, located on the eastern slope of the Ural ridge. The central part of the strip was named Emerald Mines of the Urals. It is a unique province of global importance. The potential of the Emerald Mines of the Urals, according to geologists, is large. In 2017, on behalf of Russia’s President Vladimir Putin, a procedure was carried out to reorganize the enterprise. And in February 2018, the Mariinsky Mine Joint Stock Company appeared on the map of Russia. All shares are owned by the Rostec State Corporation.”

https://marmine.ru/

The Mariinsky Mine Enterprise:

Rostec opened the mine for visitors, in April 2019, and announced on its site: “Rostec State Corporation provides an opportunity for everyone who wishes to visit the unique emerald deposit Mariinsky Priisk, for which the enterprise has organized tourist routes. Tourists will be able to see the mining, sorting and evaluating process of precious stones, as well as be prospectors themselves and find their own jewellery. The first excursion to the Ural deposit took place today, on April 11th.”

Rostec’s Director of Communications, Ekaterina Baranova, explained: “The Mariinsky mine has developed three tourist routes, ranging from 40 minutes to five hours. Guests are invited to visit the museum of our enterprise, the lapidary production and the emerald extraction plant. The can also see minerals in the rock and unique lapidary machines. The organizers have prepared an interactive programme. Guides will show how to distinguish artificial stones from genuine precious stones. They will offer to participate in a prospecting sketch, so tourists can wash ore.”

Résultat de recherche d'images pour "мариинский прииск"

According to Ekaterina Baranova, the development of industrial tourism gives people an opportunity of discovering technological secrets and meeting the people who work in this industry. “All of this allows us to create a new, open and modern image of the Russian industry. We have no doubt that the Mariinsky mine, which is one of the three largest emerald deposits in the world, will attract great attention and be visited by Russian as well as foreign tourists,” she added.

Russia’s emerald export received a huge boost, after the biggest emerald in 30 years was found at the Mariinsky mine, in May 2019. It weighed 1.6 kg. “This was the country’s largest find in almost 30 years, a real natural sample, unique not only for its size but also for its crystal form. Experts attributed the mineral to the second category of green colour and to the third category of value, due to the presence of natural cracks” (TASS, 28.05.2019).

The Mariinsky mine is the largest in Europe, one of the three biggest worldwide and the only one of its kind in Russia. It was discovered, in 1831, in the Sverdlovsk Oblast of the Urals, an area rich in resources. After the Russian Revolution, the oblast was named after Yakov Sverdlov, a Communist revolutionary.

Yakov Mikhailovich Sverdlov (Яков Михайлович Свердлов; 1885–1919) was born in Nizhny Novgorod to a Jewish family. He supported Vladimir Lenin’s Bolshevik faction and became Chairman of the All-Russian Central Executive Committee, from 1917 to 1919. Yakov Sverdlov helped to consolidate Bolshevik control of the new Soviet Administration.

Yakov Mikhailovich Sverdlov (1885-1919):

Résultat de recherche d'images pour "Яков Михайлович Свердлов"

Yakov Sverdlov died in March 1919, at the age of 33. He is buried in the Kremlin Wall Necropolis. In 1923, the Russian Navy’s destroyer “Novik” was renamed “Yakov Sverdlov”. The first ship of the Sverdlov class cruisers also received his name. In 1924, the city of Yekaterinburg in the Urals was renamed Sverdlovsk in his honour. Today, Yekaterinburg is the administrative centre of the Sverdlovsk Oblast.

The emerald mine is located near the village of Malysheva (Малышева) in the Sverdlovsk Oblast, about 60 km northwest of Yekaterinburg. Malysheva has about 10.000 inhabitants. The history of this place began with the discovery of emeralds at the nearby Tokovaya brook, in 1831. In the course of the 19th century, several more emerald deposits were discovered around Malysheva.

Résultat de recherche d'images pour "Изумрудные копи Урала"

One prominent Russian, who described and classified emeralds from the Urals, was the geochemist and mineralogist Alexander Evgenevich Fersman (Александр Евгеньевич Ферсман; 1883–1945). He became a member of the Soviet Academy of Sciences, from 1919 to 1945.

Alexander Fersman participated in a project of the Academy of Sciences to catalogue Russia’s natural resources. Starting in 1915, he travelled throughout Russia to assess mineral deposits. Vladimir Lenin subsequently consulted him for advice on exploiting the country’s mineral resources.

Alexander Evgenevich Fersman (1883-1945):

Résultat de recherche d'images pour "alexander fersman"

Alexander Fersman wrote more than 1.500 articles and publications on crystallography, mineralogy, geology, chemistry, geochemistry and similar topics. Among them were: Geochemistry in Russia (1922); Chemical Elements of the Earth and Cosmos (1923); Geochemistry, vols. I–IV (1933–1939); The Search for Mineral Deposits on the Basis of Geochemistry and Mineralogy (1939).

This eminent scientist was also a great popularizer of science in Russia. In addition to his contributions to Priroda (Nature) and other journals, he wrote many books of popular science for interested readers, including: Mineralogy for Everyone (1928, updated and re-published 1935); Twenty-Five Years of Soviet Natural Science (1944); Reminiscences about Minerals (1945); The March of Soviet Science (1945); Geochemistry for Everyone (pub. 1958).

Résultat de recherche d'images pour "А. И. Маликова "Самоцветная полоса Урала""

For his many achievements, Alexander Fersman was awarded the Lenin Prize (1929), the Stalin Prize (1942) and the Order of the Red Banner of Labour (1943). His name was given to the Fersman Mineralogical Museum in Saint Petersburg. Since 1946, the Soviet/Russian Academy of Sciences has been giving the Fersman Award for outstanding research in geochemistry and mineralogy.

In the 19th century, the Urals provided beautiful emeralds for the Russian Imperial Romanov family’s world famous jewellery collection, which contained some of the greatest, most luxurious emeralds worldwide. Two aristocratic ladies, who liked to wear emeralds, were Grand Duchess Maria Pavlovna of Russia (1854-1920) and Grand Duchess Elisabeth Fyodorovna of Russia (1864-1918).

Romanov emeralds:

Résultat de recherche d'images pour "romanov emeralds"

Grand Duchess Maria Pavlovna of Russia (Мария Павловна) was born Duchess Marie Alexandrine Elisabeth Eleonore of Mecklenburg-Schwerin in Germany. When she lived in Saint Petersburg, she often wore a native Boyar costume and displayed her emerald brooches. One of them contained a rectangular emerald of 107 carats.

The magnificent brooch was given to Grand Duchess Maria Pavlovna as a wedding present by Tsar Alexander II, when she married his third son, Grand Duke Vladimir Alexandrovich of Russia, in 1874. The Grand Duchess had a passion for jewels and her collection was renowned. She was often called  ‘the grandest of the grand duchesses’.

Grand Duchess Maria Pavlovna of Russia (1854-1920):

Résultat de recherche d'images pour "grand duchess maria pavlovna"

Her home, the Vladimir Palace in Saint Petersburg, became the centre of Russian aristocratic society. Following the Russian Revolution, a family friend rescued the jewels from her palace safe and smuggled them out of Russia. After the Duchess’s death, they were sold by her children to support their lives in exile.

 Another splendid example of the Romanov jewellery collection is a magnificent tiara with Russian emeralds from the Ural mountains. The tiara in the form of a “kokoshnik”, a typical Russian female headdress, was given to the German Princess Elisabeth of Hessen and by Rhein (1864-1918), when she became Grand Duchess Elisabeth Fyodorovna (Елизавета Фёдоровна) after her marriage to Grand Duke Sergei Alexandrovich of Russia,  the fifth son of Tsar Alexander II.

Diamond and emerald tiara of Grand Duchess Elisabeth Fyodorovna of Russia:

Charming and with a very accommodating personality, Grand Duchess Elisabeth Fyodorovna was considered by many historians and contemporaries to be one of the most beautiful women of her time. She made a good impression on her husband’s family. “Everyone fell in love with her from the moment she came to Russia from her beloved Darmstadt”, wrote one of Sergei’s cousins. The couple lived in the Beloselsky-Belozersky Palace in Saint Petersburg.

However, she might not have been loved that much by the poor Russian people, who could never afford to wear such splendid diamond and emerald tiaras. The Duchess was certainly not admired at all by the Bolsheviks and Vladimir Lenin, who ordered her arrest and death, in 1918. She was exiled first to Perm, then to Yekaterinburg, where she and the other members of the Romanov family were executed.

Grand Duchess Elisabeth Fyodorovna of Russia (1864-1918) with her diamond and emerald “kokoshnik” tiara:

THE EMERALD KOKOSHNIK TIARA OF GRAND DUCHESS ELIZABETH FEODOROVN | Royal  jewels, Royal jewelry, Royal tiaras

In 2013, the Museum for history of stone-cutting and jewellery-making in Yekaterinburg organized an exhibition in cooperation with the Moscow Kremlin Museum. From May to November 2013, it displayed “An Emerald Room,”  designed as representation of the mineral wealth of the Urals. The exhibition was held in the art gallery of the Governor’s Residence of the Sverdlovsk Oblast. The house is also known as Merchant Tarasov’s Mansion.

The gallery hosted 450 masterpieces from various Russian museums and private collections. Among them were miraculous emeralds, including the first pieces found in the 1830s. Fifteen jewels from the 19th and 20th centuries, with emeralds from the Urals, came from the collection of the Moscow Kremlin Museum. Some of these items were created by the distinguished Russian jewellery firms of Carl Fabergé and Ivan Khlebnikov.

Russian emeralds in the Moscow Kremlin Museum:

Экспозиция «Три века уральского изумруда» : ru_gems — LiveJournal

Already in antiquity, emeralds were used as mystical talismans. They were believed to confer power and riches, eloquence and wit. Purportedly, these gems strengthened the memory and made its owner able to predict future events. The soothing green colour was thought to be restful to eyes under strain.

People also hoped that the emerald gemstone would protect them against possession by demons. As a revealer of truths, the emerald reputedly could cut through all illusions and spells.

Russian emeralds:

Résultat de recherche d'images pour "russian emeralds"

May these beautiful green crystals from the Ural mountains keep protecting the Russian people against all demonic influences, for example hostile interference from abroad, incursions on Russia’s sovereignty and the activity of foreign agents on Russian soil.

Wearing an emerald talisman, Russians will always remember the long and proud history of their homeland. They will also look clear-sightedly into the future. With the help of its mystical emerald gems, the Russian Federation will remain rich and powerful forever.

Vintage Russian emerald earrings:

Résultat de recherche d'images pour "antique russian emerald jewellery"

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Russia.

Her blog: 

https://olivia2010kroth.wordpress.com

This text was also published in THE DURAN:

Russian emeralds from the Ural mountains for export

Publicado en Rusia | Comentarios desactivados en Olivia Kroth: Russian emeralds from the Ural mountains for export

Olivia Kroth: Russland und Myanmar – “In der Not bewährt sich die Freundschaft”

Russland und Myanmar: “In der Not bewährt sich die Freundschaft”

von Olivia Kroth

Kandawgyi Lake, the Karaweik and the Palace Hotel – Yangon, Myanmar –  You're Not From Around Here, Are You?

Russlands Außenpolitik hat die Blickrichtung von West nach Ost gewechselt, mit starkem  Fokus auf Südostasien. Einer dieser südostasiatischen Staaten ist die Republik der Union von Myanmar. Das Land verfügt über natürliche Ressourcen und eine interessante geografische Lage. Die Republik der Union Myanmar grenzt an Bangladesch, China, Indien, Laos, Thailand und den Golf von Bengalen. So stellt sie einen wichtigen Knotenpunkt zwischen Ost-, Süd- und Südostasien dar (SAGE JOURNALS, 01.08.2015). Seit dem Beginn der 1950er Jahre kooperierte Myanmar – damals noch Burma genannt – mit der Sowjetunion. Diese fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Myanmar und der Russischen Föderation wird im 21. Jahrhundert fortgesetzt und intensiviert.

Carte Birmanie Myanmar | Brahmapoutre, Carte, Pays

Ludmila Lutz-Auras schreibt in ihrem interessanten Artikel „Russland und Myanmar – Freunde in Not“, publiziert im Journal of Current Southeast Affairs (SAGE JOURNALS), über Burma nach dem Tag seiner Unabhängigkeitserklärung am 4. Januar 1948. Nach einer langen Zeit antikolonialer Kämpfe gegen die britische Besatzung und Ausbeutung habe das Land vor vielen schwierigen Herausforderungen gestanden.

Mitte der 1950er Jahre begann ein Dialog zwischen der Sowjetunion und Myanmar, damals noch Burma genannt. Er bereitete den Boden für gemeinsame Interessen. Die UdSSR leistete Burma (Myanmar) technische und materielle Unterstützung. Sowjetische Spezialisten halfen beim Wiederaufbau der Städte. Sie installierten ein technologisches Institut in Rangun, das heute Yangon heißt, außerdem bauten sie ein Hotel mit 206 Zimmern am Ufer des Inya-Sees und ein Krankenhaus in Taunggyi.

Tempel in Mandalay bei Sonnenuntergang:

Guide de voyage Mandalay: découvrez la capitale du Nord de la Birmanie |  Agence de voyage francophone locale au Vietnam, Cambodge, Laos, Myanmar

Unter Präsident Wladimir Putin setzte die Russische Föderation den Aufbau der Kooperation mit der Region Südostasien fort. Myanmar spielte eine Schlüsselrolle in dieser Strategie und diente als Brücke zwischen China und Indien. Russland und Myanmar konnten ihre Beziehungen im Verteidigungs- und Energiesektor stärken. Als General Maung Aye im April 2006 Moskau besuchte, unterzeichneten beide Seiten Vereinbarungen über die Zusammenarbeit im Ölsektor, die Bekämpfung des Drogenhandels und den Schutz geheimer Informationen.

2007 legten China und Russland gemeinsam ihr Veto ein gegen eine Resolution, die Myanmars Menschenrechtsbilanz bei den Vereinten Nationen kritisieren wollte. Die Politiker von Myanmar dankten Russland für das Veto gegen diese Resolution. Eine Koalition mit Russland bringt dem kleinen Land in Südostasien die Unterstützung eines starken Landes in internationalen Foren. Auf der anderen Seite hat Russland im südostasiatischen Raum Fuß gefasst.

Bilder – Myanmar Flagge | Gratis Vektoren, Fotos und PSDs

Das 2009 von Präsident Dmitri Medwedew verabschiedete und 2013 von Präsident Wladimir Putin erneuerte „außenpolitische Konzept der Russischen Föderation“ rückt den asiatisch-pazifischen Raum als oberste Priorität der Außenpolitik Russlands stärker in den Vordergrund. In diesem Zusammenhang stellt Russland die Relevanz Südostasiens als Kraftwerk des Wachstums fest.

Seit 2010 erhält Myanmar zunehmend Aufmerksamkeit. Myanmars Wirtschaft eröffnet neue Möglichkeiten für ausländische Investitionen. Das ländliche, dicht bewaldete Land ist reich an natürlichen Ressourcen: Edelsteine und Mineralien, Gas und Öl, Teakholz. Im Gegensatz zu westlichen Ländern unterbrach Russland nie den Kontakt zu Myanmar.

