Olivia Kroth: Russland und Laos intensivieren ihre Beziehung

Russland und Laos intensivieren ihre Beziehung

von Olivia Kroth

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Die Russische Föderation hat im letzten Jahrzehnt leise, ohne viel Lärm zu veranstalten, ihre Beziehung zur Demokratischen Volksrepublik Laos intensiviert. Dies geschah fast unbemerkt von den Medien des Westens, die über den Ukraine-Konflikt, den Syrien-Konflikt, den Venezuela-Konflikt und andere globale Konflikte schreiben. Gegenwärtig gibt es in Laos sicherlich keine Konflikte, obwohl dieses Land in der Vergangenheit Krieg und Zerstörung erlebt hat. Die Russen verkaufen Waffen an Laos. Am 20. Januar 2019 wurden neu gelieferte russische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge anlässlich der Militärparade in Vientiane zum 70. Geburtstag der Streitkräfte von Laos vorgeführt. Außerdem helfen russische Minensucher, Laos von alten Minen zu befreien und notwendige Wasserkraftwerke zu errichten. Insgesamt verstärkt sich die Beziehung beider Länder. Russland zeigt ein starkes Interesse an der südöstlichen Region Asiens.

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Premierminister von Laos: Thongloun Sisoulith

Laos ist ein Binnenland im Südosten Asiens. Es grenzt im Osten an Vietnam, im Westen an Thailand, im Süden an Kambodscha, im Norden an China und Myanmar. Vientiane ist die Hauptstadt und größte Stadt. Sie liegt am Ufer des Mekong, nahe an der Grenze zu Thailand. 65 Prozent der Einwohner von Laos sind Buddhisten.

Seit 1960 sind Laos und Russland strategische Partner im asiatisch-pazifischen Raum. Mit Unterstützung der Sowjetunion konnten in Laos viele Projekte in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Gesundheitswesen und Bildung verwirklicht werden. Etwa 8.000 laotische Bürger erhielten eine höhere Ausbildung an sowjetischen und später russischen Universitäten.

Auch nach der Auflösung der UdSSR im Jahr 1991 setzte sich diese gute Beziehung fort. Im Jahr 1994 unterzeichneten Laos und die Russische Föderation eine Vereinbarung über die Gründung freundschaftlicher Beziehungen. Beide Parteien behielten ihre gemeinsamen Ansichten zu wichtigen internationalen Fragen bei und arbeiteten in verschiedenen Bereichen weiter zusammen. Die Kooperation entwickelte sich in den letzten Jahren rasch weiter, wei die Russische Föderation grosses Interesse an Südostasien zeigt.

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„Die in Russland hergestellten Panzer T-72 und die gepanzerten Fahrzeuge BRDM-2M nahmen am 70. Jahrestag der Gründung der Volksarmeen von Laos teil (INTERFAX, 20.01.2019).

Die Panzer wurden auf Ersuchen des Präsidenten der Demokratischen Volksrepublik Laos als Teil militärtechnischer Hilfe nach Laos geliefert. Zuvor hatte Laos bereits vier Yakovlev Yak-130-Flugzeuge aus Russland im Rahmen eines Vertrags erhalten, der 2017 unterzeichnet wurde.

Darüber hinaus eröffnete das russische Verteidigungsministerium seine Repräsentanz in der laotischen Hauptstadt Vientiane, um ein lao-russisches zwischenstaatliches Abkommen umzusetzen. „An der Eröffnungszeremonie nahmen der laotische Verteidigungsminister, Generalleutnant Sengnuan Xayalat, und Generalmajor Alexander Kschimowski teil. Er ist Chef der Hauptdirektion für internationale militärische Zusammenarbeit und führte die russische Militärdelegation zu einem Arbeitsbesuch in Vientiane“ (TASS, 20.01.2019) .

Russland will die militärische und militärtechnische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Vientiane ausbauen, unter anderem durch Ausbildung von laotischen Soldaten in Militärschulen, die dem russischen Verteidigungsministerium unterstellt sind. Auch die Organisation von Reisen russischer Militärexperten nach Laos als Berater beim Aufbau der Streitkräfte ist geplant, sowie weitere Lieferungen von in Russland hergestellten Waffen und militärischer Ausrüstung nach Laos.

Russischer Generalmajor Alexander Kschimowski:

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Wie wurde diese militärische Ausrüstung bezahlt? „Traditionell offenbart das laotische Militär nicht die Kosten solcher Käufe aus Gründen der nationalen Sicherheit. Die Kosten der russischen Waffen wurden deshalb nicht veröffentlicht. Laos zahlt Russland nicht in bar, wie einige Lokalzeitungen berichteten. Ein hochrangiger laotischer Offizier sagte, dass die laotische Regierung Russland im Gegenzug Konzessionen für Bergbau- und Entwicklungsprojekte gab. Russland ist bereits dabei, Erzlagerstätten in Laos zu inspizieren“ (RADIO FREE ASIA, 28.12.2018).

Das russische Verteidigungsministerium gab gleichfalls keine Einzelheiten bekannt, so dass man weiterhin nur vermuten kann, wie Laos die russischen Waffen bezahlen wird und welche Erzlagerstätten die Russen inspizierten. Sicherlich werden die Bergbaugenehmigungen ein gutes Geschäft sein, da Laos sehr reich an Bodenschätzen ist. Hier wurden über 540 Lagerstätten mit Gold, Kupfer, Zink, Blei und anderen Erzen gefunden und erforscht.

Kupfermine Phu Kam in Laos:

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Die Regierung von Laos schickte 30 alte russische Panzer nach Moskau zurück. Die T-34 Panzer aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs waren bis vor kurzem noch im aktiven Dienst der Streitkräfte von Laos. Zu Beginn des Jahres 2019 wurden sie auf dem Seeweg nach Wladiwostok verschifft, dem fernöstlichen Hafen Russlands. Von dort wurden die Panzer mit der Bahn nach Naro-Fominsk bei Moskau transportiert. Sie sollen in verschiedenen russischen Städten an den Siegesparaden teilnehmen. Die historischen Panzer werden auch in russischen Museen ausgestellt und in historischen Filmen über den “Großen Vaterländischen Krieg” erscheinen. So heißt der Zweite Weltkrieg in Russland.

„T-34 Panzer sind häufig bei den jährlichen Siegesparaden Russlands zu sehen und werden in Filmen eingesetzt. Der neue historische Kriegsfilm “T-34” hat diesen Panzer als Thema. In der ersten Woche nach der landesweiten Veröffentlichung am 1. Januar 2019 erzielte der Film mehr als 15 Millionen Dollar an Einnahmen. Über vier Millionen Menschen sahen den Film in diesem Zeitraum“ (THE NATIONAL INTEREST, 10.01.2019).

Die legendären T-34 Panzer Russlands im Zweiten Weltkrieg:

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Apropos Kriege, Laos bekam von ihnen mehr als genug zu spüren. Während des Krieges gegen Vietnam bombardierten die US-Streitkräfte auch Laos. Massive Luftangriffe auf Laos durch die USA töteten Millionen Menschen. Zwischen 1964 und 1973 warfen die USA auf Laos zwei Millionen Tonnen Bomben ab. Die New York Times bemerkte, dass “fast eine Tonne an Bomben für jeden Menschen in Laos” abgeworfen wurde. Laos gehört zu den am schwersten bombardierten Ländern der Welt.

  Viele US-Bomben explodierten nicht. Sie blieben in ganz Laos verstreut, wodurch es unmöglich wurde, riesige Landstriche zu bebauen. Man schätzt, dass rund 35 Prozent der laotischen Fläche betroffen sind. Zwischen 1964 und 2015 wurden über 50.000 Menschen in Laos Opfer von Minen und Streumunition. Aufgrund der schrecklichen Auswirkungen von Streubomben wurde Laos zu einem starker Befürworter der Konvention über Streumunition, um den Einsatz dieser Waffen zu verbieten.

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Von Oktober 2018 bis März 2019 helfen russische Spezialisten in Laos bei der Entsorgung alter Minen. Russische Entminungsmannschaften kooperieren mit Soldaten einer Abteilung der Volksarmee von Laos und sensibilisieren die Bewohner für die Gefahr, damit sie lernen, sich vor Unfällen zu schützen.

Im Oktober 2018 begann die erste Abteilung des Internationalen Minenaktionszentrums der Streitkräfte der Russischen Föderation ihre Aktion im Dorf Lak Sao in der Provinz Bolikhamsay. An der Zeremonie, die dem Beginn dieses gefährlichen und komplexen Werks gewidmet war, nahm der stellvertretende Verteidigungsminister von Laos, Generalleutnant Onsi Sensuk, teil. Ausserdem waren Vertreter der Direktion russischer Ingenieure sowie Repräsentanten der Provinz Bolikhamsay anwesend.

