Olivia Kroth: Pawel Tschistjakow (1832 – 1919) – Von der Leibeigenschaft zu den Höhen der Kunst in Russland

Pawel Tschistjakow (1832 – 1919): von der Leibeigenschaft zu den Höhen der Kunst in Russland

von Olivia Kroth

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Pawel Petrowitsch Tschistjakow war nicht nur ein talentierter Maler in der Epoche des russischen Realismus, sondern auch ein außergewöhnlicher Kunstpädagoge. Er wurde 1832 geboren und starb am 11. November 1919. Im Jahr 1861 erlebte er die Emanzipationsreform von Zar Alexander II. mit, als alle Leibeigenen in Russland ihre Freiheit erlangten. Dies war für ihn von besonderer Bedeutung, da er aus einer Familie von Leibeigenen stammte. Der Künstler wurde Zeuge der Revolution von 1905 und starb zwei Jahre nach der Oktoberrevolution von 1917. Die Jahrhundertwende brachte in vielerlei Hinsicht gewaltige Umwälzungen für Russland. Pawel Tschistjakow ist das perfekte Beispiel für einen Mann, der aus der Leibeigenschaft frei kam und diese Befreiung zum Aufstieg in der Gesellschaft nutzte. So wurde er ein bekannter Maler und Professor an der Kaiserlichen Akademie der Künste in Sankt Petersburg. Mit seinem pädagogischen Talent bildete er eine neue Generation großartiger Künstler in Russland aus. Er unterrichtete sie an der Akademie und gab ihnen praktische Kurse in seiner schönen Datscha, ganz aus Holz errichtet, heute ein Museum. In Armut geboren, verdiente er später genug Geld, um bequem zu leben. Im November 2019, hundert Jahre nach seinem Tod, ist es an der Zeit zu überdenken, was dieser Mann zur künstlerischen, erzieherischen und gesellschaftlichen Entwicklung Russlands beitrug.

Pawel Petrowitsch Tschistjakow (Павел Петрович Чистяков) wurde am 5. Juli 1832 im Dorf Prudy in der Provinz Twer geboren. Sein Vater war ein Leibeigener, der für den Grundbesitzer General A. Tjutschew arbeitete. Pawels Familie hatte Glück, weil ihr Besitzer ein freundlicher, liberaler Mann war. Er gab Pawels Vater, Pjotr Nikititsch, frei, als das Kind geboren wurde. So wurde Pawel drei Tage nach seiner Geburt aus der Leibeigenschaft befreit. Pjotr Nikititsch war einfacher Herkunft, sorgte aber dafür, dass sein Sohn eine gute Ausbildung erhielt. Pawels erste Schule war die Gemeindeschule von Krasny Cholm (Roter Hügel).

Krasny Cholm (Красный Холм) – Roter Hügel – in der Oblast Twer:

Nach der Gemeindeschule in Krasny Cholm besuchte er die Bezirksschule in Beschezk. In dieser Stadt lernte er das Mädchen kennen, welches er später heiratete: Vera Jegorowna Meyer, die Tochter des Malers Jegor Jegorowitsch Meyer (1820-1867). Ihr Vater war ein russischer Landschaftsmaler und Forschungsreisender, der Teile seines Lebens damit verbrachte, Sibirien zu erkunden.

Pawel Tschistjakow schrieb über dieses erste Treffen: „Als ich ungefähr 14 Jahre alt war, besuchte ich zur Weihnachtszeit die Kirche des Heiligen Johannes des Evangelisten in Beschezk. Dort sah ich ein Mädchen, deren Gesicht mir für immer in Erinnerung blieb. Und als ich 23 Jahre später das Haus ihrer Familie betrat, durchfuhr mich ein Schauer. Denn ich traf das Traummädchen, welches ich in der Kirche von Beschezsk gesehen hatte.“ Pawel und Vera heirateten kurze Zeit später. Sie bekamen drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn.

Beschezk (Бежецк) in der Oblast Twer im 19. Jahrhundert:

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1849 trat er in die Kaiserliche Akademie der Künste in Sankt Petersburg ein. Er lebte bei entfernten Verwandten, weit weg von der Akademie. Nach eigenen Berechnungen musste er jeden Tag etwa 30 Kilometer zum Unterricht und zurück laufen. Er aß sehr sparsam: Gurken, Brot und Tee. Seine Verwandten waren arme Leute, genau wie seine Eltern.