Dmitri Medwedew und Wladimir Putin:

Medvedev: Russia to Compete for Organic Food Market Share - Russia Business  Today

Im Jahr 2013 erteilte Myanmar dem russischen Ölkonzern Baschneft International das Recht, den Onshore-Energieblock EP-4 mit einer Fläche von 841 Quadratkilometern im Zentralbecken des Landes zu entwickeln. Mit einer Investition von rund 38,3 Millionen USD fungiert der sechstgrößte Ölproduzent Russlands, Baschneft, mit einem Anteil von 90 Prozent als Hauptbetreiber des Unternehmens, während Sun Apex Holdings Limited aus Myanmar die restlichen 10 Prozent besitzt.

Russland wolle seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Myanmar stärken, verkündete Präsident Putin während des Russland-ASEAN-Gipfels in Sotschi im Jahr 2016 bei seinem Treffen mit Htin Kyaw, der zu dieser Zeit Präsident von Myanmar war: „Man sollte ehrlich zugeben, dass das Niveau unserer Handels- und Wirtschaftsbeziehungen vorerst nicht sehr hoch ist, aber es gibt ein gutes Potenzial zur weiteren Entwicklung. Dies gilt für die Politik, Wirtschaft und militärisch-technische Zusammenarbeit“ (TASS, 19.05.2016).

Auf dem Russland-ASEAN-Treffen in Sotschi gab das russische Exportunternehmen Rostec sein Interesse an der Lieferung von High-Tech-Produkten nach Myanmar bekannt: „Rostec ist an einer Zusammenarbeit mit der Republik der Union Myanmar im Bereich Hightech interessiert und will Industrieprodukte verkaufen. Wir sind bereit, Hubschrauber, Lastkraftwagen, Energie- und Gaspumpen, moderne Beleuchtungssysteme, medizinische Geräte und Flugsicherungssysteme zu liefern” (TASS, 19.05.2016).

Ein Jahr später, im Jahr 2017, unterzeichneten Russland und Myanmar ein Abkommen über die Einrichtung einer russischen Handelsmission in Yangon. Die Mission soll den Ausbau der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen erleichtern und zur Organisation internationaler Ausstellungen auf dem Territorium beider Länder beitragen. Im August 2017 wurde die erste Lieferung von Kamaz-Lastwagen über die Handelsmission nach Myanmar geschickt.

Thailand & Myanmar (22 Tage)

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Myanmar begann in den 1990er Jahren und gewann in den 2000er Jahren an Dynamik. Im Jahr 2001 verkaufte Russland vier Düsenjäger Mig-29 an Myanmar, weitere zehn folgten im Jahr 2002. Im Jahr 2006 eröffnete die russische Firma MiG ein Büro in Yangon. Im Jahr 2009 unterzeichnete das staatliche Unternehmen Rosoboronexport einen Vertrag über die Lieferung von zwanzig weiteren MiG-Produkten nach Myanmar.

Mehr russische Kampfjets wurden im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts geliefert. Im Jahr 2018 verkaufte Russland sechs Kampfflugzeuge SU-30 nach Myanmar. Russlands stellvertretender Verteidigungsminister, General Alexander Fomin, sagte, dass dieses Flugzeug “das wichtigste Kampfflugzeug der Luftwaffe von Myanmar sein werde, um die territoriale Integrität des Landes zu schützen und alle terroristischen Bedrohungen abzuwehren.”

Rosoboronexport signs Contracts at MAKS-2017 - Asian Military Review

Ihm zufolge stellten die russischen Rüstungsgüter ihre Fähigkeiten bereits unter Beweis bei den Streitkräften in Myanmar. „Dies sind insbesondere die Hubschrauber Mi-24, Mi-35 und Mi-17; das Kampfflugzeug MiG-29; das Trainingsflugzeug Yak-130; das Luftverteidigungssystem Pechora-2 und andere Ausrüstung “, spezifizierte er.

General Alexander Fomin berichtete auch, dass mehr als 600 Militärs aus Myanmar an den militärischen Hochschulen Russlands studieren. “All dies trägt dazu bei, die Sicherheit in Südostasien und im pazifischen Raum im Allgemeinen zu verbessern”, sagte der stellvertretende russische Verteidigungsminister (TASS, 22.01.2018).

Landschaft in Myanmar:

Umweltbewusstsein in Myanmar – Sommer Fernreisen – Blog

Im April 2019 besuchte eine Delegation aus Myanmar russische Verteidigungsunternehmen und nahm an der 8. Moskauer Konferenz für internationale Sicherheit teil. Auf der Tagesordnung standen „wichtige Fragen, die sich bei der Formulierung von Ansätzen zur internationalen Sicherheit ergeben, sowie ein Meinungsaustausch über moderne militärische Gefahren und Bedrohungen, einschließlich der Modernisierung des Rüstungskontrollsystems. Die Teilnehmer diskutierten die Situation im Nahen Osten, in Asien, Afrika und Lateinamerika“ (TASS, 24.04.2019).

Ein Schiff aus Russlands Baltischer Flotte wurde im November 2019 nach Myanmar geschickt. „Das Ausbildungsschiff Perekop der Baltischen Flotte mit über 100 Kadetten der Pazifischen Marinehochschule an Bord machte im Hafen von Yangon in Myanmar Halt. Der viertägige Besuch fand statt, um die Schiffsvorräte aufzufüllen. Zudem erhielten die russischen Kadetten der Marinehochschule eine Gelegenheit zur Besichtigungstour und Ruhepause. Die Kadetten üben die Navigation und verbessern ihre Fähigkeiten, das Schiff in den südlichen Breiten des Pazifiks und des Indischen Ozeans zu steuern“ (TASS, 13.11.2019).

Der Hafen von Yangon:

10 Myanmar Ports & Terminals ideas | yangon, port, myanmar

Im August 2020 nahm eine Militärdelegation aus Myanmar am Internationalen Armeeforum 2020 in der Nähe von Moskau teil. Russlands stellvertretender Verteidigungsminister, General Alexander Fomin, traf sich mit dem Generalstabschef der myanmarischen Streitkräfte, General Mya Tun Oo, um die militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu erörtern. General Mya Tun Oo flog vom 23. bis 29. August nach Moskau, um an der Eröffnungsfeier der Internationalen Armeespiele 2020 und des Internationalen Militärtechnischen Forums der Armee 2020 teilzunehmen, die im Ausstellungszentrum “Patriot” in der Nähe von Moskau stattfand.

Weiterhin kooperieren Firmen aus Russland und Myanmar im privaten Bereich von Mode und Schmuck. Seit 2018 arbeitet das russische Modehaus von Uljana Sergejenko mit Ravi Lunia, dem Direktor von Faidee, zusammen.  Die Firma Faidee ist auf die Verarbeitung von Rubinen aus Myanmar spezialisiert. Gemeinsam präsentierten sie ihre Kreationen während der Haute Couture Modewoche am 3. Juli 2018 in Paris.

Viele Tempel im ganzen Land:

Golfhotel Angebote auf der ganzen Welt - mit Alpha Golftours

Uljana Sergejenko über die Zusammenarbeit mit Faidee: «Es war eine große Freude, mit meinem lieben Freund Ravi Lunia an dieser unglaublichen Kollektion zu arbeiten. Er ist ein wahrer Künstler». Ravi Lunia sagte: «In Kooperation mit Uljana Sergejenko war es selbstverständlich, eine gemeinsame Kollektion zu schaffen, die den raffinierten Geschmack und Stil von Uljana mit der Leidenschaft von Faidee für Rubine aus Myanmar und mit handwerklichem Können vereint» (CITY LIFE PRESS, 04.07.2018).

Nach Paris wurde die Kollektion von Faidee und Uljana Sergejenko in Monte Carlo im Salon Belle Epoque des Hotels Hermitage während der Schmuckausstellung vom 31. Juli bis 17. August 2018 gezeigt:

„Während einer Gala im Salon Belle Epoque am 2. August wurde Gästen und Prominenten eine exklusive Sammlung von Faidee-Schmuck präsentiert, gefolgt von der Vorführung der gemeinsamen Kollektion Uljana Sergejenko & Faidee. Eine Reihe russischer Prominenz war anwesend, darunter Vera Breschnewa, Swjetlana Bondartschuk, Nadjeschda Obolezewa, Natalja Jakimtschik, Irina Milowa, Olga Sluzker, Galina Agapowa, Jekaterina Smirnowa, Olga Krutaja“ (THE JEWELLERY INFLUENCER, 03.08.2018).

Modenschau von Uljana Sergejenko und Rubinschmuck von Faidee in Monte Carlo:

Rubine aus Myanmar zeichnen sich durch ihre intensive Farbe aus, die oft als „Taubenblut“ bezeichnet wird. Sie zeigt Fluoreszenz und strahlenden Glanz. Das legendäre Tal von Mogok in Myanmar ist weltweit der wichtigste Fundort für Rubine von allerhöchster Qualität. Mogok, eine Stadt im Distrikt Pyin Oo Lwin der Mandalay Division, befindet sich 200 Kilometer nördlich von Mandalay. Mogok wurde 1218 von drei Jägern gegründet, die Rubine am Fuß eines eingestürzten Bergs entdeckten. Im Jahr 2018 feierte Mogok den 800. Jahrestag seiner Stadtgründung.

„Im Lauf der Geschichte schätzten Monarchen vieler Kulturen und Nationen den Rubin als königliches Symbol für ewige Schönheit, Reichtum und Macht. Im Orient galt der Rubin als Talisman mit besonderen Kräften für Glück. Rubine zu schenken war ein Ausdruck von Liebe und anhaltender Hingabe. Darüber hinaus ist der Rubin der Geburtsstein für die im Juli Geborenen. Er stärkt Körper und Seele, er schützt vor Gefahr und Übel“ (Ravi Lunia, Faidee.com).

Ravi Lunia präsentiert Rubinschmuck von Faidee:

Events – Faidee

„Seit mehr als tausend Jahren werden Fabeln und Legenden über die Minen in Myanmar erzählt, in welchen sich große Mengen glückverheißender roter Edelsteine befinden. In zahlreichen Berichten der gemologischen Literatur wird die Reinheit von Rubinen aus der Region Mogok gewürdigt. Über diese kostbaren Edelsteine war jedoch lange Zeit in der Öffentlichkeit nur wenig bekannt. So blieben sie viele Jahrhunderte lang ein streng gehütetes Geheimnis.

Im Lauf der Zeit kamen diese Geschichten über die Wunder Myanmars allmählich zutage. Sie zogen Entdecker, Reisende und Künstler aus aller Welt an. Durch seine Produktion legendärer Rubine ist und bleibt Myanmar ein geheimnisvolles Land der Mysterien. Seine reiche Kulturgeschichte, großartige Architektur und die fast magischen Juwelen werden Myanmar für immer einen Platz in den Herzen und Köpfen kommenderGenerationen garantieren“ (Ravi Lunia, Faidee.com).

Spannende Tour Mogok/Myanmar: Tal der Rubine, 3 Tage

Genauso wie Myanmar besitzt auch die Russische Föderation eine große Menge an Edelsteinen, zum Beispiel Diamanten in Jakutien und Smaragde im Ural. Die Brillanz Myanmars und Russlands macht diese beiden verbündeten Länder wertvoll und zeichnet sie aus. Myanmar und Russland werden gute Freunde bleiben für viele kommende Generationen.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Russland.

Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

Publicado en Myanmar, Rusia | 3 comentarios

Olivia Kroth: Russia and Myanmar – “Friends in need are friends indeed”

Russia and Myanmar: “Friends in need are friends indeed”

by Olivia Kroth

Baker McKenzie to Shrink Myanmar Team Amid Review | Law.com ...

Russia’s foreign policy has evolved from Western-oriented to multi-dimensional, with a strong focus on Southeast Asia. One of these Southeast Asian states is the Republic of the Union of Myanmar, with natural resources, emerging markets, and an interesting geographic location. It occupies a strategic location facing the Indian Ocean. The country links East Asia, Southeast Asia and South Asia (SAGE JOURNALS, 01.08.2015). Since the 1950s, Myanmar – then still called Burma – and the Soviet Union began cooperating in many areas. This fruitful cooperation between Myanmar and the Russian Federation is continuing and intensifying in the 21st century. 

Voyage en Birmanie, les incontournables. Circuit Myanmar 15 jours ...

The analyst Ludmila Lutz-Auras, in her interesting article about “Russia and Myanmar – Friends in Need,” published in the Journal of Current Southeast Affairs (SAGE JOURNALS), notes that when Burma regained its independence, on the 4th of January 1948, after a long period of anti-colonial struggles against British occupation and exploitation, the country faced many difficult challenges.

In the middle of the 1950s, the Soviet Union and Myanmar, then called Burma, entered into a dialogue. This prepared the ground for common interests. The USSR provided Burma (Myanmar) with active technical and material assistance. Soviet specialists helped to rebuild Burmese cities and towns. They installed a technological institute in Rangoon, which is called Yangon today. They furthermore built a 206-room hotel on the shores of Lake Inya and a hospital in Taunggi.

Lake Inya in Myanmar:

Inya Lake and Kandawgyi Lake

Under President Vladimir Putin, the Russian Federation took a proactive approach towards the region of Southeast Asia. Myanmar played a key role in this strategy, serving as a bridge between China and India. Russia and Myanmar strengthened their ties in the defence and energy sectors. During the visit of Vice Chairman Senior General Maung Aye to Moscow in April 2006, the two sides signed agreements for cooperation in the oil sector, in anti-drug trafficking, and on the protection of secret information.

In 2007, China and Russia jointly vetoed a resolution criticising Myanmar’s human rights record at the United Nations. Politicians of Myanmar thanked Russia for vetoing the resolution. A coalition with Russia brings the small country of Southeast Asia the backing of a strong country in international forums. On the other hand, Russia gained a foothold in the Southeast Asian region.

Burma stamp paper - Revenue Reverend

The ‘Foreign Policy Concept of the Russian Federation’, adopted in 2009 by President Dmitry Medvedev and renewed in 2013 by President Vladimir Putin, placed a greater emphasis on the Asia-Pacific as the top priority of Russia’s future foreign policy. In this context, Russia noted the extensive relevance of Southeast Asia as the powerhouse of growth.

Since 2010, Myanmar has been receiving increasing attention. Its economy has opened a new frontier for foreign investment. The mainly rural, densely-forested country is rich in natural resources, including gas, gems, minerals, oil, teak. In contrast to western countries; imposant sanctions upon Myanmar, Russia never interrupted its contact to the country.

Dmitry Medvedev and Vladimir Putin:

Medvedev Likely to Remain Russia's Prime Minister - Russia ...

In 2013, Myanmar gave Russia’s oil company Bashneft International the right to develop an onshore energy block, EP-4, with an area of 841 square kilometres, situated in the Central Basin of the country. With an investment of around 38.3 million USD, Russia’s sixth-largest oil producer, Bashneft, acts as the main operator of the undertaking, holding a 90 per cent stake, while Sun Apex Holdings Limited from Myanmar owns the remaining 10 per cent.

Russia wants to strengthen its economic ties with Myanmar, President Putin announced at a meeting during the Russia-ASEAN Summit in Sochi, in 2016, with Htin Kyaw who was President of Myanmar at that time: “One should say straight away that the level of trading and economic relations is not very high for the time being, but there is a good potential for the development of our relations. This applies to the economy, politics and military-technical cooperation” (TASS, 19.05.2016).

