Olivia Kroth: In Caracas findet die 10. Buchmesse “Filven” statt – 10th Book Fair “Filven in Caracas

Venezuela:

In Caracas findet die zehnte Buchmesse “Filven” statt

von Olivia Kroth

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Zum zehnten Mal findet in Caracas dieses Jahr die Internationale Buchmesse Filven statt. Mit 22 teilnehmenden Ländern und 148 Ständen ist die Filven vom 14. bis 23. März in dem Theater “Teresa Carreño”, der Nationalen Experimentalen Universität der Kunst (Unearte) und auf dem Platz der Museen installiert. Auch in der brasilianischen Botschaft finden Veranstaltungen statt, weil dieses Jahr Brasilien als Gastland eingeladen ist.

Auf der Messe grüsst Brasilien mit Samba-Rhythmen und einer überdimensionalen Dia-Schau. Darunter sind auf Bücherregalen Werke brasilianischer Autoren in portugiesischer Sprache und spanischer Übersetzung platziert: die Erzähler Joaquim Machado de Assis, Clarice Lispector, Rubem Fonseca, Daniel Galera, Carol Bensimon, Jó Suarez, auch die Dichter Lucas Reis Goncalves, Ferrer Angular und Manuel de Barros.

Eine Sonderausstellung ehrt den brasilianischen Schriftsteller Jorge Amado (1912-2001), dessen Werke international berühmt und in 49 Sprachen übersetzt wurden. Bücher von Amado gibt es in 55 Ländern der Welt zu lesen. Einige seiner Werke wurden für Film und Fernsehen sowie das Theater adaptiert.

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Büste des brasilianischen Autors Jorge Amado (1912-2001)

Christhian Valles, die Direktorin des Nationalen Buchzentrums Cenal, stellt fest, dass sich “dieses Literaturfest innerhalb einer Dekade konsolidiert” habe. Das Ziel der Filven sei nach wie vor, “der Bevölkerung Bücher und Lektüre näher zu bringen”. Christhian Valles betont, dass die Filven ein “humanistisches und kulturelles Profil” besitze.

Mehr als 100 Foren, Gesprächskreise und Konferenzen finden an neun Tagen von 10 Uhr vormittags bis 19 Uhr abends statt, um das Volk mit Büchern und Lektüre vertraut zu machen. In der brasilianischen Botschaft ist das Publikum zu Lesungen und Diskussionen mit brasilianischen Autoren eingeladen, zum Beispiel zu der “Ehrung für Jorge Amado” mit den Moderatoren Laura Antillano aus Venezuela und Lucas Reis Goncalves aus Brasilien.

Für Kinder gibt es die Veranstaltung “Anatiué und andere Mythen aus Brasilien”. Dieses Buch wurde von der staatlichen venezolanischen Stiftung “Hund und Frosch” (El Perro y la Rana) herausgegeben und wird von Yanuva León vorgestellt. Ein Gesprächskreis behandelt das Thema “Die brasilianische Erzählung heute”. Als Moderatoren fungieren Francisco Ramírez aus Venezuela und Lucas Reis Goncalves aus Brasilien.

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Zwei Veranstaltungen stellen indigene brasilianische Literatur vor: die Konferenz “Indigene Literatur und Territorien” mit Gabriela Croes und Cristino Wapichana aus Brasilien sowie der Gesprächskreis “Indigene Literatur aus Amazonien”, gleichfalls von Cristino Wapichana moderiert. Schliesslich gibt es noch die Konferenz “Das Vermächtnis von Hugo Chávez für die Welt” mit Humberto Gomez und Helena Iono aus Brasilien.

Überhaupt ist Hugo Chávez auf der Buchmesse überall präsent. Sein Porträt schmückt Plakate, Bucheinbände und Hemden. Neue Bücher über Hugo Chávez liegen aus.

Band Nummer drei der vierbändigen Kollektion “Hugo Chávez – Konstruktion des Sozialismus im 21. Jahrhundert” wurde rechtzeitig für die Filven fertig. Die vier Bände, von der staatlichen Stiftung Willian Lara herausgegeben, versammeln alle Reden des Präsidenten im Parlament. Band Nummer eins enthält die Reden aus den Jahren 1999 bis 2001, Nummer zwei die Reden von 2002 bis 2004, Nummer drei die Ansprachen zwischen 2005 und 2008. Nummer vier soll abschliessend die Reden von 2009 bis 2012 vereinen. Die ersten beiden Bände des Sammelwerks erschienen bereits auf den vergangenen Buchmessen Filven 2012 beziehungsweise 2013. Jeder Band kostet 50 Bolivares (6,50 Euros).

