Olivia Kroth: Der Ural – Russlands Gebirge zwischen Asien und Europa

Der Ural: Russlands Gebirge zwischen Asien und Europa

von Olivia Kroth

Russlands Uralgebirge (Уральские горы) erstreckt sich über Tausende von Kilometern von Norden nach Süden, vom Arktischen Ozean bis Zentralrussland. Der Ural teilt den Kontinent in zwei Teile: Asien und Europa. Das Gebirge entstand vor etwa 300 Millionen Jahren durch tektonische Aktivität. Sein höchster Gipfel ist die Narodnaja (Гора Народная) in der Oblast Tjumen, mit einer Höhe von 1.894 Metern über dem Meeresspiegel. Der im Mai 2000 gegründete Föderationskreis Ural umfasst sechs administrative Regionen: die Oblast Kurgan, Oblast Swerdlowsk, Oblast Tjumen, Oblast Tscheljabinsk, den Autonomen Kreis der Chanten und Mansen und den Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen. Der Ural ist ein Gebiet, wo viele Ethnien Seite an Seite Leben: Russen, Tataren, Ukrainer, Baschkiren, Chanten, Mansen und Nenzen von der Halbinsel Jamal. Die Chanten und Mansen sind ugrische Völker, die ihre eigenen Sprachen sprechen. Die Nenzen (ненцы), ein indigenes Volk aus dem arktischen Norden Russlands, sprechen die Dialekte der Tundra- oder Taiga-Nenzen. Zudem ist der Ural ein Gebiet der Immigration. Wegen der guten Arbeitsmöglichkeiten in der Industrie zieht er viele Menschen aus verschiedenen Teilen der Russischen Föderation und den ehemaligen Sowjetrepubliken an. Am 18. Mai 2016 fand im Föderationskreis Ural ein Seminar über Fragen der Einwanderung mit Vertretern der Russischen Föderalen Institution für ethnische Angelegenheiten statt.  

Die Narodnaja (1.894 Meter ü.d.M.):

“Der stellvertretende Leiter des Präsidentenbüros, Magomedsalam Magomedow, und der Bevollmächtigte Repräsentant des Präsidenten im Föderationskreis Ural, Igor Cholmanskich, veranstalteten ein regionales Seminar zur ethnischen Politik der Regierung in diesem Föderationskreis. Igor Cholmanskich berichtete detailliert über die gegenwärtige Situation. Magomedsalam Magomedow stellte eine positive Entwicklung in den ethnischen Beziehungen des Föderationskreises fest. Er sprach auch zum Thema der Einwanderung, die im Moment aktuell ist, und forderte die Verwaltung des Föderationskreises auf, die Interaktion zwischen den Ethnien zu fördern. Die Agenda der Strategie für die Ethnik-Politik des Staates bis 2025 solle umgesetzt werden, um die Beziehungen der Ethnien untereinander zu verbessern und die Einheit des russischen Vielvölkerstaates zu stärken. Auf dem Seminar sprachen auch der Gouverneur der Oblast Kurgan, Alexei Kokorin; der Gouverneur der Oblast Tjumen, Wladimir Jakuschew; der Gouverneur der Oblast Tscheljabinsk, Boris Dubrowski; die Gouverneurin des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen, Natalja Komarowa; der Gouverneur des Autonomen Kreises der Jamal-Nenzen, Dmitri Kobylkin.”

http://en.kremlin.ru/events/administration/51952

Igor Cholmanskich, Bevollmächtigter Repräsentant des russischen Präsidenten im Föderationskreis Ural:

Igor Cholmanskich aus Nischni Tagil

Igor Rurikowitsch Cholmanskich (Игорь Рюрикович Холманских) wurde am 29. Juni 1969 in  der Industriestadt Nischni Tagil (Нижний Тагил) im Ural geboren.  Sowohl sein Vater als auch seine Mutter arbeiteten bei der Maschinenbau- und Rüstungsfirma UralWagonSawod (УралВагонЗавод). Sein Halbbruder ist Arzt in der Klinik von Nischni Tagil. In den 1980er Jahren diente Igor Cholmanskich als militärischer Instruktor der russischen Streitkräfte. 1994 schloss er sein Studium am Politechnischen Institut des Urals als Ingenieur für Mechanik ab. Schon während des Studiums hatte er als Belader bei UralWagonSawod gearbeitet. Nach der Abschlussprüfung blieb er dort als Ingenieur fûr Mechanik. 2006 wurde er zum stellvertretenden Direktor befördert. Igor Cholmanskich nahm aktiv an der Walkampagne für die Präsidentschaftswahl 2012 zur Unterstützung von Wladimir Putin teil. Nach dem Wahlsieg ernannte der Präsident Igor Cholmanskich am 18. Mai 2012 zu seinem Bevollmächtigten Repräsentanten im Föderationskreis Ural.

