Olivia Kroth: Russlands Exporte im Aufschwung

Russlands Exporte im Aufschwung

von Olivia Kroth

Die Russische Föderation muss sich um ihre Exporte keine Sorgen machen. Sie sind während Präsident Putins Regierungszeit in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. In vielen Bereichen beliefert Russland die Welt mit eigenen Produkten: militärische Geräte, Fahrzeuge, landwirtschaftliche Erzeugnisse, insbesondere Weizen, und selbstverständlich auch Russlands “Bestseller” Gas – zu vernünftigen Preisen. Die Europäer werden stets russisches Gas brauchen, wenn sie im Winter nicht frieren wollen. Alles in allem stehen die Dinge so, wie Alexander Mercouris kürzlich feststellte:  “Russlands Handelsposition weist einen robusten Zuwachs auf, Russlands Gold- und ausländische Währungsreserven betragen derzeit $430 Milliarden und wachsen weiter” (THE DURAN, 18.01.2019).  

Russisches Gas für Europa

Ein begehrtes Kaufobjekt im Ausland ist das russische Kampfflugzeug Suchoi SU-35, es wird besonders gerne von asiatischen, arabischen und südamerikanischen Staaten erworben. Russland und China schlossen 2015 einen Vertrag ab für die Lieferung von 24 dieser Kampfflugzeuge im Wert von $2 Milliarden. Der Vertrag umfasst auch Wartungsgeräte und Ersatzteile. Die ersten vier Suchoi SU-35 wurden 2016 nach China geliefert, die letzten zehn sollen 2018 folgen.

“Su-35 ist ein in Russland produziertes Vielzweck-Kampfflugzeug der Generation 4++ mit Phased-Array-Radar. Als Antrieb werden zwei Mantelstromtriebwerke eingesetzt. Die Triebwerke haben eine Schubvektorsteuerung. Die maximale Fluggeschwindigkeit beträgt 2.500 km/h, die maximale Reichweite 3.400 km und der Einsatzradius 1.600 km. Das Kampfflugzeug hat eine fest installierte 30-mm-Maschinenkanone und zwölf Außenlaststationen zur Bewaffnung mit Bomben und Lenkflugkörpern” (TASS, 22.12.2017).

Ein weiteres Land in Asien hat das russische Kampfflugzeug erworben. Im Juni 2017 bestellte die indonesische Regierung elf Suchoi SU-35. Die indonesische Luftwaffe besitzt bereits sieben Suchoi SU-35 aus den Jahren nach 2000. Die Nachlieferung von elf weiteren Flugzeugen soll die indonesische Luftwaffe modernisieren und verstärken.

Suchoi SU-35

Zudem wird Russland 2018 sechs Kampfflugzeuge SU-30 an Myanmar liefern. Russische Waffen haben ihre Qualität in der Armee von Myanmar unter Beweis gestellt. Mehr als 600 Armeeangehörige aus Myanmar studieren derzeit an militärischen Hochschulen der Russischen Föderation. Im Januar 2018 stattete der russische Verteidigungsminister, General Sergei Schoigu, Myanmar einen offiyiellen Besuch ab. Er sagte, dass beide Nationen bereit seien für bilaterale militärische Kooperation auf breiter Basis: ”Wir erwarten eine positive Dynamik für die Zusammenarbeit von Russland mit Myanmar im militärischen Bereich. Sie wird uns einen zusätzlichen Antrieb geben seit unserem Vertrag über militärische Kooperation aus dem Jahr 2016″ (TASS, 22.01.2017).

Indien kauft gleichfalls russische Waffen und Militärgeräte. 2017 ereichte das Gesamtvolumen einen Wert von $65 Milliarden. “Als Bestandteil der strategischen Partnerschaft zeigt die militärische und technische Kooperation beider Länder eine breite Palette von Beziehungen, unter anderem die Lieferungen von Militärgerät, die Organisation von gemeinsamen Veranstaltungen und die gemeinsame Arbeit an der Entwicklung und Erprobung vielversprechender Waffentypen” (TASS, 29.01.2018).

Arabische und nordafrikanische Länder zeigen auch Interesse an russischer Militärausrüstung. “Rosoboronexport erhielt Bestellungen aus arabischen Staaten – aus 23 Ländern des Nahen Ostens und Nordafrika – im Wert von $8 Milliarden. Dies sind 20 Prozent des Gesamtvolumens der Verträge für den Export russischen Militärgeräts. Bahrain, Saudirabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Marokko, Tunesien und Ägypten zeigen Interesse an russischen Waffen. Die Kooperationsprogramme mit diesen Lândern laufen über einige Jahre. Fast alle russischen Firmen der Waffenindustrie sind beteiligt. Im November 2017 hatte Rosoboronexport Auftrage für $45 Milliarden” (TASS, 15.11.2017).

Rosoboronexport verkauft Russlands militärische Geräte an arabische Staaten

Traditionell ist Lateinamerika seit zwei Jahrzehnten ein Kontinent, auf dem viele russische Waffen gekauft werden. Die Lieferungen nach Kolumbien haben in den letzten 20 Jahren einen Umfang von $500 Millionen erreicht. Ein Mitarbeiter von Rosoboronexport berichtete: “Die Geschichte der militärischen und technischen Kooperation zwischen Russland und Kolumbien ist mehr als 20 Jahre alt. Unsere Länder pflegen und stärken die beidseitig profitablen Beziehungen. Unsere Lieferungen russischen Militärgeräts mit zugehörigem Service an Kolumbien haben mittlerweile einen Umfang von $500 Millionen erreicht. Jetzt verwendet die kolumbianische Armee mehr als Helikopter 20 Mi-17. Rosoboonexport ist für ihre zeitgemässe Wartung und Reparatur zuständig. Zudem sehen wir, dass in Kolumbien Interesse daran besteht, für alle Bereiche der Armee weitere russische Waffen zu erwerben, auch für spezielle  militärische Einheiten und für die Polizei” (TASS, 04.12.2017).

Im Jahr 2017 erhielt Russland von Venezuela einen grossen Auftrag und unterzeichnete über 10 Verträge zur Lieferung von russischem Militärgerät. Venezuela ist der grösste Käufer und Nutzer von russischen Waffen und militärischer Ausrüstung in Lateinamerika.  Die Russen bauten mit Genehmigung aus Caracas in Venezuela eine Fabrik zur Produktion von russischen automatischen Gewehren AK-103. Seit 2009 liefert Russland Panzerfahrzeuge, Artillerieausrüstung, Luftverteidigungssysteme und militärisches Zubehör nach Venezuela (TASS, 04.12.2017).

Russischer Transporthelikopter Mi-8/17 in Kolumbien

Weitere Zweige der russischen Industrie erleben gleichfalls einen Aufschwung im Export. So ist zum Beispiel die Ausfuhr russischer Autos im Jahr 2017 um 27 Prozent gestiegen. Russlands Grenz- und Zollschutz berichtete, dass 77.300 Pkws von Januar bis November 2017 im Wert von $1.2 Milliarden exportiert wurden. 45.800 Autos gingen in Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und 31.500 Autos in andere Länder (TASS, 12.01.2017).

Nach 12jähriger Pause lieferte Russland erstmals wieder Pkws nach Kuba für die staatliche kubanische Taxi-Firma. Im Januar 2018 verschiffte der russische Autohersteller AwtoWAS 344 Lada  nach Kuba: 320 Lada “Vesta” und 24 Lada “Largus Cross” in leuchtendem Orange, der Farbe von Kubas Taxi-Firma. “Wir haben 18 Monate lang verschiedene Lada-Modelle geprüft. Sie haben uns beeindruckt, deshalb freuen wir uns auf diese Lieferung”, kommentierte Gorge Luis Dias Hernandez, Generaldirektor der Firma Taxi Cuba. Der Präsident von AwtoWAS Nicolas Maure sagte, dass der russische Autohersteller kubanische Spezialisten ausbilden wolle, um den Service nach dem Kauf zu gewährleisten. Er betonte, dass Kuba ein Markt der Priorität für russische Autos sei. AwtoWAS plant, in den kommenden Jahren den Export von Lada nach Kuba zu erhöhen.  Vneschekonombank (VEB) finanzierte die Lieferung der Autos nach Kuba über das russische Exportzentrum (TASS, 20.01.2017).

AwtoWAS (АвтоВАЗ) verkauft “Lada Vesta” nach Kuba

Nicht nur Maschinen, auch landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Russland sind weltweit begehrt. Der Export agrarischer Produkte stieg von 2000 bis 2017 erheblich an. Im Jahr 2000 betrug der Umfang $1.3 Milliarden, 2017 bereits $20 Milliarden. 24,5 Millionen Tonnen Weizen wurden 2017 ins Ausland verkauft, 34 Prozent mehr als 2016. Russische Exporte von Weizen wuchsen um 33 Prozent, Exporte von Roggen um 1,8 Prozent (putin2018.ru, 14.01.2018). Russland stellte 2017 einen Rekord auf mit der Ernte von 134 Millionen Tonnen an Weizen. Das bedeutet eine Steigerung von 11,2 Prozent im Vergleich zu 2016 laut Mitteilung des russischen Landwirtschaftsministeriums. Diesem gewaltigen Erfolg verdankt Russland seinen Aufstieg zum weltweit führenden Exportland für Weizen.