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Der venezolanische Autor Earle Herrera

Earle Herrera stellt in seinem neuen Buch “Hundert Mal Chávez in 100 Mini-Chroniken” das Legat des Präsidenten in 100 kurzen chronistischen Texten vor. Dieses Taschenbuch kam im Januar 2014 heraus, von dem Rathaus Caracas in der staatlichen Stiftung Fundarte publiziert.

Earle Herrera, 1949 in San José de Guanipa im venezolanischen Bundesstaat Anzoátegui geboren, lehrt Soziologie an der Zentraluniversität von Venezuela in Caracas. Zudem arbeitet er als Dichter, Erzähler und Journalist, mit regelmässigen Beiträgen in der staatlichen Zeitung CORREO DEL ORINOCO.

Als Parlamentsabgeordneter der Geeinten Sozialistischen Partei von Venezuela (PSUV) steht er dem Gedankengut des ehemaligen Präsidenten besonders nahe. Zwei der kurzen Texte in Earle Herreras neuem Buch werfen ein Licht auf die Bedeutung von Hugo Chávez für die Integration Lateinamerikas.

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Hugo Chávez: Vorreiter der lateinamerikanischen Integration

Earle Herrera, 30.01.2013

CELAC

“Die Präsidenten und Premierminister Lateinamerikas und der Karibik zeigten auf dem Gipfeltreffen der CELAC in Chile ihre Solidarität mit dem Kommandenten Hugo Chávez. Nicht nur dies. Alle dankten dem bolivarischen Leiter für das, was die Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten heute ist. Klar, dass wir mit patriotischem Stolz überfliessen, wenn wir hören, dass die Staatschefs von Mexiko bis zum Südkap die integrierende Arbeit unseres Präsidenten loben.” 1)

Earle Herrera, 13.07.2014

MERCOSUR

“Gestern übernahm Venezuela den rotierenden Vorsitz von MERCOSUR. Unser Staatschef Nicolás Maduro ergriff den Hammer zur Leitung der Debatte. Dies ist das Vermächtnis des Comandante Eterno. Er war immer ein Vorreiter lateinamerikanischer Integration, um den bolivarischen Traum unseres Grossen Vaterlandes, Patria Grande, zu verwirklichen.” 2)

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El Comandante Eterno: Hugo Chávez

Dieses Taschenbuch von 110 Seiten wird auf der Buchmesse an dem Stand des Rathauses von Caracas für 30 Bolivares (4 Euros) verkauft und findet grossen Anklang. Lange Schlangen bilden sich vor dem Büchertisch, wo das Buch stapelweise ausliegt. Der Preis ist günstig, die Texte sind kurz, leicht zu lesen und einprägsam.

“Earle Herrera hat die Mini-Chronik als journalistische Kunst erfunden”, heisst es auf dem Umschlag. “Was als isolierter Kommentar erscheinen könnte, punktuell und fragmentiert, verwebt sich im Laufe der 100 Notizen über Leben und Einfluss von Hugo Chávez zu einem dichten Netz von Information.”

Das Titelbild zeigt eine Montage in Schwarz und Rot mit dem Porträt von Chávez und den von ihm häufig gebrauchten Begriffen: Amor, Corazón, Misiones, Patria, Pueblo Bolivariano, Revolución, Venezuela. Sie sind dem Volk durch die beliebten Sonntagssendungen im Fernsehen, Aló Presidente, und die Twitter-Botschaften von Hugo Chávez in Erinnerung geblieben.

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1) und 2)

Earle Herrera, “Cien veces Chávez en 100 minicrónicas”. Fundación para la Cultura y las Artes, Caracas 2014. “CELAC” Seite 45, “MERCOSUR” Seite 84.

Venezuela:

Tenth Book Fair “Filven” in Caracas

by Olivia Kroth

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In Caracas, the International Book Fair Filven is taking place for the 10th time. With 22 participating countries and 148 book stands, Filven has been installed in the Theatre “Teresa Carreño,” the National Experimental University of Art (Unearte) and on the Square of Museums, from the 14th to 23rd of March 2014. Some events are hosted at the Brazilian Embassy because Brazil has been invited as guest country for 2014.

Brazil is greeting visitors of the Book Fair with rhythms of Samba and a huge slide-show. Underneath, books of Brazilian authors are displayed in Portuguese editions and Spanish translations: the novelists Joaquim Machado de Assis, Clarice Lispector, Rubem Fonseca, Daniel Galera, Carol Bensimon, Jó Suarez, also the poets Lucas Reis Goncalves, Ferrer Angular and Manuel de Barros.

A special exhibition honours the Brazilian writer, Jorge Amado (1012-2001), whose works have grown internationally famous and have been translated into 49 languages. His books are read in 55 countries around the world. Some of his works have been adapted for film, TV and theatre.

