Olivia Kroth: Russlands militärische Sicherung der Arktis

Russlands militärische Sicherung der Arktis

von Olivia Kroth

Die Arktis hat wirtschaftliche und militärische Bedeutung für Russland. Mehr als ein Fünftel des russischen Territoriums liegt in der arktischen Zone.  Die in der arktischen Region Russlands lagernden Bodenschätze werden auf über $30 Billionen geschätzt. Das Schwergewicht der Öl- und Gasförderung wird sich künftig zum Schelf des Arktismeers verlagern. Zudem beherbergt das arktische Schelf den grössten Anteil an weiteren russischen Bodenschätzen:  fast 100 Prozent Titan und Zinn; 90 Prozent Nickel, Kobalt und Platin; 80 Prozent Gold, Diamanten, Blei und Bauxit; 60 Prozent Kupfer (Ljudmila Alexandrowna, TASS, 15.01.2015). Dementsprechend ist die militärische Sicherung dieses Gebiets von immenser Bedeutung für Russland. Präsident Putin hat die russische Marinedoktrin dahingehend abgewandelt, dass die Arktis jetzt zu den wichtigsten Interessen Russlands zählt, die militärisch geschützt werden müssen (SPIEGEL ONLINE, 26.07.2015).  Auch hat die Russische Föderation im Sommer dieses Jahres einen Antrag bei der UNO gestellt, weitere 1,2 Millionen Quadratkilometer des arktischen Gebiets zugeteilt zu bekommen. 

 

Die neue Marinedoktrin betont die Wichtigkeit der Arktis für Russland. Hier finden die Russen nicht nur Bodenschätze, sondern auch eine nördliche Seeroute und freien Zugang zu den Weltmeeren des Atlantik und Pazifik. Die russische Arktis umfasst die Oblast Archangelsk und die Oblast Murmansk; die autonomen Gebiete der Nenzen, Tschuktschen und Jamal-Nenzen; die Stadt Workuta in der autonomen Republik Komi und die Stadt Norilsk in der Region Krasnojarsk. Norilsk gilt als die nördlichste Stadt der Welt. Eine Reihe von im Arktischen Ozean verstreut liegenden Inseln gehören zur russischen Arktis. Sie verteilen sich auf die Nebenmeere des Arktischen Ozeans: die Barentsee, Karasee, Laptewsee, Ostsibirische See, Tschuktschensee und das Beringmeer.

Während alle Anrainernationen der Arktis gemeinsam insgesamt vier Millionen Bewohner haben, sind zwei Millionen davon russische Staatsbürger. Von den zwölf arktischen Städten sind elf russisch (Lyudmila Alexandrova, TASS, 05.08.2015) . Nun soll sich der russische Anteil an der Arktis noch weiter vergrössern, die Russische Föderation hat im Sommer 2015 einen entsprechenden Antrag bei der UNO gestellt. Die Russen wollen sich die Rechte für 1,2 Millionen Quadratmeter Meeresboden in der Arktis sichern, inklusive Nordpol. Um den Antrag zu belegen, wurde der Meeresboden der Arktis erforscht. Russische Forschungsschiffe vermassen Tausende Kilometer lange Linien am Grund des Arktischen Ozeans, um zu beweisen, dass zwei unterseeische Gebirgszüge in der Arktis eine Fortsetzung des russischen Festlands unter dem Meer sind und somit zur Russischen Föderation gehören: der Lomonossow- und der Mendelejew-Rücken. Über den Antrag wird im Frühjahr 2016 entschieden (Christoph Seidler, SPIEGEL ONLINE, 05.08.2015).

Anfang Dezember 2014 bildete Russland ein strategisches Kommando für die Arktis, wie die NESAWISSIMAJA GASETA berichtete. Präsident Wladimir Putin liess ein Arktiskommando auf der Basis der Nordmeerflotte einrichten, welcher alle in der Arktis stationierten Truppen unterstehen. 2014 wurden bereits mehr als 500 Millionen Tonnen an Gütern – Baustoffe, Brennstoffe, Lebensmittel und Technik – mit Frachthubschraubern nach Kotelny transportiert. Für die Arktis sind 13 Flugplätze  und zehn Radaranlagen vorgesehen. Ein neuer Militärflugplatz wird zurzeit auf der Insel Alexandraland des Archipels Franz-Josef-Land gebaut. Die Länge der Start- und Landebahn beträgt 2.500 Meter. Die Piloten werden diesen Flugplatz nur unter günstigen Wetterbedingungen anfliegen, mit Einsatz von Lenkfunkfeuern bei einer visuellen Kontrolle der Landebahn. Aus sowjetischer Zeit werden die Flugplätze Tiksi, Narjan-Mar, Alykel, Amderma, Anadyr, Rogatschowo und Nagurskaja wieder aktiviert. Truppenverbände werden auf der Kotelny-Insel, der Wrangel-Insel, der Insel Alexandraland, dem Archipel Nowaja Semlja und am Schmidtkap stationiert (Stefan Scholl, FRANKFURTER RUNDSCHAU, 14.04.2015).