An der Akademie erhielt Pawel Tschistjakow zwei kleine und zwei große Silbermedaillen für seine hervorragenden Zeichnungen und Skizzen aus dem Leben. Für sein Gemälde „Patriarch Hermogenes im Gefängnis“ wurde ihm 1860 eine Goldmedaille verliehen. 1861 machte er seinen Abschluss an der Akademie. Danach arbeitete er als Lehrer in Sankt Petersburg. Im selben Jahr malte er „Bettelkinder“, denn er erinnerte sich zeitlebens an seine bescheidenen Anfänge in Krasny Cholm als Sohn eines befreiten Leibeigenen.

Wappen der Oblast Twer:

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Das Gemälde „Bettelkinder“ zeigt uns, wie arme Kinder zu jener Zeit lebten. Wir sehen zwei traurige, hungrige Kinder in Lumpen. Das kleine Mädchen trägt Bekleidung, die zu groß ist, vielleicht ein altes Kleid ihrer Mutter. Der Junge und sein Schwesterchen stehen in einer Hütte an der Tür. Sie warten auf Essen. Viele arme Familien schickten ihre Kinder zum Betteln von Haus zu Haus, da sie sie nicht  selbst ernähren konnten.

Pawel Tschistjakow schuf dieses Kunstwerk 1861, im Jahr der Emanzipationsreform (Крестьянская реформа). Dies war eine der ersten der von Zar Alexander II. eingeleiteten Reformen. Damit wurde die Leibeigenschaft im russischen Reich abgeschafft. Durch das Edikt erlangten 23 Millionen Menschen ihre Freiheit. Ehemalige Leibeigene erhielten die vollen Rechte von freien Bürgern, einschließlich des Rechts, ohne Einholen von Genehmigungen zu heiraten, Eigentum zu besitzen oder ein Unternehmen zu gründen. Das Manifest sah vor, dass Bauern von ihren vormaligen Besitzern Land kaufen konnten. Leibeigene, die in einem Haushalt gedient hatten, erhielten zwar ihre Freiheit, aber kein Land.

Pawel Tschistjakow: “Bettelkinder” (1861)

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Trotz der neu erworbenen Freiheit blieb das Leben der Leibeigenen in vielerlei Hinsicht hart. Sie erhielten weniger Land, als sie zum Überleben brauchten, was zu Unruhen führte. Ihre Tilgungszahlungen für Landkäufe waren so hoch, dass sie das gesamte Getreide, welches sie produzierten, verkaufen mussten, so dass nichts zum Leben übrig blieb.

Manche der befreiten Leibeigenen sahen sich gezwungen, ihr Land von reichen aristokratischen Grundbesitzern, den Bojaren des Zaren, zu pachten. Pawel Tschistjakow schuf 1876 das Porträt eines solchen Bojaren. Als renommierter Maler hatte er viele Auftraggeber aus der privilegierten Klasse, die ihn für Porträts gut bezahlten.

Pawel Tschistjakov: Porträt “Bojar” (1886)

In den Folgejahren blieben die Ernteerträge der Bauern niedrig. Bald stellte sich in großen Teilen Russlands eine Hungersnot ein. Ohne Nahrung lebten viele Bauern in einem ähnlichen Zustand wie vorher als Leibeigene. Deshalb brachten sie ihre Verachtung für das neue Sozialsystem zum Ausdruck.

Psychologen und Soziologen argumentieren, dass 800 Jahre Leibeigenschaft in Russland ein historisches Trauma schufen, das im kollektiven Gedächtnis des Volks haften blieb und eine kollektive Identität formte. Die Leibeigenschaft in Russland lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen.

Zar Alexander II: Die Emanzipationsreform von 1861

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Eine eigenständige russische, später sowjetische Identität entstand erst um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, nachdem die Leibeigenschaft abgeschafft war. Das kollektive Trauma der erzwungenen Knechtschaft mit Unterordnung unter den Willen und die Launen Anderer wurde jedoch von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Es hielt das ganze 20. Jahrhundert an und ist teilweise sogar noch im 21. Jahrhundert präsent.

Das historische Trauma wurde weiter vererbt wie ein genetisches Erbe, so dass auch Familienmitglieder, die dieses Trauma nicht direkt erlebten, dessen Auswirkungen viele Jahre später spüren. So wurde das individuelle Trauma der Leibeigenschaft kollektiv, da es einen erheblichen Teil der Bevölkerung betrifft. Das historisches Trauma ist mit erhöhter Stressanfälligkeit und Traumasymptomen wie Alkohol- und Drogenmissbrauch, Depressionen, Infektionen, promisken Gewohnheiten, Gewalt und Selbstmord verbunden.

