Sankt Petersburg an der Ostsee

Sankt Petersburg an der Ostsee

von Olivia Kroth

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Sankt Petersburg an der Ostsee, Russlands Fenster zum Westen, ist das ganze Jahr über einen Besuch wert. Die Wasserstadt, als “Venedig des Nordens” bekannt, ist im Frühling und Sommer schön, entwickelt aber auch in den dunkleren Jahreszeiten ihren Charme. Im Herbst und Winter verlagern sich die  kulturellen Aktivitäten von außen nach innen. Dann zünden Museen und Paläste, Konzerthallen und Opernhäuser ihre Lüster aus Kristall an, um Besucher des gesamten Weltkreises zu begrüßen und zu verzaubern. Die Stadt steht mit ihren aussergewöhnlichen architektonischen und historischen Denkmälern auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Sankt Petersburg ist überdies ein Zentrum für Handel und Industrie. Der russische Präsident kommt regelmässig hierher, um an nationalen sowie internationalen Konferenzen, Ausstellungen und Sportveranstaltungen teilzunehmen. 

Alle Touristen kennen die berühmten “Weißen Nächte” im Mai, Juni und Juli, wenn die ganze Nacht hindurch magisches Zwielicht schimmert, weil Sankt Petersburg unterhalb des arktischen Polarkreises liegt.  Während der “Weißen Nächte” werden die Zugbrücken über der Newa von zwei bis vier Uhr morgens hoch gezogen, damit Schiffe den Fluss auf und ab fahren können. Dichter lieben die Newa. Sie ist ein immer wiederkehrendes Thema in der Dichtung von Alexander Puschkin. Er bewunderte die Newa zu allen Jahreszeiten, sogar in harschen Wintern, wenn der Fluss sich “wie ein kranker Mann in seinem kummervollen Bette wälzt”. Alexander Puschkin (1799-1837) drückte seine bedingungslose Liebe für die Stadt in diesem Gedicht aus: Ich liebe dich, Stadt aus Peters Hand, / Ich liebe deine strengen Harmonien /  Und die Wasser der souveränen Newa / Entlang der Ufer aus schierem Granit …

Die Peter-und-Paul-Festung auf der Haseninsel in der Newa:

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Das historische Zentrum von Sankt Petersburg war der erste Ort in Russland, welcher auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO gesetzt wurde, eine Stadt der Wunder, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Die “Stadt aus Peters Hand” verdankt Zar Peter dem Großen einen Großteil ihrer architektonischen Einzigartigkeit. Er ließ sie mit Kanälen, Brücken und Palästen errichten. Alexander Puschkin ehrt Zar Peter den Großen in seiner Verserzählung “Der Reiter aus Bronze: Eine Petersburger Geschichte” (1833), die an dem bekannten Reiterdenkmal des Zaren ihren Anfang nimmt.

In Nikolai Gogols “Sankt Petersburger Erzählungen” wird der Newski-Prospekt ebenfalls als ein Ort der Wunder geschildert. Diese Straße wechselt mehrfach am Tag ihr Gesicht, von den Bäckern am Morgen bis zu den Angestellten, die abends ihre Büros verlassen. Nikolai Gogol flicht fantastische Elemente ein. Seltsame Dinge geschehen in seinen Geschichten. In seinem literarischen Sankt Petersburg ist nicht alles so, wie es scheint, denn “der Teufel selbst zündet die Lampen an, um alles so zu zeigen, wie es nicht wirklich aussieht.” Nikolai Gogol (1809-1853) porträtierte das Leben in dieser Stadt mit einer kunstvollen Mischung aus absurden, komischen und satirischen Elementen.