Schliesslich müssen auch die russischen Gasexporte gewürdigt werden. Russlands Gas ist ebenfalls ein globaler “Bestseller”. 2017 wurde zum Rekordjahr für die Exporte der Firma Gazprom, wie ihr Chef Alexei Miller mitteilte. Russlands staatlicher Gasriese Gazprom steigerte seine Produktion um 12,4 Prozent auf 471 Milliarden Kubikmeter. Die Exporte nach Europa stiegen um 8,1 Prozent, 193 Kubikmeter im Jahr 2017. Alexei Miller berichtete: “Dies ist das grösste Wachstum in der Geschichte unserer Firma, wir stellten einen neuen Rekord auf” (TASS, 03.01.2018).

Alexei Miller erklärte, warum die Europäer am liebsten russisches Gas beziehen: “Die europäischen Konsumenten optieren für die bedingslose Verlässlichkeit unserer Lieferungen und den günstigen Preis. Gazprom implementiert zurzeit Konstruktionsprojekte von neuen, modernen und hocheffizienten Gas-Pipelines, um dem grossen Bedarf an russischem Gas in Europa nachzukommen” (TASS, 08.12.2017). Der wichtigste Grund ist jedoch der vernünftige Preis für russisches Gas. Im Durchschnitt kostete 2017 von Gazprom exportiertes Gas nach Europa $190 für 1.000 Kubikmeter (TASS, 22.11.2017). Das ist der beste Preis, den Europa bekommen kann. Wenn der kleine Kontinent im Winter nicht frieren will, wird es für europäische Konsumenten ratsam sein, weiterhin russisches Gas zu nutzen, statt auf andere, teurere Lösungen zu warten.

Alles in allem braucht Russland sich nicht um seine Wirtschaft zu sorgen, denn es geht ihr recht gut. Weil die Nachfrage nach russischen Erzeugnissen weltweit steigt, konnten zuhause mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Mehr Menschen können einen ordentlichen Arbeitsplatz und angemessenen Lohn erhalten. Dies ist Präsident Wladimir Putins Regierung zu verdanken, die sich konstant um Steigerung der Wirtschaftskapazität Russlands bemüht. Der Präsident erinnert die Menschen oft daran, dass mehr Anstrengungen unternommen werden müssen: “Wirtschaftliche Erfolge kommen nicht von alleine. Sie hängen von menschlicher Arbeit ab und der Verpflichtung unserer Wirtschaft, effizient zu sein, die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern, anständige Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz zu gewährleisten und die Produktivität zu erhöhen.”

Trotz anti-russischer Sanktionen befindet sich Russlands Wirtschaft im Aufschwung. In schwierigen Zeiten geben die Russen nie auf, sondern bemühen sich um so mehr, ihre Ziele in den Folgejahren zu erreichen.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau. 

Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

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Olivia Kroth: Russian exports growing

Russian exports growing

by Olivia Kroth

The Russian Federation need not worry about its exports, which have been growing steadily for the past years, under President Putin’s presidency. In many fields Russia has managed to supply the world with its products: military hardware, automobiles, agricultural products, especially grain, and of course Russia’s eternal bestseller: natural gas at a reasonable price. Russian gas will always remain a necessity for Europeans, without it they might freeze in wintertime. All in all, as Alexander Mercouris stated, “Russia’s trading position is in healthy surplus, Russia’s gold and foreign currency reserves now standing at more than $430 billion and growing” (THE DURAN, 18.01.2019).  

Russian Sukhoi SU-35 fighter jet

One of Russia’s best military export items is the Sukhoi SU-35 fighter jet, in great demand especially in Asian, Arab and South American countries. Russia and China signed a contract in 2015 for 24 of these jets at a cost of $2 billion. The contract also covers ground equipment and spare engines. The first four jets were delivered in 2016, another 10 in 2017, the last 10 will be sent to China in 2018.

“The Su-35 is a Russian-made multipurpose generation 4++ super-maneuverable fighter jet equipped with a phased array radar and steerable thrusters. It can develop a speed of up to 2,500 kilometers per hour, has a flying range of 3,400 kilometers and a combat radius close to 1,600 kilometers. The fighter jet is armed with a 30mm gun and has 12 hardpoints for carrying bombs and missiles” (TASS, 22.12.2017).

Indonesia is another Asian country that bought Russian Sukhoi SU-35 fighter jets. In June 2017, Indonesia ordered 11 jets from Russia. The first seven Sukhoi fighters joined the Indonesian Air Force already in the years after 2000. The sale of 11 Su-35 jets is seen as a modernization initiative to bolster its available Russian Sukhoi fighters fleet.

Furthermore, Russia will deliver six SU-30 fighter jets to Myanmar in 2018. Russian armaments have proved their capability in the Myanmar’s Armed Forces and more than 600 military people from Myanmar are studying in Russia’s higher military educational institutions. In January 2018, Russia’s Defence Minister General Sergey Shoigu visited Myanmar on an official visit. He said that both nations were ready to implement a large-scale bilateral military cooperation plan,”We point to a positive dynamics of the cooperation between Russia and Myanmar in the military sphere, an additional impetus to which was given by the agreement on military cooperation of 2016″ (TASS, 22.01.2017).

India is one more regular buyer of Russian arms in Asia. The total worth of sales has reached  $65 billion, in 2017. “As part of a strategic partnership, the military and technical cooperation between the two countries demonstrates a wide range of forms and types of relations, such as supplies of military products and dual-use goods, organization of joint events, licensed production of arms and military equipment, as well as joint R&D works on promising types of weapons” (TASS, 29.01.2018).

Russian Defence Minister General Sergey Shoigu with Commander-in-chief of the Myanmar Armed Forces General Min Aung Hlaing

Arab and North African countries are interested in Russian military equipment as well. “The portfolio of orders received by Rosoboronexport from Arab states – 23 countries of the Middle East and North Africa – amounts to $8 billion, about  20 percent of the overall volume of Russian military export contracts. Bahrain, Saudi Arabia, the United Arab Emirates, Morocco, Tunisia and Egypt show interest in Russian defence equipment. Cooperation programmes with these countries are intended for several years. Almost all major Russian defense holdings and corporations are participating in them. In November 2017, the orders portfolio of Rosoboronexport stood at $45 billion” (TASS, 15.11.2017).

Traditionally, Latin America has been a continent buying Russian armament for the past two decades. Arms deliveries to Colombia have reached $500 million over the period of 20 years. “The history of military and technical cooperation between Russia and Colombia is over 20 years long. Over all these years, our countries have been maintaining and strengthening mutually beneficial relations while the deliveries of Russian military products and military services have approached the level of $500 million. Today the Colombian army operates more than 20 Mi-17 helicopters while Rosoboronexport provides their timely maintenance and repairs. Besides, we see interest in active cooperation in other types of Russian armament for all the armed branches, and also for special army units and for police,” a representative of Rosoboronexport said (TASS, 04.12.2017).

In addition, Russia wrapped up a large arms deal with Venezuela in 2017 and completed the implementation of a package of more than 10 contracts on the delivery of armaments to Venezuela. Venezuela is the largest operator of Russian armament and military hardware in the Latin American region. A factory for the production of Russian AK-103 automatic rifles in that country was built jointly with Venezuelan partners in compliance with the schedule approved by Caracas. With contracts since 2009, Russia has delivered armoured vehicles, artillery armament, air defense systems and associated military equipment to Venezuela (TASS, 04.12.2017).

Russian military equipment on parade in Venezuela

Other areas of Russian industry have witnessed a surge in exports as well. Russia’s car exports surged 27 percent in 2017. Russia’s Federal Customs Service reported that 77.300 vehicles were exported from January to November 2017. The value of exports amounted to $1.21 billion. 31.500 cars were delivered to non-CIS countries and 45.800 to CIS countries (TASS, 12.01.2017).

For the first time after a hiatus of 12 years, Russia delivered cars to Cuba again. They will be used by the state-run Cuban taxi company. In January 2018, the Russian carmaker Avtovaz shipped 344 Lada cars to Cuba: 320 Lada Vesta and 24 Lada Largus Cross, painted in bright orange, the colour of Cuba’s taxi company. “We have carried out an eight-months test run of several Lada cars. They made a good impression, so we were looking forward to this delivery,” Taxis Cuba director general Gorge Luis Dias Hernandez commented. Avtovaz President Nicolas Maure said that the Russian automaker would train Cuban specialists to provide after-sale services. Cuba is a priority market for car exports, Nicolas Maure said, and Avtovaz hopes to export Ladas in the coming years “with an increase in amounts.” The delivery of cars to Cuba was carried out with the assistance of Vnesheconombank, which provided financing, as well as the Russian Export Centre (TASS, 20.01.2017).

President Vladimir Putin test drives a Russian Lada Vesta car model, made by Avtovaz

Not only machines, but agricultural products, made in Russia, are also world-wide in demand. The export of agricultural products grew considerably, between 2000 and 2017. In 2000, it amounted to $1.3 billion, in 2017 already $20 billion. In 2017, 24.5 million tons of grain were exported, which means 34 percent more than in 2016. Russian exports of wheat increased by 33 percent and barley  by 1.8 percent (putin2018.ru, 14.01.2018). In 2017, Russia’s grain harvest hit the record of 134 million tonnes. This was an increase of 11.2 percent, compared with 2016, according to the Russian Ministry of Agriculture. Due to this immense success, Russia has become the world’s leading exporter of grain.

Last but not least, Russian gas exports should be mentioned. Russian natural gas is a global bestseller, too. 2017 was the year of Gazprom’s new record of exports, according to the company’s CEO Alexey Miller. Russia’s gas giant Gazprom boosted its production by 12.4 percent to 471 billion cubic metres. Exports to Europe rose by 8.1 percent to 193 cubic metres in 2017. “It is the best growth in production in the company’s history. We set a new record of exports”, Alexey Miller said (TASS, 03.01.2018).