Russische Ingenieure helfen Laos zu entminen:

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Der stellvertretende Verteidigungsminister von Laos dankte den russischen Ingenieuren für ihre Bereitschaft, Hilfe bei der Entminung des Territoriums zu leisten. Im Rahmen der Veranstaltung lernten die Laoten auch die technische Ausrüstung kennen und erfuhren Neues über die Minenräumungsverfahren der russischen Streitkräfte.

Die Gruppe der russischen Ingenieure ist mit modernen Geräten zum Suchen und Erkennen explosiver Objekte und Personenschutz mit Kühlsystem ausgestattet (Pressemitteilung, Oktober 2018, Russisches Verteidigungsministerium). Bis Dezember 2018 hatten die russischen Ingenieure bereits über 40 Hektar Land von Minen befreit. Die 36-köpfige Mannschaft plant, bis März 2019 in Laos weitere 100 Hektar von Minen zu säubern (TASS, 24.12.2018).

Holzschnitzerei in Laos:

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Russland hilft Laos auf verschiedene Weise. Im Sommer 2018 brach der Staudamm Xe-Pian Xe-Namnoy in Laos, die Provinz Attapeu wurde überschwemmt. Dabei verloren 35 Menschen das Leben und etwa 6000 Menschen verloren ihr Heim. Das russische Katastrophenministerium schickte ein Flugzeug der Klasse IL-76 mit 36 Tonnen Hilfsgütern nach Vientiane: tragbare Generatoren, Zelte, Decken, Boote, Werkzeuge und Lebensmittel (TASS, 24.08.2018).

Der Unfall löste Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Staudämmen aus. Der Staudamm Xe-Pian Xe-Namnoy ist einer von fünf Dämmen, die an einem Nebenfluss des Mekong errichtet werden sollen. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant. In den letzten Jahren investierte Laos stark in Wasserkraft. Das Land verkauft einen Großteil dieser Elektrizität ins Ausland. Die Einnahmen machen 30 Prozent der gesamten Exporte aus. Bis 2020 will die laotische Regierung die derzeitige Energieerzeugung verdoppeln, um die „Batterie Südostasiens“ zu werden.

Flutkatastrophe in der Provinz Attapeu nach Staudammbruch:

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Die Russische Föderation unterstützt Laos bei der Planung und Überwachung von Staudämmen. Bereits 2017 unterzeichnete Russlands Ingenieurfirma Inter RAO mit dem Unternehmen A-RKSYENS und Electricité du Laos eine Vereinbarung über das Projekt für den Bau des Wasserkraftwerks Sekong 5 im Süden von Laos. Bei der feierlichen Zeremonie in Vientiane waren der laotische Vizeminister für Energie, Sinnava Souphanouvong, und der Botschafter der Russischen Föderation in Laos, Michail Baranow, anwesend.

Die Anlage Sekong 5 hat eine Kapazität von 330 Megawatt. Zehn bis zwanzig Prozent des erzeugten Stroms werden in Laos verbraucht, 80 bis 90 Prozent werden nach Thailand verkauft. Dieses Wasserkraftwerk ist ein bedeutender Impuls für die Entwicklung in der Provinz Sekong. Das Projekt befindet sich in der Nähe des Dorfes Talooy Ghai im Sekong-Becken. Es umfasst einen 199 Meter hohen Damm, der ein Reservoir bildet, welches sich etwa 50 km bis zur vietnamesischen Grenze erstreckt. Sekong 5 ist eines der wichtigsten Investitionsprojekte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Laos und der Russischen Föderation (ASIA NEWS NETWORK, 21.07.2017).

Wasserkraftwerk in Laos:

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Darüber hinaus wird der Tourismus gestärkt seit  dem Beschluss von 2016, wechselseitig auf Besuchervisa zu verzichten. Laotische und russische Staatsbürger können bis zu 30 Tage ohne ein Einreisevisum einreisen. Russland ist das elfte Land, mit dem Laos ein Abkommen für Visabefreiung hat.

Bildung ist eine weitere Priorität auf der Liste der Zusammenarbeit. „Die gute Tradition der Ausbildung von Personal für Laos in Russland wird fortgesetzt. Im Jahr 2017 studierten fast 100 Laoten an verschiedenen russischen Universitäten “, sagte der russische Botschafter in Laos, Michail Baranow. „Die jährliche Zunahme der Stipendien für Laos ist seit 2013 Tradition, als  das Russische Zentrum für Wissenschaft und Kultur in Vientiane nach längerer Pause seine Arbeit wieder aufnahm. Dieses Zentrum fördert erfolgreich die russische Kultur und Sprache in Laos. Wir stellen ein bemerkenswertes Interesse der Laoten an unserem Land fest“, teilte der russische Botschafter in Laos mit (VIENTIANE TIMES, 05.07.2018).

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Darüber hinaus haben Laos und Russland vereinbart, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik weiter auszubauen. Im November 2018 fand in Vientiane die 14. Sitzung der gemeinsamen Regierungskommission von Laos und Russland für Handel, wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit statt.

Während der Sitzung vereinbarten beide Seiten, die Kooperation im öffentlichen und privaten Sektor in einer Reihe von Bereichen zu fördern:  in den politischen Beziehungen, im Banken- und Finanzwesen, im Handel, in der Telekommunikation, Kultur, Bildung und öffentlichen Gesundheit. Russland und Laos wollen ihre Erkenntnisse in den Bereichen Wissenschaft und Technologie, Ressourcen und Umwelt, Landwirtschaft und Medizin austauschen (VIENTIANE TIMES, 03.12.2018).

Der Fluss Mekong in Laos:

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Laos hat eine Botschaft in Moskau, die russische Botschaft befindet sich in Vientiane. Normalerweise möchten russische Touristen oder Geschäftsreisende in Laos die laotische Küche ausprobieren. Aber wenn sie Appetit auf russische Gerichte bekommen, können sie im Restaurant “Privet” in Vientiane essen, das auf seiner Website in russischer und englischer Sprache eine große Auswahl an typisch russischen Speisen anbietet.

https://russian-restaurant-privet.business.site/

Adresse: Ban Don Pa Mai, Vientiane 01000, Laos. Tel: +856 20 78 097 784.

“Privet” – “Hallo” aus Russland und Laos.

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Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau.

Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

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Olivia Kroth: Russia and Laos intensify ties

Russia and Laos intensify ties

by Olivia Kroth

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Quietly, without much ado or loud noise, the Russian Federation has intensified its relations to the Lao People’s Democratic Republic (ສາທາລະນະລັດ ປະຊາທິປະໄຕ ປະຊາຊົນລາວ) during the last decade. It went almost unnoticed by the so-called mainstream media of the West, which are busy writing about the  Ukraine conflict, the Syria conflict, the Venezuela conflict, and all kinds of other global conflicts. At the present time, there are surely no conflicts in Laos, although this country has had its fare share of wars and destruction in the past. The Russians sell weapons to Laos. On the 20th of January 2019, newly delivered Russian tanks  and armoured vehicles were displayed at the military parade in Vientiane, on the occasion  of the 70th birthday of Lao People’s Armed Forces. Furthermore, Russian sappers are helping to de-mine Laos and to build new hydropower plants. Overall, ties between both countries are intensifying, as Russia is very interested in the Southeastern region of Asia.

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Laos is a landlocked country in Southeastern Asia, bordered by Vietnam in the East, Thailand in the West, Cambodia in the South, China and Myanmar in the North. Vientiane is the capital and largest city, located on the banks of the Mekong River, near the border with Thailand. Sixty-five percent of Laos’ inhabitants are Buddhists.

Laos is one of Russia’s strategic partners in the Asia-Pacific region. Diplomatic ties between the two countries were established in 1960. Since then, Laos and Russia have been connected by a close relationship. With the assistance of the Soviet Union many projects in the fields of transport infrastructure, healthcare and education were implemented in Laos. About 8.000 Lao citizens received higher education in Soviet and later Russian universities.

Even after the breakup of the USSR in 1991, these good relations continued. In 1994, Laos and the Russian Federation signed an agreement on the foundation of friendly relations. Both parties retained common views on crucial international issues and continued cooperating in various spheres. Cooperation has been rapidly evolving in the last few years in connection with the generally increased interest of the Russian Federation in South East Asia.

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“Russian-made tanks T-72 and armored vehicles BRDM-2M amphibious armored patrol cars took part in the parade on the occasion of the 70th anniversary of the establishment of Lao People’s Armed Forces ” (INTERFAX, 20.01.2019).

The tanks were delivered to Laos at the request of the president of the Lao People’s Democratic Republic as part of military-technical aid. Earlier, Laos had already received four Yakovlev Yak-130 aircraft from Russia under a contract signed in 2017.

In addition, the Russian Defence Ministry opened its representative office in the Lao capital Vientiane, in implementation of a Lao-Russian intergovernmental agreement. “The opening ceremony was attended by Laotian Defence Minister Lieutenant General Sengnuan Xayalat and Major General Alexander Kshimovsky, the chief of the Main Directorate for International Military Cooperation, who heads Russia’s military delegation on a working visit to Vientiane” (TASS, 20.01.2019).