Damit Militär in der Arktis stationiert werden kann, müssen neue Siedlungen bereit gestellt werden. Im Sommer 2014 begannen die Bauarbeiten auf der Wrangel-Insel und am Schmidtkap. Jede Siedlung besteht aus Verwaltungs- und Wohngebäuden sowie einer Sporthalle mit Sauna und Ruheraum. Sie werden in Form eines Sterns miteinander verbunden. Diese Form ermöglicht “den Armeeangehörigen, sich innerhalb des Gebäudekomplexes zu bewegen, um nicht unnötig der extremen Kälte ausgesetzt zu werden” (STIMME RUSSLANDS, 08.09.2014). Seit Juni 2015 werden zudem Aufräumarbeiten in der Arktis durchgeführt, wo Militär stationiert werden soll. 170 Soldaten säubern die Kotelny-Insel, die Wrangel-Insel und Nowaja Semlja. Sie reissen verfallene Häuser ab, entfernen alte Konstruktionen und metallische Behälter mit flüssigem Inhalt. Die Abfälle werden von Schiffen der russischen Marine abgeholt (TASS, 22.06.2015).

Militärische Präsenz Russlands in der Arktis:

Auf einer grossen Anzahl von arktischen Inseln bauen die Russen Infrastruktur auf. Komfortable Lebensbedingungen für Militärpersonal zu schaffen steht auf der Prioritätenliste ganz oben. Ein Wohnkomplex namens Sewerni Klewer (Nördlicher Klee) wird auf der Kotelny-Insel errichtet, der grössten des Archipels der Nowosibirsk-Inseln. Eine ähnliche Anlage entsteht auf der Insel Alexandraland. Weitere Infrastruktur wird auf der Insel Rogatschowo im Archipel Nowaja Semlja und auf einer der Inseln von Sewernaja Semlja eingerichtet. All diese Bauten sind Teil eines umfassenden Systems zur Sicherung der arktischen Region (TASS, 01.06.2015).

Nicht nur Menschen müssen vor der extremen Kälte in der Arktis geschützt werden, auch Maschinen sind empfindlich. Deshalb werden spezielle Uniformen und kälteresistentes Militärgerät entwickelt. Die russischen Soldaten, welche in der Arktis Dienst tun, sollen neue spezialisierte Uniformen erhalten, die in der Lage sind, Temperaturen bis zu minus 57 Grad zu überstehen. Ausserdem wird von der militär-medizinischen Akademie eine besondere arktische Verpflegungsnorm für Soldaten entwickelt.

Nowaja Semlja:

Laut Mitteilung von ISWESTIJA wurden in der Gegend von Murmansk Fahrzeuge erprobt, die von Experten des Verteidigungsministeriums und der Rüstungsindustrie für die Arktis entwickelt worden sind. Mit ihnen kann das russische Militär in der Arktis Gewässer überqueren und Fahrten über Eis absolvieren. Die arktischen Anforderungen beinhalten einen ständigen Betrieb bei minus 65 Grad Kälte. Fünfzehn verschiedene Typen von Fahrzeugen wurden nach den Tests für geeignet befunden, Ende 2015 ihren Dienst in der Arktis anzutreten. Passende Schmieröle und Treibstoffe wurden ebenfalls entwickelt, die zuverlässigen Betrieb der Arktisfahrzeuge garantieren, so dass die Motoren sofort anspringen und stabil laufen (TASS, 04.06.2025).

Die United Instrument Making Corporation, eine Tochtergesellschaft von Rostec, entwickelt ein robotisiertes Gleiskettenfahrzeug für den Kampf, zum Löschen von Feuer und für arktische Expeditionen. Es kann zwei Tonnen Ladung transportieren und erreicht ein Tempo von 40 Stundenkilometern. Das Fahrzeug ist für den Einsatz in Gegenden geeignet, die für den Menschen gefährlich sind. Es operiert im halbautomatischen Modus in einem 10-Kilometer-Radius rund um die Kontrollzentrale herum. Die Firma plant, ein technisches Visionssystem einzubauen zur Erkennung von Objekten und Navigation ohne Hilfe einer Bedienungsperson. Das Fahrzeug soll eine vollautomatische Kontrolle mit Elementen künstlicher Intelligenz erhalten (TASS, 12.05.2015).