Reiterdenkmal für Zar Peter den Grossen in Sankt Petersburg:

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Sankt Petersburg ist eine musikalische Stadt, die eine Vielfalt musikalischer Glanzlichter präsentiert. Das Rimski-Korsakow-Konservatorium wurde 1862 gegründet. Nikolai Rimski-Korsakow trat 1871 der Fakultät bei und gab der Institution seinen Namen. Er war ein Meister des Orchesterwerks und entwickelte einen nationalen Stil russischer Musik, indem er russische Volkslieder und Folklore mit harmonischen, melodischen und rhythmischen Elementen mischte. Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908) hinterließ ein umfangreiches Oeuvre origineller russischer Kompositionen. Einige seiner bekanntesten Werke sind die “Russische Ouvertüre zum Osterfest” und die symphonische Suite “Scheherezade”. Heute ist das Sankt Petersburger Rimski-Korsakow-Konservatorium eine der weltweit berühmtesten Musikakademien mit etwa 1.500 Studenten, darunter 250 Ausländern. Sie erhalten Vorlesungen in akademischen Fächern, Meisterklassen und regelmäßige Angebote für öffentliche Auftritte.

Als ein weiterer Tempel der Musik gilt das Mariinski-Theater (Мариинский театр) für Oper und Ballett. Es wurde 1860 eröffnet und war im späten 19. Jahrhundert Russlands wichtigstes Musikzentrum. Heute ist das Mariinski die Heimat des Mariinski-Balletts, der Mariinski-Oper und des Mariinski-Orchesters, als dessen Dirigent Waleri Abisalowitsch Gergiew fungiert. Er studierte von 1972 bis 1977 am Rimski-Korsakow-Konservatorium. Sein Professor für das Dirigentenstudium war Ilja Musin. 1978 wurde Waleri Gergiew stellvertretender Dirigent der Mariinski-Oper und gab sein Debüt mit Sergej Prokofjews Werk “Krieg und Frieden”. 1988 wurde Waleri Gergiew zum Chefdirigenten der Mariinski-Oper befördert. Seit 1996 arbeitet er zudem als künstlerischer Direktor und Leiter des gesamten Hauses. Dabei ist er seiner Mission stets treu geblieben, das Mariinski in die beste Opern- und Ballettgruppe der Welt zu verwandeln.

Mariinski Theater (Detail):

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Im November und December 2015 bietet das Mariinski-Theater seinen Besuchern interessante Aufführungen an.  Eine Mischung aus bekannten und innovativen Stücken ist das Geheimnis für den Erfolg des Hauses. Hier gehen Tradition und Moderne eine harmonische Verbindung ein.  Das Mariinski-Ballett tanzt in “Schwanensee” und “Nussknacker” zu Pjotr Tschaikowskis Musik von zeitloser Schönheit, während  die Mariinski-Oper zwei andere Werke dieses russischen Komponisten aufführt, “Eugen Onegin” und “Pique Dame”. Ausserdem stehen “Boris Godunow” von Modest Mussorgski und “Prinz Igor” von Alexander Borodin sowie “Der Goldene Hahn” von Nikolai Rimski-Korsakow auf dem Programm. Einige der Aufführungen im November und Dezember 2015 basieren auf bekannten literarischen Werken Russlands.  Sie kombinieren Literatur, Musik und Tanz mit schönen Kostümen und Bühnenbildern. So werden die Zuschauer zu einem Fest für alle Sinne eingeladen.

Waleri Gergiew dirigiert die Oper “Tote Seelen”, nach einer Erzählung von Nikolai Gogol, die 1842 publiziert wurde. Das Ballett “Die Fontäne von Bachtschyssaraj” wurde von Alexander Puschkins gleichnamigem Gedicht inspiriert. Alexander Puschkin bewunderte 1823 auf einer Reise zur russischen Krim die Schönheit dieses tatarischen Palasts, im 16. Jahrhundert von Krimtataren errichtet. Die Fontäne steht immer noch im Hof, im Volksmund heisst sie “Fontäne der Tränen”.  Das Ballet “Die Fontäne von Bachtschyrissaraj” (Бахчисарайский фонтан) wurde von Rostislaw Sacharow zu Musik von Boris Assafjew choreographiert. Schliesslich bringt das Mariinski-Theater noch das moderne Ballett “Anna Karenina” des Choreographen Boris Eifman auf die Bühne. Die Handlung folgt Leo Tolstois Roman, der 1878 als Buch erschien.  Die Premiere von Boris Eifmans Ballett fand 2005 in Sankt Petersburg statt. Seine Ballettmusik besteht aus Teilen von Pjotr Tschaikowskis Kompositionen.

