Olivia Kroth: Trotz WADA gewannen russische Schwimmer sechs Goldmedaillen bei den FINA Weltmeisterschaften 2018 in China

Trotz WADA gewannen russische Schwimmer sechs Goldmedaillen bei den FINA Weltmeisterschaften 2018 in China

von Olivia Kroth

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Sport sollte nicht politisiert werden, doch der globale Sport ist zunehmend zu einer Arena der Weltpolitik geworden. So veranlasste WADA den „russischen Dopingskandal“, um russische Athleten von der Teilnahme an internationalen Wettbewerben abzuhalten. Dennoch waren russische Sportmannschaften 2018 mit 146 Goldmedaillen sehr erfolgreich. Zum Beispiel gewannen die russischen Schwimmer sechs Goldmedaillen bei den FINA Weltmeisterschaften, die vom 11. bis 16. Dezember 2018 in der chinesischen Stadt Hangzhou stattfanden. WADA-Experten besuchten bereits zweimal das ehemalige Anti-Doping-Labor in Moskau zur Inspektion. Die Inspektionsergebnisse sind noch nicht veröffentlicht. Aber Russland will auf jeden Fall an den Olympischen Spielen 2020 teilnehmen und bietet Geldpreise für russische Sportler an, die Goldmedaillen nach Hause bringen werden.

Die stellvertretende russische Premierministerin für Sport Olga Golodez stellte fest, dass 2018 russische Sportler 146 Goldmedaillen gewannen. Auf einer Vorstandssitzung des Sportministeriums sagte sie: „Das Jahr 2018 war ein Erfolg für den russischen Sport. Russische Athleten gewannen bei verschiedenen internationalen Wettbewerben insgesamt 146 Goldmedaillen, ein brillantes Ergebnis“ (TASS, 21.12.2018).

Russlands stellvertretende Premierministerin für Sport Olga Golodez:

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Im November und Dezember 2018 besuchten sogenannte Experten der Welt-Anti-Doping Agentur (WADA) zweimal Moskau, um das Anti-Doping-Labor in Moskau zu inspizieren. Die fünfköpfige Delegation der «Experten» wurde  von Dr. Jose Antonio Pascual angeführt, einem Wissenschaftler aus Barcelona. Sie ​​trafen am 17. Dezember in Moskau ein, um Daten des Moskauer Anti-Doping-Labors abzurufen, wie vom WADA-Vorstand am 20. September angefordert.

Sie erhielten Daten über die Analyse von Dopingproben russischer Sportler für den Zeitraum zwischen 2011 und 2015, die in der ehemaligen Einrichtung des Moskauer Anti-Doping-Labors aufbewahrt werden. Die Untersuchungsergebnisse wurden noch nicht veröffentlicht, doch gab WADA bekannt, dass ihre «Experten» bis Ende des Jahres zum dritten Mal nach Moskau zurückkehren wollen. Die Gewährung des Zugangs zu LIMS-Daten (Laboratory Information Management System) ist laut WADA eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Wiedereinsetzung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA (TASS, 21.12.2018).

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Es muss darauf hingewiesen werden, dass der WADA-Vorstand vorwiegend von US-amerikanischen, kanadischen, britischen und australischen «Experten» besetzt ist, dazu einige andere Europäer dazwischen gestreut. Russen und Chinesen sind nicht mit dabei,  obwohl Russland und China zusammen die größte Landmasse der Erde bilden und die grösste Einwohnerzahl der Welt haben, wenn man die Zahlen addiert. Vielleicht sollte die sogenannte  «Welt-Anti-Doping-Agentur» mit Sitz im kanadischen Montreal ihren Vorstand für die Zukunft so umstrukturieren,  dass auch «Experten» aus dem grössten Teil der Welt mit dabei sind, nämlich aus der Russischen Föderation und der Volksrepublik China?

Die letzten sechs Goldmedaillen im Jahr 2018 wurden von russischen Schwimmern nach Hause geholt, die an den FINA-Schwimmweltmeisterschaften in der chinesischen Stadt Hangzhou teilnahmen. Am 13. Dezember gewann Kirill Prigoda Gold im 200 m Brustschwimmen. Er legte die Strecke in 2 Minuten 0,16 Sekunden zurück. Damit stellte er einen neuen Weltrekord auf (TASS, 13.12.2018). Kirill Gennadievitsch Prigoda wurde am 29. Dezember 1995 in Sankt Petersburg geboren. Sein Vater war vierfacher Olympiasieger im Schwimmen, seine Mutter wurde Weltmeisterin im 200 m Brustschwimmen. Der junge Mann ist nicht nur ein hervorragender Schwimmer, er studierte zudem Strategisches Management an der Polytechnischen Universität «Peter der Große» in Sankt Petersburg.