Russian Oil Company Bashneft in Myanmar:

Russia, Myanmar Sign $38-m Deal on Oil Survey Wells | Myanmar ...

On the sidelines of the Russia-ASEAN Summit in Sochi, Russia’s export company Rostec announced that it was interested in supplying Myanmar with high tech products: “Rostec is interested in cooperation with the Republic of the Union of Myanmar in the field of hi-tech industrial products supplies. We are ready to supply helicopters, motor trucks, energy and gas pumping equipment, up-to-date lighting systems, medical equipment, air traffic control systems (TASS, 19.05.2016).
 

One year later, in 2017, Russia and Myanmar signed an agreement on setting up a Russian trade mission in Yangon. The mission works to facilitate the expansion of trade and economic ties, as well as help organize international exhibitions on the territory of both countries. In August 2017, the first batch of Kamaz trucks was supplied to Myanmar, via the trade mission.

Terence's collections ...: Myanmar-Russia Diplomatic Relations 2013 ...

In July 2018, the Roscongress Foundation of Russia and the Federation of Chambers of Commerce and Industry in Myanmar signed a document on cooperation, to facilitate the development of trade and economic relations between both countries. In particular, a business network needs to be created that will help disseminate information on business opportunities in both countries. Congress and exhibition events need to be prepared, as well as the exchange of publications, statistics, legal regulations and trade bulletins (TASS, 27.07.2018).

The Roscongress Foundation is a socially oriented non-financial development institution and a major organizer of international business conventions and exhibitions, as well as of cultural, public, social and sporting events. The Foundation was established in 2007 with the aim of facilitating the development of Russia’s economic potential, promoting its national interests and strengthening the country’s image.

Each year, the Foundation’s events draw participants from 208 countries and territories, with more than 15.000 media representatives working on-site at Roscongress’ various venues. The Foundation benefits from analytical and professional expertise, provided by 5000 people working in Russia and abroad. In addition, the Foundation works in close cooperation with 127 economic partners  in 69 countries worldwide.

Flag of Myanmar:

Myanmar flag | Premium Photo

Military cooperation between Russia and Myanmar began in the 1990s and gained momentum during the 2000s. In 2001, Russia sold Myanmar four MiG-29 jet fighters, another ten in 2002, and in 2006 the Russian Aircraft Corporation MiG opened an office in Yangon. In 2009, the state-owned enterprise Rosoboronexport signed a contract to supply twenty more MiG products to Myanmar.

More fighter jets were delivered in the second decade of the 21st century. In 2018, Russia supplied six Su-30 fighter jets to Myanmar. Russia’s Deputy Defence Minister, General Alexander Fomin, said that this plane “will become the main fighter aircraft of Myanmar’s air force to protect the country’s territorial integrity and repel any terror threats.”

According to him, Russian armaments have already proved their capability during their operation in Myanmar’s Armed Forces. “These are, in particular, the Mi-24, Mi-35 and Mi-17 helicopters, as well as the MiG-29 fighter aircraft, the Yak-130 combat-capable trainer aircraft, the Pechora-2 air defense system and other equipment,” he specified.

He also reported that more than 600 military from Myanmar are studying in Russia’s higher military educational institutions. “All of this helps tighten security in Southeast Asia and the Pacific Rim in general,” General Alexander Fomin concluded (TASS, 22.01.2018).

Visiting a temple in Yangon, Myanmar:

2 jours à Yangon - Suggestion d'itinéraire au Myanmar

In April 2019, a delegation from Myanmar visited Russian defence enterprises and attended the 8th Moscow Conference on International Security. Its agenda included “significant issues arising when formulating approaches to international security, furthermore an exchange of opinions on modern military dangers and threats, including the modernization of the arms control system. The participants discussed the situation in the Middle East, Asia, Africa and Latin America” (TASS, 24.04.2019).

A ship of the Russian Baltic Fleet was sent to Myanmar, in November 2019. “The Baltic Fleet’s training ship Perekop, with over 100 cadets of the Pacific Higher Naval School on board, made a business call at the port of Yangon in the Republic of Myanmar. The business call of four days envisaged replenishing shipboard supplies to the required level. The Russian sailors and naval school cadets also got a possibility to go on a sightseeing tour and have a rest on the shore. The cadets are practicing navigational disciplines and sharpening their skills of steering the vessel in the southern latitudes of the Pacific and Indian Oceans” (TASS, 13.11.2019).

Russian training ship “Perekop” of the Baltic Fleet:

Новости : перекоп - Телеканал «Звезда»

In August 2020, a military delegation from Myanmar took part in the International Army Forum 2020 near Moscow. Russia’s Deputy Defence Minister, General Alexander Fomin, met with the visiting Chief of the General Staff of Myanmar’s Armed Forces, General Mya Tun Oo, to discuss military cooperation between the two countries. General Mya Tun Oo flew to Moscow to take part in the opening ceremony of the 2020 International Army Games and the Army-2020 International Military Technical Forum, held in the Patriot exhibition centre near Moscow, from August 23 through 29.

Last but not least, Russia and Myanmar are cooperating in the private sector of high fashion and luxury jewellery. Since 2018, the Russian fashion house of Ulyana Sergeenko is working together with Ravi Lunia, the director of Faidee Jewels, specialized on rubies from Myanmar. They presented their creations during the haute couture fashion week in Paris, on the 3rd of July, 2018. 

Ravi Lunia with Ulyana Sergeenko:

В Монте-Карло состоялся гала-ужин Ulyana Sergeenko и ювелирного Дома Faidee  | BURO.

Ulyana Sergeenko about the collaboration with Faidee : «It was a big pleasure working with my dearest friend Ravi Lunia on this incredible collection. He is a true artist». Ravi Lunia said, «Happily collaborating with Ulyana Sergeenko, it was natural to proceed with the creation of our joint collection uniting the sophisticated sense of taste and style of Ulyana and the passion of Faidee for rubies from Myanmar and artisanal craftsmanship» (CITY LIFE PRESS, 04.07.2018).

After Paris, the Faidee and Ulyana Sergeenko collection was displayed in Monte Carlo at the Hotel Hermitage, in the Salon Belle Epoque, during the Jewellery exhibition, July 31 to August 17, 2018:

“An exclusive collection of Faidee jewellery masterpieces were presented to guests and celebrities during a gala dinner inside the Salon Belle Epoque on the 2nd of August, followed by the presentation of the joint collection Ulyana Sergeenko & Faidee. The Gala dinner was enjoyed by a number of Russian celebrities, among them Vera Brezhneva, Svetlana Bondarchuk, Nadezhda Oboletseva, Natalya Yakimchik, Irina Milova, Olga Slutsker, Galina Agapova, Ekaterina Smirnova, Olga Krutaya” (THE JEWELLERY INFLUENCER, 03.08.2018).

Myanmar rubies have an intense colour, often described as ‘pigeon-blood’, coupled with resplendent lustre and fluorescence. The legendary Mogok valley in Myanmar is the world’s pre-eminent source of rubies, providing the world with the highest of qualities. Mogok is a city in the Pyin Oo Lwin District of the Mandalay Division in Myanmar, located 200 kilometres north of Mandalay. Mogok was founded in 1218 by three hunters who discovered rubies at the base of a collapsed mountain. In 2018, Mogok commemorated the 800th anniversary of the city’s founding.

“Throughout history, monarchs of every culture and nation have regraded the ruby as a regal symbol of everlasting beauty, wealth and power. In the Orient, the ruby was held to be a good luck talisman, possessing special powers. The gift of rubies was also an expression of love and lasting devotion. Furthermore the ruby is the birthstone for those born in July, promising strength of body and soul, as well as protection from danger or evil” (Ravi Lunia, Faidee.com).

Mogok and the Valley of Rubies in Myanmar:

Mogok Expedition Series, Part 1: The Valley of Rubies

“For more than a thousand years, fables and legends were told  about the mines of Myanmar that held auspicious, red gems in great abundance, with numerous accounts in gemological literature placing the purest rubies in the Mogok area. However, for a long time very little was known or recorded about these precious gems and it remained a closely-guarded secret for many centuries.

As time progressed, tales of the wonders of Myanmar trickled out to the far reaches of the globe, attracting explorers, travelers and artists. By the late 1700s, the brilliance of the Myanmar ruby became renowned to the world. As a result of its production of legendary rubies, Myanmar resonates with intrigue and mystery. Its rich cultural history, grand architecture, and almost magical gems forever guarantee Myanmar a place in the hearts and minds of aficionados for generations to come” (Ravi Lunia, Faidee.com).

Rubies from Myanmar, presented by the Faidee House of Jewellery:

Just like Myanmar, the vast expanses of the Russian Federation also own a great abundance of precious stones, for example diamonds in Yakutia and emeralds in the Ural Mountains. The brilliance of Myanmar and of Russia are renowned in the entire world, making these two allied countries very precious and special. They will both be loved for generations to come. 

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Russia. Her blog: https://olivia2010kroth.wordpress.com

This text was also published in THE DURAN:

Russia and Myanmar: “Friends in need are friends indeed”

 

 

Publicado en Myanmar, Rusia | 1 Comentario

Olivia Kroth: Internationales Forum der Armee 2020 in Russland

Internationales Forum der Armee 2020 in Russland

von Olivia Kroth

Le Vietnam participe au forum de l'armée 2019 en Russie - Le journal Nhân Dân

Beim sechsten Internationalen Forum der Armee präsentierten über 1.500 Unternehmen vom 23. bis 29. August 2020 mehr als 28.000 Exponate der Rüstungs- und Verteidigungsindustrie in Kubinka, Oblast Moskau. Die Internationalen Wettkämpfe der Armee und der Panzer-Biathlon wurden gleichzeitig mit dem Forum an verschiedenen Austragungsorten in Russland und anderen Ländern abgehalten. Das russische Verteidigungsministerium ist der Initiator für diese Veranstaltungen, die seit 2015 jährlich stattfinden. Sechs Länder nahmen dieses Jahr mit eigenen Ausstellungen am Internationalen Forum der Armee teil: Belarus, Brasilien, Indien, Kasachstan, Pakistan und Russland. Trotz der Coronavirus-Pandemie besuchten 92 von 133 eingeladenen Ländern mit hochrangigen Delegationen das Forum in Russland, um sich über Neuheiten für Rüstung und Verteidigung zu informieren. So waren auch illustre Gäste aus Abchasien, Armenien, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Guinea-Bissau, Indien, Iran, Kasachstan, Katar, Myanmar, Namibia, Pakistan, Südkorea, Südossetien und Vietnam anwesend. 

Russlands Präsident Wladimir Putin sprach am Eröffnungstag zu den Teilnehmern des Forums. Er äußerte die Hoffnung, dass “neue Geschäftskontakte und vielversprechende Partnerschaften auf dem Forum hergestellt und gefördert werden”. Der russische Staatschef erklärte auch, dass sein Land „die Bedeutung des Aufbaus vertrauensvoller Beziehungen in den Bereichen Sicherheit, der militärischen und technischen Zusammenarbeit sowie die Bedeutung der gemeinsamen Suche nach Lösungen für neue Herausforderungen“ verstehe (KREMLIN.RU, 23.08.2020).

Das sechste Internationale Forum der Armee demonstrierte die Fähigkeiten von wissenschaftlichen Organisationen und von Unternehmen der Verteidigungsindustrie. Ihre Waffen- und Ausrüstungsproduktion zeigte innovative Technologien aus Russland und dem Ausland. Das Forum ermöglichte auch die globale Zusammenarbeit zwischen führenden ausländischen Entwicklern von Rüstungsgütern. In den letzten zehn Jahren avancierte die Russische Föderation zu einem der erfolgreichsten Waffenproduzenten und -exporteure weltweit. Deshalb ist das Interesse an russischer Armeeausrüstung sehr groß. Selbst die COVID-19-Krise konnte interessierte Besucher nicht von der Teilnahme abhalten.

Als Neuheit präsentierte das diesjährige Forum eine einzigartige Ausstellung, welche die Entwicklung russischer Panzer im Lauf der Geschichte nachzeichnet. Zum ersten Mal wurde eine Reihe von 23 Panzern und gepanzerten Fahrzeugen auf einer offenen Fläche im Park der Patrioten vorgeführt. Darüber hinaus war eine weitere Ausstellung  erstmalig in der Geschichte des Forums der russischen Marine gewidmet, mit Nachbildungen von Kriegsschiffen, U-Booten und neuester technischer Ausrüstung für die Flotte. Außerdem wurde ein einzigartiges Laserschneidegerät zum Tauchen unter Wasser und zum Heben von Schiffen vorgestellt (BUSINESS WORLD, 23.08.2020).

В августе состоится международный военно-технический форум «Армия-2020»

Die Russische Föderation präsentierte ihre neueste Entwicklung von Waffen. So stellte Kalaschnikow die  Luft-Boden-Panzerabwehrrakete Wichr-1 und die Flugabwehrrakete 9M333 vor. „Wir präsentieren zum ersten Mal unsere neuesten Modelle Wichr-1 und 9M333. Die Reichweite beträgt ca. 8.000 Meter. Wir arbeiten daran, die Reichweite auf 10.000 Meter zu erhöhen “, sagte der Generalirektor Tarassow. Für 9M333 wurde kürzlich eine weitere Testphase abgeschlossen. Dies ist ein selbst zielsuchender Lenkflugkörper“, stellte er fest (TASS, 21.08.2020).

Kalaschnikow-Gewehre sind nicht nur in Russland, sondern weltweit beliebte Waffen. Im brüderlichen Nachbarland Weißrussland wurde Präsident Alexander Lukaschenko am 23. August 2020 mit einem Kalaschnikow-Gewehr gesehen, als er aus seinem Hubschrauber stieg, um Polizei und Militär für ihren Einsatz in der Hauptstadt Minsk zu danken. Vom Ausland bezahlte Unruhestifter hatten versucht, in Weißrussland einen Staatsstreich im Stil Maidan von Kiew durchzuführen. Aber sie scheiterten dank Polizei, Militär und der Entschlossenheit von Präsident Lukaschenko mit seiner eleganten Kalaschnikow.

Ein Video des Fernsehsenders BELTA zeigte Präsident Lukaschenko in Militärkleidung mit seinem Gewehr. Am Ende des Videos konnte man sehen, wie er seine Kalaschnikow tätschelte, die ihm gut gefällt. Es ist in der Tat eine wunderbare Waffe, vertrauenswürdig und zuverlässig in allen gefährlichen Situationen. Kein Wunder, dass Waffen von Kalaschnikow weltweit sehr gefragt sind.

Выставки, конференции и посещение уникальных объектов: чем удивит форум « Армия-2020»

Beim Internationalen Forum der Armee 2020 stellte die russische Gruppe Almas-Antei ebenfalls ihre neuesten Prokukte vor, unter anderem das Raketenabwehrsystem 98R6E Abakan. Dieses kostengünstige, taktische Raketenabwehrsystem wurde für den Exportmarkt entwickelt. Die Komponenten sind auf vier- oder fünfachsigen Lastkraftwagen vom Typ BAZ-6909.60 installiert.