Gazprom CEO Alexey Miller with President Vladimir Ptuin

Alexey Miller explained, why Europeans prefer Russian natural gas, “European consumers opt for unconditional reliability of supplies and their feasibility. Gazprom is currently implementing construction projects of new, modern and highly efficient gas pipelines to continue reliably meeting high demand for Russian gas in Europe” (TASS, 08.12.2017). The first and foremost reason, however, might be the reasonable price of Russian gas. The average price of gas exported by Gazprom to Europe in 2017 was $190 per 1.000 cubic metres (TASS, 22.11.2017). This is the best price Europe can get. If the little continent does not want to freeze, it will be reasonable for European customers to continue using Russian gas instead of other, more expensive solutions.  

All in all, Russia needn’t worry about its economy, which is doing quite well. Due to rising global demand of Russian products, more jobs have been created back home, more people can find a decent workplace and adequate salary, due to the efforts of President Vladimir Putin’s government team. The President constantly reminds his people that more efforts will have to be made, “We must remember that economic results do not come by themselves. They depend on people’s work and a pledge of efficiency of our economy, further enhancement of its competitiveness, decent conditions at the workplace and an increase of productivity.”

In spite of anti-Russian sanctions, Russia’s economy is on the rise. During difficult times, the Russian people never give up but try harder to reach their aims for the coming years.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow.

Her blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

 

 

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Olivia Kroth: Das Phänomen des Präsidenten Wladimir Putin

Das Phänomen des Präsidenten Wladimir Putin 

von Olivia Kroth

Seit vielen Jahren beträgt die Zustimmungsrate für den russischen Präsidenten mehr als 80 Prozent. Deshalb wird seine Wiederwahl im März 2018 die russische Nation nicht in Erstaunen versetzen. Diese Mehrheit von über 80 Prozent ist ziemlich stabil geblieben und zeigt sogar die Tendenz, sich zu vergrössern. Wladimir Putins Gefolgschaft schätzt seinen Charakter und seine stetige Arbeit zum Wohl Russlands. Er ist ein Phänomen, ein echter russischer Patriot, ein aussergewöhnlicher Präsident. Die meisten Russen halten Wladimir Putin für einen grosser Führer und exzellenten Kommunikator. Sie bewundern seine Entschlossenheit, Stärke und Willenskraft. Zudem hat er während seiner vorherigen Mandate als Präsident Russlands viel Erfahrung gesammelt. Die Russen vertrauen ihm, weil sie wissen, dass er sie nie enttäuschen wird. 

Wladimir Putin hat die russischen Streitkräfte erneuert, um Russlands Verteidigung zu stärken. Die russischen Streitkräfte sind bereit, Russlands Abwehr und militärisch-technologische Unabhängigkeit zu schützen. Die Russische Föderation muss Stärke zeigen und Angriffe abwehren können, insbesondere in diesen Zeiten, wo überall auf der Welt regionale Kriege ausbrechen, manche sogar direkt vor den russischer Grenzen.

Wladimir Putin ist ein gebildeter und belesener Mann. Neben russischer Literatur zur Militärstrategie könnte er auch die Werke des Generals und Militärstrategen Sun Tzu studiert haben, der im 6. Jahrhundert vor der Zeitenwende lebte. “Unbesiegbarkeit beruht auf Verteidigung”, wusste Sun Tzu. Wladimir Putin scheint diese Strategie ebenfalls zu kennen, denn er hat während der letzten zehn Jahre konstant die russischen Streitkräfte modernisiert und gestärkt.

“Du musst an dich glauben”, schrieb Sun Tzu. Wladimir Putin glaubt an sich, mehr noch glaubt er an Russland. In den Augen vieler Russen ist er zum Symbol der Rückkehr Russlands zur Macht geworden. Russland war schon immer eine Weltmacht, seit den alten Tagen des russischen Imperiums. Nach Auflösung der Sowjetunion sank Russland auf den absoluten Tiefpunkt, um wieder aufzuerstehen zu neuer Glorie und Wohlstand, wie Phönix aus der Asche. Es ist Wladimir Putin gelungen, ein Land zusammenzuhalten, das auseinanderzufallen drohte. Dies stellt eine beträchtliche Leistung dar. Die Russen sind Wladimir Putin dankbar, dass er ihnen ihren Stolz auf Russland zurückgab, auch ihr Selbstbewusstsein als Bürger einer großen Nation mit langer Geschichte und ruhmreichen Traditionen.

Wladimir Putins grösste Leistung in der Aussenpolitik ist vermutlich der Sieg über die Terrororganisation IS (Islamischer Staat) in Syrien. Die russischen Streitkräfte halfen Syriens Präsident Baschar Al Assad, gegen Gruppen von Extremisten auf syrischem Territorium zu kämpfen, um die Kontrolle über das eigene Land zu erhalten. Die russische Luftwaffe und iranische Bodentruppen kooperierten mit der syrischen Armee. So waren sie in der Lage, in diesem sich schon lange hinziehenden Krieg die Oberhand zu gewinnen. Präsident Al Assad sagte dem russischen Präsidenten, dass sein Volk nie vergessen werde, wie mit Russlands Hilfe IS vertrieben werden konnte. Mittlerweile wurden die russischen Truppen nachhause zurückgeholt. Nur wenige Russen bleiben im Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und im Mittelmeerhafen Tartous stationiert. Als Präsident Putin im Dezember 2017 Hmeimim besuchte, erzählte er den russischen Truppen, wie stolz er sei, dass es ihnen gelang, Syrien als unabhängigen, souveränen Staat zu retten.

Präsident Baschar Al Assad, Präsident Wladimir Putin und Russlands Verteidigungsminister General Sergej Schoigu in Hmeimim, Syrien

Ein weiteres glückliches Ereignis war die Wiederanbindung der Krim an das Mutterland im Jahr 2014. In einem Referendum wünschte ein Grossteil der Bewohner dieser Halbinsel, wieder unter russischer Verwaltung zu leben. Seitdem hat sich die Wirtschaftslage der Krim verbessert, es geht aufwärts. Viele Jahre wurde dieser vergessene Teil der beinahe bankrotten Ukraine vernachlässigt. Doch seit 2014 wird die Infrastruktur der Halbinsel von Grund auf modernisiert. Denn es ist Präsident Putins Wunsch, das alte Juwel aus der Krone des russischen Reichs wieder aufzupolieren und vorzuzeigen: die schönen Paläste und Kurorte, die eindrucksvollen Berge und herrlichen Strände am Schwarzen Meer.

Russlands strategischer Plan fûr die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Krim bis 2030 sieht vor, mit Nachhaltigkeit alte Gebäude zu modernisieren und neue Transportwege einzurichten. Zu diesem Zweck investiert die Russische Föderation beträchtliche Summen in die Halbinsel. Die Gehälter, Löhne und Renten der Krimbewohner wurden erhöht. Im Jahr 2013, als die Krim noch zur abgewirtschafteten Ukraine gehörte, betrug der durchschnittliche Monatslohn weniger als 3.000 Hrywnja (11.000 russische Rubel). Zum Ende des Jahres 2016 verdiente der durchschnittliche Krimbewohner bereits 25.000 russische Rubel. Die Differenz beträgt mehr als 120 Prozent. Dementsprechend stieg auch der Lebensstandard an.

Neuer russischer Geldschein mit dem Aufdruck des Marine-Denkmals von Sewastopol auf der Krim: 200 Rubel

Eines der spektakulärsten Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur auf der Krim ist der Bau einer neuen Brücke, welche die Halbinsel mit dem russischen Festland verbindet. Nach Fertigstellung wird die Länge der Brücke 19 Kilometer betragen. Sie soll für den Autoverkehr Ende 2018 eröffnet werden, für den Zugverkehr 2019. Die Krim und das russische Festland werden durch die Meerenge von Kertsch getrennt. Zurzeit können die Russen die Halbinsel nur per Flugzeug oder Fähre erreichen. Die Brücke ist notwendig als Bindeglied zur Halbinsel im Schwarzen Meer.

Die Stadt Sewastopol auf der Krim ist von stratetegischer Bedeutung für Russland als Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte. Von Sewastopol gingen viele Transportschiffe nach Syrien während des militiärischen Einsatzes im Syrien-Krieg. Die russische Regierung will die Schwarzmeerflotte in den nächsten 10 bis 20 Jahren mit modernen Kriegsschiffen weiter verstärken. Die Schwarzmeerflotte schützt die ausschliessliche Wirtschaftszone (AWZ) Russlands, sie sichert Navigation und Kommunikation zur See, sie dient der militärischen und politischen Kontrolle in der Region, sie fördert Russlands wirtschaftliche Interessen im Schwarzen Meer sowie Mittelmeer, sie unterstützt andere russische Flotten, welche im Mittelmeer manövrieren, sie sichert Russlands Herrschaft über das Schwarze Meer.

Russlands Schwarzmeerflotte in Sewastopol

Jalta ist gleichfalls eine Stadt auf der Krim, die den Russen am Herzen liegt. Im Livadija-Palast fand vom 04. bis 11. Februar 1945 die Konferenz von Jalta statt. Hier trafen der sowjetische Führer Josef Stalin und andere Staatsoberhäupter wichtige Entscheidungen zum Ende des Zweiten Weltkriegs über die Welt nach dem Krieg. Im November 2017 nahm Präsident Wladimir Putin an der Einweihungszeremonie für das Monument eines anderen russischen Friedensstifters, des Zaren Alexander III., teil. Dieses Denkmal wurde im Park des Livadija-Palasts in Jalta errichtet, weil der Zar und seine Familie diesen Palast als Sommerresidenz bewohnten.