Pawel Tschistjakov: Porträt “Russisches Mädchen”

Die traumatischen Auswirkungen der Leibeigenschaft in Russland untergruben das Verständnis der Betroffenen für ihre Identität, ihre Werte, ihre eigene Bedeutung, was sich in Symptomen von Angst, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung äußerte. Das Leben russischer Leibeigener besass wenig Wert und Bedeutung. Sie wurden nur für ihre Arbeits- oder Fortpflanzungsfähigkeit geschätzt. Ausserdem durften sie keine Schulen besuchen, konnten weder lesen noch schreiben.

Das akkumulierte Trauma der Leibeigenschaft entlud sich schliesslich in den beiden russischen Revolutionen von 1905 und 1917 mit Blutvergießen und Gewalt. Die Familie des Zaren wurde getötet, der Adel enteignet und ins Exil getrieben. Ihr Besitz wurde verstaatlicht. Die befreiten Leibeigenen nahmen sich das, was sie als ihr Eigentum ansahen. Sie waren 800 Jahre lang ausgebeutet worden und hatten keinen Lohn für ihre Arbeit erhalten. Nun ergriffen sie, was ihnen zustand.

Lenin kehrte 1917 aus dem Ausland nach Russland zurück:

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Im Oktober 1917 übernahm Lenins bolschewistische Partei die Macht und gründete den ersten kommunistischen Arbeiterstaat. Jeder, der arbeitete, wurde bezahlt. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung des aufstrebenden sowjetischen Staats bestand aus Analphabeten, aus ehemaligen Leibeigenen. Die Bolschewiken eröffneten Schulen für die gesamte Bevölkerung. Zum ersten Mal in der russischen Geschichte konnte jedes Bauernkind eine höhere Ausbildung erhalten.

In den Folgejahren lernten 180 Millionen Menschen lesen und schreiben, 120 Millionen Kinder erhielten eine kostenlose Ausbildung und Millionen junger Leute studierten an Universitäten. In weniger als 15 Jahren, von 1923 bis 1938, wurde die UdSSR eine der führenden Volkswirtschaften der Welt. Der Staat begann auch landesweit, menschenwürdige Wohnungen für alle zu bauen. Zum ersten Mal in der Geschichte konnten die Russen in soliden Häusern leben, obwohl die sowjetischen Standardwohnblöcke teiweise nicht sehr ansehnlich waren.

In Pawel Tschistjakows Haus, Puschkin (Zarskoje Selo):

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Hätte Pawel Tschistjakow diesen Wohnblocks seinen Segen gegeben? Vielleicht nicht, denn er war ein Ästhet, der Schönheit schuf und sich mit Schönheit umgab. In seinen späteren Jahren, als der Maler Berühmtheit und Geld erlangte, besass er ein komfortables Zuhause, eine schöne Datscha aus Holz in Zarskoje Selo. Diese kleine Stadt trug bis 1917 den Namen “Zarensiedlung”, von 1918 bis 1937 Dezkoje Selo, das”Kinderdorf”, schließlich “Puschkin” von 1937 bis heute.

Im Jahr 1872 erhielt Pawel Tschistjakow den Posten eines außerordentlichen Professors an der Kaiserlichen Akademie der Künste in Sankt Petersburg. 1892 wurde er Mitglied des akademischen Rats und Leiter der Mosaikwerkstatt. Nun widmete er sich voll und ganz dem Unterricht an der Akademie und bot den Studenten im Sommer Praktika in seiner Datscha an. Er gilt als Kunstlehrer, der viele berühmte russische Künstler ausbildete, die in seine Fußstapfen traten.

Kaiserliche Russische Kunstakademie in Sankt Petersburg:

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Er war ein ziemlich strenger und anspruchsvoller Lehrer. Insbesondere machte er sich über die Eigenschaft der Selbstzufriedenheit lustig, welche er als Haupthindernis für kreatives Wachstum sah. Pawel Tschistjakow besass ein untrügliches Gespür für die Fähigkeiten seiner Schüler. Er schien vorauszusehen, was später aus ihnen würde. Er schätzte Talent, wusste aber, dass jeder Künstler vor allem viel Geduld und Ausdauer braucht.

Hunderte von Studenten durchliefen seine akademischen Klassen und Praktika. Der beste Beweis für die herausragende Rolle, welche er als Kunstlehrer in Russland spielte, ist eine Reihe ausgezeichneter Schüler, die später berühmte Meister wurden: Wassili Polenow (1844-1927), Ilja Repin (1844-1930), Wassili Surikow (1848-1916) ), Wiktor Wasnezow (1848-1926), Yehuda Pen (1854-1937), Michail Wrubel (1856-1910), Walentin Serow (1865-1911), Wiktor Borisow-Musatow (1870-1905).

