Olivia Kroth: Sotschi 2014 hat sich auf den Weg gemacht

Sotschi 2014 hat sich auf den Weg gemacht

von Olivia Kroth

Sotschi, diese einmalige Stadt, ein schönes Seebad in der Region Krasnodar, erstreckt sich 145 Kilometer entlang der Küste des Schwarzen Meeres im Kaukasus. Es ist Russlands einzige feuchte, subtropische Zone, wo Besucher Palmen und andere exotische Pflanzen sehen können, die üblicherweise in der Russischen Föderation nicht zu sehen sind, es sei denn in den Glashäusern Botanischer Gärten.

Sotschi ist zu jeder Jahreszeit attraktiv. Malerische Landschaften warten, außerdem in der Sonne gebadete Strände, soweit das Auge reicht. Reguläre Flüge von Moskau und anderen russischen Städten bedienen diesen herrlichen Küstenabschnitt des Schwarzen Meeres. Es gibt auch reguläre Zugverbindungen zwischen vielen russischen Städten, einschließlich Moskaus, und Sotschi.

Mit fast 400.000 Einwohnern ist Sotschi Russlands größter Kurort, im Jahre 1838 gegründet. Er wurde von Armeniern, Russen und Weißrussen besiedelt. Im Jahre 1878 wurde das erste russisch-orthodoxe Gotteshaus errichtet, die Kathedrale des Erzengels Michael. Im Februar 1890 folgte die Konstruktion des Leuchtturms von Sotschi.

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Um die Jahrhundertwende wurde Sotschi ein beliebtes Seebad, weil Zar Nikolaus I. und seine Familie hier eine Sommerresidenz besaßen. Berühmte Künstler, Dichter und Sänger verbrachten gerne den Sommer in Sotschi, zum Beispiel der Dichter Wladimir Majakowski und der Sänger Fjodor Schaljapin.

Sotschi blieb auch zu sowjetischer Zeit populär. In dieser Epoche entstanden viele Hotels, Restaurants und Cafés. Josef Stalin hatte eine Datscha in Sotschi. Heute ist sie ein Museum. Die Wachsstatue des sowjetischen Führers stellt seine Hauptattraktion dar. Zu Zeiten von Josef Stalin wurden viele imposante neo-klassizistische Gebäude in dem Kurort errichtet, zum Beispiel die Sanatorien Rodina und Ordsonikidse.

Auch das Museum von Sotschi stammt aus jener Epoche. Es wurde 1939 nach Plänen von Iwan  Soltowski gebaut. Das Winter-Theater entstand zwischen 1934 und 1937. Es ist ein weiteres neo-klassizistisches Bauwerk, von 88 korinthischen Säulen eingerahmt. Die Statuen der antiken griechischen Musen Terpsichore, Melpomene und Thalia wurden von der Bildhauerin Wera Muchina beigefügt.

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Der Bahnhof, 1952 errichtet, ist ein weiteres bemerkenswertes neo-klassizistisches Bauwerk. Das Empfangsgebäude des Hafens, 1955 fertig gestellt, fällt durch seinen 71 Meter hohen Spitzturm und vier Statuen auf, Symbole der vier Kardinalpunkte.

Für Naturliebhaber gibt es das Arboretum, einen großen Botanischen Garten mit tropischen Bäumen, sowie den Riviera-Park, 1883 von Wassili Chludow gegründet. Der Park bietet viele Attraktionen, zum Beispiel die “Lichtung der Freundschaft”, in der alle sowjetischen Kosmonauten eine Magnolie pflanzten. Das Historische Museum der Stadt zeigt eine Sojus-9-Kapsel, die im Juni 1970 nach 18 Tagen im Weltall zur Erde zurück kehrte.

Das Kaukasische Biosphäre-Reservat, ein UNESCO Weltnaturerbe, liegt nördlich von Sotschi. Auf beinahe 3.000 Quadratkilometern beherbergt es mehr als 120 Seen. Etwa 22 Prozent des Reservats bestehen aus von Menschenhand unberührtem Wald. Er bietet eine einmalige Gelegenheit, die Natur zu genießen, spazieren zu gehen und sich auszuruhen.

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Kaukasisches Biosphäre-Reservat: Sommerwiese  

Für Liebhaber der Literatur lohnt sich ein Besuch in der Puschkin-Bibliothek von Sotschi. Am Eingang grüßt eine zwei Meter hohe Skulptur des berühmten russischen Dichters aus Bronze die Besucher. Sie wurde am 27. Mai 2012 enthüllt. Zum hundertjährigen Jubiläum erhielt das eindrucksvolle Gebäude eine Restaurierung in großem Stil. Auch die Innenausstattung wurde erneuert, um dieses Bauwerk als Blickfang des Kurorts zu gestalten. Der Buchbestand umfasst Tausende von Bänden, die auch im Internet zugänglich sind. Während der Winterolympiade 2014 wird die Puschkin-Bibliothek in Sotschi besondere Kulturveranstaltungen anbieten.

Jeden Sommer wird in der Stadt das Filmfestival Kinotavr gefeiert. Im Juni 2012 fand das 23. Festival mit 15 Filmpräsentationen statt. Kinotavr ist zu einem führenden Markt für die einheimische russische Filmproduktion geworden. “Wenn sein Film in russischer Sprache von Russland handelt,  darf der Filmemacher an dem Wettbewerb teilnehmen”, erklärte Anna Gudkowa, die Kuratorin des Festivals, der Stimme Russlands.

Präsident Wladimir Putin besuchte eine Sportveranstaltung in Sotschi

Auch viele moderne Gebäude sind in der Gegend von Sotschi entstanden, seitdem sie als Austragungsort für die Winterolympiade 2014 ausgewählt wurde. Der Bolschoi-Eisdom bis zu 12.000 Zuschauer aufnehmen, während die Shajba-Arena für 7.000 Eishockey-Fans gebaut wurde.

Das Eislaufzentrum in der Adler-Arena ist für 8.000 Besucher ausgelegt. Der Eisberg-Palast mit einer Kapazität von 12.000 Besucherplätzen ist dem Eiskunstlauf und dem Eisschnelllauf über kurze Strecken vorbehalten. Das Eiswürfel-Zentrum für Eisstockschießen kann 3.000 Leute aufnehmen. Das Olympische Fischt-Stadium beherbergte zur Eröffnungs- und Schlusszeremonie 40.000 Menschen.

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SugerenciasSotschi 2014: Olympisches Zentrum

 In den kaukasischen Bergen, der Skistation Krasnaja Poljana wurden gleichfalls neue Konstruktionen errichtet: Der Biathlon-Ski-Komplex für Biathlon, Skilanglauf und die Nordische Kombination; der Ski-Park für Freistil und Schneebrett; der Skiort Rosa Chutor für Ski Alpin; das Zentrum Sanki für Bobsport, Rennrodeln und Skeleton; das Zentrum RusSki Gorki für Skispringen und die Nordische Kombination; das Olympische Dorf Chutor Plateau.

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Krasnaja Poljana: Zentrum RusSki Gorki für Skispringen

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Krasnaja Poljana: RusSki Gorki Sprungschanze

Acerca de olivia2010kroth

Escritora y periodista: Pravda
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