Das Monument ist ein Geschenk des russischen Künstlerverbands. Der Bildhauer Andrej Kowaltschuk schuf diese Skulptur. Er ist der Chef des Künstlerverbands mit dem Ehrentitel  “Volkskünstler Russlands”. Das vier Meter hohe Monument aus Bronze wurde in einer Fabrik des Urals hergestellt. Alexander III. ist auf einem Baumstamm sitzend dargestellt. Er trägt Militäruniform und stützt sich auf sein Schwert. Hinter ihm steht eine Stele mit Russlands doppelköpfigem Adler. Der Spruch auf dem Denkmal wird Zar Alexander III. zugeschrieben, aber auch oft von Präsident Putin zitiert: “Russland hat nur zwei Verbündete, seine Armee und seine Flotte”.

Präsident Putin bei der Einweihung des Denkmals für Zar Alexander III. in Jalta

In seiner Rede zog Wladimir Putin Vergleiche zwischen der Herrschaft des konservativen Zaren und seinen eigenen 18 Jahren an der Spitze Russlands. Alexander III. war der Herrscher, welcher dem russischen Reich “Frieden, Ruhm, Entwicklung und Stabilität” brachte. Das Gleiche kann man von Präsident Putin behaupten, der “Frieden, Ruhm, Entwicklung und Stabilität” für die Russische Föderation schuf. Wladimir Putin sagte, dass Alexander III. oft “Friedensstifter” genannt wurde, weil er keine grossen Kriege führte, während er das Reich von 1881 bis 1894 leitete. Er “schenkte Russland 13 Jahre des Friedens, nicht durch Nachgeben, sondern durch gerechte und unbeugsame Festigkeit”. Zudem habe der Zar das Militär modernisiert und den Bau der Transsibirischen Eisenbahn begonnen. Auch der russische Präsident ist ein Mann von “gerechter und unbeugsamer Festigkeit”, der dem Druck von Sanktionen nicht nachgibt. Ausserdem hat er das Militär modernisiert und wichtige Bauprojekte für die Russische Föderation in die Wege geleitet.

Präsident Wladimir Putin im Moskauer Kreml

Am ersten Tag des Jahres 2018 sagte Präsident Wladimir Putin, dass er nicht an seine eigene Rolle in der Geschichte denke. “Ich denke nicht darüber nach, denn wenn man viel Aufhebens um sich selbst macht … Jeder sollte seine Arbeit ordentlich erledigen”, lautete seine Antwort, als er gefragt wurde, ob er sich selbst in Darstellungen von Geschichtsbüchern vorstellen könne. Doch verbringt er seine Freizeit mit dem Lesen von Geschichtsbüchern: “Ich lese gerne Geschichtsbücher. Da ich jetzt bin, wer ich bin, versuche ich stets zu verstehen, was ein bestimmter Staatsleiter dachte, als er Entscheidungen traf. Ich will wissen, was sein Ziel war und was er erreichte. Ich stelle fest, dass ich Geschichte und vergangene Ereignisse von diesem Standpunkt aus beurteile” (TASS, 01.01.2018).

Er selbst denkt vielleicht nicht an seine Rolle in der Geschichte, aber andere tun das gewiss, zum Beispiel die US-amerikanische Zeitschrift “Time”, die Wladimir Putin zur “Person des Jahres” 2007 kürte: “Wenn Russland als Nationalstaat in der Familie der Nationen Erfolg hat, so ist das in erster Linie dem Erfolg eines Mannes zu verdanken, Wladimir Wladimirowitsch Putin.” Übrigens teilt Russlands prominente “Person des Jahres” 2007 diese Ehre mit einem anderen grossen russischen Staatsmann, dem früheren Führer der Sowjetunion Josef Stalin, welcher sogar zweimal zur “Person des Jahres” ernannt wurde, 1939 und 1942.

Andere vergleichen Präsident Wladimir Putin mit Zar Peter dem Grossen: “Während seiner 42jährigen Herrschaft veranlasste er eine Transformation des russischen Reichs.  Er war ein Visionär der Moderne, ein Bauherr und Diplomat. In der Tat ähneln die beiden ersten Dekaden von Putins Präsidentschaft sehr stark der Herrschaft dieses Vorgängers. Genauso wie später Putin verstärkte Peter der Grosse die zentrale Kontrollmacht des Staats und sicherte Russlands Zugang zum Schwarzen Meer. Putin hat viel von Peter dem Grossen gelernt, der den Beginn von Russlands lang erwarteter Rolle als führende Weltmacht zur See einleitete. Diese Voraussicht bei Peter dem Grossen spiegelt sich heutzutage bei Wladimir Putin wider. Sie wurzelt in einem umfassenden Verständnis von Russlands historischer Rolle” (THE DIPLOMAT, 14.07.2016).

Zar Peter der Grosse (1672-1725), Zar Alexander III. (1845-1895), Josef Stalin (1878-1953) und Wladimir Putin, 1952 geboren: Jedes Jahrhundert brachte in Russland eine grosse Führungskraft hervor, um das historische Erbe von Grösse und Ruhm weiterzuführen.  Die russische Nation versteht dies und wird deshalb am 18. Märs 2018 erneut für Wladimir Putin stimmen, damit er eine vierte Runde als Präsident der Russischen Föderation antreten kann.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau.

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Olivia Kroth: The phenomenon of President Vladimir Putin

The phenomenon of President Vladimir Putin

The Russian President’s approval rates have been over 80 percent for the past years, so his re-election in March 2018 will come as no surprise at all for the Russian nation. The majority of more than 80 percent has remained fairly stable and even shows a tendency to expand. Vladimir Putin’s supporters value his character and hard work in the best interests of Russia. They think he is a phenomenon, a true Russian patriot, an extraordinary President. The majority of Russians believe that Vladimir Putin is a great leader, as well as an excellent communicator. They admire his determination, vigour and will power. Furthermore, he has acquired great experience during his previous presidential terms. Russians trust him because they know that he will never let them down.

Vladimir Putin has restored the Russian Armed Forces, thus ensuring Russia’s defence capability. The Russian Armed Forces are prepared to guarantee Russian deterrent capability and military-technological independence. Russia must be strong and able to defend itself, especially in these times when regional wars break out in the world, some of them in the direct vicinity of Russian borders.

Russian Defence Minister General Sergey Shoigy with President Vladimir Putin

Vladimir Putin is an educated and well-read man. Besides Russian literature on military strategy, he might also have studied the works of the Chinese General and military strategist Sun Tzu who lived in the sixth century B.C. “Invincibility lies in the defence”, Sun Tzu knew. Vladimir Putin seems to know this stratagem well, since he has been constantly modernizing and strengthening Russia’s Armed Forces for the past decade.

“You have to believe in yourself”, Sun Tzu wrote. Vladimir Putin certainly believes in himself, and moreover, he believes in the Russian people. Vladimir Putin has become the symbol of Russia’s return to power. The country has always been a superpower, ever since its old days as an Empire. After the dissolution of the Soviet Union, in 1991, Russia sank to its lowest point of no return, but has risen again, like a phoenix from the ashes, to almost its old status of wealth and glory. This has been no small feat. Vladimir Putin has managed to put together a country that was falling apart.

Vladimir Putin’s greatest achievement in foreign politics might be the victory over ISIS in Syria. The Russian Armed Forces were able to assist Syria’s President Bashar Al Assad in his fight against extremist groups on Syrian territory, winning back control of the country. The Russian airforce and Iran-backed Shia militias on the ground cooperated with Syrian forces to shift the balance of power in this drawn-out war. President Assad told the Russian leader that his people would never forget Russia’s help in driving ISIS out. Meanwhile, Russian troops have been brought home, except a few who will remain on Khmeimim Airbase and in the seaport of Tartous on the Mediterranean Sea. When President Putin paid a visit to the airbase in December 2017, he told the troops how proud he was of them to have helped saving Syria as a sovereign, independent state.

President Vladimir Putin with Syrian President Bashar Al Assad in Syria

Another great feat was Crimea’s return to the motherland, in 2014, after a referendum in which a great majority of Crimean citizens expressed their wish to live again under Russian rule. Since then, Crimea’s economy has picked up and is showing an upwards trend. After years of neglect as a forgotten part of nearly bankrupt Ukraine, the peninsula is being thorougly modernized, due to President Putin’s wish to polish this ancient jewel of the Russian Imperial crown with its beautiful palaces and seaside resorts, its impressive mountains and wonderful beaches along the Black Sea coast.

Russia’s strategy for socio-economic development of Crimea until 2030 aims to build up  modern engineering, transport and social infrastructure, ensuring all-inclusive sustainable development. To achieve its aims, the Russian Federation has substantially increased its expenditures for Crimea. Salaries, wages and pensions have been increased. Back in 2013, when the Crimean peninsula was still a part of run-down Ukraine, the average monthly wage was less than 3.000 hryvnia (about 11.000 Russian rubles). At the end of 2016, the average Crimean earned approximately 25.000 Russian rubles. The difference is more than 120%. The standard of life has been improving, accordingly.

 One of the most spectacular projects to improve Crimean infrastructure is the construction of a new bridge connecting the peninsula with the Russian mainland. The bridge will be 19 km long when complete. It will be opened for road traffic at the end of 2018, and for rail traffic in 2019. Crimea is separated from the Russian mainland by the Kerch Strait. Currently, Russians can only travel by ferry or plane to Crimea. So the bridge is a practical necessity to provide infrastructure links to the peninsula in the Black Sea.