Eine 98R6E-Batterie besteht aus einem Multifunktionsradar mit einer Aktiven Phased-Array-Radar-Antenne und zwei 51P6E2-Startfahrzeugen. Jedes Startfahrzeug ist mit einem Mast mit einer 9P82-Parabolantenne sowie zwei Lenkwaffencontainern mit 9M82MDE-Lenkwaffen bestückt. Gemäß Hersteller ist 98R6E in der Lage, ballistische Raketen auf eine Distanz von 30 km und bis zur Höhe von 25.000 m zu bekämpfen. Zeitgleich kann eine Batterie vier 9M82MDE-Lenkwaffen gegen zwei Ziele einsetzen.

Gesprächskreise des Internationalen Forums der Armee 2020 in Kubinka:

На форуме «Армия-2020» Андрей Никитин рассказал о технологическом потенциале Новгородской области - 53 Новости

Almas-Antei (Алмаз-Антей) ist ein russisches Staatsunternehmen, in dem einige der nationalen Militärunternehmen, insbesondere die Entwickler von Flugabwehrsystemen, vereint sind. Die Organisation hat ihren Hauptsitz in Moskau. Almas-Antei ist das achtgrößte Verteidigungsunternehmen der Welt, es wurde 2002 durch Präsidialdekret Nummer 412 des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegründet. Präsident des Verwaltungsrats ist Wiktor Iwanow.

Wiktor Petrowitsch Iwanow (Виктор Петрович Иванов) wurde am 12. Mai 1950 in Nowgorod geboren. Er war als KGB-Offizier von 1977 bis 1994 in der KGB-Direktion Leningrad tätig. Von 1987 bis 1988 nahm er am sowjetisch-afghanischen Krieg teil. Im Oktober 1994 wurde er zum Chef des Verwaltungsstabs im Amt des Bürgermeisters von Sankt Petersburg ernannt. Im Jahr 1999 trat er die Nachfolge von Nikolai Patruschew als Leiter der Abteilung für innere Sicherheit des russischen Inlandgeheimdiensts an.

Im Januar 2000 avancierte er zum stellvertretenden Leiter des Präsidialstabs für Personal. Ab September 2001 leitete er als Vertreter des Staates die Verwaltungsräte der Firmen Almas und Antei, deren Fusion er initiierte. Seit Juni 2002 ist Wiktor Iwanow Präsident des Verwaltungsrats von Almas-Antei.

Wiktow Iwanow, Präsident des Verwaltungsrats von Almas-Antei:

Виктор Иванов – о национальной идее, работе в Афганистане и борьбе с наркобизнесом

Auf dem 6. Internationalen Forum der Armee zeigte die staatliche russische Staatsfirma Rostec erstmals die Exportversion des russischen Jagdflugzeugs Su-57 in der fünften Generation. Das Flugzeug nahm auch am Flugdemonstrationsprogramm teil. Die Besucher des Forums konnten Flüge des leichten MiG-35-Mehrzweckjägers sowie des Aufklärungs- und Kampfhubschraubers Ka-52 sehen. Das Kunstflugstaffel Berkuti (Беркуты) demonstrierte die Fähigkeiten eines Mi-28N-Hubschraubers im Einzel- und Formationsflug (TASS, 20.08.2020).

Die Berkuti, “Steinadler”, sind die Hubschrauber-Kunstflugstaffel der russischen Streitkräfte. Das Geschwader wurde am 12. April 1989 als Teil des 344. Zentrums für Kampfeinsatz und Schulung von Flugpersonal der Luftstreitkräfte in der Stadt Torschok gegründet. Die Berkuti fliegen Figuren von höchster Komplexität sowohl in der vertikalen als auch in der horizontalen Ebene. Die Teilnahme der Berkuti an den Internationalen Foren der Armee in Russland ist mittlerweile zur Tradition geworden.

Vorführung der Berkuti beim Internationalen Forum der Armee 2020:

Die Firma Russische Helikopter (Вертолёты России), welche ebenfalls zu Rostec gehört, zeigte laut AVIATION PROS beim Internationalen Forum der Armee 2020 eine breite Palette von Militärhubschraubern. Die Ausstellung des Unternehmens umfasste die verbesserten Transport- und Militärhubschrauber Mi-35P und Mi-35M, den leichten Mehrzweckhubschrauber Ka-226T, den Militär- und Transporthubschrauber Mi-171Sh mit seinen verbesserten Angriffsfähigkeiten und verbessertem Schutz. Auch ein mobiles Zentrum für Überholung und Wartung von Hubschraubern wurde präsentiert.

„Das Internationale Forum der Armee ist die größte Veranstaltung der russischen Verteidigungsindustrie, auf der wir potenziellen russischen und ausländischen Kunden unsere neuesten Entwicklungen vorstellen können. Wir verbessern ständig unsere Hubschrauber und präsentieren dieses Jahr eine Reihe von Modellen auf dem neuesten Stand der Technik mit fortschrittlicher Konstruktion in Bezug auf Sicherheit und Angriffsfähigkeit“, sagte Andrei Boginski, Generaldirektor der Firma Russische Helikopter (AVIATION PROS, 21.08.2020).

Der Hauptsitz dieser Firma ist Moskau, ihr Hauptaktionär ist Rostec. Russische Helikopter ist nach Almas-Antei das 24. größte Verteidigungsunternehmen der Welt und das zweitgrößte in Russland.

Форум «Армия-2020»: изучат применении суперкомпьютерных технологий в армии — Военные новости, Новости России — EADaily

Das Konstruktionsbüro für Gerätebau (KBP), ein Teil der Hochpräzisionssysteme von Rostec, präsentierte sein Hermes-Raketensystem der neuen Generation mit einer Reichweite von bis zu 100 km. Diese Rakete besetzt die Nische zwischen Präzisionsmunition und Artillerie-Raketen. Hermes verfügt über ein autonomes, zielsuchendes Raketenleitwerk. Hermes-Lenkflugkörper können von Luft-, Land- und Marineplattformen abgefeuert werden. Die Möglichkeit des Abfeuerns von Drohnen ist ebenfalls möglich (TASS, 19.08.2020).

Das Konstruktionsbüro für Gerätebau (Конструкторское бюро приборостроения) entwickelte früher hauptsächlich Klein- und Leichtwaffen. Heute baut KBP auch Lenkwaffen sowie verschiedene Raketensysteme. Viele Kampfflugzeuge und Helikopter der russischen Luftwaffe  sind mit KBP-Waffen ausgerüstet. Der Firmensitz befindet sich in der Stadt Tula.

KBP in Tula:

Презентационный ролик АО «Конструкторское бюро приборостроения им. академика А. Г. Шипунова» - Международная федерация танкового биатлона

Belarus, ein Bündnispartner Russlands in der OVKS, nahm ebenfalls am Internationalen Forum der Armee teil und präsentierte 200 Produkte der eigenen Verteidigungsindustrie. Die Organisation des Vertrags über Kollektive Sicherheit (OVKS) ist ein Militärbündnis, das im Mai 1992 geschlossen wurde. Mitglieder sind Armenien, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Russland und Tadschikistan. Afghanistan und Serbien haben derzeit Beobachterstatus.

Aufgabe des Bündnisses ist die Gewährleistung der Sicherheit, Souveränität und territorialen Integrität aller Mitgliedstaaten. Dies geschieht vornehmlich durch enge Zusammenarbeit in der Außenpolitik, in militärischen Angelegenheiten, in der Erforschung neuer militärischer Technologien sowie in der Bekämpfung grenzübergreifender Bedrohungen durch Terroristen. Darüber hinaus hat sich die OVKS der Förderung einer demokratischen Weltordnung auf der Grundlage der allgemeinen Prinzipien des Völkerrechts verschrieben. Zum Tätigkeitsbereich zählen bisher insbesondere gemeinsame militärische Manöver der Mitgliedstaaten.

Die Delegation von Belarus beim Internationalen Forum der Armee 2020 bestand aus Vertretern von 17 Organisationen und Unternehmen. Der kollektive Stand unter der Schirmherrschaft der staatlichen Behörde für Militärindustrie in Belarus wurde von BelTechExport organisiert.

In pics: PLA participates in International Army Games 2020

Zu den erstmals vorgestellten Produkten aus Belarus gehörten das 122-mm-Mehrfachraketensystem Schkwal (“Sturmböe”), das Satellitenkommunikationsterminal R-4430, das leicht gepanzerte Fahrzeug MZKT-490101-010 und die mobile Hochfrequenz-Funkpeilung Wolar. Die ausgestellten Produkte waren in erster Linie Hightech.

Die Delegation aus Belarus wurde vom Vorsitzenden der staatlichen Behörde für Militärindustrie, Dmitri Pantus, geleitet. Verteidigungsunternehmen aus Belarus nehmen traditionell am Internationalen Forum der Armee in Russland teil. Jedes Mal präsentieren sie eine breite Palette moderner Ausrüstung und Waffen, basierend auf dem Potenzial der eigenen Verteidigungsindustrie (BELTA, 18.08.2020).

Проект Политеха участвует в международном форуме «Армия-2020»

Belarus stellt nicht nur seine eigenen Produkte für die Verteidigungsindustrie vor, sondern kauft auch in Russland. Wie der stellvertretende belarussische Verteidigungsminister für Rüstung, Generalmajor Sergei Simonenko, berichtete, wurden im Verlauf des Forums eine Reihe von Liefer-, Reparatur- und Wartungsverträgen für die belarussischen Armee unterzeichnet.

So sehen die Verträge unter anderem die Lieferung von gepanzerten Personentransportern (APC) BTR-82A  für zwei Bataillons vor, hergestellt vom russischen Maschinenbauwerk Arsamas. Weiterhin sollen Hubschrauber des Typs Mi-35M an Belarus geliefert werden. Die Delegation unterzeichnete auch einen Plan zur Interaktion mit Almas-Antei Air für 2021 bis 2025. Der Plan sieht den Erwerb moderner Luftverteidigungssysteme bis 2025 vor (BELTA, 24.08.2020).

Russisches Maschinenbauwerk Arsamas in der Oblast Nischni Nowgorod:

JSC AMW: 40 years on guard of the country's defense — Encyclopedia of safety

Indien war mit einem eigenen Stand vertreten. Der indische Pavillon wurde von Indiens Verteidigungsminister Raj Kumar und dem indischen Botschafter Wenkatesch Werma eingeweiht. Die indische Botschaft in Moskau twitterte: „Der Verteidigungsminister Raj Kumar und unser Botschafter haben den Indien-Pavillon für das Internationale Forum der Armee 2020 außerhalb von Moskau eingeweiht. Sie besuchten zudem andere Pavillons, welche auf der Ausstellung zu sehen waren, darunter den JV-Pavillon Indien-Russland Brahmos. Die indischen Würdenträger nahmen auch an der Plenarsitzung des Forums teil” (NDTV, 23.08.2020).

Weitere angesehene Besucher und Gäste kamen aus verschiedenen Teilen der Welt nach Moskau, zum Beispiel eine Delegation aus Bosnien und Herzegowina, laut SARAJEWO TIMES: „Eine Delegation des Verteidigungsministeriums und der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina wurde vom stellvertretenden Verteidigungsminister Mirko Okolic und vom stellvertretenden Chef des gemeinsamen Stabs der Streitkräfte, Generalmajor Gojko Knesevic, angeführt beim Besuch des Internationalen Forums der Armee 2020 in Russland.“

Indien und Russland sind Partner im Bündnis BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) und kooperieren im militärischen Bereich. Russlands Präsident Wladimir Putin mit Indiens Premierminister Narendra Modi:

Modi, Putin to sign 25 pacts at upcoming India-Russia annual summit

Als Mitglied von BRICS war auch Brasilien anwesend. Zur brasilianischen Besucherdelegation gehörte laut TASS der brasilianische stellvertretende Verteidigungsminister Marcos Degaut. Er vertrat Verteidigungsminister Fernando Azevedo e Silva.

Das STAATLICHE RADIO VON ARMENIEN kündigte die Teilnahme seines Landes an: “Der Vorsitzende des Ausschusses für Verteidigungsindustrie, Generalleutnant Artak Davtyan, nimmt am Forum der Armee 2020 teil.” Als Mitglied der OVKS nimmt Armenien regelmäßig an diesem Forum teil.

Russia's Military Expo 2020

Delegationen aus Abchasien und Südossetien gaben dieses Jahr ihr Debüt. Abchasiens Verteidigungsminister, Generaloberst Wladimir Anua, erörterte Fragen der militärischen Zusammenarbeit mit seinem russischen Amtskollegen, der Abchasien als “Verbündeten und strategischen Partner im Südkaukasus” bezeichnete. Der Präsident Abchasiens, Aslan Bschania, sagte, dass „die Teilnahme Abchasiens am Militärforum und an den Armeespielen dazu dient, die internationalen Beziehungen der Region zu stärken“ (CIVIL.GE, 25.08.2020).

Aslan Bschania (Аслан Георгиевич Бжания) wurde am 6. April 1958 in Tamysch in der Abchasischen Sowjetrepublik geboren. Im Jahr 1985 absolvierte er die Moskauer Hochschule für Automobil- und Straßenbau. Aslan Bschania wurde in der Sowjetunion beim KGB ausgebildet und diente später beim abchasischen KGB. Zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 24. Februar 2010 war Aslan Bschania Berater der abchasischen Botschaft in Moskau. Von 2010 bis 2014 war er Chef des abchasischen Geheimdiensts. Seit 2020 fungiert er als Präsident der Republik Abchasien.

Abchasiens Präsident Aslan Bschania:

Aslan Bzhania - Wikipedia

VIETNAM PLUS berichtete über die eigene Delegation in Russland: „Eine hochrangige Delegation der vietnamesischen Volksarmee, angeführt vom stellvertretenden Generalstabschef, Generalleutnant Ngo Minh Tien, reiste zum Internationalen Armeeforum 2020. Die Veranstaltung soll Vietnam helfen, hochrangigen militärischen Gedankenaustausch mit Russland zu halten. Sie soll auch die langjährige Freundschaft, umfassende strategische Partnerschaft, das bilaterale strategische Vertrauen sowie die militärisch-technische Zusammenarbeit stärken“ (VIETNAM PLUS, 21.08.2020).

Darüber hinaus erhielt die vietnamesische Feldküche von den Besuchern großen Beifall für ihre leckeren Gerichte, welche am Tag der Eröffnung des Internationalen Armeeforums angeboten wurden. Die Feldküche gehört zu den elf Kategorien des Wettbewerbs, an welchen die vietnamesische Volksarmee teilnimmt“ (VIETNAM PLUS, 23.08.2020).

Generalleutnant Ngo Minh Tien aus Vietnam:

Hội nghị trực tuyến toàn quốc tập huấn Luật Quốc phòng năm 2018 - Ảnh thời sự trong nước - Nội chính & Ngoại giao - Thông tấn xã Việt Nam (TTXVN)

Eine Delegation aus Myanmar traf ebenfalls in Moskau ein, um das Internationale Armeeforum 2020 zu besuchen. Die Delegierten kamen einige Tage im Voraus zu Gesprächen. Der stellvertretende Verteidigungsminister Russlands, Generaloberst Alexander Fomin, traf sich mit dem Generalstabschef der myanmarischen Streitkräfte, Generalleutnant Mya Tun Oo, um die militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu erörtern.