Igor Cholmanskichs Heimatstadt Nischni Tagil liegt in der Oblast Swerdlowsk, 25 Kilometer östlich von der Grenze zwischen Asien und Europa. Der Name setzt sich zusammen aus “Nischni”  (russisch: “nieder”) und “Tagil” (mansisch: “Wasser”). Dieser Ort am Fluss Tagil ist eine natürliche Lagerstätte für seltene Steine. Mit 362.000 Einwohnern ist Nischni Tagil das industrielle Zentrum des Uralgebirges. Die Stadt ist bekannt für ihre Werke zur Eisengewinnung und -verarbeitung, weiterhin für Maschinenbau und Chemie. Hier sind mehr als 600 Firmen angesiedelt, die grösste und bedeutendste ist UralWagonSawod, heute der weltgrösste Hersteller von Panzern.

Nischni Tagil:

UralWagonSawod 

UralWagonSawod wurde in der Fünfjahresperiode von 1933 bis 1937 gegründet und nach Felix Dserschinski benannt. Die Fabrik steht in Nischni Tagil auf einem Gelände von 827 Hektar. Während des Grossen Vaterländischen Kriegs (1941-1945) wurden elf Firmen aus dem westlichen Teil der Sowjetunion hierher evakuiert, inklusive der Lokomotivenfabrik Charkow. Während des Kriegs produzierte UralWagonSawod Bomben, Flugzeuge und Panzer. Nach dem Krieg wurde die Produktion erweitert. Das Werk stellte auch Baumaschinen, Landmaschinen und sonstige militärische Güter her.  Heute ist die Palette weit gefächert, von militärischen Produkten wie Panzern bis zu Schienenfahrzeugen, Traktoren und Baumaschinen. UralWagonSawod ist berühmt für die Panzer T-54A, T-55, T-62, T-72, T-90, T-95 und T-14.

Die Oblast Swerdlowsk und die Oblast Tscheljabinsk sind die am stärksten industrialisierten Regionen des Föderationskreises Ural, der 27 Prozent aller Gold- und Erzvorkommen Russlands birgt. Von hier kommen 42 Prozent aller russischen Metallprodukte, 68 Prozent der russischen Erdöl- und 90 Prozent der russischen Naturgasproduktion.  Insbesondere in der Oblast Tjumen befinden sich umfangreiche Öl- und Gasreserven, während die Oblast Tscheljabinsk die Hochburg der Metallurgie darstellt. Eine herausragende Bedeutung haben die Unternehmen im Rüstungsbereich, vor allem aus dem nuklearen Sektor. Die industrielle Produktion pro Kopf ist im Föderationskreis Ural 2,5 Mal höher als im Rest der Russischen Föderation. Der Föderationskreis bringt der Regierung 40 Prozent der russischen Einkommenssteuern, insbesondere aus dem Bereich der Industrie.

Mansenfrau aus der Oblast Tjumen:

Das Holzidol aus dem Schigir-Moor

Trotz Industrialisierung hat der Ural seine natürliche Schönheit und charmanten Geheimnisse behalten. Das Gebirge ist eines der ältesten dieser Welt, wo bereits vor 11.000 Jahren menschliche Wesen hausten. Das Holzidol aus dem Schigir-Moor (Шигирский идол) ist circa 11.000 Jahre alt. Es stammt vom Beginn des Holozän, des jüngsten Zeitabschnitts der Erdgeschichte, welcher bis heute andauert. Das Holzidol wurde 1890 in einer Goldmine gefunden, die auf halbem Weg zwischen Nischni Tagil und Jekaterinburg (Екатеринбург) liegt. Man holte die Einzelteile dieser Holzstatue Stück für Stück heraus und setzte sie wieder zusammen. Insgesamt ist die Skulptur 5,3 Meter hoch. Graf Alexei Stenbok-Fermor, der Besitzer jener Goldmine, schenkte das Holzidol der Gesellschaft für Naturwissenschaften im Ural, heute bekannt unter dem Namen “Naturkundemuseum der Oblast Swerdlowsk”. Dieses Museum, für Einheimische und Besucher gleichermassen interessant, steht in der Malyschewa-Strasse Nr. 46 in Jekaterinburg.