Russia wants to expand military and military-technical cooperation between Moscow and Vientiane in areas such as training Lao soldiers in military schools subordinate to the Russian Defence Ministry, organizing trips of Russian military experts as consultants to assist Laos in building its armed forces and in using Russian-made weapons and military equipment.

Laos received T-72 tanks from Russia:

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How was this military equipment paid for?  “Traditionally, the Lao military does not like to reveal the true cost of such purchases, using national security as an explanation for its silence. The cost of the Russian heavy weapons has not been published yet, but Laos doesn’t pay Russia in cash, some local newspapers reported.  A source close to a high-ranking Lao military officer said that the Lao government is giving Russia the concession of mining and development projects in exchange. Russia is already surveying mines in Laos” (RADIO FREE ASIA, 28.12.2018). 

Neither has the Russian Defence Ministry declosed any further details, so we may keep guessing, how Laos will pay for the Russian weapons and which mines the Russians inspected. Certainly, the mining concessions will be a good deal, since Laos is very rich in mineral deposits. More than 540 mineral deposits of gold, copper, zinc, lead and other minerals have been identified and are being explored in the Southeastern country of Asia.

Water colour: Countryside in Laos

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The government of Laos sent back 30 old Russian tanks to Moscow. The World War II vintage T-34 tanks were in active service with the Lao military forces until recently. At the beginning of the year 2019, they were shipped by sea to Vladivostok, Russia’s Far Eastern port. From there, the vehicles went by rail to Naro-Fominsk outside Moscow. They will be used in various Russian cities for the Victory Parades. The vintage tanks will also update Russian museum exhibits and play a role in historical films about the “Great Patriotic War”, as World War II is called in Russia.

“Working T-34s frequently appear in Russia’s annual Victory Day parades. They’re also a cinematic draw. The Russian government sponsored the 2019 historical action film T-34, which is about … the T-34. In the first week of its nationwide release on the 1st of January 2019, the movie raked in more than $15 million, making it the top Russian movie at the time. More than four million people saw the movie in that period” (THE NATIONAL INTEREST, 10.01.2019).

Vintage T-34 tank:

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Speaking of wars, Laos has had its fair share of those. During the war against Vietnam, the US forces bombed Laos as well.  Massive aerial bombardment of Laos by the USA killed millions of people. Between 1964 and 1973, the USA dropped two million tons of bombs on Laos, making Laos the most heavily bombed country in history, relative to the size of its population. The New York Times noted this was “nearly a ton for every person in Laos”.

 Many US bombs failed to explode and remain scattered throughout the country, rendering vast swathes of land impossible to cultivate and killing or maiming 50 Laotians every year. Due to the particularly heavy impact of cluster bombs during this war, Laos was a strong advocate of the Convention on Cluster Munitions to ban these weapons.

Aerial view of Laos countryside with craters from US bombing campaign:

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From October 2018 until March 2019, Russian specialists in Laos are helping to de-mine the country. In October 2018, the first detachment of the International Mine Action Centre of the Armed Forces of the Russian Federation started its de-mining mission in the village of Lak Sao, Bolikhamsay province. The ceremony dedicated to the start of this dangerous and complex work was attended by Lao Deputy Minister of Defence, Lieutenant General Onsi Sensuk, representatives of the Directorate of the Chief of Engineers of the Russian Armed Forces, and heads of the administrative regions of Bolikhamsay province.

Besides, there were soldiers of the de-mining detachment of the People’s Army of Laos, with whom the Russian detachment established cooperation. The Deputy Defence Minister of Laos thanked the Russian engineers for their readiness to render assistance in clearing the Lao territory. As part of the event, the Lao representatives were shown the means of engineering equipment. They also learned about mine clearance procedures of the Russian Armed Forces.

Russian sappers in Laos:

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The squad of Russian sappers is equipped with modern means of searching and detecting explosive objects (IMP-S2 inductive portable mine-detecting sets, MBI-P2 man-portable magnetometric mine detector, MG-1I mine detectors, INVU-3M portable detector of noncontact explosive devices) and OVR-2-02 personal protection fitted with a cooling system (Press Release, October 2018, Russian Defence Ministry).

By December 2018, the Russian sappers had already cleared more than 40 hectares of mines. The team of 36 de-miners plan to clear over 100 hectares of mines in Laos until March 2019 (TASS, 24.12.2018).

Scenic waterfall in Laos:

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Russia is lending a helping hand to Laos in various ways. In the summer of 2018, the Xe-Pian Xe-Namnoy hydroelectric dam broke in Laos, which caused the flooding of the Attapeu region, killing 35 people and displacing about 6.000 people. The Russian Ministry of Emergencies sent an IL-76 plane carrying 36 tonnes of humanitarian aid to the city of Vientiane. The goods included portable power plants, tents, blankets, boats, utensils and food (TASS, 24.08.2018).

The accident raised concerns about dam safety. The Xe-Pian Xe-Namnoy dam is one of five planned on a tributary of the Mekong. It is due for completion in 2019. In recent years, Laos has invested heavily in hydroelectric power. The country sells much of this electricity abroad, which makes up 30 percent of its exports. The Lao government plans to double current energy production by 2020 to become the “battery of South East Asia”.

Flooding catastrophe in Laos:

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The Russian Federation is assisting Laos in dam planning and management. Already in 2017, Russia’s Inter RAO Engineering, A-RKSYENS and Electricité du Laos Generation Public Company signed an agreement on the project for construction of the Sekong 5 hydropower plant in southern Laos. The signing ceremony  in Vientiane was witnessed by the Lao Deputy Minister of Energy and Mines, Sinnava Souphanouvong, and the Ambassador of the Russian Federation to Laos, Mikhail Baranov.

The Sekong 5 plant will have a capacity of 330 Megawatt. From 10 to 20 percent of the electricity generated will be used in Laos, 80 to 90 percent will be sold to Thailand. This hydropower plant means a significant boost to the development in the Xekong province. The project is located near the village of Talooy Ghai in the Xekong River basin. It includes a 199 metre high dam that will create a reservoir stretching about 50 km up to the border with Vietnam. Xekong 5 is one of the key investment projects in the economic cooperation agenda between Laos and the Russian Federation (ASIA NEWS NETWORK, 21.07.2017).

Village in Sekong province, southern Laos:

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Furthermore, tourism was boosted after the governments of Russia and Laos decided to cancel visas, in 2016. Lao and Russian citizens can enter each other’s country for up to 30 days without an entry visa. Russia is the 11th country, with which Laos has a visa exemption agreement.

Education is another priority on the list of cooperation. “ The good tradition of training personnel for Laos in Russia is continuing. In 2017, almost 100 people from Laos went to study at various Russian universities,” said Mikhail Baranov, the Russian Ambassador to Laos. “ The annual increase in the number of scholarships allocated to Lao nationals became a tradition after the reestablishment of the Russian Centre of Science and Culture in Vientiane, in 2013. This centre successfully promotes Russian culture and language in Laos. We have witnessed a striking interest among Lao people in our country,” he added (VIENTIANE TIMES, 05.07.2018).

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In addition, Laos and Russia have agreed to continue broadening their cooperation in trade, economic, scientific and technical affairs. In November 2018, the 14th session of the Joint Laos-Russia Intergovernmental Commission on Trade, Economic, Scientific and Technical Cooperation took place in Vientiane.

During the session, the two parties agreed to boost cooperation in the public and private sectors across a range of fields such as political relations, banking and finance, trade and investment, telecommunications, culture, education and public health. Russia and Laos are keen to share knowledge in the fields of science and technology, natural resources and the environment, agriculture and medical sciences (VIENTIANE TIMES, 03.12.2018).

Buddhist Monks in Laos:

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Laos has an embassy in Moscow, while Russia’s  embassy is located in Vientiane. Normally, Russian tourists or visitors on business in Laos want to try out Laotian cuisine. When they get homesick for Russian food, they can eat at the “Privet” restaurant in Vientiane, which offers a large variety of typically Russian dishes on its website in Russian and English.

https://russian-restaurant-privet.business.site/

The address is Ban Don Pa Mai, Vientiane 01000, Laos.  Tel: +856 20 78 097 784.

“Privet” – “Hello” from Russia and Laos.

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Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow.