The Crimean city of Sevastopol is a strategically important base for Russia’s Black Sea Fleet. Sevastopol is an important hub to project Russia’s naval power on a global platform. Sevastopol has served as the main source of supply ships to Syria during the Syrian war. Russia will continue its naval buildup for the next 10 to 20 years, placing more modern and advanced ships at the disposal of the Black Sea Fleet commander. The primary missions of the Black Sea Fleet include protecting the enlarged Russian Exclusive Economic Zone, securing navigation and sea lines of communication, exercising military and political control in the region, promoting and protecting Russian economic and security interests in and around the Mediterranean and Black Seas, supporting other Russian fleets operating in the Mediterranean Sea and maintaining military dominance in the Black Sea.

President Vladimir Putin celebrating Victory Day (9th of May) in Sevastopol

Yalta is also a Crimean city dear to Russian hearts. In Livadia Palace, the Yalta Conference took place from February 4 to 11, 1945.  In Yalta, Soviet Premier Joseph Stalin and other world leaders made important decisions regarding the end of the Second World War and the postwar world. In November 2017, President Vladimir Putin took part in the unveiling ceremony of the monument to another Russian peacemaker, Tsar Alexander III. The monument was placed in the park of Livadia Palace, Yalta, because the tsar and his family used the palace as a summer retreat.

The monument is a gift from the Russian Artists’ Union. The author of the sculptural composition is sculptor Andrei Kovalchuk, head of the Artists’ Union, People’s Artist of Russia. The four-metre-tall bronze monument was created at a plant in the Urals. Alexander III is presented as sitting on a tree stump, dressed in military uniform and resting on his sword, with a stele behind him topped with a double-headed eagle. The monument bears a saying popularly attributed to Alexander III and often quoted by President Putin: “Russia has only two allies, her army and fleet”.

In his speech Vladimir Putin drew parallels between the rule of the conservative tsar and his own 18 years in power. Alexander III was the “ruler who brought peace, glory, development and stability” to the Russian Empire. The same can be said about President Vladimir Putin, who has achieved “peace, glory, development and stability” for the Russian Federation. Vladimir Putin said that Alexander III was often called the “peacemaker” because he waged no large-scale wars while leading the empire from 1881-1894. He “gave Russia 13 years of peace not by yielding but by a fair and unwavering firmness”. He added that the emperor had modernised the military and begun construction of the Trans-Siberian railway. The Russian President himself is a man of fair and unwavering firmness who does not yield to foreign pressure in the form of sanctions. Furthermore, he has also modernized the military and begun the construction of important projects for the Russian Federation.

President Vladimir Putin taking part in the unveiling ceremony of statue for Tsar Alexander III in Yalta

On the first day of 2018, President Vladimir Putin said that he did not think of his own role in history: “I do not think about it because if you start making a big deal out of yourself … You should just work properly”, he answered when asked if he imagined himself pictured on the pages of history books. However, he likes to spend his spare time reading history books: “I like to read history books. Since I am what I am now, I always try to understand what a particular leader thought while making a certain decision, what he aimed at and what he got. I found myself assessing history and past events from this standpoint” (TASS, 01.01.2018).

He might not think about his role in history but others certainly do, for example the US magazine Time which named Vladimir Putin “Person of the Year” in 2007: “If Russia succeeds as a nation-state in the family of nations, it will owe much of that success to one man, Vladimir Vladimirovich Putin”. By the way, Russia’s prominent “Person of the Year” in 2007 shares this honour with another great Russian man, the former Soviet leader Joseph Stalin, who was named “Person of the Year” by Time magazine even twice, in 1939 and 1942.

Others compare President Vladimir Putin to Tsar Peter the Great: “During the 42 years of his tsardom, Peter the Great led a transformation of the Russian Empire. He was a visionary modernizer, builder and diplomat. In fact, the highlight reel of the first two decades of Putin’s rule closely resembled that of his predecessor. Much like Putin, Peter the Great tightened state control and secured Russian naval access to the Black Sea. Putin has learned a great deal from Peter the Great. It heralds the beginning of Russia’s long-awaited role as a world leader on the seas. The level of foresight displayed by Peter is mirrored today by Vladimir Putin and is rooted in a deep understanding of Russian historical trends” (THE DIPLOMAT, 14.07.2016).

Tsar Peter the Great (1672-1725), Tsar Alexander III (1845-1895), Joseph Stalin (1878-1953) and Vladimir Putin, born in 1952: Every century brought forth a great Russian leader to continue the Russian historical trend of greatness and glory. The Russian people understand this, therefore they will vote again for Vladimir Putin, on the 18th of March 2018, to elect him for a fourth round as President of the Russian Federation.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow.

Her blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Russians are thankful to President Putin for having given them back their pride in Russia, their self-confidence as citizens of a great nation with a long history and proud traditions.

He was successful in Syria, where President Bashar Al Assad leadership was strengthened. Bashar Al Assad is Russia’s friend, and Vladimir Putin will never let down his true friends. Russia’s re-unification with Crimea was another important feat.

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Olivia Kroth: Die Tradition der Herstellung von Spitze in Wologda

Die Tradition der Herstellung von Spitze in Wologda

von Olivia Kroth

Spitze aus Wologda ist heute ein bekannter Markenname. Er blickt auf eine stolze Geschichte zurück, die im 18. Jahrhundert begann. Diese Spitze, von Meisterinnen aus Wologda geklöppelt, gilt als Luxus in Russland. Die Muster folgen immer noch der Tradition dieses ehrwürdigen Kunsthandwerks. Es gibt Blumen- und Figurenmuster mit fliessenden, weichen Linien, meist in Weiss. Sie sehen aus wie Eisblumen am Fenster im Winter. Spitze aus Wologda wird aus Flachs- oder Baumwollfaden hergestellt. Sie ist leicht, dauerhaft und fest. Flachs aus Wologda besitzt eine spezielle Qualität, daher trägt er den Namen “Seide des Nordens”.

Das Museum der Spitze in Wologda stellt Alben mit Mustern von Meisterentwürfen aus. Sie zeigen stilisierte Blumen und Bäume, Vögel und Schmetterlinge. Einige dieser Stilistinnen sind grosse Künstlerinnen: Kapitolina Isakowa, “Hähne” (1957), Warwara Sibirtsewa, “Russische Märchen” (1968), Viktoria Elfina, “Singender Baum” (1978) und “Apfelbaum in Blüte” (1987). Das Museum der Spitze in Wologda hält auch internationale Spitzenfestivals ab für Teilnehmerinnen aus vielen Ländern, die sich jährlich zum Gedankenaustausch und zu gemeinsamen Arbeitskreisen treffen. Die Sammlung des Museums besteht aus 500 Ausstellungsstücken. Alle sind in Glasschränken mit Doppelscheiben platziert, um sie vor Licht, Feuchtigkeit und Staub zu schützen. Die Museumsdirektorin berichtet: “Dieses Museum ist in einem grossen Haus mit zwei Stockwerken untergebracht. Es ist ein vom Staat geschützter architektonischer Schatz im historischen Zentrum unserer Stadt. Es zieht Scharen von Touristen an. Wir erhalten viele Anfragen für Führungen.”

Präsentation eines Meisterwerks auf dem Internationalen VITA Spitzenfestival in Wologda: Kokoschnik aus Spitze, traditioneller Kopfschmuck russischer Frauen

Im Juni 2017 fand das dritte internationale VITA Festival der Spitze in Wologda statt.  Auf diesem Festival wurde alles gezeigt, was mit der Welt der Flachsindustrie zu tun hat: Materialien, Bekleidung, Textilien, Souvenirs, Spinngeräte und Zubehör. Das Programm des Festivals bot Wettbewerbe zur Spitzenherstellung und Ausstellungen an, thematische Arbeitskreise, Tischrunden, Modenschauen und andere kreative, kulturelle Veranstaltungen. Weil Präsident Wladimir Putin 2017 zum “Jahr der Ökologie” ausgerufen hatte, lautete das Motto des Festivals “Ökologie und Umwelt”. Die bekannte russische Modemacherin Uljana Sergejenko und Alexander Wasiljew, ein berühmter russischer Sammler historischer Mode, nahmen gleichfalls an dem Festival teil.  Mehr als 400 Gäste aus russischen Regionen und aus dem Ausland waren im staatlichen Museum der Spitze von Wologda registriert.

Präsident Putin trinkt Kaffee mit Textilarbeiterinnen in Wologda

Heutzutage wenden sich russische Modeschöpfer gerne den eigenen Wurzeln zu. In ihrem interessanten Artikel “Russisches Kunsthandwerk: Warum Spitze aus Wologda wieder in Mode ist” schreibt Anna Sorokina: “Wjatscheslaw Zaizew und Uljana Sergejenko erschaffen elegante Kreationen ‘à la Rus’ , indem sie traditionelle Muster, von Hand gestickte Ornamente und folkloristischen Stil in modernem Kontext anwenden. Seit dem Auftritt der amerikanischen Sängerin Beyoncé mit Spitzencape in ihrem Video ‘Jealous’ nimmt die Modewelt Notiz von Spitze aus Wologda. Dieses alte Kunsthandwerk hält Einkehr in die Garderobe modischer Frauen. Zudem  ist es eine beliebte Freizeitbeschäftigung in der Heimat, der Region Wologda, 400 km nordöstlich von Moskau. Das russiche Wort für ‘Spitze’ (kruschewo) bedeutet ‘umranden’ (okruschat), die Ränder von Kleidern und anderen Textilien mit Spitzen dekorieren” (RUSSIA BEYOND THE HEADLINES, 17.10.2017).