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Christhian Valles, director of the National Book Centre Cenal, says that “this festival of literature has consolidated itself during the past decade.” According to her, the aim of the Book Fair is to “bring literature and reading close to the people”. She defines the profile of Filven as “humanistic and cultural.”

More than 100 conferences and workshops are offered to the public on nine consecutive days, from 9 a.m. to 19 p.m. The Brazilian Embassy is inviting people for readings and discussions with and about Brazilian authors, for example the “Homage to Jorge Amado,” moderated by Laura Antillano from Venezuela and Lucas Reis Goncalves from Brazil. For children, the book “Anatué and other myths from Brazil” is presented by Yanuva León. This book was published by the state foundation El Perro y la Rana, Dog and Frog.

A workshop deals with the topic “The Brazilian story today,” with Francismar Ramírez from Venezuela and Lucas Reis Goncalves from Brazil as moderators. Two events present Brazilian indigenous literature. There is a conference about “Indigenous literature and territories,” moderated by Gabriela Croes and Cristino Wapichana, both from Brazil. The other is a workshop about “Indigenous literature from the Amazonas,” led by Cristino Wapichana from Brazil.

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The Venezuelan author Laura Antillano

Last but not least, a conference highlights “The legacy of Hugo Chávez for the world,” with Humberto Gomez and Helena Iono, both from Brazil. All in all, Hugo Chávez is omnipresent at the Filven Book Fair. His portrait embellishes posters, books and T-shirts.

Many new books about Hugo Chávez are presented. One of them is the third tome of the series “Hugo Chávez – construction of socialism in the 21st century.” It was printed by the state foundation Willian Lara, in January 2014. Three of the four planned tomes have already been published. With this project, all of the speeches Hugo Chávez held in front of the Asamblea Nacional between 1999 and 2012 will be collected.

The first volume contains his speeches from 1999 to 2001, the second comprises his speeches held between 2002 and 2004. The third tome presents his speeches from 2005 to 2008, the last volume will include those from 2009 to July 2012. Each book costs 50 Bolivares (6,50 Euros).

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Hugo Chávez: “Socialism of the 21st century”

Earle Herrera has published a new book, “Hundred times Chávez in 100 mini-chronicles.” This work was published by the Mayor of Caracas in the state foundation Fundarte, at the beginning of 2014.

Earle Herrera was born in José de Guanipa, state of Anzoátegui, in 1949. He is a professor of sociology at the Central University of Venezuela in Caracas. Furthermore, he works as poet, writer and journalist, with regular publications in CORREO DEL ORINOCO, a governmental news media.

In his capacity as deputy of the United Socialist Party of Venezuela in Parliament, he is very close to the late President’s ideas. Two of his short texts clarify Hugo Chávez’ role in the process of Latin American integration.

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Venezuelan author, deputy, poet and professor: Earle Herrera

Earle Herrera, 31st of January 2013

CELAC

“At the CELAC meeting in Chile, the Presidents of Latin America and the Caribbean showed their solidarity with Commander Hugo Chávez. And not only that. All of them thanked him for what the Community of the Latin American and Caribbean States has become today. Of course, we are overflowing with pride when we hear that the heads of states from Mexico to the Southern Cape are praising our late President’s work of integration.” 1)

Earle Herrera, 13th of July 2013

MERCOSUR

“Yesterday, Venezuela assumed the rotating presidency of MERCOSUR. Our President, Nicolás Maduro, took the hammer to lead the debate. This is the legacy of our ‘Comandante Eterno’, our Eternal Leader. He was always at the vanguard of Latin American integration to make the Bolivarian Dream come true, our dream of a Great Homeland, Patria Grande.” 2)

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Earle Herrera, “Hundred times Chávez in 100 mini-crónicles”

This pocket-book of 110 pages can be bought at the stand of the City of Caracas. It costs 30 Bolivares (4 Euros). Many people are waiting in line to acquire it. The texts are short, easy to read and interesting. “Earle Herrera has invented the journalistic form of the mini-chronicle,” we can read on the book cover. “It might appear as an isolated commentary, fragmentary and selective. In the course of these 100 short texts, however, a close net of information about Hugo Chávez’ life and influence is being woven.”

The title page shows a montage in black and red of Hugo Chávez’ portrait and the main terms he liked to use, “Amor, Corazón, Misiones, Patria, Pueblo Bolivariano, Revolución, Venezuela.” Due to the President’s popular Sunday show on TV, Aló Presidente, and due to his many twitter messages, these key words have remained in the Venezuelan people’s memory.

1) and 2)

Earle Herrera, “Cien veces Chávez en 100 minicrónicas.” Fundación para la Cultura y los Artes, Caracas 2014. “CELAC” on page 45, “MERCOSUR” on page 84.

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President Hugo Chávez’ popular TV show: Aló Presidente

Acerca de olivia2010kroth

Escritora y periodista: Pravda
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