http://rostec.ru/en/news/4516482

Die russischen Mil Mi-26 T2 Helikopter wurden für die Arktis präpariert. Rotorblätter, Cockpitscheiben und Turbineneinlässe sind beheizbar, um den Einsatz auch bei sehr tiefen Temperaturen zu gewährleisten. Der Mil Mi 26 T2 ist eine modernisierte Version des Mil Mi 26T mit neuer Avionik, welche Nachtflüge erleichtert. Das Modernisierungspaket mit starker Automatisierung ermöglicht zudem die Reduzierung der Besatzung auf zwei bis drei Leute. Die Serienproduktion hat im Mai 2015 begonnen (TASS, 20.08.2015).

Auch die MiG-31 Kampfjets wurden für die Arktis neu ausgestattet. Sie haben jetzt das elektronische Waffensystem Vitebsk und ein neues Navigationssystem an Bord, das besonders für niedrige Temperaturen geeignet ist. Es wird von der Firma Konzern Radio-Elektronik Technologien (KRET) geliefert, einer Tochtergesellschaft von Rostec. KRET besteht aus 95 Unternehmen, die an der Entwicklung und Produktion von militärischer wie ziviler Radioelektronik beteiligt sind. Diese Unternehmen sind über die ganze Russische Föderation von Sankt Petersburg bis Wladiwostok verteilt. KRET beschäftigt etwa 50.000 Mitarbeiter.

http://kret.com/en/news/3648/

Russische Luftwaffe über der Arktis:

Neuerdings hat die russische Armee in der Arktis Abwehrraketensysteme vom Typ Panzir S stationiert. Dieser Flak-Raketenkomplex wurde ebenfalls für den Einsatz in der arktischen Region entwickelt. Panzir S ist ein landgestütztes Flak-Raketen-Kanonensystem zur Nahdeckung von Zivil- und Militärobjekten gegen alle gegenwärtigen und künftigen Luftangriffsmittel. Panzir S kann auch Objekte vor Boden- oder Überwasserbedrohung schützen. Zudem werden auf dem Archipel Nowaja Semlja Radare gebaut, die ohne Personal betrieben werden. Dies ist unter den klimatischen Bedingungen des Hohen Nordens sehr wichtig.

Roskosmos beabsichtigt, das russische Globale Navigations-Satelliten-System (Globalnaja Nawigationnaja Sputnikowaja Sistema) so zu erweitern, dass seine Genauigkeit für Nutzer in arktischen Gebieten größer wird als bisher. Eine entsprechende Entwicklung soll durch Roskosmos mit 417 Millionen Rubel unterstützt werden.  Zwischen vier und sechs Satelliten auf inklinierten geosynchronen Orbits (IGSO) stellen eine passende Erweiterung für GLONASS dar. Die Umlaufbahnen dieser Satelliten haben eine Inklination, also eine Neigung gegen den Erdäquator, von 63 Grad. Mit ihnen wird eine Genauigkeit von 60 Zentimetern in der russischen Arktis erzielt (TASS, 31.07.2015).

Neue Aufgaben für russisches Militär in der Arktis:

Auf der Insel Tschukotka wurden unbemannteLuftfahrzeuge stationiert, die seit dem 1. Mai 2015 die Arktis überwachen. Die Bedienungsmannschaften der russischen Drohnen Orlan-10 haben die Aufgabe, die Situation in den arktischen Gebieten der Russischen Föderation zu beobachten, unter anderem die Umwelt und das Eis in der nahen Meereszone der nördlichen Seeroute. Die Drohnen werden an Bord von Helikoptern Mil Mi-26 transportiert. Sie können in jedes beliebige Gebiet gebracht werden, um dort Beobachtungen durchzuführen. Je nach Notwendigkeit werden sie auch in Such- und Rettungsaktionen eingesetzt. Die ferngesteuerte Aufklärungsdrohne Orlan-10 wird von dem Zentrum für Spezialtechnologien in Sankt Petersburg produziert (TASS, 23.04.2015).

Zusätzlich patroullieren russische Drohnen des neuen Typs Tachyron und Aileron-3 die Arktik. Diese Drohnen können je nach Modifikation Luftaufklärung in Entfernungen von 10 bis 150 Kilometern leisten. Sie übermitteln Videoaufnahmen sowohl bei Tage als auch nachts. Mitte Mai 2015 wurde die Drohne Tachyron in arktischen Konditionen auf der Insel Franz-Josef-Land getestet und ist seither im Einsatz. Die Aileron-3 wird von dem russischen Rüstungskonzern Enix in Kasan, Tatarstan, hergestellt. Bereits Ende 2014 richtete das russische Verteidigungsministerium eine arktische Drohnenbrigade ein, in welcher Spezialisten aus dem Fernsteuerungsflugzentrum arbeiten. Dieses geschulte Personal ist für die Bedienung der Drohnen in der Arktis zuständig (TASS, 17.06.2015).