Mariinski-Ballett:

Sankt Petersburg besitzt umfangreiche, wertvolle Kunstsammlungen. Das Russische Museum ist ein solcher Hort von Kunstschätzen. Es wurde von Zar Nikolaus II. gegründet. Der Hauptteil des Museums befindet sich in dem sehenswerten Michailowski-Palast an der Fontanka (Фонтанка), einem Nebenfluss der Newa in Sankt Petersburg.  Der Michailowski-Palast steht zwischen dem Sommergarten und dem Michailowski-Park. Er wurde von 1829 bis 1825 für den Grossfürsten Michail Pawlowitsch, den jüngeren Sohn des Zaren Paul I., errichtet. Nach dem Tod des Grossfürsten gehörte dieser Palast der Grossfürstin Helena Pawlowna. 1895 erwarb der Staat ihn zur Einrichtung des Russischen Museums. Die Einrichtung stammt von dem russischen Architekten V.F. Swinjin.

Das Russische Museum bietet Besuchern reguläre und spezielle Ausstellungen, zum Beispiel die Sammlung von Pawel Fedotows Werk im Benois-Flügel von Oktober 2015 bis Januar 2016. Diese Sonderausstellung wurde zum 200jährigen Geburtstagsjubiläum von Pawel Fedotow (1815-1852) zusammengestellt. Darin befinden sich etwa 40 Gemälde und über 100 Graphiken. Sie zeigen diesen russischen Maler als vielseitigen Meister, der bekannte  Genreszenen und hervorragende Porträts schuf. Paul Fedotow wird oft als “Gogol der Malerei” bezeichnet, weil seine Bilder in ausdrucksvoller und wahrhaftiger Weise das kontroverse, komplizierte 19. Jahrhundert in Russland beschreiben.

Michailowski-Palast:

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Ein ganz besonderes Juwel in Sankt Petersburg stellt das Museum Eremitage dar. Es gehört zu den zehn besten Museen der Welt. Auf der Liste der Touristenseite TripAdvisor im Internet belegt es 2015 auf dem sechsten Platz. Die Liste wurde anhand millionenfacher Meinungen von Reisenden für TripAdvisor erstellt (TASS, 15.09.2015). Das staatliche Museum Eremitage (Госуда́рственный Эрмита́ж) ist eines der grössten und ältesten Museen des Globus. Es wurde 1764 von Katherina der Grossen gegründet.  Seit 1852 ist es für Publikum zugänglich. Die Sammlungen umfassen mehr als drei Millionen Ausstellungsstücke. Sie befinden sich in einem Komplex von sechs historischen Gebäuden am Palastufer, u.a. im Winterpalast, einer ehemaligen Residenz der russischer Zaren.

Der grüne Malachitraum im Winterpalast wurde 1839 von dem russischen Künstler Alexander Brjullow gestaltet. Zarin Alexandra Fjodorowna, die Gemahlin von Zar Nikolaus I., nutzte ihn als offiziellen Wohnraum. Die sehenswerte Ausstattung mit dem Halbedelstein Malachit wurde in russischer Mosaiktechnik ausgeführt.  Hier sind zudem kunsthandwerkliche Gegenstände aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt. Die Sankt-Georgs-Halle im Winterpalast diente als Thronsaal. Sie wurde in den frühen 1840er Jahren von dem russischen Künstler Wassili Stassow geschaffen. Die Säulenhalle ist mit Marmor und Goldbronze verkleidet. Über dem Thron zeigt ein Flachrelief den Drachentöter Sankt Georg. Der grosse Zarenthron wurde 1732 für die Zarin Anna Iwanowna installiert. Der Boden der Thronhalle besteht aus einem meisterhaft gelegten Parkett mit 16 verschiedenen Hölzern. Die prunkvolle Dekoration entsprach ihrer Funktion als Empfangssaal für offizielle Empfänge und Zeremonien.