“Die für beide Seiten vorteilhaften Beziehungen im militärischen Bereich entwickeln sich dynamisch. Das vorhandene Potenzial zur Ausweitung der militärischen und militärtechnischen Zusammenarbeit im Sinne einer strategischen Partnerschaft soll maximal und effizient genutzt werden”, bestätigte Generaloberst Alexander Fomin (TASS, 17.08.2020).

Generalleutnant Mya Tun Oo, Generalstabschef der Streitkräfte von Myanmar:

Rohingya abuse claims unsubstantiated, says Burma's military - BT

Ein weiteres ostasiatisches Land, das sich für russische Waffen interessiert, ist Südkorea. Insbesondere die Technologie der russischen Flugzeuge und Drohnen der fünften Generation ist für Südkorea von großem Interesse. Kim Young Wook kam als Attaché für die koreanische Luftwaffe, um neue Technologien für den Weltraum zu sehen. Es sei ihm eine Ehre, das Armeeforum 2020 zu besuchen, sagte er. Der Diplomat fügte hinzu, dass die Ausstellung viele Möglichkeiten biete, aus den großen militärischen Erfahrungen Russlands zu lernen.

Die südkoreanische Regierung rechnet mit einem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Lauf dieses Jahres in Seoul, um ein Memorandum im militärischen Bereich mit Russland zu unterzeichnen, sagte Kim Young Wook. Der südkoreanische Botschafter in Russland, Lee Sok-bae, betonte gleichfalls, man hoffe in Seoul, dass Präsident Wladimir Putin noch vor Ende des Jahres 2020 Südkorea einen Besuch abstatten werde (SPUTNIK NEWS, 24.08.2020).

Russische Kinder besichtigten die Ausstellung des Internationalen Forums der Armee 2020:

Russia's Military Expo 2020

Aus dem Iran flog Brigadegeneral Amir Hatami nach Moskau, um mit seiner Delegation am Internationalen Armeeforum 2020 teilzunehmen. Er sagte, er sei an den dynamischen Demonstrationen neuer militärischer Ausrüstung sowie am umfangreichen Kongressprogramm mit starker Beteiligung von internationalem Publikum interessiert. Er wolle auch Gespräche mit seinem russischen Amtskollegen führen, fügte er hinzu (IRAN FRONT PAGE NEWS, 22.08.2020).

Brigadegeneral Amir Hatami (امیر حاتمی) ist ein iranischer Artesch-Offizier und der derzeitige Verteidigungsminister des Iran. Er wurde am 8. August 2017 von Präsident Hassan Rouhani ernannt. Er ist der erste Verteidigungsminister mit Artesch-Hintergrund seit mehr als zwei Jahrzehnten, ein Amt, von Offizieren der Revolutionsgarden im Jahr 1989 eingeführt.

Irans Verteidigungsminister, Brigadegeneral Amir Hatami:

Iran to pursue case against U.S. over IRGC move: Hatami - Tehran Times

Amir Hatami wurde 1965 in Zandschan geboren. Diese Stadt liegt 298 km nordwestlich von Teheran, etwa 125 km vom Kaspischen Meer entfernt. Mit rund 522.000 Einwohnern ist es die zwanziggrößte Stadt im Iran. Viele iranische Aserbaidschaner, die auch die aserbaidschanische Sprache sprechen, leben in Zandschan.

„Bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen in Moskau lobte Brigadegeneral Amir Hatami die russische Regierung für ihre konstruktive Politik in den letzten Monaten und zeigte sich zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit zur Lösung regionaler Probleme beitragen werde. Teheran und Moskau haben in den letzten Jahren ein Bündnis geschlossen, das die legitime Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad unterstützt. Die iranisch-russische Kooperation im Bereich der Verteidigung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Beide Seiten haben bereits bedeutende Erfolge in militärischer Technologie erzielt” (PRESS TV IRAN, 24.08.2020).

Iranisch-russische Kooperation:

Challenges and Opportunities for Russia-Iranian Energy Relations in the Post Sanctions Era | Iran International

Katar entsandte ebenfalls eine hochrangige Delegation zur militärischen Kooperation mit Russland. Oberst Khaled al-Sayyid al-Khajeri, der die katarische Delegation leitete, sagte: “Wenn Gott will, wird es eine Zusammenarbeit geben.” Der Oberst stellte fest, dass die katarische Delegation auf Einladung des russischen Verteidigungsministeriums zum ersten Mal gekommen sei. „Wir wollen am Forum und am Wettbewerb teilnehmen. Wir möchten auch die Ausstellung besuchen und die neueste Ausrüstung sehen, neue russische Waffen“, fügte Oberst Khaled al-Sayyid al-Khajeri hinzu (URDU POINT, 23.08.2020).

Der afrikanische Kontinent war durch Delegationen aus Guinea-Bissau in Westafrika und Namibia in Südwestafrika vertreten. Alle führten Gespräche mit dem stellvertretenden Verteidigungsminister der Russischen Föderation, Generaloberst Alexander Fomin.

Die Namibier in Kubinka:

Alexander Wassiljewitsch Fomin (Александр Васильевич Фомин) wurde am 25. Mai 1959 in Leninogorsk im Osten von Kasachstan geboren. Im Jahr 1984 absolvierte er die Miltärakademie “Rote Fahne” des Verteidigungsministeriums der UdSSR (heute die Militärakademie des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation). Im Jahr 1992 beendete Alexander Fomin sein Studim mit der Promotion in militärischen Wissenschaften.

Von 1977 bis 1993 diente er in den Streitkräften der UdSSR und der Russischen Föderation. Von Juni 1993  bis 2016 war er in verschiedenen Positionen bei militärischen Staatsunternehmen tätig. Im Januar 2017 wurde Alexander Fomin zum stellvertretenden Verteidigungsminister der Russischen Föderation ernannt. Er ist für die militärisch-technische Zusammenarbeit und Vorbereitung internationaler Abkommen verantwortlich und überwacht die Arbeit der Hauptdirektion für internationale militärische Zusammenarbeit des russischen Verteidigungsministeriums. Im Februar 2018 wurde Alexander Fomin der militärische Rang eines Generalobersten verliehen.

Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen der Verdienstorden für das Vaterland, III. Grad (2019) und IV. Grad (2009); der Ehrenorden (2014); der Orden der Freundschaft (2007); die Medaille des Verdienstordens für das Vaterland, II. Grad (1997), sowie mehrere Medaillen und Orden der Sowjetunion.

Russlands Stellvertretender Verteidigungsminister, Generaloberst Alexander Fomin:

Russian Defense confident relations with NATO will be restored - Egypt Today

Sun Tzu, ein berühmte General der chinesischen Armee, wusste bereits vor 2000 Jahren: “Die höchste Kunst des Krieges besteht darin, den Feind kampflos zu unterwerfen.” Sun Tzu (544-496 vor der Zeitenwende) war Militärstratege, Philosoph und Schriftsteller. Er wurde als Sohn einer adeligen Familie im damaligen Reich Qi geboren, in der heutigen Provinz Shandong. Er starb in Gūsū, in der heutigen Stadt Suzhou. Die Chinesen sind eine weise Nation und die militärische Strategie von Sun Tzu ist bis heute anwendbar. Sein Buch „Die Kunst des Kriegs“ ist ein einflussreiches Werk über Militärstrategie, welches das globale militärische Denken beeinflusste.

Neben kluger Taktik und Strategie wird sicherlich eine mächtige Armee mit moderner militärischer Ausrüstung dazu beitragen, „den Feind zu unterwerfen, ohne zu kämpfen“. Länder, die einen Krieg verhindern wollen, sollten gut bewaffnet sein und sich mit anderen gut bewaffneten Ländern verbünden. In dieser Hinsicht hat das Internationale Forum der Armee 2020 in Russland Sun Tzus „Kunst des Kriegs“ auf praktische Weise in modernem Kontext anschaulich demonstriert.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Russland. Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

Publicado en Abjasia, Armenia, Azerbaiyán, Bielorrusia, Bosnia y Herzegovina, Brasil, Catar, China, Congo, Corea del Sur, Guinea-Bisáu, India, Irán, Kazajistán, Kirguistán, Laos, Myanmar, Namibia, Osetia del Sur, Pakistán, Rusia, Serbia, Siria, Sri Lanka, Tayikistán, Usbekistán, Vietnam | 5 comentarios

Olivia Kroth: International Army Forum 2020 in Russia

International Army Forum 2020 in Russia 

by Olivia Kroth

Patriot Park: Russian Military Large as Life | Guided tour | Mos-Tour

In this year’s International Army Forum, over 1.500 companies featured more than 28.000 items of armament and military hardware at the Army-2020 International Military and Technical Forum in Russia, on August 23-29, 2020. The International Army Games and the Tank Biathlon took place alongside the forum. Both events have been initiated by the Russian Defence Ministry and held every year, since 2015. Six countries participated with expositions this year, at the 6th Army Forum, in Kubinka, Moscow Oblast: Belarus, Brazil, India, Kazakhstan, Pakistan and Russia. Despite the coronavirus pandemic, 92 of the 133 invited countries visited the International Army 2020 forum to have a look at what is new on the market of the defence industries, and many countries came with high-level delegations to Moscow. Among them were Abkhazia, Armenia, Belarus, Bosnia and Herzegovina, Brazil, Guinea-Bissau, India, Iran, Kazakhstan, Myanmar, Namibia, Pakistan, Qatar, South Korea, South Ossetia and Vietnam.

Армия-2020»: Путин ждет новых деловых контактов с иностранными ...

Russia’s President Vladimir Putin addressed the participants of the forum on its opening day. He expressed hope that “new business contacts and promising partnerships will be established and promoted at the forum.” The Russian leader also outlined that the country understands “the importance of building trust-based relationships in the areas of security, military and technical cooperation, and the importance of searching for solutions to new challenges together” (KREMLIN.RU ENGLISH, 23.08.2020).

The 6th International Army Forum  demonstrated capabilities of scientific organizations, defence industry businesses, weapons and equipment production, innovative technologies, both from Russia and abroad. The Forum also enabled cooperation between leading foreign military goods developers worldwide. In the past decade, the Russian Federation has become one of the most successful arms producers and exporters, global interest in Russian army equipment is huge. Even the COVID-19 crisis could not deter interested visitors in taking part.

As a novelty, this year’s forum presented a unique exhibition, tracing the development of Russian tanks throughout history. For the first time, a line of 23 tanks and armoured vehicles were deployed on an open area in the Patriot Park. Furthermore, for the first time in the forum’s history, a separate exposition was devoted to the Russian Navy. It featured state-of-the-art replicas of warships, submarines, as well as the latest technical equipment for the fleet. Also, a unique laser cutting device for diving underwater technical and ship lifting operations was showcased at the event (BUSINESS WORLD, 23.08.2020).

Kalashnikov Rebrands -The Firearm Blog

The Russian Federation presented its newest arms development, for example the Kalashnikov Group with its Vikhr-1 anti-tank missile and 9M333 guided anti-aircraft missile. “We present the newest missiles Vikhr-1 and 9M333 for the first time. Its range is about 8.000 metres. We are working on increasing its range to almost 10 kilometres,” CEO Tarasov said. The 9M333 finished another testing stage recently. This missile works on a ‘fire and forget’ principle,” he noted (TASS, 21.08.2020).

Kalashnikov rifles are favourite weapons, not only in Russia but worldwide. In Russia’s brotherly neighbour country Belarus, President Alexander Lukashenko was seen, on the 23rd of August 2020, carrying a Kalashnikov rifle, as he got out of his helicopter and thanked the Belarusian police and military for calming down rioters in Minsk. These people, paid by abroad, had tried to deliver a Maidan-style coup d’etat in Belarus. But they failed, thanks to police, military and the decisiveness of President Lukashenko with his elegant Kalashnikov.

A video from the Belarusian TV channel BELTA  showed President Lukashenko in military clothing, sporting his Kalashnikov rifle. At the end of the video, he was seen patting his Kalashnikov, which he seemed to like very much. It is indeed a wonderful weapon, trustworty and reliable in all dangerous situations. No wonder that it is in great demand worldwide.

At the International Army Forum 2020, Russia’s Almaz-Antey Group unveiled its latest non-strategic anti-ballistic missile (ABM) defence launcher and the Antey-4000 export version of the S-300V4 anti-aircraft missile system. The non-strategic ABM defence launcher was on display in front of the company’s demonstration and exhibition centre. The Antey-4000 system comprising a 9A83M-2E launcher, a 9A84M-1E launcher-loader vehicle and 9M83ME and 9M82ME surface-to-air missiles (in transport and launch containers) were placed in front of pavilion B (TASS, 20.08.2020).

Почему «Алмаз-Антей» проиграл суд в ЕС › ПОЛИТИКУС

Almaz-Antey (Алмаз-Антей) is a Russian state-owned company, unifying some of the national military enterprises, in particular the developers of anti-aircraft defence systems. The organisation is headquartered in Moscow. It is the world’s 8th-largest defence contractor. Almaz-Antey was founded in 2002 by Presidential Decree 412 of the Russian President Vladimir Putin. The Board is headed by  General Director Viktor Ivanov.

Viktor Petrovich Ivanov (Виктор Петрович Иванов) was born in Novgorod, on the 12th of May 1950. He was a KGB officer, who served in the KGB Directorate of Leningrad, from 1977 to 1994. As a KGB officer he took part in the Soviet-Afghan War, 1987 to 1988. In October 1994, he was appointed Chief of the Administrative Staff of the Saint Petersburg Mayor Office. In 1999, he succeeded Nikolai Patrushev as Head of the Internal Security Department of Russia’s FSB.

In January 2000, he was appointed Deputy Head of the Presidential Staff for personnel by President Vladimir Putin. In September 2001, he became the representative of the state in the Board of Directors of the Antey Corporation and the Almaz Scientific Industrial Corporation, developing and producing air defence systems. In November 2001, Viktor Ivanov was elected Chairman of the Board of Directors of Almaz. Afterwards, he initiated the merger of Almaz and Antey. Since June 2002, Viktor Ivanov has been the Chairman of the Board of Directors as a result of the merger.

Viktor Ivanov, General Director of Almaz-Antey:

Директор ФСКН Виктор Иванов может занять пост замглавы МВД РФ ...

At the 6th International Army Forum, Russia’s state-owned Rostec Corporation put the export version of Russia’s Su-57 fifth-generation fighter on display, for the first time. The plane also took part in the forum’s flight demonstration programme. The forum’s visitors were able to view the flights of a MiG-35 light multirole fighter, a Ka-52 reconnaissance and attack helicopter and an upgraded Ka-27M deck-based gunship. The Berkuts (Golden Eagles) aerobatic team demonstrated the capabilities of a Mi-28N helicopter in solo and formation flying (TASS, 20.08.2020).

The KBP Instrument Design Bureau, a part of the High Precision Systems of Rostec, showcased its new-generation Hermes missile system with the range of up to 100 km. This is a new-generation system that occupies the niche between precision munitions and artillery missile systems. Hermes has an autonomous missile guidance system of the fire-and-forget type. Hermes guided missiles are capable of being fired from aerial, land-based and naval platforms. The option of launch from strike drones is also possible (TASS, 19.08.2020).