Russische Drohne Aileron-3 SV:

Im August 2015 führte Russlands Nordflotte militärische Manöver in der Arktis durch. Sie trugen Verteidigungscharakter und dienten dazu, die Bereitschaft der Streitkräfte in  unbekanntem Terrain einzuschätzen. Das taktische Manöver fand auf der Halbinsel Tajmyr in der Nähe von Norilsk statt (TASS, 24.08.2015). Der erste Teil begann in Dudinka, einem strategisch wichtigen Hafen von Norilsk Nickel. Zwei grosse Truppenlandungsschiffe der Nordflotte, “Georgij  Pobedonosez” und “Kondopoga”, nahmen teil. Das Manöver umfasste auch Kampfübungen in der Gegend des Flughafens von Norilsk, des Dorfes Alykel und auf dem Gelände von Norilsk Nickel selbst. Beteiligt waren Fallschirmjäger, Marineinfanterie, Flugzeuge und Helikopter (BARENTS OBSERVER, 20.08.2015).

Die Nordflotte wurde 1937 als Teil der sowjetischen Kriegsmarine geschaffen. Zurzeit ist Wladimir Koroljow ihr Kommandeur. Die Nordflotte hat ihr Hauptquartier in Seweromorsk, ihre nuklearen Eisbrecher Arktika sind in Murmansk stationiert. Diese Stadt hat sich zu einer wichtigen Industriestadt des russischen Nordens entwickelt und benötigt militärischen Schutz. Rosneft fördert Schelföl in Murmansk. Die Hauptaufgaben des Industriegebiets von Rosneft bestehen im Transfer von Gerät und Technologie für die Gewinnung von Schelföl und die Entwicklung der Arktik. Auch werden hier Spezialisten im Zentrum für arktische Kompetenzen und im arktischen Forschungszentrum für Schelfprojekte ausgebildet. Der Logistikstützpunkt von Rosneft auf einem Areal von 140 Hektar an der Küste soll bis 2025 erweitert werden. Als Kosten werden 18 Milliarden Rubel veranschlagt. Dieses Projekt bringt auch Vorteile im sozialen Sektor, denn es wird innerhalb den nächsten fünf Jahre 2000 neue Arbeitsplätze schaffen. Der Grossteil von Angestellten im Industriegebiet von Rosneft stammt aus Murmansk (TASS, 18.06.2015).

Weltgrösster Nickelhersteller Norilsk Nickel:

Zu Russlands nördlicher Seeroute gehören alle befahrbaren Gewässer von der Karasee bis zum Pazifik, insbesondere jene Fahrwasser, die von der Karasee entlang der sibirischen Küste zum Beringmeer führen. Die gesamte Route gehört zur Arktis und liegt innerhalb von Russlands exklusiver Wirtschaftszone, welche sich bis zu 200 Meter im Norden der russischen Inseln erstreckt: Franz-Josef-Land, Sewernaja Semlja, Nowosibirsk-Inseln und Wrangel-Insel. Die nördliche Seeroute spielt als nationaler Transportweg eine wichtige Rolle für Russlands wirtschaftliche Entwicklung seiner nördlichen Gebiete sowie des gesamten Staats.

Ab 2000 begann der Transport von Gütern zu fliessen. Von 2005 bis 2007  überstieg die Menge an Gütern, die auf Russlands nördlicher Seeroute transportiert wurden, zwei Millionen Tonnen. Sie steigt immer noch weiter. Präsident Wladimir Putin sagte, die nördliche Seeroute habe “als internationale Handelsroute eine goldene Zukunft” (SPIEGEL ONLINE, 22.08.2015). Auch Russlands Tourismusindustrie vermarktet die nördliche Seeroute durch Angebote von Kreuzfahrten in der Arktis. Der potentielle Markt könnte 80.000 Touristen jährlich umfassen. 2015 wurden bereits die ersten drei arktischen Kreuzfahrten nach Franz-Josef-Land durchgeführt. Mehr Kreuzfahrten sind für die nördliche Seeroute geplant. Sie werden Russlands Stand in der Arktis stärken (TASS, 17.08.2015).

Erlebniskreuzfahrt zu den Eisbären in der Arktis:

 Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Südfrankreich. Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

Acerca de olivia2010kroth

Escritora y periodista: Pravda
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