Her blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

 

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Olivia Kroth: Russlands Amurtiger grüsst das neue Jahr 2019

Russlands Amurtiger grüsst das neue Jahr 2019

von Olivia Kroth

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Russlands „Studententeam Tiger 2019“ nimmt jetzt Anmeldungen entgegen für die Teilnahme an einem  wissenschaftlichen Projekt, das im Sommer 2019 in zwei Naturschutzgebieten des Fernen Ostens Russlands durchgeführt wird. Russische Amurtiger, vom Aussterben bedroht, konnten dank des von Präsident Wladimir Putin 2008 begonnenen Amurtiger-Programms überleben und sich vermehren, um das neue Jahr 2019 zu begrüßen. Diese wunderschön gestreiften Tiere leben an den Flüssen Amur und Ussuri, wo sie auf Jagd gehen. Nur im Winter kommen sie nahe an menschliche Siedlungen heran. Der Amurtiger wird von den Ureinwohnern in Russlands Fernem Osten als schamanische Gottheit verehrt und dient auch als Symbol der Stadt Wladiwostok. Hier feiert die Bevölkerung jedes Jahr im September den Tag des Tigers. Er ist „Amba“, „der Großvater“, „der alte Mann“ und „Meister der Taiga“. Manchmal überquert er die russische Grenze nach China, doch kommt er immer wieder nach Hause zurück.

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Das Forschungsprojekt „Studententeam Tiger 2019“ unterstützt junge Spezialisten in ihrem Beruf, die Infrastruktur von Naturschutzgebieten und Nationalparks für den Amurtiger zu erhalten und auszubauen. Außerdem wird der Ökotourismus im Fernen Osten Russlands gefördert. Das Forschungsprojekt wird von Juni bis August 2019 in zwei wunderschönen Naturschutzreservaten durchgeführt: Sichote-Alin und Lazovski.

Das Sichote-Alin-Naturreservat (Сихотэ-Алинский заповедник) ist das größte Schutzgebiet im Sichote-Alin-Gebirge in Russlands Fernem Osten. Es wurde 1935 gegründet und bedeckt eine Fläche von 401.500 Hektar. Das Reservat wurde 2001 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Das Lazovski-Naturreservat (Лазовский заповедник) befindet sich ebenfalls im Sichote-Alin-Gebirge, und zwar im südöstlichen Teil, etwa 150 km östlich von Wladiwostok. Dieses Reservat wurde 1957 gegründet und umfasst eine Fläche von 121.000 Hektar. 

Sichote-Alin-Naturreservat:

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Das Amurtiger-Programm wird von der Russischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt im Rahmen der Forschung über Tiere auf der Roten Liste gefährdeter Arten in der Russischen Föderation. Wissenschaftler erforschen die Reproduktionsbiologie der Amurtiger, ihren Lebensraum, ihre Ernährungsgewohnheiten und Nahrungsquellen, die Verbreitung und Dynamik der Populationen sowie die Beziehungen der Amurtiger zu rivalisierenden Raubtieren.

Neben der Forschung befasst sich das Amurtiger-Programm auch mit populärwissenschaftlichen, pädagogischen und sozialen Fragen, um die Menschheit für das Verhalten dieser Tiere zu sensibilisieren. Das Programm wurde von Präsident Wladimir Putin ins Leben gerufen. Er liebt diese Tiere und hat auf seiner Internetseite Kremlin.ru einen speziellen Abschnitt über Amurtiger eingerichtet.

Präsident Wladimir Putin mit einem jungen Amurtiger:

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Der Amurtiger ist eine der seltensten Tierarten der Welt. Die ersten Russen, die den Amurtiger beschrieben, waren Nikolai Michailowitsch Prschewalski (Николай Михайлович Пржевальский, 1839-1888) und Wladimir Klawdijewitsch Arsenjew (Владимир Клавдиевич Арсеньев, 1872-1930). Diese russischen Forscher beobachteten die Tiere in der Mitte des 19. Jahrhunderts während ihrer Expedition in die Gebiete Primorje und Chabarowsk.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es noch immer große Populationen von Amurtigern in Russlands Fernem Osten, aber am Ende des 19. Jahrhunderts wurden jährlich mehr als 100 Tiere getötet. Dies brachte den Amurtiger in den 1930er  Jahren beinahe zum Aussterben, als nicht mehr als 50 Tiere übrig blieben. Heute ist ihre Zahl deutlich gestiegen. Dennoch ist der Amurtiger nach wie vor eine der am wenigsten zahlreichen Unterarten von Tigern.

 Die indigene Bevölkerung bezeugt Respekt für Amurtiger als “Meister der Taiga”, er wird traditionell nicht gejagt. Bei den tungusischen Stämmen Sibiriens heisst der Amurtiger “Großvater” oder “Alter Mann”. Die Udege im Südosten Sibiriens und die Nanai am Amur und Ussuri nennen ihn “Amba” oder “Gott des Waldes”. Er wird dort als schamanische Gottheit verehrt.

Die Nanai in Sibirien:

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In der Stadt Wladiwostok hat der Amurtiger seinen eigenen Feiertag. Am letzten Wochenende in jedem September, wenn das Wetter warm ist, wird der Tigertag gefeiert. Ende der 1990er Jahre kam der einheimische Schriftsteller und Naturforscher Wladimir Troynin auf diese Idee. Sie wurde von der Stadtverwaltung aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Seit 2001 ist der Tigertag eine offizielle Veranstaltung in Wladiwostok.

Einwohner aller Altersgruppen nehmen gerne an der Tigerparade teil. Eine bunte Menschenmenge in Tigerkostümen, mit Tigermasken oder Gesichtsbemalung läuft die Prachstrasse am Ozean entlang zum zentralen Platz der Stadt. Hier werden sportliche Spiele und Wettbewerbe veranstaltet, Musikgruppen treten auf. Mitglieder von Umweltorganisationen sprechen mit den Besuchern über die Notwendigkeit von Naturschutz, um sie für die Umwelt zu sensibilisieren.

Der Tigertag in Wladiwostok:

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Der Amurtiger streift gerne die Flüsse Amur und Ussuri entlang. Er lebt im Territorium Primorje und im Osten des Gebiets von Chabarowsk. Hauptsächlich ist er im Sichote-Alin-Gebirge zu finden. Dank der erhöhten Bemühungen Russlands um Naturschutz haben sich die Amurtiger in ihrem natürlichen Lebensraum erhalten: in Tälern von Hochlandflüssen sowie Tälern, die mit Eichen und Zedern bewaldet sind. Im Winter, wenn das Wild knapp ist, werden die Amurtiger oft in der Nähe von Siedlungen gesichtet. Jeder erwachsene Tiger hat seinen eigenen Lebensbereich, der von weiblichen Tigern beträgt 250 bis 450 km², der von männlichen Tieren bis zu 2000 km².

Der Amur im Gebiet von Chabarowsk:

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Das Tigerfell ist schön gefärbt mit dunklen Streifen auf orange-braunem Hintergrund am Rücken und an beiden Flanken des Tiers. Das Streifenmuster jedes Tigers ist einzigartig. Man wird niemals zwei Tiger mit demselben Muster sehen. Trotz ihrer Auffälligkeit dienen die Streifen als Tarnung.

Die Länge der Amurtiger beträgt bis zu zwei Meter und ihre Schwänze können einen Meter lang sein. Erwachsene Tiger wiegen bis zu 300 Kilogramm. Der schwerste registrierte Tiger wog 384 Kilogramm. Sie sind so stark, dass sie den Kadaver eines Pferdes mehr als 500 Meter weit ziehen können. Tiger leben durchschnittlich etwa 15 Jahre.

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Amurtiger sind Raubtiere, die sich ausschließlich von Fleisch ernähren. Ihre Nahrung besteht aus Hirsch, Wildschwein, Dachs und Waschbär. Sie können auch Vieh oder Hunde angreifen. Amurtiger fischen während der Laichzeit gerne in den flachen Gewässern der Hochlandflüsse. Ein Tiger kann bis zu 30 Kilogramm Fleisch auf einmal fressen. Die Tagesration beträgt neun bis zehn Kilogramm Fleisch.

Wenn reichlich Futter vorhanden ist, werden die Amurtiger schnell fett. Das gespeicherte Fett hilft ihnen, zwischen erfolgreichen Raubjagden bis zu einer Woche ohne Nahrung auszukommen und im Winter große Entfernungen zu überwinden, um in neue Lebensräume mit Nahrungsquellen zu gelangen. Gelegentlich überleben Amurtiger besonders harte Winter nicht. Sie hungern, magern ab und sterben.

Amurtiger begrüßen einander mit besonderen Lauten, die durch kräftiges Einatmen von Luft durch Nase und Maul erzeugt werden. Freundliches Verhalten zeigt sich darin, dass die Tiere gegenseitig den Kopf und das Gesicht berühren oder ihre Flanken aneinander reiben. Der Amurtiger ist ein ruhiges Tier. Er brüllt nur während der Paarungszeit. Wenn er gereizt wird, knurrt er heiser. Wenn er wütend ist, gibt er ein charakteristisches „Husten“ von sich. Bei Zufriedenheit schnurrt er wie eine Hauskatze.