Hermes Precision Missile System:

Russia to launch Hermes Precision Missile System at Army 2020

KBP (Конструкторское бюро приборостроения) is one of the main enterprises in the field of Russian defence, based in Tula. It is engaged in designing high-precision weapon systems for the Russian Armed Forces, as well as anti-air defence systems, high-rate-of-fire cannons and small arms, in addition to civilian products. Its shareholders include High Precision Systems, a part of Rostec.

The designing of high-precision weaponry is the priority of KBP. The enterprise designs air-to-ground, ground-to-air and ground-to-ground weaponry. In addition to these, KBP also develops modern autocannons and grenade launchers. It also manufactures automatic, hand-held and under-slung grenade launchers, sniper rifles, submachine guns, pistols and revolvers for the law enforcement agencies.

КБП фото и картинки - ВПК.name

The Russian Helicopters Holding Company, another part of Rostec, demonstrated a wide range of military helicopters at the International Army Forum 2020, according to AVIATION PROS. The firm’s exposition included the upgraded transport and military helicopters Mi-35P and Mi-35M, the light multipurpose helicopter Ka-226T, the military and transport helicopter Mi-171Sh, with its increased attack capabilities and improved protection, as well as a mobile service centre for overhaul and maintenance of Mi-8/17-type helicopters at customers’ air bases.

Guests and participants of the forum also saw the  Mi-28NE “Night Hunter” attack helicopter, the ship-based Ka-52K “Alligator” helicopter, the Mi-17V-5 military and transport helicopter, the modernized Mi-26T2V heavy transport helicopter and the most modern Mi-38T transport helicopter. The exposition also presented the newest blade with a sword-like edge, which improves a helicopter’s performance, and a mobile service centre unit, which is a 20-feet container with equipment for maintenance and repair of Mi-8/17 helicopters.

Госкомпания «Вертолеты России» потратит почти 200 млн рублей на ...

“The International Army Forum is the largest event in the Russian defence industry, where we can show our latest designs and developments to potential Russian and foreign customers. We are constantly improving our rotorcraft, and in 2020, we are presenting a number of state-of-the-art models, which include advanced design solutions in terms of safety and increased attack capabilities of helicopters,” said Andrei Boginsky, General Director of the Russian Helicopters Holding Company (AVIATION PROS, 21.08.2020).

Russian Helicopters (Вертолёты России) is headquartered in Moscow. The company’s principal shareholder is Rostec. It is the world’s 24th-largest defence contractor and the second-largest based in Russia, after Almaz-Antey.

General Director of Russian Helicopters, Andrei Boginsky:

Andrey Boginsky: Implement the developments and bring them to the ...

Belarus, one of Russia’s partners in the CSTO, also took part in the International Army Forum, presenting 200 of its own defence products. The Collective Security Treaty Organization (CSTO) is a military alliance that was signed in May 1992. Its members are Armenia, Belarus, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Russia, Tajikistan. Afghanistan and Serbia currently have observer status.

The Belarusian delegation to the International Army Forum 2020 included representatives of 17 organizations and companies. The collective stand, under the aegis of the State Authority for Military Industry of Belarus, was organized by ZAO BelTechExport.

At a meeting of the Collective Security Treaty Organization (CSTO):

CSTO: From NATO's Enemy to Strategic Partner? | BelarusDigest

Among the products from Belarus, demonstrated for the first time, were the 122mm multiple-launch rocket system Shkval, the satellite communications terminal R-4430, the light-armored vehicle MZKT-490101-010, the mobile high-frequency radio direction-finding system Volar. The products on display were primarily high-tech: fire systems, flying drones, including assault drones, combat modules, optic-electronic devices and complexes, automated troop command and control systems, communications and navigation solutions, data processing and display systems for rugged environments, mobility and reconnaissance solutions.

The Belarusian delegation was led by the Chairman of the State Authority for Military Industry of Belarus, Dmitry Pantus. Belarusian defence companies traditionally take part in the International Army Forum. Every time, they showcase integrated solutions, a broad range of modern and promising equipment and weaponry products, based on the R&D potential of the Belarusian defence industry (BELTA, 18.08.2020).

Belarus’ President Alexander Lukashenko in military uniform:

С кем собрался воевать Лукашенко? - Алла Бронь - ИА REGNUM

Belarus does not only present its own defence industry products but buys from Russia as well. As the Belarusian Deputy Defence Minister for Armament, Major General Sergei Simonenko, reported, a number of contracts on deliveries, repair, and maintenance of military products for the benefit of the Belarusian army were signed on the sidelines of the forum.

The contracts envisage the delivery of two battalion sets of armoured personnel carriers (APC) BTR-82A, made by the Russian Arzamas Machine-Building Plant and the first batch of Mi-35M helicopters. The delegation also signed a plan on interaction with the Almaz-Antey Air and Space Defence Corporation, 2021-2025. The plan provides for the acquisition of modern air defence systems in the period till 2025 (BELTA, 24.08.2020).

Russia’s Arzamas Machine-Building Plant:

Excursion to the Arzamas Machine-Building Plant in 2013 ...

India participated with its own stand. The India Pavilion was inaugurated by Raj Kumar, India’s Secretary of Defence Production,  and the Indian Ambassador Venkatesh Verma. India’s Embassy in Moscow tweeted: “Secretary of Defence Production Raj Kumar and our Ambassador inaugurated the India Pavilion at Army-2020 outside Moscow. They visited other pavilions showcased at the exhibition, including the India-Russia Brahmos JV pavilion.” The Indian officials also attended the plenary session of Army-2020 (NDTV, 23.08.2020).

Further distinguished guests, participants and visitors came to Moscow from different parts of the world, for example a delegation of Bosnia and Herzegovina, according to the SARAJEWO TIMES: “A delegation of the Ministry of Defence and the Armed Forces of Bosnia and Herzegovina, led by Deputy Minister of Defence for Resource Management Mirko Okolic and Deputy Chief of the Joint Staff of the Armed Forces Major General Gojko Knezevic, traveled to the International Military and Technical Forum Army 2020 in Russia.”

Armenia’s Chief of General Staff, Lieutenant General Artak Davtyan:

Не собираюсь подавать в отставку - начальник ГШ ВС Артак Давтян ...

The PUBLIC RADIO OF ARMENIA announced the country’s participation: “The Chairman of the Armenian High-Tech Ministry’s Defence Industry Committee, Lieutenant Artak Davtyan, takes part in the Army 2020 forum.” Armenia, as a member of CSTO, takes part in this forum on a regular basis.

Delegations from Abkhazia and  South Ossetia gave their debut this year. Abkhazia’s Defence Minister, Colonel General Vladimir Anua, discussed issues of military cooperation with his Russian counterpart, who called Abkhazia an “ally and strategic partner in the Southern Caucasus.”  The President of Abkhazia, Aslan Bzhania, said that “participation of Abkhazia in the military forum and the army games serves to strengthen international ties of the region” (CIVIL.GE, 25.08.2020).

According to TASS, the Brazilian delegation of visitors included Brazilian Deputy Defence Minister Marcos Degaut. He represented Defence Minister Fernando Azevedo e Silva. Brazil is a member of BRICS, together with Russia, India, China and South Africa. These countries form an economic and political alliance, including common military interests.

BRICS: On the Verge of Failure? – Society of International Trade ...

VIETNAM PLUS reported about its own delegation to Russia: “A high-ranking delegation of the Vietnam People’s Army, led by Deputy Chief of the General Staff Lieutenant General Ngo Minh Tien, left for the International Army Forum 2020. The event is expected to help Vietnam maintain high-ranking military exchanges with Russia, contribute to strengthening the two countries’ long-standing friendship and comprehensive strategic partnership, and reinforce the bilateral strategic trust and military-technical cooperation” (VIETNAM PLUS, 21.08.2020).

In addition, “the Vietnamese Field Kitchen team received a huge welcome from visitors for their dishes presented during the opening day of the International Army Forum, on August 23. The Field Kitchen is among 11 categories of the competition that teams of the Vietnam People’s Army (VPA) are taking part in” (VIETNAM PLUS, 23.08.2020).

Vietnam made a good impression in Kubinka:

A delegation of Myanmar also arrived in Moscow to visit the International Army Forum 2020. They came a few days in advance for talks. Russia’s Deputy Defence Minister, Colonel General Alexander Fomin, met with visiting Chief of the General Staff of Myanmar’s Armed Forces, Lieutenant General Mya Tun Oo, to discuss military cooperation between the two countries.

“The sides highly assessed the dynamically developing mutually beneficial relations in the military sphere and reiterated the countries’ plans to make maximally efficient use of the existing potential to expand military and military-technical cooperation in the spirit of strategic partnership,” the ministry said (TASS, 17.08.2020).

Chief of the General Staff of Myanmar’s Armed Forces, Lieutenant General Mya Tun Oo:

Rohingya abuse claims unsubstantiated, says Burma's military - BT

Another East Asian country interested in Russian weapons is South Korea. Especially the technology of Russia’s fifth-generation planes and drones is of great interest to South Korea. Kim Young Wook , as air attache, came to see new technology in space. He noted that it was an honour for him to visit Russia’s Army Forum 2020. The diplomat added that the exhibition provided many opportunities to learn from Russia’s great military experience.

Seoul expects to sign a memorandum of understanding in the military sphere with Russia during a visit of Russian President Vladimir Putin later this year, Kim Young Wook said. The South Korean Ambassador to Russia, Lee Sok-bae, also emphasized that Seoul hoped President Vladimir Putin would pay a visit to South Korea by the end of the year 2020 (SPUTNIK NEWS, 24.08.2020).

Iran’s Defence Minister, General Amir Hatami, at the International Army Forum 2020:

From Iran, the top Iranian official, Brigadier General Amir Hatami, flew to Moscow, to attend the International Army Forum 2020 with his defence-military delegation. He said that he was interested in the dynamic demonstrations of new military equipment capabilities as well as the extensive congress programme with its strong participation of an international audience. He also wanted to hold talks with his Russian counterpart (IRAN FRONT PAGE NEWS, 22.08.2020).

Brigadier General Amir Hatami ( امیر حاتمی‎) is an Iranian Artesh  officer and the current Minister of Defence in Iran, designated by President Hassan Rouhani, on the 8th of August 2017. He is the first Minister of Defence with Artesh background in more than two decades, an office held by Revolutionary Guards officers, since 1989.

Iran’s Minister of Defence, Brigadier General Amir Hatami:

Amir Hatami — Wikipédia

Amir Hatami was born in Zanjan, in 1965. This city lies 298 km northwest of Tehran, approximately 125 km from the Caspian Sea. With about 522.000 inhabitants it is the 20th largest city in Iran. Many Iranian Azeris, who can also speak the Azerbaijani language, live in Zanjan.

“In a meeting with his Russian counterpart in Moscow, Brigadier General Amir Hatami praised the Russian Government for its constructive policies over the past months and expressed confidence that their cooperation will help resolve regional problems. Tehran and Moscow have formed an alliance in recent years, supporting Syrian President Bashar al-Assad’s legitimate Government against foreign-backed militancy. Cooperation between Iran and Russia in defence is gaining momentum and the two sides have already made significant achievements in the fields of technology and military (PRESS TV IRAN, 24.08.2020).

Iran’s President Hassan Rouhani with Russia’s President Vladimir Putin:

تسلیت پوتین به روحانی - ایسنا

Qatar also sent a high ranking delegation, expecting to develop military cooperation with Russia. Colonel Khaled al-Sayyid al-Khajeri, who headed the Qatari delegation, said, “God willing, there will be cooperation.” The Colonel noted that the Qatari delegation arrived to attend the forum for the first time, upon invitation of the Russian Defence Ministry. “We arrived to participate in the forum. The Qatari team will also take part in the competition. We want to visit the exhibition and discover the latest equipment, new Russian weapons that have been produced,” Colonel Khaled al-Sayyid al-Khajeri added (URDU POINT, 23.08.2020).

The African continent was represented by a delegation from Guinea-Bissau in western Africa and one from Namibia, in southwestern Africa. All the teams held talks with the Deputy Minister of Defence of the Russian Federation, Colonel General Alexander Fomin.

Russian Deputy Minister of Defence, Colonel General Alexander Fomin:

Заместитель министра обороны России встретился со своим финским ...

Alexander Vasilyevich Fomin (Александр Васильевич Фомин) was born in the city of Leninogorsk, eastern Kazakhstan, on the 25th of May 1959. In 1984, he graduated from the Military Red Banner Institute of the USSR Ministry of Defence (today the Military University of the Ministry of Defence of the Russian Federation). In 1992, Alexander Fomin graduated from the Military Academy of the Soviet Army, receiving his PhD in Military Sciences.

From 1977 to 1993, he served in the Armed Forces of the USSR and the Russian Federation. From June 1993 to March 1994, he was an employee of the department of the Main Directorate of Military-Technical Cooperation of the Ministry of Foreign Economic Relations of the Russian Federation. From 1994 to 2016, he worked in various positions of military state companies.

In January 2017, Alexander Fomin was appointed Deputy Minister of Defence of the Russian Federation. He is in charge of military-technical cooperation and preparation of international agreements in this area. He also supervises the work of the Main Directorate of International Military Cooperation of the Russian Ministry of Defence. In February 2018, Alexander Fomin was awarded the military rank of Colonel General.

His many awards include the Order of Merit for the Fatherland, III degree (2019) and IV degree (2009), the Order of Honour (2014), the Order of Friendship (2007), the Medal of the Order of Merit for the Fatherland, II degree (1997), as well as several medals and orders from the former Soviet Union.

Order of Friendship of the Russian Federation:

Орден Дружбы (Российская Федерация)

Sun Tzu, the famous Chinese Army General, already knew 2000 years ago, “The supreme art of war is to subdue the enemy without fighting.” Sun Tzu (544-496 BC) was a military strategist, writer and philosopher who lived in the Eastern Zhou period of ancient China. The Chinese are a wise nation, and Sun Tzu’s military strategy is still applicable today. Sun His book, “The Art of War”, is an influential work of military strategy that has affected global military thinking.

Besides military strategy, possessing a powerful army with modern military hardware and weapons will certainly help “to subdue the enemy without fighting”. Countries wishing to prevent war should be very well armed and ally themselves with other well armed countries. In this respect, the International Army Forum 2020 in Russia applied and demonstrated Sun Tsu’s “Art of War” in a very practical and modern way.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Russia. Her blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

This text was reprinted in the Duran:

International Army Forum 2020 in Russia

Publicado en Abjasia, Armenia, Azerbaiyán, Bielorrusia, Bosnia y Herzegovina, Brasil, Catar, Congo, Corea del Sur, Guinea-Bisáu, India, Irán, Kazajistán, Kirguistán, Laos, Myanmar, Namibia, Osetia del Sur, Pakistán, Rusia, Serbia, Siria, Sri Lanka, Tayikistán, Usbekistán, Vietnam | 12 comentarios

Olivia Kroth: 100-jähriges Jubiläum von Sergei Prokofjews Ballet “Der Narr” (1920)

100-jähriges Jubiläum von Sergei Prokofjews Ballet “Der Narr” (1920)

von Olivia Kroth

Пермский театр оперы и балета рассказал сказку про шута / Новости ...