Der russische Schwimmer Kirill Prigoda:

Герои среди нас: студент Политеха Кирилл Пригода – призёр Кубка мира по  плаванию 2016 года

Der 14. Dezember war ein glücklicher Tag für Russland, da gleich drei russische Schwimmer in China Gold gewannen. Kliment Kolesnikow gewann das 100 m Lagenschwimmen. Er schaffte die Distanz in 50,63 Sekunden (TASS, 14.12.2018). Kliment Andrejewitsch Kolesnikow wurde am 9. Juli 2000 in Moskau geboren. Bei den Europameisterschaften 2018 gewann der russische Schwimmer drei Goldmedaillen und stellte einen neuen Weltrekord im 50 m Rückenschwimmen auf. Bei den Olympischen Sommerspielen 2018 in Buenos Aires, Argentinien, war er Russlands Fahnenträger. Dort kassierte er sechs Goldmedaillen.

Der russische Schwimmer Kliment Kolesnikow:

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Am 14. Dezember war auch Wladimir Morosow in Hangzhou erfolgreich. Er gewann Gold im 50 m Freistil und brachte die Distanz in 20,33 Sekunden hinter sich (TASS, 14.12.2018). Wladimir Wiktorowitsch Morosow wurde am 16. Juni 1992 in Nowosibirsk geboren. Bei den FINA-Schwimmweltmeisterschaften in Istanbul gewann er Gold im 50 m und 100 m Freistil.

Im Jahr 2016 wurde er von WADA drangsaliert. Man wollte den jungen russischen Schwimmer bannen, weil er angeblich von einem  „staatlichen Dopingprogramm profitiert“ habe. Deshalb gab FINA seinen Ausschluss von den Olympischen Sommerspielen 2016 in Brasilien bekannt. Aber Wladimir Morosow legte Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne ein, wo man zu seinen Gunsten entschied. So wurde er am 4. August 2016 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zum Wettbewerb zugelassen und nahm an den Olympischen Sommerspielen in Rio teil (swimswam.com, 04.08.2016).

Der russische Schwimmer Wladimir Morosow:

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Der dritte sehr erfolgreiche russische Schwimmer in China war Ewgeni Rylow. Er gewann sogar zweimal Gold in Einzelwettbewerben am 14. und 16. Dezember. Zunächst war er im 50 m Rückenschwimmen mit 22,58 Sekunden der Schnellste, dann zwei Tage später im 200 m Rückenschwimmen mit einer Zeit von 1:47,02 (TASS, 14.12.2018 / 16.12.2018). Der 22-Jährige krönte seine Karriere mit einer dritten Goldmedaille für die 4 x 50-Meter-Staffel im Lagenschwimmen, an welcher er teilnahm. Ewgeni Michailowitsch Rylow wurde am 23. September 1996 in Nowotroitzk in der Oblast Orenburg geboren. Bei den Olympischen Sommerspielen 2014 in Nanjing erhielt er bereits drei Goldmedaillen. Bei den Fina-Weltmeisterschaften 2017 in Budapest folgte eine weitere Goldmedaille.

Der russische Schwimmer Ewgeni Rylow:

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Die sechste und letzte Goldmedaille wurde von vier Männern nach Russland geholt, die in Hangzhou die 4 x 50 m Staffel im Lagenschwimmen gewannen mit einer Zeit von 1: 30,54. An dem Siegerquartett beteiligten sich Ewgeny Rylow, Kliment Kolesnikow, Oleg Kostin und Michail Wekowischew.

Dies zeigt, dass die Russische Föderation sich nicht durch neidische westliche Länder davon abhalten lässt, im Spitzensport erfolgreich zu sein. Das menschliche Reservoir talentierter junger Russen ist riesig. Sie brauchen kein Doping, um Weltrekorde aufzustellen. Das Sporttraining in Russland hat eine lange, erfolgreiche Tradition. Die ehemalige Sowjetunion und jetzige Russische Föderation bleibt eine der führenden Sportnationen der Welt.

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Um weiterhin sicherzustellen, dass junge Sportler hart trainieren, schlagen die russischen Sportbehörden Geldpreise vor für Gewinner von Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2020. „Ein russischer Athlet, der bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio Gold gewinnt, kann mit einer Summe von vier Millionen Rubeln rechnen. Die Olympischen Sommerspiele 2020 werden vom 24. Juli bis zum 9. August in Japan ausgetragen. Insgesamt sind dort 339 Medaillen in 50 Disziplinen zu holen “ (TASS, 21.12.2018).

Hoffentlich sind bis dahin die Differenzen zwischen WADA und Russland beseitigt, damit junge russische Talente in Tokio antreten können.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau.

Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

Acerca de olivia2010kroth

Writer, journalist: The Duran https://olivia2010kroth.wordpress.com
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