Der Amurtiger jagt Wild:

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Im November 2018 berichtete die Nationale Geographische Gesellschaft Russlands auf ihrer Internetseite, dass Amurtiger Saichan, ein berühmtes Tier in Russland, beschlossen hatte, nach China zu wandern, jedoch in die Heimat zurückkehrte. “Tiger Saichan, der im Mai 2018 in die Freiheit entlassen wurde, lieff nach China und kam nach Russland zurück. Experten des Zentrums für Amurtiger überwachen weiterhin die Bewegungen des Raubtiers mit Hilfe eines GPS-Halsbands, das sie Saichan angelegt hatten, bevor er freigelassen wurde. Als der Tiger den Fluss Amur überquerte, befand er sich auf chinesischem Territorium. Saichan hatte keine Zeit, dort viel Ärger zu bereiten, weil er  innerhalb einer Woche nach Russland zurückkehrte“ (rgo.ru/en, 11.11.2018).

Die Partnerschaft zwischen Russland und China zur Erhaltung der Amurtiger begann vor 21 Jahren im November 1997, als ein Protokoll zum Schutz der Tiger von den Regierungen der Russischen Föderation und der Volksrepublik China unterzeichnet wurde. Gemeinsame Studien beider Länder zeigen, dass rund 40 Prozent der Amurtiger, die im Grenzgebiet leben, häufig über die Grenze laufen.

Chinesische Seidenmalerei: Tiger und Päonien

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Im Oktober 2018 fand in der chinesischen Stadt Harbin das Internationale Forum zum Schutz für Amurtiger statt. Teilnehmer aus Russland, China und anderen Ländern tauschten ihre Erfahrungen auf dem Gebiet des Naturschutzes für Wildtiere aus. Sie setzten einen besonderen Akzent auf das Thema der grenzüberschreitenden Kooperation.

Dies beweist, dass der Amurtiger ein sehr nützliches Tier ist. “Amba” hilft, die russisch-chinesische Zusammenarbeit zu stärken, welche sich einer langen Tradition erfreut und von Jahr zu Jahr wächst. Alles Gute für Russland, China und ihre Bemühungen, den Amurtiger zu erhalten!

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau.

Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

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Olivia Kroth: Russia’s Amur Tiger greets the New Year 2019

Russia’s Amur Tiger greets the New Year 2019

by Olivia Kroth

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Russia’s “Student Team Tiger – 2019” is enrolling participants for a scientific project, which will be carried out in two beautiful nature reserves of Russia’s Far East, in the summer of 2019. Russian Amur tigers, once almost at the brink of extinction, have multiplied and survived to greet the New Year 2019, thanks to Russia’s Amur Tiger Programme, initiated by President Vladimir Putin, in 2008. These beautifully striped animals roam along the Amur and Ussuri rivers, hunting game. In winter, they come close to human settlements. Respected as a shaman deity by the native peoples of Russia’s Far East, the Amur tiger is the symbol of Russia’s Far Eastern city Vladivostok, where tiger festivals are annually held on the Day of the Tiger in September. He is “Amba”, “Grandfather, “Old Man” and “Master of the Taiga”, who sometimes likes to cross the Russian border, wandering around China – but he always comes back home.  

The research project “Student Team Tiger – 2019” supports young specialists in their profession, helping to maintain and construct the infrastructure of nature reserves and national parks for the Amur Tiger. Furthermore, ecotourism in Russia’s Far East is being promoted. The project will be carried out from June to August 2019 in two beautiful reserves of the Far East: the Sikhote-Alin Nature Reserve and the Lazovsky Nature Reserve.

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The Amur Tiger Programme is carried out as part of the Russian Academy of Sciences’ ongoing expedition to study the animals in Russia’s Red Data Book. Scientists are researching the Amur tigers’ reproductive biology, habitat, feeding patterns and food resources, the distribution and dynamics of the populations of the main prey species, and the tigers’ relationships with rival predators.

In addition to research, the Amur Tiger Programme addresses popular science, educational and social issues. It aims to raise awareness among people about the animals’ behaviour. The programme was iniated by President Vladimir Putin, who loves this animal and has a special section about the Amur Tiger on his site Kremlin.ru.

President Putin with a young Amur Tiger:

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The Amur tiger is one of the rarest species of animals in the world. The first Russians to describe the Amur tiger were Nikolay Przhevalsky and Vladimir Arsenyev, Russian explorers who observed these animals during their mid-19th century expedition to the Primorye and Khabarovsk territories.

There were still large tiger populations in Russia’s Far East in the mid-19th century, but by the end of the 19th century up to 100 animals were killed annually. This pushed the Amur tiger to the brink of extinction by the late 1930s, when no more than 50 animals were left. Today, the numbers have increased significantly but the Amur Tiger remains one of the least numerous subspecies of tigers.

 The indigenous populations show respect for tigers, seeing them as masters of the taiga, and therefore have historically avoided hunting them. The native Tungusic people, for example, call the tiger “Grandfather” or “Old Man”. The native Udege and Nanai people call him “Amba”, “God of the Forest”. They revere him as a shaman deity.

Nanai people in the Primorye Territory:

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In the city of Vladivostok the Amur tiger has his own holiday — Tiger Day, which is celebrated on the last weekend of September when the weather is nice and warm. At the end of the 1990s Vladimir Troynin, a local writer and naturalist, introduced the idea to the city, and in 2001 it became an official event of Vladivostok.

Inhabitants of all ages like to participate in the tiger parade, when a colorful crowd walks down Okeanskiy Avenue to the city’s central square wearing tiger costumes, masks, and face paint. On central square,  sport games and competitions, music bands, and other attractions are hosted. Environmental organizations talk to visitors about nature conservation to raise awareness about wildlife preservation.

Tiger Day in Vladivostok:

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The Amur tiger likes to roam along the Amur and Ussuri Rivers. It ranges almost all over the Primorye Territory and in the east of the Khabarovsk Territory. These animals are primarily found in the Sikhote Alin foothills and in the Lazovsky district of the Primorye Territory. Thanks to Russia’s conservation efforts, they have survived in their natural habitat: the valleys of the highland rivers and the valleys that are covered with forests dominated by oak and cedar trees. In winter, when game is scarce, they are often spotted near human settlements. Every adult tiger has a home range of his own, which averages between 250 and 450 square kilometres for females and up to 2.000 square kilometres for males.

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The tiger’s coat is beautifully coloured: it has dark horizontal stripes against an orange-brown background on its back and both sides. The striped pattern is unique for each tiger. You will never see two tigers with the same pattern. Despite their brightness, the stripes serve as camouflage.

Amur tigers are up to two metres in length, and their tails can be one metre long. Adult tigers weigh up to 300 kilogrammes. The heaviest tiger on record weighed 384 kilogrammes. These tigers are very strong, they are able to drag a horse’s carcass for more than 500 metres. Tigers live about 15 years on average.

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Amur tigers are predators who feed exclusively on animals. Their diet consists of deer, wild boar, badger and raccoon. They may attack livestock and dogs, too. Amur tigers also catch fish in the shallow waters of highland rivers during the spawning season. A tiger can eat up to 30 kilogrammes of food in one sitting. Its daily ration is nine to ten kilogrammes of meat.

When food is plentiful, tigers get fat quickly. Because of this, tigers can easily go without food for a week between successful chases or in winter, when they need to travel over great distances to new habitats. However, tigers may suffer from starvation and sometimes even die from emaciation during hard winters.

Tigers greet one another with special sounds that they make by vigorously inhaling air through the nose and mouth. Friendly behaviour is marked by the animals touching their heads or faces, or rubbing their sides. The Amur tiger is a quiet animal. It roars only during mating time. When irritated, it will growl hoarsely. When angry, it makes a characteristic “cough.” When content, it purrs like a house cat.

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In November 2018, the Russian National Geographic Society reported on its internet website that Russia’s tiger Saikhan, a famous celebrity at home, had decided to travel to China but came back after his excursion: “Tiger Saikhan, released to the wild in May 2018, traveled to China and then came back to Russia. Experts from the Amur Tiger Centre continue to monitor the movements of the predator with the help of the GPS-collar that the tiger was provided with before being released. The tiger crossed the Amur River and found itself in the territory of China. Saikhan did not have time to cause much trouble and safely returned to Russia within a week” (rgo.ru/en, 11.11.2018).

It should be noted that the partnership between Russia and China on the conservation of Amur tigers started 21 years ago, in November 1997, when a protocol on tiger protection was signed between the government of the Russian Federation and the government of the People’s Republic of China. According to joint studies of the two countries, about 40% of Amur tigers living in the Russia-China border areas have been actively moving across the borders in recent years.

Chinese silk art painting:

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In October 2018, the International Forum for the Protection of Amur Tigers was held in the Chinese city of Harbin. Representatives of Russia, China and other countries shared their experience in wildlife conservation, paying special attention to cross-border cooperation.

This goes to show that the Amur tiger is a very helpful animal. “Amba” helps strengthening Russian-Chinese cooperation, which has a long tradition and keeps growing every year. Best wishes to Russia an China for their Amur tiger conservation efforts.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow.