In diesen trostlosen Zeiten von COVID-19 sollten wir uns ein wenig Spaß gönnen. Natürlich sind die Opernhäuser auf der ganzen Welt größtenteils geschlossen. In Moskau werden sie bald wieder eröffnet, aber das Publikum soll Schutzmasken tragen. Wer möchte mit einer Maske in der Oper sitzen? Viel angenehmer ist es, zu Hause auf einem bequemen Sofa ein Video des Ballets “Der Narr” anzusehen, das Märchen zu lesen, welches als Libretto diente, oder Sergei Prokofjews beruhigende Musik mit geschlossenen Augen anzuhören. Für diese Aktivitäten werden keine Masken benötigt. Wir können frei atmen und eine der großen Musikkompositionen Russlands, welche 1920 entstand, hundert Jahre später genießen, im Sommer des Jahres 2020.

Das Zweite Klavierkonzert von Sergej Prokofjew - Futuristenmusik oder Zukunftsmusik?

Sergei Prokofjew schrieb zwei Fassungen seines Ballets “Der Narr”, die erste 1915, die zweite 1920. Es gibt auch eine symphonische Suite des Balletts Op. 21 bis, welche häufiger als die Ballettpartitur selbst aufgeführt wird. Der vollständige Titel in russischer Sprache lautet „Сказка про шута, семерых шутов перешутившего“, „Die Geschichte des Narren, der sieben andere Narren überlistet“.

Die Handlung spielt im alten Russland. Der Hauptpossenreißer täuscht mit Hilfe seiner Frau Schuticha geschickt sieben seiner Freunde. Er verkauft ihnen eine wundervolle Peitsche und erzählt ihnen Lügen über deren angebliche Zauberkraft. So gibt er vor, seine eigene Frau getötet und sie mit der magischen Peitsche wieder zum Leben erweckt zu haben. Jetzt tanzt sie jeden Tag zu seiner Peitsche, behauptet er. Die magische Peitsche bewirkt jedoch nichts für die sieben anderen Narren. Wütend sinnen sie auf Rache und zwingen den Hauptpossenreißer, sich als junge Frau zu verkleiden, um sie als Braut einem reichen Kaufmann zu geben. Der Hauptpossenreißer hinterlässt jedoch anstelle einer Braut eine Ziege im Schlafzimmer des Kaufmanns und entkommt, nachdem er diesen um 300 Rubel betrogen hat. Alle Missverständnisse enden mit einem „allgemeinen lustigen Tanz“.

The Buffoon | Perm Opera and Ballet Theater

Eine Szene des Balletts “Der Narr” im Ballethaus von Perm, Sibirien

Der Einakter dauert etwa eine Stunde. Szene 1: Die Küche des Hauptnarren. Szene 2: Die sieben anderen Narren. Szene 3: Der Hof des Hauptnarren. Szene 4: Das Wohnzimmer des Hauptnarren. Szene 5: Das Schlafzimmer des Hauptnarren. Szene 6: Im Garten des Kaufmanns.

Die Uraufführung des Balletts fand am 17. Mai 1921 mit den Ballets Russes in Paris statt. Das Orchester wurde vom Komponisten selbst dirigiert und sehr gut empfangen. Das Publikum schenkte dieser Pemiere riesigen Applaus. Unter den Zuschauern befand sich auch der russische Komponist Igor Strawinski. Er nannte das Ballett “das einzige moderne Musikstück, welches ich gerne hören möchte”. In der Sowjetunion wurde das Ballett im Januar 1928 in Kiew unter A. S. Orlow aufgeführt. Mitte der 1980er Jahre nahm der sowjetisch-russische Dirigent Gennadi Roschdestwenski (1931-2018) die gesamte Musik dieses Balletts auf Tonträger auf.

The Buffoon | Perm Opera and Ballet Theater

Der Hauptnarr in Sergei Prokofjews Ballet “Der Narr” im Balletthaus von Perm, Sibirien

Sergei Sergejewitsch Prokofjew (Сергей Сергеевич Прокофьев, 1891 – 1953) war ein sowjetisch-russischer Komponist, Pianist und Dirigent. Der Schöpfer weltberühmter Meisterwerke in verschiedenen Genres der Musik gilt als einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sergei Prokofjew wurde am 27. April 1891 in Sontsowka geboren, einem kleinen Dorf  im Gouvernement Jekaterinoslaw des Russischen Reichs. Heute nennt sich der Ort Sontsiwka. Er gehört zur Oblast Donezk in der Ukraine.

Sein Vater, Sergei Alexejewitsch Prokofjew, war Agronom. Die Mutter Maria (geb. Schitkowa), stammte aus einer Familie ehemaliger Leibeigener, die der adligen Familie Scheremetew gehörten. Unter ihrer Schirmherrschaft übten sich die Leibeigenen schon früh in Theater und Kunst. Sergei Prokofjews Mutter wurde von seinem ersten Kompositionslehrer als “eine große Frau mit schönen, klugen Augen” beschrieben, “die wusste, wie man eine Atmosphäre der Wärme schafft”.

Von der Provokation zur Resignation: Zum 125. Geburtstag von ...

Der sowjetisch-russische Komponist Sergei Prokowjew

Aufgrund seines musikalischen Talents konnte der junge Mann das Sankt Petersburger Konservatorium besuchen. Als Absolvent dieser renommierten Institution machte sich Sergei Prokofjew zunächst als ikonoklastischer Komponist und Pianist einen Namen. Er erlangte Bekanntheit durch eine Reihe dissonanter Werke für sein Instrument, unter anderem seine ersten beiden Klavierkonzerte. Im Jahr 1915 komponierte er die Ballettmusik “Der Narr”, welche Sergei Djagilew für die Ballets Russes in Frankreich in Auftrag gegeben hatte. Damit entfernte sich Sergei Prokofjew endgültig von der üblichen Arbeit eines Standardkomponisten.

Zum Zeitpunkt der Aufführung sorgte diese Ballettmusik sowohl bei Kritikern als auch bei Kollegen für Aufsehen. Nach der Revolution von 1917 verließ Sergei Prokofjew Russland. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Dirigent, Pianist und Komponist im Ausland. Während dieser Zeit heiratete er eine spanische Sängerin, mit der er zwei Söhne bekam. In den frühen 1930er Jahren wandte sich Sergei Prokofjew zunehmend wieder der Sowjetunion zu, um Aufträge für neue Musik zu erhalten. 1936 kehrte er schließlich mit seiner Familie in die alte Heimat zurück.

Family man - Prokofiev: 15 facts about the great composer - Classic FM

Sergei Prokofjew mit seiner Familie

Der Gründer und Impresario der Ballets Russes in Frankreich war ebenfalls ein russischer Emigrant. Sergei Pawlowitsch Djagilew (Cергей Павлович Дягилев, 1872 – 1929) wurde am 31. März 1872 in Selischchi, Gouvernement Nowgorod, in einer wohlhabenden und kultivierten Familie geboren. Das Einkommen des Vaters Pawel Pawlowitsch, eines Kavallerieoffiziers, kam hauptsächlich aus Wodka-Brennereien. 1890 ging die Familie bankrott, nachdem sie lange Zeit über ihre Verhältnisse gelebt hatte.

Im selben Jahr zog Sergei Djagilew in die Hauptstadt, um an der Universität von Sankt Petersburg Jura zu studieren. Bald wechselte er zum Sankt Petersburger Musikkonservatorium über, wo er Gesang und Komposition studierte. Nach seinem Abschluss im Jahr 1892 gab er seine Träume vom Komponieren auf, weil sein Professor Nikolai Rimski-Korsakow ihm sagte, er habe kein Talent für Musik.

Serge de Diaghilev — Wikipédia

Sergei Djagilew, Gründer der Ballets Russes

Im Jahr 1908 zog Sergei Djagilew nach Paris und gründete dort die Ballets Russes. Er lud berühmte russische Tänzer wie Anna Pawlowa und Wazlaw Nischinski ein, in Frankreich zu tanzen. Er bat auch interessante russische Komponisten, Ballettmusik für ihn zu schreiben. Einer von ihnen war Sergei Prokofjew. Die erste Version seines Ballets „Der Narr“ aus dem Jahr 1915 wurde abgelehnt. Die überarbeitete Version von 1920 wurde schließlich akzeptiert.

Sergei Djagilew entwickelte eine neue Form des Balletts mit Schauelementen. Die exotische Anziehungskraft der Ballets Russes in Frankreich wirkte sich auf fauvistische Maler und den aufkommenden Art-Deco-Stil aus. Die berühmte französische Modeschöpferin Coco Chanel sagte: “Sergei Djagilew hat russisches Ballett für das Ausland erfunden.”

Die russischen Komponisten, welche für Sergei Djagilew Ballettmusik schrieben, brachten eine neue Entwicklung im Umgang mit Harmonie, Takt, Tonalität und Rhythmus voran. Sie erlaubten sich mehr Freiheit, ihre Musik wurde unberechenbarer. Dies hatte eine befreiende Wirkung, welche sich auch auf den Tanz im Ballett auswirkte. So wurde Sergei Djagilew zum Pionier, indem er die Ballets Russes an den neuen Musikstil aus Russland anpasste.

Der avantgardistische Balletimpresario Sergei Djagilew

Der russische Künstler Michail Larionow entwarf die Kostüme für das Ballett „Der Narr“. Michail Fjodorowitsch Larionow (Михаил Фёдорович Ларионов, 1881 – 1964) war ein Maler, der die russische Avantgarde mitbegründete. Er wurde am 3. Juni 1881 in Tiraspol im Gouvernement Cherson des Russischen Reichs geboren. Heute ist Tiraspol die Hauptstadt von Transnistrien. Die Stadt liegt am östlichen Ufer des Flusses Dnister.

Der Sohn eines Militärsanitäters verbrachte seine Kindheit in Tiraspol. Im Jahr 1891 zog die Familie Larionow nach Moskau, wo Michail zur Schule ging. Von 1898 bis 1910 studierte er an der Moskauer Hochschule für Malerei. Dort lernte er Natalja Gontscharowa kennen, die seine Lebensgefährtin wurde, eine gleichgesinnte Person in ihrer künstlerischen Arbeit.

1 ноября 1914 года во вновь отстроенном здании напротив иллюзиона ...

Tiraspol im 19. Jahrhundert

Seit dem frühen 20. Jahrhundert war Michail Larionow aktiv am künstlerischen Leben beteiligt und stellte nicht nur in Russland, sondern auch in Europa aus, wo er von französischen Malern beeinflusst wurde. Von 1902 bis 1906 arbeitete er im Stil des Spätimpressionismus. Auf Einladung von Sergei Djagilew nahm er 1906 an der russischen Sektion des Pariser Herbstsalons für Malerei teil. So begann seine Zusammenarbeit mit dem Ballettimpresario.

Als Michail Larionow 1907 den Einfluss des Fauvismus und der naiven Kunst in Frankreich erlebte, wandte er sich einer primitiveren Malweise zu und schuf unvergessliche Leinwände, gekennzeichnet durch satte Farben, scharfe Linien und lebendige Szenen. Bis 1912 hatte er sein neues künstlerisches Konzept geschaffen, das er Rayonismus nannte, eines der ersten Beispiele für abstrakte Kunst, wobei der Künstler die Formen auf der Leinwand als Ergebnis der Schnittmenge von Strahlen strukturiert, welche von verschiedenen Objekten reflektiert werden.

Mikhail Larionov: a genius or an inferior technician? | Russian ...

Michail Larionow, “Selbstportrait mit Turban” (1909)

Als der Erste Weltkrieg im Jahr 1914 begann, ließ sich Michail Larionow in Paris nieder, wo er für Sergei Djagilew arbeitete. Von 1915 bis 1929 schuf er Kostüme und Bühnenbilder für die Ballets Russes. In der Malerei kehrte er zu seiner früheren Malweise und zum Stillleben zurück. Nach dem Ausbruch der russischen Oktoberrevolution blieb er in Frankreich.

Er arbeitete gelegentlich auch als Berater, Choreograf und Librettist für die Ballets Russes. Michail Larionow war außerdem ein Sammler. Er sammelte Exemplare russischer Volkskunst (Lubok), Kinderzeichnungen sowie einzigartige Fotografien  von Djagilews Aufführungen und Auftritten der  Ballets Russes in Monte Carlo.

Design for the costume of the Chief Clown (Le Buffoon) in the ...

Michail Larionows Entwurf für das Kostüm des Narren in Sergei Prokofjews Ballet “Der Narr” 

Michail Larionow verbrachte den Rest seines Lebens in Frankreich und erhielt die französische Staatsbürgerschaft. Er starb im Alter von 82 Jahren im Pariser Vorort Fontenay-aux-Roses und wurde auf dem Friedhof in Ivry-sur-Seine beigesetzt. Im Jahr 2001 prägte die Zentralbank von Transnistrien eine Silbermünze zu Ehren dieses einheimischen Sohns als Teil einer Serie von Gedenkmünzen, “Herausragende Menschen in Transnistrien”. Es gibt auch eine Straße in Tiraspol, die den Namen des Künstlers trägt.

Im Jahr 2018 wurde eine Straße in Moskau nach Michail Larionow benannt. Im selben Jahr zeigte die Tretjakow-Galerie in Moskau eine Retrospektive seiner Arbeit. Der höchste Preis, der jemals für ein Gemälde von Michail Larionow bei einer internationalen Auktion gezahlt wurde, betrug 2.200.000 Britische Pfund. Der Maler ist in der höchsten Kategorie “1A – weltberühmte Künstler” in der Liste “Vereinigte Künstler” aufgeführt.

Ausstellung von Michail Larionows Werk in der Tretjakow-Galerie Moskau (2018)

Die Geschichte für das Libretto von Sergei Prokofjews Ballett „Der Narr“ stammt aus einer Sammlung von Alexander Nikolajewitsch Afanassjew (Aлександр Николаевич Афанасьев, 1826 – 1871). Er war ein russischer Slawist und Ethnograph, der fast 600 russische Märchen und Volksmärchen veröffentlichte, eine der größten Folklore-Sammlungen der Welt.

Alexander Afanassjew wurde am 11. Juli 1826 in der Stadt Bogutschar im Gouvernement Woronesch des Russischen Reichs geboren. Heute ist es die Oblast Woronesch in Russland. Bogutschar liegt am Fluss Bogutscharka, einem Nebenfluss des Don. Alexander war das siebte Kind in einer Familie mit bescheidenen Mitteln. Seine Mutter Warwara Michailowna Afanassjewa stammte von einfachen Leuten ab. Sie wurde nach der Geburt von Alexander sehr krank und starb am Ende des Jahres. Die Kinder wurden von ihrem Vater Nikolai Iwanowitsch Afanassjew großgezogen, der als Assistent der Staatsanwaltschaft fungierte.

Aleksandr Afanasjev – Wikipedia

Der russische Ethnograph, Slawist und Märchensammler Alexander Afanassjew

Seit frühester Jugend las Alexander Afanassjew viel und gern. Er hatte Zugang zu der Bibliothek, die sein Großvater hinterlassen hatte, sowie zu verschiedenen Zeitschriften. 1844 studierte er Jura an der Universität Moskau und schloss das Studium 1848 ab. Ein Jahr später begann er in der Direktion des Moskauer Hauptarchivs zu arbeiten. Er setzte diese Tätigkeit 13 Jahre lang fort.