Malachitraum im Winterpalast:

Sankt Petersburg ist eine Wasserstadt am Ufer der Newabucht, zwischen Inseln des Newadeltas gelegen. Die grössten dieser Inseln sind Wassiljewski, Petrogradski, Dekabristow und Krestowski, die Kreuzinsel. Ebenso wie die Inseln Jelagin und Kamenni ist Krestowski mit Parks ausgestattet. Von Brücken überspannte Kanäle ziehen sich kreuz und quer durch die Stadt. Viele dieser Brücken sind Architekturdenkmäler. Da Sankt Petersburg am Ufer der Ostsee liegt, betreibt die Stadt Seehandel. Auch ihre Industrie hat grossenteils mit der Ostsee zu tun. So gibt es die Werft der Admiralität, die Baltische Werft und Sowkomflot. Sankt Petersburg verfügt zudem über drei grosse Containerhäfen, den Grossen Hafen Sankt Petersburg sowie die Häfen Kronstadt und Lomonossow. Internationale Kreuzfahrtschiffe steuern den Passagierhafen Morskoi im Südwesten der Insel Wassiljewski an. Das Netz der Flusshäfen an beiden Ufern der Newa ist mit dem System der Überseehäfen verbunden. Sankt Petersburg bildet für die Schifffahrt einen Knotenpunkt zwischen der Ostsee und dem russischen Inland mit den Flüssen Newa und Wolga.

 Wegen seiner reichen Schätze kommen jedes Jahr viele Gäste nach Sankt Petersburg, um die 36 architektonischen Denkmäler und 4.000 individuellen Monumente von Geschichte und Kultur zu besichtigen, welche auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen sind.  In den letzten Jahren wurden neue Programme zur Stadtbesichtigung für Touristen entwickelt mit Schwerpunkt auf dem Besuch dieses Kulturerbes. Insgesamt besitzt Sankt Petersburg 2.000 Bibliotheken, 221 Museen, 100 Konzertorganisationen, über 80 Theater, 62 Kinos, 45 Galerien und Ausstellungshallen sowie 80 andere kulturelle Einrichtungen. Jedes Jahr veranstaltet die Stadt rund 100 Festivals und verschiedene Kunstwettbewerbe, darunter auch 50 von internationalem Format.

Über den Dächern von Sankt Petersburg:

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Sankt Petersburg entwickelt sich zunehmend zu einem Zentrum für Konferenzen und Veranstaltungen in Russlands geografischem, kulturellem, politischem, sportlichem und wirtschaftlichem Leben. Der russische Präsident besucht die Stadt regelmässig, um an nationalen und internationalen Treffen teilzunehmen. Einige dieser Höhepunkte im Jahr 2015: Ende Juli besuchte Wladimir Putin die Vorauslosung für die FIFA Fussballweltmeisterschaften, welche in Sankt Petersburgs historischem Konstantinpalast stattfand. In seiner Begrüssungsrede sagte der russische Präsident:  “Dass die Russische Föderation als Gastgeberland für die FIFA Fussballweltmeisterschaften 2018 ausgewählt wurde, wird die Beliebtheit dieser Sportart erhöhen und zu ihrer Verbreitung beitragen, nicht nur in Russland, sondern auch in unseren Nachbarländern. Die Austragungsorte im Jahr 2018 werden 11 russische Städte mit ihren einzigartigen kulturellen Traditionen sein.  Gäste aus der ganzen Welt können sich über die spezielle Geschichte und die kulturelle Bandbreite der Russischen Föderation informieren.”