Her blog:

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Olivia Kroth: Trotz WADA gewannen russische Schwimmer sechs Goldmedaillen bei den FINA Weltmeisterschaften 2018 in China

Trotz WADA gewannen russische Schwimmer sechs Goldmedaillen bei den FINA Weltmeisterschaften 2018 in China

von Olivia Kroth

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Sport sollte nicht politisiert werden, doch der globale Sport ist zunehmend zu einer Arena der Weltpolitik geworden. So veranlasste WADA den „russischen Dopingskandal“, um russische Athleten von der Teilnahme an internationalen Wettbewerben abzuhalten. Dennoch waren russische Sportmannschaften 2018 mit 146 Goldmedaillen sehr erfolgreich. Zum Beispiel gewannen die russischen Schwimmer sechs Goldmedaillen bei den FINA Weltmeisterschaften, die vom 11. bis 16. Dezember 2018 in der chinesischen Stadt Hangzhou stattfanden. WADA-Experten besuchten bereits zweimal das ehemalige Anti-Doping-Labor in Moskau zur Inspektion. Die Inspektionsergebnisse sind noch nicht veröffentlicht. Aber Russland will auf jeden Fall an den Olympischen Spielen 2020 teilnehmen und bietet Geldpreise für russische Sportler an, die Goldmedaillen nach Hause bringen werden.

Die stellvertretende russische Premierministerin für Sport Olga Golodez stellte fest, dass 2018 russische Sportler 146 Goldmedaillen gewannen. Auf einer Vorstandssitzung des Sportministeriums sagte sie: „Das Jahr 2018 war ein Erfolg für den russischen Sport. Russische Athleten gewannen bei verschiedenen internationalen Wettbewerben insgesamt 146 Goldmedaillen, ein brillantes Ergebnis“ (TASS, 21.12.2018).

Russlands stellvertretende Premierministerin für Sport Olga Golodez:

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Im November und Dezember 2018 besuchten sogenannte Experten der Welt-Anti-Doping Agentur (WADA) zweimal Moskau, um das Anti-Doping-Labor in Moskau zu inspizieren. Die fünfköpfige Delegation der “Experten” wurde  von Dr. Jose Antonio Pascual angeführt, einem Wissenschaftler aus Barcelona. Sie ​​trafen am 17. Dezember in Moskau ein, um Daten des Moskauer Anti-Doping-Labors abzurufen, wie vom WADA-Vorstand am 20. September angefordert.

Sie erhielten Daten über die Analyse von Dopingproben russischer Sportler für den Zeitraum zwischen 2011 und 2015, die in der ehemaligen Einrichtung des Moskauer Anti-Doping-Labors aufbewahrt werden. Die Untersuchungsergebnisse wurden noch nicht veröffentlicht, doch gab WADA bekannt, dass ihre “Experten” bis Ende des Jahres zum dritten Mal nach Moskau zurückkehren wollen. Die Gewährung des Zugangs zu LIMS-Daten (Laboratory Information Management System) ist laut WADA eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Wiedereinsetzung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA (TASS, 21.12.2018).

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Es muss darauf hingewiesen werden, dass der WADA-Vorstand vorwiegend von US-amerikanischen, kanadischen, britischen und australischen “Experten” besetzt ist, dazu einige andere Europäer dazwischen gestreut. Russen und Chinesen sind nicht mit dabei,  obwohl Russland und China zusammen die größte Landmasse der Erde bilden und die grösste Einwohnerzahl der Welt haben, wenn man die Zahlen addiert. Vielleicht sollte die sogenannte  “Welt-Anti-Doping-Agentur” mit Sitz im kanadischen Montreal ihren Vorstand für die Zukunft so umstrukturieren,  dass auch “Experten” aus dem grössten Teil der Welt mit dabei sind, nämlich aus der Russischen Föderation und der Volksrepublik China?

Die letzten sechs Goldmedaillen im Jahr 2018 wurden von russischen Schwimmern nach Hause geholt, die an den FINA-Schwimmweltmeisterschaften in der chinesischen Stadt Hangzhou teilnahmen. Am 13. Dezember gewann Kirill Prigoda Gold im 200 m Brustschwimmen. Er legte die Strecke in 2 Minuten 0,16 Sekunden zurück. Damit stellte er einen neuen Weltrekord auf (TASS, 13.12.2018). Kirill Gennadievitsch Prigoda wurde am 29. Dezember 1995 in Sankt Petersburg geboren. Sein Vater war vierfacher Olympiasieger im Schwimmen, seine Mutter wurde Weltmeisterin im 200 m Brustschwimmen. Der junge Mann ist nicht nur ein hervorragender Schwimmer, er studierte zudem Strategisches Management an der Polytechnischen Universität “Peter der Große” in Sankt Petersburg.

Der russische Schwimmer Kirill Prigoda:

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Der 14. Dezember war ein glücklicher Tag für Russland, da gleich drei russische Schwimmer in China Gold gewannen. Kliment Kolesnikow gewann das 100 m Lagenschwimmen. Er schaffte die Distanz in 50,63 Sekunden (TASS, 14.12.2018). Kliment Andrejewitsch Kolesnikow wurde am 9. Juli 2000 in Moskau geboren. Bei den Europameisterschaften 2018 gewann der russische Schwimmer drei Goldmedaillen und stellte einen neuen Weltrekord im 50 m Rückenschwimmen auf. Bei den Olympischen Sommerspielen 2018 in Buenos Aires, Argentinien, war er Russlands Fahnenträger. Dort kassierte er sechs Goldmedaillen.

Der russische Schwimmer Kliment Kolesnikow:

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Am 14. Dezember war auch Wladimir Morosow in Hangzhou erfolgreich. Er gewann Gold im 50 m Freistil und brachte die Distanz in 20,33 Sekunden hinter sich (TASS, 14.12.2018). Wladimir Wiktorowitsch Morosow wurde am 16. Juni 1992 in Nowosibirsk geboren. Bei den FINA-Schwimmweltmeisterschaften in Istanbul gewann er Gold im 50 m und 100 m Freistil.

Im Jahr 2016 wurde er von WADA drangsaliert. Man wollte den jungen russischen Schwimmer bannen, weil er angeblich von einem  „staatlichen Dopingprogramm profitiert“ habe. Deshalb gab FINA seinen Ausschluss von den Olympischen Sommerspielen 2016 in Brasilien bekannt. Aber Wladimir Morosow legte Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne ein, wo man zu seinen Gunsten entschied. So wurde er am 4. August 2016 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zum Wettbewerb zugelassen und nahm an den Olympischen Sommerspielen in Rio teil (swimswam.com, 04.08.2016).

Der russische Schwimmer Wladimir Morosow:

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Der dritte sehr erfolgreiche russische Schwimmer in China war Ewgeni Rylow. Er gewann sogar zweimal Gold in Einzelwettbewerben am 14. und 16. Dezember. Zunächst war er im 50 m Rückenschwimmen mit 22,58 Sekunden der Schnellste, dann zwei Tage später im 200 m Rückenschwimmen mit einer Zeit von 1:47,02 (TASS, 14.12.2018 / 16.12.2018). Der 22-Jährige krönte seine Karriere mit einer dritten Goldmedaille für die 4 x 50-Meter-Staffel im Lagenschwimmen, an welcher er teilnahm. Ewgeni Michailowitsch Rylow wurde am 23. September 1996 in Nowotroitzk in der Oblast Orenburg geboren. Bei den Olympischen Sommerspielen 2014 in Nanjing erhielt er bereits drei Goldmedaillen. Bei den Fina-Weltmeisterschaften 2017 in Budapest folgte eine weitere Goldmedaille.

Der russische Schwimmer Ewgeni Rylow:

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Die sechste und letzte Goldmedaille wurde von vier Männern nach Russland geholt, die in Hangzhou die 4 x 50 m Staffel im Lagenschwimmen gewannen mit einer Zeit von 1: 30,54. An dem Siegerquartett beteiligten sich Ewgeny Rylow, Kliment Kolesnikow, Oleg Kostin und Michail Wekowischew.

Dies zeigt, dass die Russische Föderation sich nicht durch neidische westliche Länder davon abhalten lässt, im Spitzensport erfolgreich zu sein. Das menschliche Reservoir talentierter junger Russen ist riesig. Sie brauchen kein Doping, um Weltrekorde aufzustellen. Das Sporttraining in Russland hat eine lange, erfolgreiche Tradition. Die ehemalige Sowjetunion und jetzige Russische Föderation bleibt eine der führenden Sportnationen der Welt.

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Um weiterhin sicherzustellen, dass junge Sportler hart trainieren, schlagen die russischen Sportbehörden Geldpreise vor für Gewinner von Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2020. „Ein russischer Athlet, der bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio Gold gewinnt, kann mit einer Summe von vier Millionen Rubeln rechnen. Die Olympischen Sommerspiele 2020 werden vom 24. Juli bis zum 9. August in Japan ausgetragen. Insgesamt sind dort 339 Medaillen in 50 Disziplinen zu holen “ (TASS, 21.12.2018).