http://uole-museum.ru/

Russische Wissenschaftler begannen 1997, das Holzidol aus dem Schigir-Moor zu untersuchen. Mit der Radiokarbonmethode konnten sie sein Alter bestimmen. Dies ist ein Verfahren zur radiometrischen Datierung kohlenstoffhaltiger, organischer Materialien. Der zeitliche Anwendungsbereich liegt zwischen 300 und etwa 60.000 Jahren. Im August 2015 wurde das Holzidol aus dem Schigir-Moor offiziell als älteste Holzskulptur der Welt anerkannt. Dies bedeutet, dass die Entwicklung europäischer Kultur in Russlands Uralgebirge ihren Anfang nahm. “So ist es an der Zeit, über die Geschichte erneut nachzudenken. Vor 11.000 Jahren gab es Jäger und Sammler im Ural. Sie zeigten eine hohe Stufe der Entwicklung, lebten in Harmonie mit ihrer Umgebung und wussten viel mehr über sie, als wir modernen Menschen uns vorstellen können”, meint  Michail Silin, ein leitender Wissenschaftler des Instituts der Archäologie an der Russischen Akademie für Wissenschaften (RUSSIA BEYOND THE HEADLINES, 23.10.2015).

Das Holzidol aus dem Schigir-Moor:

Dolmen, Felsen und Petroglyphen

Der Ural ist wahrscheinlich das älteste Gebirge der Welt. Hier können Besucher auf den Spuren vergangener Zivilisationen wandeln. Im mittleren Ural gibt es einige Dolmen, welche älter als die ägyptischen Pyramiden sind. Nördlich von Jekaterinburg wurden 1958 in der Nähe des Flusses Iset megalithische Gräber gefunden. Sie weisen verschiedene Dimensionen auf, von Menschen gemacht. Ein Kultplatz namens “Teufelssiedlung” liegt 25 Kilometer nordwestlich von Jekaterinburg, ein Haufen von Felsen auf dem Gipfel eines Bergs. Dies war ein Opferplatz für die Menschen der frühen Eisenzeit. Archäologen fanden in der “Teufelssiedlung” verbrannte Knochen, Keramik und Kupferteller.

Ein anderer interessanter Ort für Besucher sind die Petrogrom-Felsen (Скалы Петрогром), 30 Kilometer nordwestlich von Jekaterinburg. Sie türmen sich gleichfalls auf einem Berggipfel auf. Archäologen entdeckten hier 18 Öfen, die von Schmieden der Itkul-Kultur zum Schmelzen von Kupfer verwendet wurden. Etwa 27 Kilometer westlich von Jekaterinburg stiess man in der Nähe der Kleinstadt Sewerka auf Petroglyphen, eine Art von Kunstgalerie des Steinzeitalters mit Darstellungen von menschlichen Wesen, Rentieren und Wasservögeln. Sie wurden 1985 entdeckt (RUSSIA & INDIA REPORT, 05.03.2015).

Die Petrogrom-Felsen (Скалы Петрогром):

Gold, Edel- und Halbedelsteine

Der Ural war schon immer bekannt für seinen Reichtum an Gold, Edel- und Halbedelsteinen: Alexandrit, Amethyst, Beryll, Diamanten, Granat, Malachit, Rhodonit, Smaragd, Topas und Turmalin. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde Russlands Schmuckindustrie mit Rohmaterialien aus dem Uralgebirge beliefert. Die Goldminen von Beresowski (Берёзовское месторождение), 13 Kilometer nordöstlich von Jekaterinburg, liegen im Herzen von Russlands Goldgebiet. In diesen Minen wurde mehr als 260 Jahre lang Gold gefunden und sie sind immer noch aktiv. Touristen können an der Goldsuche teilnehmen oder die zwei Museen von Beresowski besuchen. Eines ist privat, das andere staatlich. Sie zeigen Ausrüstungsgegenstände und Geräte, Goldwaren, Karten des Goldhandwerks aus dem 19. Jahrhundert sowie eine Sammlung schöner Mineralien und Golderze. “Niedrige Häuser säumen die Strassen, unter denen sich Hohlräume befinden. Schon im Jahr 1745 wurde hier eine Goldader entdeckt. Das Beresowski-Goldbergwerk ist bis heute das am längsten ununterbrochen betriebene Bergwerk der Welt” (RUSSIA BEYOND THE HEADLINES – DEUTSCH, 20.04.2014).