Während dieser Zeit lernte Alexander Afanassjew viele Menschen aus Wissenschaft, Kunst und Kultur kennen. Er sammelte alte Bücher und Manuskripte, die eine riesige Bibliothek bildeten. Seine Artikel, Rezensionen, ethnografischen und historischen Werke erschienen regelmäßig in führenden russischen Magazinen, Zeitungen, Almanachen und wissenschaftlichen Zeitschriften. Danach arbeitete er als Sekretär im Moskauer Stadtdparlament und in der Moskauer Vereinigung der Friedensrichter, während er seine ethnografische Forschung fortsetzte.

Русские народные сказки Александра Николаевича Афанасьева. Том 4 ...

Sammlung russischer Volksmärchen von Alexander Afanassjew

Alexander Afanassjew interessierte sich für alte russische und slawische Traditionen und Geschichten. Er gehörte zur sogenannten mythologischen Schule, welche Legenden und Erzählungen als Informationsquelle zum Studium alter slawischer Mythologie nutzte. So gab er ein großes theoretisches Werk in drei Bänden mit jeweils 700 Seiten heraus: “Der poetische Blick der Slawen auf die Natur”. Dieses dreibändige Werk erschien zwischen 1865 und 1869. Im Jahr 1870 veröffentliche Alexander Afanassjew seine Sammlung russischer Kindermärchen.

Wenn Kinder wegen der Corona-Krise zuhause bleiben müssen, lohnt es sich, mit ihnen Alexander Afanassjews Märchen zu lesen. Auf dem Buchmarkt sind gute deutsche Übersetzungen erhältlich, zum Beispiel “Die schönsten russischen Märchen”: Von Alexander N. Afanassjew, übertragen von Werner von Grimm. Die Märchensammlung erschien am 2. Oktober 2018 im Inselverlag.

Mit dieser Sammlung russischer Volksmärchen lernen deutschsprachige Kinder die slawische Folklore kennen, wie sie von dem bekannten Folkloristen Alexander Nikolajewitsch Afanassjew aufgezeichnet wurde. Der Märchenband ist ein wahres Juwel für jede Kinderbibliothek.

Amazon.fr - Die schönsten russischen Märchen: Von Alexander N ...

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Russland. Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

Publicado en Francia, Rusia | 4 comentarios

Olivia Kroth: Celebrating the 100th anniversary of Sergei Prokofiev’s ballet ‘The Buffoon’ (1920)

 Celebrating the 100th anniversary of Sergei Prokofiev’s ballet ‘The Buffoon’ (1920)

by Olivia Kroth

С.С.Прокофьев. Балет «Сказка про шута, семерых шутов перешутившего ...

In these dreary times of COVID-19 it helps to have a bit of fun. Of course, the opera houses around the world are mostly closed. In Moscow, they will reopen soon but visitors will have to attend performances in masks. Who wants to sit in the opera, wearing a mask? It is much better to sit at home, on a comfortable sofa, and watch the ballet “Buffoon” on video, read the fairy tale which served as libretto, or listen to Sergei Prokofiev’s soothing music with closed eyes. No masks are needed for any of these activities. We can breathe freely and enjoy one of Russia’s great musical compositions of 1920, a hundred years later, in the summer of 2020.

Ballet Russes' Heritage: ballets "The Tale of the Buffoon ...

“The Buffoon”, Op. 21, is a ballet composed by Sergei Prokofiev. He wrote two versions, the first version in 1915, the second and final in 1920. There also exists a symphonic suite from the ballet, Op. 21 bis, which is performed more often than the ballet score. The original Russian-language full title is “Сказка про шута, семерых шутов перешутившего”, meaning “The Tale of the Buffoon who Outwits Seven Other Buffoons”.

The story takes place in old Russia. The main buffoon, with the help of his wife Shutikha, deftly fools seven other buffoons. He sells them a wonderful whip and tells them lies. He pretends that he killed his own wife and brought her back to life with the magic whip. Now she dances to his whip every day. However, the magic whip does not do the trick for the seven buffoons. Infuriated, they seek revenge. They force the main buffoon to disguise as a young woman and give her as a bride to a wealthy merchant. The main buffoon leaves a goat in the merchant’s bedroom, instead of a bride, and escapes after having swindled the merchant out of 300 roubles. All misunderstandings end with a “general merry dance.”

Русская газета к утреннему кофе" (блог для преподавателей РКИ ...

The one-act-ballet lasts for about an hour. Scene 1: The Buffoon’s Kitchen. Scene 2: The Seven Clowns. Scene 3: The Buffoon’s Courtyard. Scene 4: The Buffoon’s Sitting Room. Scene 5: The Buffoon’s Bedroom. Scene 6: In the Merchant’s Garden.

The first performance of the ballet was given by the Ballets Russes in Paris, on the 17th of May 1921. The orchestra was conducted by the composer himself and was very well received. The ballet’s premiere was greeted with great admiration by an audience that included the Russian composer Igor Stravisnky, who called the ballet “the single piece of modern music he could listen to with pleasure.” In the Soviet Union the ballet was presented in Kiev, in January 1928, under A. S. Orlov. In the mid-1980s, Gennady Rozhdestvensky made the first recording of the entire music for the ballet.

Sergei Sergeyevich Prokofiev (Сергей Сергеевич Прокофьев, 1891 – 1953) was a Russian Soviet composer, pianist and conductor. As the creator of acknowledged masterpieces across numerous music genres, he is regarded as one of the major composers of the 20th century. Sergei Prokofiev was born on the 27th of April 1891 in Sontsovka, a remote rural estate in the Yekaterinoslav Governorate of the Russian Empire. Today, Sontsovka is called Sontsivka and belongs to the Donetsk Oblast of Ukraine.

His father, Sergei Alexeyevich Prokofiev, was an agronomist. Sergei Prokofiev’s mother, Maria (née Zhitkova), came from a family of former serfs who had been owned by the Sheremetev family, under whose patronage serf-children were taught theatre and arts from an early age. She was described by Sergei’s first composition teacher as “a tall woman with beautiful, clever eyes … who knew how to create an atmosphere of warmth and simplicity about her.”

Sergei Prokofiev as a little boy with his parents in his village Sontsovka:

Малая родина великого Прокофьева | Донецк: история, события, факты ...

Due to his musical talent, the young man was able to attend the Saint Petersburg Conservatory. As a graduate of this renowned institution, Sergei Prokofiev initially made his name as an iconoclastic composer and pianist, achieving notoriety with a series of ferociously dissonant works for his instrument, including his first two piano concertos. In 1915, Prokofiev made a decisive break from the standard composer category with his ballet music, commissioned by Sergei Diaghilev for the Ballet Russes in France, one of them being the ballet “Buffoon”.

At the time of its production this ballet music caused a sensation among both critics and colleagues. After the Revolution of 1917, Sergei Prokofiev left Russia and made his living as a composer, pianist and conductor abroad. During that time, he married a Spanish singer, with whom he had two sons. In the early 1930s, Sergei Prokofiev increasingly turned to the Soviet Union for commissions of new music. In 1936, he finally returned to his homeland with his family.

Russian Soviet Composer Sergei Prokofiev:

barcarole | Prokofiev, Sergei prokofiev, Mens fashion inspiration

The founder and impresario of the Ballets Russes in France was also a Russian emigrant. Sergei Pavlovich Diaghilev (Сергей Павлович Дягилев, 1872 –  1929) was born to a wealthy and cultured family in Selishchi, Novgorod Governorate, on the 31st of March 1872. His father, Pavel Pavlovich, was a cavalry colonel, the family’s money came mainly from vodka distilleries. In 1890, Sergei Diaghilev’s family went bankrupt, having for a long time lived beyond their means.

In the same year, the young man went to the capital to study law at the University of Saint Petersburg. He soon changed to the Saint Petersburg Conservatory of Music, where he studied singing and composition. After graduating in 1892, he abandoned his dreams of composition because his professor, Nikolai Rimsky-Korsakov, told him that he had no talent for music.

Sergei Diaghilev’s birthplace, the village Selishchi, in the Novgorod Governorate, today called the Novgorod Oblast:

Селищенские казармы (7 фото)

In 1908, Sergei Diaghilev moved to Paris and founded the Ballets Russes. He invited famous Russian dancers like Anna Pavlova and Vaslav Nijinsky to dance in France. He asked interesting Russian composers to write ballet music for him. One of them was Sergei Prokofiev. The first version of “Buffoon”, written in 1915, was rejected. The revised version of 1920 finally got accepted.

With his Ballets Russes, Sergei Diaghilev developed a new form of ballet including show elements. The exotic appeal of the Ballets Russes in France had an effect on Fauvist painters and the nascent Art Deco style. The famous French designer of Haute Couture, Coco Chanel, said that “Sergei Diaghilev invented Russia for foreigners.”

The Russian composers, who wrote ballet music for Sergei Diaghilev, brought a new development in the handling of tonality, harmony, rhythm and metre towards more freedom. Their music became more unpredictable. Each approach had a liberating effect on rhythm, which also affected the ballets. Thus, Sergei Diaghilev turned into a pioneer by adapting these new musical styles to modern ballet.

Russian Ballet Impresario Sergei Diaghilev:

Russian Ballet History - Serge Diaghilev-Founder

The Russian artist Mikhail Larionov designed the costumes for the ballet “Buffoon”. Mikhail Fyodorovich Larionov (Михаил Фёдорович Ларионов, 1881 – 1964) was one of the painters who founded the Russian avant-garde. He was born on the 3rd of June 1881 in Tiraspol, in the Kherson Governorate of the Russian Empire. Today, Tiraspol is the capital city of Transnistria. The city is located on the eastern bank of the Dniester River.

The son of a military paramedic spent his childhood in Tiraspol. In 1891, the Larionov family moved to Moscow, where Mikhail went to school. From 1898 to 1910, he studied at the Moscow School of Painting. There he met Natalia Goncharova, who became his life companion and also a like-minded person in her artistic work.

The Russian artist, costume and stage designer Mikhail Larionov was born in Tiraspol, Kherson Governorate, today the Republic of Transnistria:

Old photos of Tiraspol

Since the early 1900s, Mikhail Larionov was actively involved in artistic life, exhibiting not only in Russia but also in Europe, where he became influenced by French painters. From 1902 to 1906, he worked in the style of late impressionism. In 1906, at the invitation of Sergei Diaghilev, he took part in the Russian section of the Paris Autumn Salon for Painting. This is how he started his collaboration with the ballet impresario.

In 1907, experiencing the influence of Fauvism and Naive Art in France, Mikhail Larionov turned to a more primitivist manner of painting, creating memorable canvases characterized by rich color, sharp lines and lively scenes. By 1912, he had created his new artistic concept which he called Rayonism, one of the first examples of abstract art, where forms were structured as a result of the intersection of rays reflected from various objects.

Russian Artist, Costume and Stage Designer Mikhail Larionov:

Ларионов Михаил Федорович — биография художника, личная жизнь, картины

In 1914, after the outbreak of the First World War, Mikhail Larionov settled in Paris, where he worked for Sergei Diaghilev, creating costumes and sets for productions of the Russian Ballets, from 1915 to 1929. In painting, he returned to his earlier figurative manner and to still life. Because of the outbreak of the October Revolution he never returned to Russia.

Besides designing costumes and stage sets for the Ballets Russes in Paris, he also occasionally worked as an author of librettos, adviser and associate choreographer. Mikhail Larionov was furthermore a collector. The main areas of his collecting endeavors were Russian lubok (folk art), children’s drawings, unique photographs of Diaghilev-produced performances and Russian ballet shows in Monte Carlo.

Mikhail Larionov’s design for the costume of the principal buffoon:

Ларионов Михаил Федорович Эскиз костюма Старого Шута к балету "Шут ...

Mikhail Larionov spent the rest of his life in France and obtained French citizenship. He died, aged 82, in the Paris suburb of Fontenay-aux-Roses. He was buried at the cemetery in Ivry-sur-Seine. In 2001, the Central Bank of Transnistria  minted a silver coin honoring this native son, as part of a series of memorable coins called The Outstanding People of Pridnestrovie. There is also a street in Tiraspol, named after the artist. 

In 2018, a street in Moscow was named after Mikhail Larionov. In the same year, the Tretyakov Gallery in Moscow showed a retrospective of his work. The highest price ever paid for a painting by Mikhail Larionov at an international auction was 2.200.000 British pounds. He features in the highest category “1A – world famous artist” in “United Artists Rating”.

Mikhail Larionov’s design for the costume of the merchant in the ballet “Buffoon”:

Купец , костюм балет ``Chout`` по Mikhail Fiodorovich Larionov ...

The tale for the libretto of Sergei Prokofiev’s ballet “Buffoon” was taken from a collection by Alexander Nikolayevich Afanasyev (Александр Николаевич Афанасьев, 1826 — 1871). He was a Russian Slavist and ethnographer, who published nearly 600 Russian fairy and folk tales, one of the largest collections of folklore in the world.

Alexander Afanasyev was born on the 11th of July 1826 in the town of Boguchar, in the Voronezh Governorate of the Russian Empire. Today it is called the Voronezh Oblast of Russia. He was the seventh child in a family of modest means. His mother Varvara Mikhailovna Afanasyeva came from common people. She became very ill after giving birth to Alexander and died at the end of the year. The children were raised by their father Nikolai Ivanovich Afanasyev, a titular councillor who served as a prosecutor’s assistant.

Collector of Russian Folk Tales, Alexander Afanasyevich:

Краткая биография афанасьев - Сборник Биографий

Alexander Afanasyev became addicted to reading early in his life, having access to the library left by his grandfather, as well as to various magazines. In 1844, he entered the Law Faculty of the University of Moscow, which he finished in 1848. One year later, he began to work at the Moscow Main Archive Directorate and remained there, for the next 13 years.

During that time he met many people of science and culture, collected a lot of ancient books and manuscripts that formed a huge library. His articles, reviews, ethnographical and historical works regularly appeared in the leading Russian magazines, newspapers, almanacs and scientific periodicals.  After that he worked as a secretary at the Moscow City Duma and at the Moscow Congress of Justices of the Peace while continuing his ethnographical research. 

Russian Fairy Tales, collected by Alexander Afanasyev:

Русские народные сказки Александра Николаевича Афанасьева. Том 4 ...

Alexander Afanasyev  was very interested in old Russian and Slav traditions and stories. He drew upon the so-called mythological school that treated legends and tales as a mine of information for the study of ancient pagan mythology. He wrote a large theoretical work, with three tomes of 700 pages each: “The Poetic Outlook of Slavs about Nature”, which came out between 1865 and 1869. In 1870, his Russian Children’s Fairy Tales (Русские детские сказки) were published.

During the times of confinement at home, due to COVID-19,  it might be worthwhile to read Alexander Afanasyev’s Russian Fairy Tales with children. Good translations in English are available on the book market, for example the paperback edition “Russian Fairy Tales” with illustrations by artist Ivan Bilibin, published by the editor Planet (2012).

With this richly illustrated collection of Russian folk tales, English-speaking children will get to know Slavic folklore, as recorded by the renowned folklorist Alexander Nikolayevich Afanasyev. The fairy tales are well translated  and gorgeously illustrated – a true gem for any child’s library.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Russia. Her blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

This text also appeared on THE DURAN:

Celebrating the 100th anniversary of Sergei Prokofiev’s ballet ‘The Buffoon’ (1920)

 

 

Publicado en Rusia | 4 comentarios