Hoffentlich sind bis dahin die Differenzen zwischen WADA und Russland beseitigt, damit junge russische Talente in Tokio antreten können.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau.

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Olivia Kroth: WADA could not stop Russian swimmers from winning six gold medals at the 2018 FINA World Championships in China

WADA could not stop Russian swimmers from winning six gold medals at the 2018 FINA World Championships in China

by Olivia Kroth

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Sports should not be politicized, yet global sports have increasingly become an arena of global politics. In spite of the “Russian doping scandal”, instigated by WADA to block Russian athletes from participating in international competitions, Russian sports teams were very successful in 2018, winning 146 gold medals. To name just a few, the Russian swimmers won six gold medals at the FINA World Swimming Championships, which took place in the Chinese city of Hangzhou from December 11 to 16, 2018. Meanwhile, WADA experts visited Moscow twice to inspect Russia’s former anti-doping laboratory. The inspection results have not been published yet. Nevertheless, Russia wants to take part in the 2020 Olympics, and Russian sports authorities are proposing financial awards for Russian athletes who will bring back gold. 

Olga Golodets, Russian Deputy Prime Minister for sports, noted that Russian athletes won 146 gold medals in 2018. She said at a board meeting of the Sports Ministry that “the outgoing year of 2018 was a success for Russian sports. Russian athletes won at various international tournaments a total of 146 gold medals, a brilliant result” (TASS, 21.12.2018).

Olga Golodets, Russian Deputy Prime Minister for Sports:

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In November and December 2018, so-called experts from the World Anti-Doping Agency (WADA) visited Moscow twice to inspect the anti-doping laboratory in Moscow. The five-person delegation of experts, led by Dr. Jose Antonio Pascual who is a research scientist and academic in Barcelona, arrived in Moscow on December 17 to access data of the Moscow anti-doping lab, as required by WADA’s Executive Committee decision of September 20.

They retrieved data on doping samples analysis of Russian athletes for the period between 2011 and 2015, kept at the former facility of the Moscow anti-doping lab. The results have not been published yet, and WADA announced that their “experts” want to come back to Moscow for a third time at the end of the year. Granting access to LIMS (the Laboratory Information Management System) data is one of the key conditions for the reinstatement of the Russian Anti-Doping Agency RUSADA (TASS, 21.12.2018).

It needs to be noted that the WADA board of directors is predominantly governed by US, Canadian, British and Australian “experts”, with a few other Euopeans sprinkled in between. No Russians and Chinese are included, although Russia and China together form the greatest landmass on earth and have the largest population of the globe, if their numbers are combined. Maybe WADA should reconsider and restructure its board of directors for the future, including “experts” from the Russian Federation and the People’s Republic of China as well?

Russia and China are not represented in the WADA board of directors:

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The last six gold medals in 2018 were brought home by Russian swimmers taking part in the FINA Swimming World Championships in Hangzhou, China. On the 13th of December, Kirill Prigoda won gold in men’s 200m breaststroke. He covered the distance in 2 minutes 0.16 seconds, setting a new world record (TASS, 13.12.2018). Kirill Gennadievich Prigoda was born in Saint Petersburg, on the 29th of December 1995. His father was a four-times Olympic medalist in swimming, his mother became world champion in 200 m breaststroke. Besides swimming, the young man studied Strategic Management at Peter the Great Saint Petersburg Polytechnic University. 

Russian swimmer Kirill Prigoda:

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The 14th of December was a very lucky day for Russia, as three Russian swimmers were able to grab gold in China. Kliment Kolesnikov won the 100m medley, swimming the distance in 50.63 seconds (TASS, 14.12.2018). Kliment Andreyevich Kolesnikov was born in Moscow, on the 9th of July 2000. The Russian swimmer won three gold medals at the 2018 European Championships and established a new 50m backstroke world record. He was chosen the flag bearer for Russia at the 2018 Summer Youth Olympics in Buenos Aires, Argentina, where he received six gold medals. 

Russian swimmer Kliment Kolesnikov:

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On the 14th of December, Vladimir Morozov was also successful in Hangzhou. He won gold in the 50m freestyle, clocking the distance in 20.33 seconds (TASS, 14.12.2018). Vladimir Viktorovich Morozov was born in Novosibirsk, on the 16th of June 1992. At the FINA Swimming World Championships in Istanbul, he earned gold in the 50m and 100m freestyle.

In 2016, WADA harrassed him, naming the young Russian swimmer as an athlete who had “benefited from the disappearing positive methodology as part of a Russian state-run doping programme”.  So FINA declared him ineligible for the Rio 2016 Summer Olympics in Brazil. Vladimir Morozov, however, appealed to the Court of Arbitration for Sport (CAS), which sided with him. On the 4th of August 2016, he was cleared by the International Olympic Committee (IOC) to compete and took part in the Rio Summer Olympics (swimswam.com, 04.08.2016).

Russian swimmer Vladimir Morozov:

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The third very successful Russian swimmer in China was Evgeny Rylov. He even won gold twice in single events, on the 14th and 16th of December. He was first in men’s 50m backstroke with 22.58 seconds, and two days later in men’s 200m backstroke with a time of 1:47.02 (TASS, 14. 12. 2018 / 16.12.2018). The 22-year-old crowned his career with a third gold medal for the 4x50m medley relay, in which he took part. Evgeny Mikhailovich Rylov was born in Novotroitsk, on the 23rd of September 1996. He had already received three gold medals at the 2014 Summer Youth Olympics in Nanjing. Another gold medal followed at the 2017 Fina World Championships in Budapest.

Russian swimmer Evgeny Rylov:

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The sixth and last gold medal was brought home to Russia by four men who won the 4×50 medley relay in Hangzhou with a time of 1:30.54. Kliment Kolesnikov, Oleg Kostin, Evgeny Rylov and Mikhail Vekovishev participated in the winning quartet.

This goes to show that the Russian Federation will not be contained in sports by envious western countries. The human reservoir of talented young people is huge. They do not need doping to set world records. Sports training in Russia has a long, successful tradition. The former Soviet Union and now the Russian Federation was and remains one of the leading sports nations of the world.

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To further ensure that young athletes will train hard, the Russian sports authorities are proposing financial awards for winning gold at the 2020 Olympics. “A Russian athlete winning gold at the Summer Olympic Games in Tokyo may be awarded by the government with a sum of four million rubles. The 2020 Summer Olympic Games will be held in Japan between July 24 and August 9, with a total of 339 sets of medals to be contested in 50 disciplines” (TASS, 21.12.2018).

Hopefully, Russia’s differences with WADA will be sorted out by then and young Russian talents will get a chance of competing in Tokyo.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow.

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Olivia Kroth: Restorierung in Syrien mit russischer Hilfe

Restorierung in Syrien mit russischer Hilfe

von Olivia Kroth

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Seit sieben Jahren, seit 2011 herrscht Krieg in Syrien. Doch zeigt sich jetzt ein Silberstreifen am Horizont. Die beschädigte Infrastruktur Syriens wird allmählich mit russischer Hilfe wieder hergestellt. Schulen und Fabriken werden restoriert. Nach und nach kehren Schulkinder und Fabrikarbeiter zurück. Tausende von syrischen Freiwilligenorganisationen helfen ihren bedürftigen Landsleuten. Präsident Assad regiert immer noch, obwohl er vor langer Zeit hätte gehen sollen, wenn die sogenannten “Westmächte” ihren Willen durchgesetzt hätten. Werden diese westlichen Mächte schwächer? Vielleicht sind die russischen Kräfte stärker geworden. Russland, der Iran und die Türkei wollen sicherstellen, dass Bashar Al Assad dort bleibt, wo er ist. Sie lassen nicht zu, dass Syrien in “Interessen-Zonen” aufgespaltet wird. Und sie werden nicht gestatten, dass das Land völlig zerstört wird, wie es bei Libyen der Fall war, das von der Nato in Schutt und Asche gelegt wurde.

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Der indische Journalist M.K. Bhadrakumar meint, dass sich „die Aussichten für den Frieden in Syrien paradoxerweise verbessert haben könnten, während die Politik im Nahen Osten in Aufruhr ist. (…) Russland und Iran beabsichtigen, ihre militärischen Spuren in Syrien für eine absehbare Zukunft zu sichern“ (Indian Punchline, 20.11.2018). Das russische Militär ist im syrischen Hafen von Tartous und in der Luftwaffenbasis von Hmeimim präsent.

Darüber hinaus betreibt die Russische Föderation ein Versöhnungszentrum für humanitäre Hilfe in Syrien. Es gibt medizinischen Beistand an den Grenzübergängen, wo sich die Hauptanstrengungen des russischen Militärs auf die Unterstützung der Flüchtlinge konzentrieren, die wieder in ihre Häuser einziehen wollen. Mit russischer Hilfe gingen seit März dieses Jahres mehr als 30.000 Syrer aus der Deeskalationszone Idlib in ihre Heimat zurück. An den Kontrollpunkten in Abu al-Duhur erhielten sie von russischen Ärzten Mahlzeiten, warme Kleidung und medizinische Versorgung. Die Flüchtlinge kehrten durch den humanitären Korridor in das von der syrischen Regierung kontrollierte Gebiet zurück (TASS, 30.11.2018).