Internationales VITA Spitzenfestival in Wologda: Traditionelles russisches Hemd mit Spitzeneinsatz

Anna Sorokina kennt sich aus mit der Herstellung von Spitze: “Um ein Muster zu entwerfen braucht die Meisterin eine künstlerische Ausbildung und sollte etwas von der Technik des Klöppelns verstehen. Meist sind die Farben hell: beige und weiss, manchmal aber auch schwarz. Wenn das Spitzenstück gross werden soll, kann das Muster geteilt werden, so dass mehrere Leute daran arbeiten. Später werden die Teile zusammengenäht.  Spitze aus Wologda wird von Hand gefertigt mit Klöppeln aus  Holz. Die Spitze entsteht aus speziellen Baumwoll- oder Flachsfäden. Wenn Leinen oder anderes festes Gewebe mit Spitze dekoriert werden soll, wird das Muster grossflächig und weitmaschig angelegt. Für feine Stoffe aus Seide werden feine Spitzenornamente aus dünnen Fäden hergestellt. Eine Spitzenklöpplerin muss geduldig und ausdauernd sein. Die Meisterinnen wählen selbst ihre Klöppel aus. Ob modern oder alt, stammen diese Werkzeuge meist aus der Region von Wologda. Sie unterscheiden sich nicht nur in Umfang und Form, sondern sind auch aus verschiedenen Hölzern gefertigt. Was sehr wichtig ist: jeder Klöppel hat seinen eigenen Klang, Birke klingt anders als Esche” (RUSSIA BEYOND THE HEADLINES, 17.10.2017). Das Klöppeln von Spitze ist in der Gegend von Wologda eine ausgezeichnete Beschäftigung  für lange Winterabende. Die schönen Muster sehen aus wie Schneekristalle vor dem Fenster.

Spitzenklöppel aus Holz im Museum der Spitze von Wologda

Laut Internetseite der Oblast Wologda wird die Flachsindustrie durch zwei grosse Fabriken zur Herstellung von Materialien aus Flachs und durch etliche kleinere Betriebe in Wologda und Krasawino repräsentiert. Die Oblast Wologda verfügt auch über neun Werke zur Flachsverarbeitung und zwei Firmen für Flachs-Saatgut sowie 39 Flachsfarmen. Die führende Firma zur Herstellung von Spitze heisst Sneschinka, Schneeflocke. Sie stellt hochwertige Spitze her, die weltweiten Ruhm geniesst. Sneschinka wahrt die Traditionen, welche in der Vergangenheit wurzeln.

Präsident Putin trinkt Kaffee mit Textilarbeiterinnen in Wologda

Von Hand geklöppelte Spitze ist die Spezialität der Textilfilma Snesinka in Wologda. Für ihre Fertigung werden viele Stunden benötigt. Die Firma beschäftigt professionelle Künstlerinnen und hoch qualifizierte Angestellte mit Talent und Kenntnissen dieses traditionellen Handwerks. In der Russischen Föderation und ausserhalb des Landes existiert eine grosse Nachfrage nach Spitze aus Wologda: Tischtücher und Servietten, Vorhänge und Stickereien, Kragen und Schals. Es sind schöne Meisterstücke, von Hand gearbeitet. Snesinka betreibt auch eine Berufsschule, wo künftige Herstellerinnen von Spitze unterrichtet werden und praktische Erfahrungen sammeln können.

Präsident Putin verabschiedet sich mit Blumen von Textilarbeiterinnen in Wologda

Die Stadt ist das Verwaltungszentrum der Oblast Wologda. Sie wurde an dem linken Ufer des Flusses Wologda errichtet. Heute beherbergt sie etwa 302.000 Einwohner und bildet einen Verkehrsknotenpunkt in Russlands Nordwesten. Vom russischen Kultusministerium als historische Stadt klassifiziert, ist sie auch ein wichtiges Touristenzentrum. 224 Gebäude wurden unter kulturellen Denkmalschutz gestellt. Das Dreifaltigkeitskloster von Wologda wurde 1147 gegründet. Die Stadt fand 1264 zum ersten Mal schriftlich Erwähnung. Im 13. und 14. Jahrhundert bestanden alle Gebäude aus Holz. Während der Herrschaft von Wassili I. wurde Wologda 1397 zu einem Teil des Grossherzogtums von Moskau. Zar Iwan der Schreckliche machte Wologda zu einem der Haupthandelszentren Russlands. Zudem spielte die Stadt eine wichtige Rolle für den Transit von Gütern. 1565 beschloss Iwan der Schreckliche, hier eine Festung zu errichten, die als Kreml von Wologda bekannt wurde. Von 1568 bis 1570 wurde die Kathedrale der Heiligen Sophia unter persönlicher Überwachung des Zaren innerhalb des Kremls gebaut.

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Wologda: Kathedrale der Heiligen Sophia

Der Kreml von Wologda umfasst Meisterwerke russischer Architektur, zum Beispiel den Hof des Erzbischofs, den Glockenturm, die Kathedrale der Heiligen Sophia, die Geburtskirche, das Haus der Bischöfe und das Staatliche Museum für Geschichte. In der Nähe des Kremls steht ein Denkmal am Ufer des Flusses Wologda. Es zeigt den russischen Dichter Konstantin Nikolajewitsch Batjuschkow neben seinem Reitpferd. Er ging als Lehrer des berühmten Dichters Alexander Puschkin in die Geschichte ein. Unter der Dynastie der Romanows wurde Wologda einer der wichtigsten militärischen Stützpunkte des Russischen Reichs. Zar Peter der Grosse besuchte die Stadt mehrfach für längere Aufenthalte in den Jahren 1692, 1693, 1702, 1722 und 1724. Katharina die Grosse ernannte Wologda 1780 zum Zentrum des gleichnamigen Vizekönigtums.

Flagge von Wologda

Zwischen 1827 und 1905 wurde eine Eisenbahnstrecke konstruiert, welche die Stadt mit Jaroslawl, Moskau, Archangelsk, Sankt Petersburg und Wiatka verband. In den 1930er Jahren, zu Zeiten der Sowjetunion, erhielt Wologda eine Flachsfabrik, ein Werk zur Reparatur von Bussen und ein Sägewerk. Als der Grosse Patriotische Krieg (1941-1945) begann, verschob sich der Schwerpunkt der Industrie zur Produktion von militärischer Ausrüstung. In den 1960er Jahren weitete sich Wologdas Industrie aus. Die Stadt erhielt ein optisch-mechanisches Werk, eine grosse Hühnerfarm und die Polytechnische Universität. Zudem vergrösserte sich Wologda durch den Bau neuer Wohnviertel erheblich. 2003 wurde eine Ringstrasse eingerichtet, so dass das historische Stadtzentrum von Verkehr befreit werden konnte.

Traditionelle Holzhäuser in Wologda

Viele Häuser zeigen mit ihren geschnitzten Holzfassaden, Eingängen und Säulen Russlands authentischen Baustil. Die Stadt ist stolz auf ihre ruhmreiche Vergangenheit und ihre jetzige Bedeutung als wichtiges kulturelles Zentrum der Russischen Föderation. Wologda ist eine der am besten erhaltenen russischen Städte. Es lohnt einen Besuch im Sommer wie im Winter, wenn die Natur dem zarten Muster von Spitze aus Wologda ähnelt.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau. Ihr Blog:

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Olivia Kroth: The tradition of lace production in Vologda

The tradition of lace production in Vologda

by Olivia Kroth

Vologda lace, a brand name today, can look back on a long and proud history, which began in the 18th century. Lace created by Vologda craftswomen is considered an object of luxury in Russia. Even today, lace patterns are still created by hand following the historically developed artistic tradition of the craft. The patterns of floral, ornamental designs, with flowing and smooth lines, are produced mostly in white. They look like a frosty window in winter. Made of flax or cotton threads, Vologda lace is light, yet durable and strong. Vologda flax has a special quality, called “northern silk.”

The Vologda Museum of Lace exhibits albums with samples of master designs, featuring stylized flowers and trees, birds and butterflies. Some of the designers are great artists: Kapitolina Isakova, “Roosters” (1957); Varvara Sibirtseva, “Russian tales” (1968); Victoria Elfina, “Singing tree” (1978) and “Apple-tree flowers” (1987). The Museum of Lace in Vologda also hosts international festivals of lace. The collection consists of 500 exhibits, all placed in double-glazed showcases, to protect them against light, dust or humidity. According to the museum director, “the museum occupies a large two-storey mansion, an architectural treasure protected by the state. Situated in the city’s historical centre, it attracts swarms of tourists. Requests for excursions keep flowing in.”

In June 2017, the third International VITA Lace Festival was held in Vologda. This festival presented everything related to the world of linen industry: fabrics, clothes, textile, souvenirs, as well as looms, spinning machines and accessories. The festival programme included lace making competitions and exhibitions, thematic lace making workshops, round-table discussions, fashion shows and numerous accompanying events of a creative and cultural nature. Because President Vladimir Putin had announced that 2017 was the “Year of Ecology” in Russia, the motto of the festival was “ecology and environment”. Ulyana Sergeenko, a famous Russian designer, and Alexander Vasilyev, a famous Russian fashion historian, collector and interior designer, took part in the festival. Over 400 participants from Russian regions and foreign countries were registered in the Vologda State Museum Preserve.