http://en.kremlin.ru/events/president/news/50057

Im Juni 2015 nahm Präsident Wladimir Putin an dem 19. Internationalen Wirtschaftsforum  von Sankt Petersburg (SPIEF) teil. Auch hier war internationales Publikum dabei. In seiner Eröffnungsrede erinnerte der russische Präsident alle Gäste daran, dass Sankt Petersburg seit jeher eine Stadt ist, die mit Weltoffenheit Fremde willkommen heisst: “ Es ist eine Freude, Sie alle bei diesem Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg zu  begrüssen, in einer Stadt, welche im Lauf ihrer Geschichte schon immer ein Symbol für Russlands Weltoffenheit war und für den Wunsch, das Beste von der Welt zu lernen, zu kooperieren und gemeinsam voranzuschreiten. Zunächst möchte ich allen Geschäftsleuten und Politikern, die dieses Forum besuchen, für ihr Interesse an unserem Land und ihr Vertrauen danken. Verehrte Damen und Herren, liebe Freunde, wir sehen in Ihnen ernsthafte Langzeitpartner. Deshalb sprechen wir, wie bei uns üblich, bei dem Sankt Petersburger Wirtschaftsforum offen und vertrauensvoll  über unsere Errungenschaften und neuen Chancen, aber natürlich auch über unsere Probleme und Schwierigkeiten sowie die Aufgaben, an denen wir zur Zeit arbeiten.”

http://en.kremlin.ru/events/president/news/49733

Der russische Präsident Wladimir Putin beim 19. Sankt Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) 2015:

Ende April 2015 traf sich Präsident Wladimir Putin mit der Leitung der Russischen Geographischen Gesellschaft (Ру́сское географи́ческое о́бщество) in Sankt Petersburg zum Anlass ihres 170. Geburtstags: “Ich möchte alle Teilnehmer an diesem Treffen der Russischen Geographischen Gesellschaft begrüssen, die dieses Jahr ihren 170. Geburtstag feiert. Es ist logisch, dass wir den Feiertag in Sankt Petersburg begehen, weil hier die Gesellschaft gegründet wurde und ihren historischen Sitz hat. Hier wird die Erinnerung an viele berühmte russische Wissenschaftler, Forscher und Lehrer wach gehalten. Sankt Petersburg war der Ort, wohin sie nach ihren Expeditionen zurück kehrten. Hier sprachen sie über Siege, Probleme, Niederlagen, vielleicht auch über neue Ideen und Pläne. Dieses Podium, das jetzt über 100 Jahre alt ist, sah solch bekannte Redner wie Fjodor Petrowitsch Graf Lütke (Фёдор Петрович Граф Литке), Pjotr Petrowitsch Semjonow-Tjan-Schanski (Пётр Петрович Семёнов-Тян-Шанский), Nikolaj Iwanowitsch Wawilow (Никола́й Ива́нович Вави́лов) und Iwan DmitrijewitschPapanin (Иван Дмитриевич Папанин) – legendäre Figuren, die ihr Leben dem Dienst an Russland widmeten.”

http://en.kremlin.ru/events/president/news/49348

Am 26. Januar 2015 besuchte der russische Präsident zwei Universitäten in Sankt Petersburg: seine eigene Alma Mater, die Staatliche Petersburger (Leningrader) Universität, und die Petersburger Bergbau-Universität. Einen Tag vor seinem Besuch, am 25. Januar, hatten alle Studenten den Sankt-Tatjana-Tag in Russland gefeiert, der den Studenten und dem akademischen Leben gewidmet ist. Zu dieser besonderen Gelegenheit sprach Wladimir Putin mit dem Rektor der Staatlichen Petersburger Universität: “Herr Kropatschew, ich gratuliere Ihnen und den Studenten meiner eigenen Alma Mater zum Studententag. Ich beglückwünsche Sie auch zu Ihrer Wiederernennung. Während ihrer Jahre als Rektor hat sich die Universität wesentlich verändert. Ich wünsche Ihnen Erfolg und alles Gute.”