Russlands humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge:

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Das russische Versöhnungszentrum schickt auch Kleidung und Nahrungsmittel an Bedürftige, beispielsweise in Aleppo. Im November 2018 “wurden humanitäre Aktionen in der Stadt Aleppo durchgeführt. Insgesamt wurden 150 Schulrucksäcke an Schüler der Fatih-Maraschi-Schule im Stadtteil Aschaar verteilt. Im Viertel Julub wurden 150 Bekleidungsstücke und 150 Decken an Zivilisten ausgegeben. Ausserdem wurde frisches Brot verschenkt“ (TASS, 13.11.2018).

Auch in der ersten Dezemberwoche 2018 wurden humanitäre Aktionen durchgeführt. Sergei Solomatin, der Leiter des russischen Versöhnungszentrums, berichtete, dass an die Bewohner von Skalbija im Gouvernement Hama 500 Säcke mit Lebensmitteln ausgegeben wurden. Darüber hinaus unterstützt das russische Militär die Syrer in ihren Bemühungen, die Infrastruktur in Syrien zu restorieren. Bisher wurden mehr als 30.000 Wohnhäuser, 709 pädagogische und 117 medizinische Einrichtungen sowie 927 Autobahn-Kilometer repariert (TASS, 08.12.2018).

Insbesondere in der Stadt Aleppo konnten die syrischen Behörden 130 beschädigte Schulen wieder herstellen und 340 weitere Schulen im östlichen Teil der Provinz Aleppo. Trotz des anhaltenden Krieges müssen junge Menschen eine Ausbildung erhalten, weil sie für die Zukunft des Landes wichtig sind und das Überleben sichern werden. In Aleppo sind derzeit insgesamt 1.349 Schulen geöffnet. Einige Schulgebäude wurden während des Krieges fast vollständig zerstört. Ingenieur Bassam Machschur, der an der Restorierung von Schulen arbeitet, sagte, der schwierigste Teil sei die Beseitigung von Trümmern: „Die schwierigste Phase ist die erste Stufe – die Beseitigung von Trümmern. Die Arbeiten wurden oft aufgehalten, da wir unter jeder eingestürzten Mauer Minen fanden und erst die Minensucher rufen mussten“ (TASS, 06.12.2018).

Russische Minensucher in Aleppo:

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Syrische Kinder dürfen jetzt kostenlos in Kadettenschulen des russischen Verteidigungsministeriums lernen. Das entsprechende Dokument wurde am 20. September 2018 in Moskau unterzeichnet und trat am 20. Oktober 2018 in Kraft. Der Unterricht für syrische Kinder folgt den Lehrplänen für russische Kadetten, zudem lernen sie die russische Sprache. Die Kosten werden von der russischen Seite bezahlt (TASS, 30.10.2018). Auf diese Weise möchte die Russische Föderation dazu beitragen, die syrischen Streitkräfte aufzubauen, damit sie in Zukunft alleine agieren können.

Die syrisch-arabische Nachrichtenagentur berichtete, dass Hunderte von Fabriken in Damaskus und Umgebung wieder ihre Arbeit aufnehmen konnten. Laut Samer Al Debs, dem Leiter der Industriekammer in Damaskus, sind 710 Fabriken in Damaskus und 90 Fabriken im Tal Kurdi sowie einige kleine Handwerksbetriebe in Al Sbeine und Al Qadam in der Nähe von Damaskus betriebsfähig. Er erklärte, die syrische Industrie stehe vor großen Herausforderungen. Gesetze und Vorschriften seien erforderlich, dazu eine strategische Vision zur Förderung und Vermarktung syrischer Industrieprodukte. Samer Al-Debs wies darauf hin, dass sich die Situation mit der Wiederherstellung weiterer Gebiete verbessern werde nach der Wiedereröffnung des Grenzübergangs Nassib und dem Beginn von Exporten (SANA, 04.12.2018).

Syrische Spinnfabrik:

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Die Syrer sind Patrioten. Viele Zivilisten helfen dem syrischen und russischen Militär, beschädigte Einrichtungen in Syrien wieder herzustellen. Wie die syrisch-arabische Nachrichtenagentur berichtete, sind sie “der Kern der Zivilgesellschaft”. So spielen sie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Gemeinschaft in der Vor- und Nachkriegszeit. Das Konzept der freiwilligen Arbeit in Syrien hat sich geändert, um negative Auswirkungen des gegen das Land geführten Terrorkriegs zu mildern. Die Mehrzahl der Wohltätigkeitsveranstaltungen und gesellschaftlichen Aktivitäten zielt darauf ab, die Familien der Märtyrer, verwundete Armeeangehörige, Frauen, Kinder, Senioren, Menschen mit Behinderungen sowie vertriebene Familien zu unterstützen“ (SANA, 05.12.2018).

Zu den Tätigkeiten der Freiwilligen gehört die Kampagne “Gemeinsam wird es schöner werden”, welche vom Syrischen Verein für Entwicklung, der Union revolutionärer Jugend, der Vereinigung “Basmet Schabab Syrien”, dem syrisch-arabischen Roten Halbmond und dem syrisch-orthodoxen Patriarchat von Antiochien organisiert wurde. Diese sechsmonatige Kampagne trug dazu bei, Schulen, Gesundheitszentren, öffentliche Plätze und Straßen in von Terror betroffenen Gebieten auf dem Land, in Damaskus und in Aleppo zu sanieren.

Tausende von Jugendlichen nehmen in Syrien an verschiedenen freiwilligen Tätigkeiten teil, um die Botschaft zu vermitteln, dass Syrien nicht aufgibt. Die Initiative „Imaar“ richtet sich an Jugendliche, basierend auf der Idee der freiwilligen humanitären Arbeit. Bis zu 600 Studenten erhielten im Rahmen der Initiative 60 kostenlose Ausbildungsstunden. Mohammed Safer Sansoul, der Gründer der Initiative “Imaar”, betonte, dass freiwillige Arbeit von wesentlicher Bedeutung für die Unterstützung Syriens gegen Terrorismus und Krieg sei.

Der syrisch-orthodoxe Patriarch von Antiochien:

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In diesem Zusammenhang erklärte Cholud Rajab, die Vorsitzende der Vereinigung „Jousor“ (Wurzeln), gegenüber der Presse, dass der Krieg gegen Syrien große Anstrengungen erfordere, um alle Syrer, die mit schwierigen Umständen konfrontiert sind, zu unterstützen. Sie erklärte, dass sich ihre Vereinigung auf nachhaltige Entwicklungsprojekte konzentriere: soziale und psychologische Unterstützung; Schutz von Kindern vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch; Stärkung der Jugend; Angebot von medizinischen Dienstleistungen und ein spezielles Programm zur Betreuung behinderter Menschen.

Laut einer vom syrischen Sozialministerium durchgeführten Umfrage gibt es 1.500 freiwillige ehrenamtliche Organisationen, die in verschiedenen Provinzen tätig sind. Dies zeigt, dass die Syrer als ein patriotisches und idealistisches Volk nie aufgeben, sondern für das Überleben ihrer Nation und ihres Staats kämpfen.

Syrien wartet auf den Frieden:

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Inzwischen bekräftigten Russland, der Iran und die Türkei auf internationaler Ebene die Notwendigkeit, Syriens Unabhängigkeit aufrecht zu erhalten. Sie betonten ihr starkes Engagement für Souveränität, Einheit und territoriale Integrität der Arabischen Republik Syrien. Diese gemeinsame Erklärung wurde bei dem Treffen in Astana (Kasachstan) beschlossen und vom kasachischen Außenminister Kairat Abdrachmanow vorgelesen. Die Garantieländer „bekräftigen ihre Entschlossenheit, die Zusammenarbeit fortzusetzen, um Daesch, die Nusra-Front und alle anderen Personen, Gruppen, Unternehmen und Organisationen, die mit Al-Qaida und Daesch verbunden sind, endgültig zu beseitigen, wie vom UN-Sicherheitsrat bestimmt“ (TASS, 29.11.2018).

Es ist vielleicht immer noch ein langer und steiniger Weg, um den Frieden in Syrien zu erreichen, aber das Land wird sicherlich nicht ausgelöscht. Syrien wird nicht dasselbe Schicksal erleiden wie Libyen, das von der NATO schwer bombardiert und dessen Leiter Muammar Gaddafi auf brutale Weise ermordet wurde. Baschar Al Assad, Präsident der Arabischen Republik Syrien, hat mit russischer und iranischer Hilfe gute Chancen, diesen Krieg zu überleben.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau.

Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

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