Vita Lace Festival 2017 in Vologda 

Nowadays, Russian fashion designers like returning to their roots. In her interesting article, “Russian handicrafts: Why Vologda lace is back in style”, Anna Sorokina writes: “Vyacheslav Tsaitsev and Ulyana Sergeenko create haute couture ‘a la Rus’ by placing traditional ornamental patterns, handmade embroidery and folkloric silhouettes in a modern context. Since the American singer Beyoncé appeared in her ‘Jealous’ video wearing Ulyana Sergeenko’s lace cape, the fashion world has taken note of Vologda lace. The ancient handiwork is not only returning to fashionistas’ wardrobes but is also a popular hobby in its homeland – the Vologda Region, 300 miles north of Moscow. The word ‘lace’ (kruzhevo) means ‘to encircle’ (okruzhat), to decorate the edge of a dress and other items” (RUSSIA BEYOND THE HEADLINES, 17.10.2017).

Ulyana Sergeenko: Haute Couture dress with Vologda lace

Vologda’s official website explains that “the flax industry is represented by two large manufacturers of flaxen fabrics, besides several smaller ones, in Vologda and Krasavino. Furthermore, the Vologda Oblast has nine flax processing factories, two flax seed-growing companies and 39 flax sowing farms”. The leading enterprise in Vologda is the Snezhinka Lace firm, which produces high quality lace, famous worldwide. It preserves traditions of lace that have their roots in the past. The bobbin lace is a specialty of Vologda. These laces are handmade and require many hours to be produced. The company employs professional artists and highly qualified workers who possess talent and the knowledge of traditional skills. There is great demand in Russia and abroad for Vologda lace: table cloths and napkins, curtains and embroideries, collars and shawls. They are beautiful masterpieces, made by hand. Snezhinka (Snowflake) also runs a professional college, where future lace-makers are taught and trained.

President Putin has coffee with textile workers in Vologda

The city, administrative centre of the Vologda Oblast, was built on the bank of the Vologda River. With a population of 302.000 it serves as Russia’s transport hub in the north-west. Classified by the Ministry of Culture as a historical city it is a main tourist centre as well. In Vologda 224 buildings have been named cultural heritage monuments. In 1147, the Trinity Monastery of Vologda was founded. The town is first mentioned in 1264. In the 13th and 14th century, all of its buildings were made of wood. In 1397, during the reign of Vasily I, Vologda became part of the Grand Duchy of Moscow.

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Vologda Kremlin in summer

Tsar Ivan the Terrible made Vologda one of the main trade centres of Russia. It played a major role for the transit of goods, too. In 1565, Ivan the Terrible decided to build a fortress, which became known under the name of Vologda Kremlin. From 1568 to 1570, Saint Sofia Cathedral was built in the Kremlin under personal supervision of the Tsar. The Vologda Kremlin contains masterpieces of Russian architecture, including the Archbishop’s Yard, Bell Tower, Saint Sofia Cathedral, Resurrection Cathedral, Church of Nativity, House of Bishops and State Museum of History. Next to the Kremlin a monument can be seen on the bank of the Vologda River. It shows the Russian poet, Konstantin Nikolaevich Batyushkov, standing next to his riding horse. He went down in history as Alexander Pushkin’s teacher.

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Vologda Kremlin in winter

Under the Romanov dynasty Vologda became a main military base in Russia. Tsar Peter the Great visited the town ten times for a prolonged stay in 1692, 1693, 1702, 1722 and 1724. Catherine the Great made Vologda the centre of the Vologda Viceroyalty in 1780, later transformed into the Vologda Governate. Between 1827 and 1905, a railroad was built, connecting the city with Yaroslavl, Moscow, Arkhangelsk, Saint Petersburg and Vyatka. In the 1930s, during Soviet times, a flax factory, coach-repair factory and sawmill were constructed in Vologda. When the Great Patriotic War (1941-1945) began, the city’s industry shifted to military production. In the 1960s, Vologda’s industry was extended. The city received an optical and mechanical plant, a large poultry farm and the Polytechnic University. As new residential areas were built, the city expanded considerably. In 2003, a ring road was constructed to relieve the historical city centre of traffic.

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Vologda Kremlin in winter

Many houses with fretted palisades, porticos and pillars reflect Russia’s authentic architecture. The city is proud of its glorious past and importance as a main cultural centre of Russia. Today, Vologda is one of the best preserved cities in the Russian Federation. Vologda is worth a visit in summer and winter, when nature resembles the delicate design of Vologda lace.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow.

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Olivia Kroth: Russlands Rückkehr nach Vietnam

Russlands Rückkehr nach Vietnam

von Olivia Kroth

Am 10. November 2017 nahm Russlands Präsident Wladimir Putin am 25. Gipfeltreffen des Wirtschaftsforums von APEC in Vietnam teil. Bei dieser Gelegenheit unterhielt er sich mit dem vietnamesischen Präsidenten Tran Dai Quang in Danang, wo das Treffen stattfand. Die beiden Staatsführer diskutierten Themen der bilateralen Kooperation, die “gut voran geht”, wie Wladimir Putin bemerkte. 

Danang in Vietnam

Wladimir Putin gratulierte seinem vietnamesischen Kollegen für die erfolgreiche Ausrichtung des APEC-Forums. Vietnams Präsident dankte seinerseits für “die Unterstützung unserer Menschen, welche kürzlich durch den Taifun Damri Schaden erlitten. Wir schätzen die humanitäre Hilfe sehr, die uns durch Russland zuteil wurde.”  Wladimir Putin antwortete: “Ich möchte mein Beileid ausdrücken, dass Menschen ihr Leben verloren und die zentralen Regionen von Vietnam durch den Taifun grossen Schaden erlitten. Was die humanitäre Hilfe betrifft, so ist dies ganz natürlich, dass wir helfen, insbesondere solch langjährigen Freunden wie Vietnam. Ich bin sicher, dass Vietnam mit diesen Problemen selbst fertig wird. Dies ist ein Zeichen der Aufmerksamkeit und des Respekts für das vietnamesische Volk” (Kremlin.ru, 10.11.2017). Die russische Regierung sandte humanitäre Hilfe nach Vietnam, nachdem der Taifun Damri 90 Menschen getötet und den zentralen Landesteil durch Überflutung und Erdrutsche geschädigt hatte. Dabei wurden mehr als 1.300 Häuser zerstört und 115.000 Fischerboote beschädigt oder versenkt (VIETNAM EXPRESS INTERNATIONAL, 09.11.2017).

APEC-Gipfel 2017 in Vietnam: Staatsführer von Russland, Vietnam und China

Russlands Beziehungen zu Vietnam bestehen seit Januar 1950, als eine sowjetische Botschaft in Nordvietnam eingerichtet wurde. Die UDSSR war ein treuer und starker Verbündeter für Vietnam. Auch nach Auflösung der Sowjetunion 1991 blieben die freundschaftlichen Beziehungen erhalten. Viele vietnamesische Studenten studieren heute mit Hilfe von Stipendien der russischen Regierung in der Russischen Föderation.

Ein vietnamesischer Diplomat in Russland erklärte, dass heutzutage “Vietnam eine besondere Rolle in Russlands Politik ‘Blick nach Osten’ spielt. Vietnam ist ein zuverlässiger Partner für Russland. Das Land liegt auf einer wichtigen Seeroute Russlands zum asiatischen Pazifik. Vietnam erneuerte 2001 die strategische Partnerschaft mit Russland und baute sie 2012 weiter aus. Beide Seiten arbeiteten in verschiedenen multilateralen Foren zusammen, zum Beispiel bei den Vereinten Nationen und ASEAN.  So konnten sie ihren Beitrag leisten, um Frieden und Stabilität in der Region des asiatischen Pazifik und der gesamten Welt zu erhalten. Russland hat Vietnam auch als Gastgeberland für APEC 2017 unterstützt”, sagte der vietnamesische Botschafter in Russland, Nguyen Thanh Son (VIETNAM PLUS, 23.06.2017).

In seiner Ansprache für den 25. APEC-Gipfel in Danang erklärte der russische Präsident Wladimir Putin einen der Gründe, warum Vietnam für Russland wichtig ist:  “Als eine eurasische Grossmacht mit riesigem Territorium im Fernen Osten, welcher bedeutendes Potential enthält, ist Russland an der erfolgreichen Zukunft der Region Asien-Pazifik interessiert. Deshalb unterstützt Russland das nachhaltige und umfassende Wachstum des gesamten Territoriums. Vietnam war der erste Staat, welcher die Vereinbarung über Freihandel mit der Eurasischen Wirtschaftsunion unterzeichnete. Als Ergebnis ist unser Handel in verschiedenen Bereichen stark angewachsen” (TASS, 09.11.2017). Die Gründung der Eurasische Wirtschaftsunion war Wladimir Putins Idee. Russland kooperiert in dieser Union mit Armenien, Kasachstan und Kirgisien.

APEC-Gipfel 2017 in Vietnam: Russlands Präsident Wladimir Putin im Gespräch mit dem vietnamesischen Präsidenten Tran Dai Quang

Nun will der russische Präsident eine ‘Grössere Eurasische Partnerschaft” aufbauen. In seiner Rede auf dem APEC-Gipfel sagte er: “Ich möchte die Idee erwähnen, eine Grössere Eurasische Partnerschaft zu erschaffen. Wir schlagen vor, sie auf der Basis der Eurasischen Wirtschaftsunion und des chinesischen Projekts ‘Ein Band, Eine Strasse’ einzurichten. Dies ist ein flexibles, modernes Projekt, welches auch anderen Teilnehmern offensteht. Als Grundlage für effektive Integration sollen Infrastruktur, inklusive Transport, Telekommunikation und Energie dienen. Jetzt ist Russland dabei, aktiv seine See- und Flughäfen im russischen Fernen Osten zu modernisieren. Wir entwickeln transkontinentale Zuglinien, legen neue Gas- und Erdölleitungen. Wir haben uns verpflichtet, Projekte der bi- und multilateralen Infrastruktur zu implementieren, die unsere Märkte und Wirtschaftsbereiche miteinander verbinden werden” (TASS, 09.11.2017).