http://en.kremlin.ru/catalog/regions/SPE/events/47521

Die Staatliche Universität Sankt Petersburg ist eine der erfolgreichsten akademischen Institutionen der Erde. Hier lehrten und forschten brilliante Wissenschaftler, die Nobelpreise und andere Auszeichnungen erhielten. Die Universität wurde 1724 gegründet. Sie ist die älteste in Russland mit einer reichhaltige Geschichte. Heute leistet sie breit gefächerte, moderne Forschung und Innovation. An 24 Fakultäten werden über 32.000 Studenten unterrichtet. Sieben Alumni waren Nobelpreisträger: I.P. Pawlow (1904) und I.I. Metschnikow (1908) in Physiologie und Medizin; N.N. Semjonow (1956) in Chemie; L.D. Landau (1962) und A.M. Prochorow (1964) in Physik; W.W. Leontijew (1973) und L.W. Kantorowitsch (1975) in Wirtschaftswissenschaften. Andere Alumni wurden berühmte Staatsmänner und Figuren des öffentlichen Lebens, zum Beispiel P.A. Stolypin und D.I. Mendelejew. Die Universität bildete auch hervorragende Menschen auf den Gebieten von Kunst, Literatur und Musik aus: I.S.Turgenew, P.A. Brjullow, W.D. Polenow, S.P. Djagilew, M.A. Wrubel, I.J. Bilibin, N.K. Roerich, I.F. Strawinski und viele andere. Die Universität ist zudem die Alma Mater von zwei russischen Präsidenten: W.W. Putin und D.A. Medwedew.

Am selben Tag besuchte Präsident Wladimir Putin die Bergbau-Universität in Sankt Petersburg und sprach zu den Studenten: “Es tut gut zu sehen, dass wir Universitäten dieses Niveaus für Bergbau und Ingenieurwesen haben. Dies ist besonders wichtig für Russland mit seinem immensen Territorium und seinen Bodenschätzen.” Die Sankt Petersburger Bergbau-Universität wurde 1773 durch Erlass Katharinas der Grossen gegründet, welche die Ideen Zar Peters des Grossen und des Wissenschaftlers Lomonossow zur Entwicklung der Metallurgie verwirklichen wollte. Die Universität verfügt über ein stabiles Fundament der Forschung und hat bereits an vielen internationalen sowie föderalen, fachübergreifenden Programmen für Wissenschaft und Forschung auf den Feldern der Geologie, Metallurgie, Ökologie und Ökonomie teilgenommen. Sie hat den Status eines nationalen Forschungsinstituts und betreibt 10 Lehrzentren sowie 60 Forschungslaboratorien.

http://en.kremlin.ru/catalog/regions/SPE/events/47519

Professoren der Sankt Petersburger Bergbau-Universität mit prämierten Studenten:

Bei seinem Besuch der Sankt Petersburger Bergbau-Universität am 26. Januar 2015 wurde Präsident Putin vom Rektor Wladimir Litwinenko begleitet. Wladimir Putin schaute sich die neueste Entwicklung im Laboratorium an und ging durch die Zentralbibliothek, in welcher eine Sammlung von 1,2 Millionen Büchern aufbewahrt wird, die aus dem 15. bis 19. Jahrhundert stammen. Wladimir Putin betrachtete zudem die Ausstellung des Museums in der Bergbau-Universität.

http://en.kremlin.ru/catalog/regions/SPE/events/page/2

Sankt Petersburg ist Stadt von gestern und heute, die ihr reiches Erbe und die alten Traditionen sorgfältig hütet. Doch schaut die elegante Stadt an der Ostsee auch in die Zukunft und bereitet sich gut auf kommende Jahre vor.

Michailowski-Park:

Saint Petersburg Mikhalovsky Park

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Südfrankreich. Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

Acerca de olivia2010kroth

Escritora y periodista: Pravda
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