Russische Smaragde stammen aus den Minen von Malyschewo in der Nähe des gleichnamigen Dorfes, 60 Kilometer von Jekaterinburg entfernt. Diese Smaragdminen sind die grössten in Russland wie auch im gesamten Kontinent Europa. Sie sind sogar die drittgrössten der Welt nach den Smargdvorkommen in Lateinamerika. Besucher sind eingeladen, die Smaragdfelder zu erkunden, wo die ersten Smaragde des Uralgebirges gefunden wurden. Sie können auch auf die Aussichtsplattform steigen oder eine Werkstatt besuchen, wo Meisterklassen für Edelsteinbearbeitung abgehalten werden (RUSSIA & INDIA REPORT, 21.04.2014). Im Jahr 2011 wurde in Malyschewo ein neuer, bis dahin unbekannter Edelstein von leuchtend grüner Farbe entdeckt und “Mariinskit” getauft. Er zeichnet sich durch einen sehr hohen Brechungsindex aus, der etwa dem von Smaragden entspricht. Der Mariinskit ist ein dem Chrysoberyll sehr nahe verwandtes Mineral.

Smaragd aus Malyschewo:

Das Mineralienlager bei Resch, 83 Kilometer nordöstlich von Jekaterinburg, gilt als Zentrum des “Edelsteingürtels” im Ural. Dieses erstaunliche Mineralienlager birgt über 60 alte und neue Mineralienvorkommen. Es gibt in Resch auch zwei Museen für Touristen. Der kleine Ort Mursinka, auf halbem Weg zwischen Resch und Nischni Tagil, hat eine Edelsteinwerkstatt. Rund um Mursinka liegen 70 Minen mit Aquamarin, Beryll, Granat, Rauchquarz, Rubin, Topas und Turmalin. Einige dieser Minen können besichtigt werden. Das Fersman-Mineralienmuseum in Mursinka zeigt alle Sorten von Edelsteinen, die aus dem Ural stammen. Alexander Jewgenjewitsch Fersman ( Александр Евгеньевич Ферсман, 1883-1945) war ein russischer  Geochemiker und Mineraloge.

Beryll aus Mursinka:

Der Tscheljabinsk-Meteor

Nicht nur Touristen kommen in den Ural, sondern auch ausserirdische Besucher. Im Februar 2013 erreichte ein Meteor die Region von Tscheljabinsk. Er war 4,5 Milliarden Jahre alt. Der Himmelskörper stammte aus dem Asteroiden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter. Er brauchte 1,2 Millionen Jahre für seine Reise in den Ural, wo er bei der Bevölkerung für grosses Staunen sorgte. Der Meteor leuchtete so hell wie 30 Sonnen, während er am russischen Himmel zu sehen war. Durch die intensive Hitze verflüchtigten sich etwa drei Viertel des Meteors. Nur etwa 0,05 Prozent der ursprünglichen  Masse wurden gefunden. Eine Gruppe russischer Wissenschafter sagte, dass der Meteor in abschüssigem Winkel mit einer Geschwindigkeit von 19 Kilometern pro Stunde in die Atmosphäre der Erde gefallen sei. Er war 20 Meter breit und wog 10.000 Tonnen. Im Oktober 2013 wurde sein grösstes Fragment aus dem See Tschebarkul geborgen (DIE STIMME RUSSLANDS05.12.2013 und 15.02.2014).

Wissenschafter untersuchen immer noch den Tscheljabinsk-Meteor, der seine Geheimnisse nicht gerne preisgibt. In ihm wurden Nanopartikel natürlicher Herkunft gefunden. Der russische Wissenschaftler Dmitri Pawlow sagte: “Die Nanokristalle im Meteor haben eine Kristallstruktur und sind einen Nanometer gross. In der Nanotechnologie versucht man, solche Objekte künstlich zu erzeugen. Aber dieses Objekt ist aus dem Weltraum gekommen. Die Ursache für die Entstehung seiner Nanokristalle bleibt unklar. Sie bestehen aus einem Mineral, das aus Magnesium, Eisen und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Diese Nanokristalle haben eine ideale sphärische Form. Objekte mit Nanokristallen sind auf jeden Fall in Bezug auf ihre physikalischen Eigenschaften sehr interessant, denn sie entstehen aus der Quantennatur kleiner Einschlüsse. Dort ändert sich das Energiespektrum des Festkörpers. Die Nanokristalle des Meteors strahlen infrarotes Licht im Wellenbereich zwischen 675 und 800 Nanometern ab. Diese Entwicklung kann die Entwicklung von Systemen mit optisch aktiven Medien fördern” (DIE STIMME RUSSLANDS, 07.04.2014).

Der berühmte Tscheljabinsk-Meteor hat sein neues Zuhause in dem Tscheljabinsker Museum für regionale Studien gefunden. Andere Fragmente sind in das Moskauer Planetarium gewandert. Sie können alle von interessierten Touristen besichtigt werden.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Südfrankreich. Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

Acerca de olivia2010kroth

Escritora y periodista: Pravda
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