Bereits Ende Juni 2017 wurden bilaterale Wirtschaftsverträge unterzeichnet, als der vietnamesische Präsident Moskau besuchte. Tran Dai Quang und Wladimir Putin bezeugten besonderes Interesse an der Stärkung wirtschaftlicher Kooperation. Sie vereinbarten, über $10 Milliarden in 20 Projekte zu investieren, unter anderem ein russisch-vietnamesisches Projekt für Erdöl und -gas, die Konstruktion von Leichtindustrie in Moskau und Projekte der vietnamesischen Firma TH für Milchprodukte in einigen russischen Gegenden. Weitere $500 Millionen sollen in Projekte fliessen, die ein hohes Potential für bilaterale Kooperation in neuen Bereichen aufweisen, insbesondere Landwirtschaft oder medizinische Kräuter. Beide Länder vereinbarten als ehrgeizige Zielvorgabe, bis 2020 ihr bilaterales Handeslvolumen auf  $10 Milliarden zu erhöhen.

Vietsovpetro

Erdöl und -gas werden die Prioritäten der Kooperation sein, sagte Präsident Putin. Vietsovpetro, ein russisch-vietnamesisches Gemeinschaftsunternehmen, fördert ein Drittel des Rohöls in Vietnam. Präsident Putin verkündete, dass Russland sich verpflichtet habe, Vietnam mit Flüssiggas und anderen Brennstoffen zu versorgen. Russische Firmen seien auch bereit, Vietnams Kraftwerke zu modernisieren und zu helfen, dass im Land neue Kraftwerke errichtet werden. Bald werden Gemeinschaftsunternehmen eingerichtet, die Autos in Vietnam bauen. Die Zusammenarbeit in den Bereichen von Energie und Infrastruktur wurde intensiviert. Beide Seiten denken zudem über die Möglichkeit nach, ihre Kooperation in der Nutzung von Kernenergie für friedliche Zwecke fortzusetzen. Die Präsidenten von Russland und Vietnam waren bei der Zeremonie der Vertragsunterzeichnungen anwesend, inkluse dem Vertrag zur Einrichtung eines Kerntechnologie- und Wissenschaftszentrums in Vietnam. Hierfür sind das vietnamesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie sowie die russische Rosatom-Gruppe verantwortlich.

Auch ein Memorandum über technische Kooperation beider Staaten wurde unterzeichnet, weiterhin ein Programm für Kooperation der vietnamesischen Akademie der Wissenschaften mit der russischen Firma Roskosmos in Weltraumtechnologie für die Jahre 2017 bis 2022. Zudem wurde eine Vereinbarung zwischen der vietnamesischen und der russischen Eisenbahn geschlossen. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Vietnam und Russland sind gut vorangeschritten. In beiden Ländern werden Projekte im Bereich Erdöl und -gas implementiert. Der bilaterale Handel erreichte 2016 ein Volumen von $2.7 Milliarden, 25 Prozent mehr als 2015. In den ersten vier Monaten des Jahres 2017 stieg diese Zahl um 30 Prozent weiter an und erreichte $1.1 Milliarden. Die Expansion der Partnerschaft im Bereich der Autoproduktion war gleichfalls erfolgreich (VIETNAM ECONOMIC TIMES, 30.06.2017)

cam ranh bay 5

Vietnam: Bucht von Cam Ranh

Militärische Hilfe ist ein anderer Bereich der russisch-vietnamesischen Kooperation. Im November 2010 hatte man russische Experten eingeladen, den Marinestützpunkt Cam Ranh zu modernisieren. Die Bucht von Cam Ranh befindet sich in der vietnamesischen Provinz Khanh Hoa, etwa 290 Kilometer nördlich von Ho-Tschi-Minh-Stadt, vormals Saigon. Die Bucht war schon immer von militärischer Bedeutung für Russland. 1905 nutzte die Flotte des Zarenreiches unter Admiral Sinowi Petrowitsch Roschestwenski (1848-1909) diese Bucht während des Russisch-Japanischen Krieges von 1904/1905. Ab 1979 war die sowjetische Pazifikflotte dauerhaft an dem Marinestützpunkt stationiert, dem grössten sowjetischen Marinestützpunkt ausserhalb der Sowjetunion. Bis 1987 war er zur vierfachen Grösse ausgebaut worden.

Im Mai 2002 zog sich die Russische Föderation aus Cam Ranh zurück. Nach einer Pause von zehn Jahren wollten die Russen ab 2013 wieder in Cam Ranh präsent sein und schickten General Sergej Schoigu  nach Vietnam, um Details mit der vietnamesischen Regierung auszuhandeln. Ein Jahr später, im November 2014, beschlossen Russland und Vietnam eine erleichterte Prozedur für die Einfahrt russischer Kriegsschiffe in Cam Ranh. “Diese Vereinbarung wurde am 25. November (2014) in Sochi unterzeichnet, als der Generalsekretär der vietnamenischen kommunistischen Partei, Ngyen Phu Trong, Russland besuchte. Die erleichterte Prozedur verlangt nur, dass russische Kriegsschiffe, welche sich dem vietnamesischen Hafen nähern, der Hafenverwaltung ihre Einfahrt signalisieren” (TASS, 27.11.2014).

Admiral Sinowi Petrowitsch Roschestwenski (1848 – 1909)

Seit 2011 verkauft Russland Kriegsschiffe an die vietnamesische Marine: das Schiff Dinh Tien Hoang (HQ-011) im März 2011 und Ly Thai To im August 2011. Diese Fregatten der Gepard-Klasse “haben sich bewährt”, wie General Pham Ngoc Minh mitteilte. Im Jahr 2016 wurden zwei weitere Fregatten der Gepard-Klasse von Russland nach Vietnam geliefert. Diese Fregatten besitzen Aufbauten mit ‘Stealth’-Eigenschaften und sind für den Betrieb der Bordhubschrauber Ka-28 und Ka-31 ausgestattet. Die Reichweite beträgt bei 10 km 5.000 Seemeilen. Die Fregatten besitzen modernes Gerät zur U-Jagd mit Radar und Sonar, elektronische Waffen, zwei 533 Milometer Torpedorohre, Wasserbomben und einen RBU-6000 Raketenwerfer gegen U-Boote (THE DIPLOMAT, 18.05.2016).

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Verteidigungsminister der Russischen Föderation: General Sergej Schoigu

Vietnam erwarb ausserdem sechs Projekt 636 Jagd-U-Boote der dieselelektrisch angetriebenen Kilo-Klasse. Die U-Boote des Projekts 636 sind mit sechs Torpedorohren bewaffnet und können Kalibr-Marschflugkörper einsetzen. Von diesen durch die Torpedorohre ausgestoßenen Waffen werden vier Stück in Ergänzung zu 14 Torpedos mitgeführt. Die russische Firma Rosoborenexport und die vietnamesische Regierung unterzeichneten 2009 einen Vertrag zum Kauf der sechs Jagd-U-Boote sowie Training von Besatzung. Die Lieferung der Boote begann 2013 und ging im Januar 2017 zuende. Im März 2017 wurde im Marinestützpunkt Cam Ranh eine Taufzeremonie gehalten, an welcher der vietnamesische Verteidigungsminister Nguyn Xuan Phuc teilnahm. Die letzten beiden aus Russland eingetroffenen Jagd-U-Boote erhielten die Bezeichnungen Da Nang (HQ 186) und Ba Ria Vung Tau (HQ 187). Die ersten vier heissen Ha Noi (HQ 182), Ho Chi Minh City (HQ 183), Hai Phong (HQ 184) und Khanh Hoa (HQ 185).

Kulturelle und touristische Aktivitäten sowie Programme zum Austausch von Studenten bringen einen zusätzlichen Vorteil von Russlands Rückkehr nach Vietnam. Interessante Kulturveranstaltungen werden von den Botschaften und Konsulaten beider Länder organisiert. Vietnam hat eine Botschaft in Moskau und ein Generalkonsulat in Wladiwostok. Die Russische Föderation wird in Vietnam durch ihre Botschaft in Hanoi und das Generalkonsulat in Danang repräsentiert.

Laut einer Umfrage ist Vietnam weltweit eines der Länder mit der höchsten Rate des Vertrauens in Präsident Putin: 80 Prozent. Seit sowjetischer Zeit lieben die Vietnamesen Russland und alles, was russisch ist. Denn sie wissen, dass die russische Regierung die Freiheit der Völker repektiert. Das Vertrauen basiert auf einer langen Geschichte persönlicher Beziehungen. Dazu gehören auch die positiven Erfahrungsberichte von vietnamesischen Immigranten in Russland.

Ho Tschi Minh (1890-1969)

Der kommunistische vietnamesische Staatschef Ho Tschi Minh (1890-1969) besuchte 1925 zum ersten Mal und 1927 zum zweiten Mal die Sowjetunion. Sein Mausoleum aus Granit in Hanoi ist Lenins Mausoleum in Moskau nachempfunden. Ho Tschi Minh sagte einst: “Denk daran, der Sturm ist eine gute Gelegenheit für die Pinie und die Zypresse, ihre Stärke und Stabilität zu zeigen!” Beide Länder, Russland und Vietnam, haben bereits einige Stürme in ihrer ereignisreichen Geschichte überstanden. So erhielten beide Nationen Gelegenheit, wie die Zypresse und die Pinie ihre Stabilität und Stärke zu beweisen.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau. Ihr Blog:

http://olivia2012kroth.wordpress.com

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