Pawel Tschistjakow, portraitiert von seinem Schüler Walentin Serow:

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Einer seiner Schüler beschrieb Pawel Tschistjakow folgendermaßen: „Er lehrte nach einer Methode, die brillante Ergebnisse brachte. Er war ein kleiner, dünner Mann mit Bart, bäuerlicher Frisur und klugen, durchdringenden Augen, immer bescheiden gekleidet, ohne den geringsten Anspruch zu erheben.” Eines seiner Mottos lautete: “Kunst berührt und erhebt die Seele, aber wahre Kunst tut es leise und unauffällig” (1881).

Pawel Tschistjakow bat seine Schüler, die Natur zu erforschen: „Für das Malen sollte man zuerst die Natur erforschen und erst danach lernen, wie man sie darstellt.“ Er betrachtete die Natur als Inspirations- und Wissensquelle für das Schaffen von Kunst. Als realistischer Künstler glaubte er, dass nur Kunst, die das wirkliche Leben widerspiegelt, eine Quelle des Wissens sein könne. Er forderte jedoch von seinen Schülern eine kreative Neuinterpretation des realen Lebens nach ihren eigenen Vorstellungen.

In Pawel Tschistjakows Haus in Puschkin (Zarskoje Selo):

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Er glaubte, dass Professionalität in der Kunst nur durch systematische, durchdachte Studien erreicht werden könne. Ein Künstler sollte sich eine gute Allgemeinbildung aneignen. Der Gedankenaustausch zwischen Schülern und Lehrern war ihm ebenfalls wichtig. Pawel Tschistjakov war immer bereit, Fragen seiner Studenten zu beantworten und an Diskussionen über Malerei teilzunehmen. Er war selbst ein gebildeter Mann. Sein Sohn erinnerte sich: „Pawel Petrowitsch interessierte sich neben der Malerei für viele andere Dinge: Literatur, Musik, Philosophie, Religion, Wissenschaft und sogar Sport. Das alles faszinierte ihn.“ Pawels Sohn wurde von Beruf Sänger.

Nach langjähriger pädagogischer Praxis entwickelte Professor Tschistjakow hilfreiche Vorschläge zur Struktur von Lehrplänen für den russischen Kunstunterricht. Er war überzeugt, dass der Kunstunterricht als Pflichtfach in das russische Schulprogramm an höheren Schulen aufgenommen werden sollte. Er betrachtete Kunst als ein wichtiges Instrument für die Entwicklung junger Menschen, da sie ihnen helfe, etwas über die Welt zu lernen.

Diese Büste von Pawel Tschistjakow steht in seinem Haus/Museum in Puschkin:

Дом-музей П. П. Чистякова (Россия, Пушкин) фото

Professor Tschistjakow war der Ansicht, dass der Kunstunterricht an Schulen systematisch und sukzessiv in Stufen ausgeführt werden sollte. Theorie sollte mit Praxis verbunden sein. Eine neue Aufgabe durfte erst gegeben werden, nachdem die vorherige vollständig abgeschlossen und verstanden war. So formte er seinen eigenen Lehrplan, indem er den Schülern nach und nach schwierigere künstlerische und kreative Ziele setzte. Pawel Tschistjakow betrachtete seine kunstpädagogischen Aktivitäten als einen Dienst an seinem Land (Oksana Piviuk, „LEHRMETHODEN UND PÄDAGOGISCHE IDEEN VON
PAWEL PETROWITSCH TSCHISTJAKOW “, Universität von Arizona 2013).

Der berühmte russische Maler Michail Nesterow schrieb in seinen Memoiren über den Professor: „Jedes Mal, wenn ich in Sankt Petersburg war, versuchte ich Pawel Petrowitsch in seinem privaten Atelier oder im Mosaikstudio der Akademie zu besuchen. Ich verehrte Pawel Petrowitsch als Lehrer und Künstler. Sein Unterrichtssystem schätzte ich sehr. Ich liebte seinen originellen Geist, seine einmalige Art zu reden und seine aufrichtige russische Seele. “

Pawel Tschistjakows Grabstätte auf dem Friedhof von Puschkin (Zarskoje Selo):

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Am 11. November 1919, zwei Jahre nach der Oktoberrevolution von 1917, verstarb Pawel Tschistjakow und wurde in Zarskoje Selo (Puschkin) beigesetzt. Im November 2019, hundert Jahre nach seinem Tod, ist es an der Zeit, seine Bedeutung wieder in Erinnerung zu bringen. Er war nicht nur ein bedeutender Künstler, sondern vor allem ein hervorragender Lehrer, dessen langjährige Tätigkeit an der Kaiserlichen Akademie der Künste in Sankt Petersburg maßgeblich das Schicksal der realistischen Malerei in Russland an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert beeinflusste.

Pawel Tschistjakows Lehrmethoden und pädagogische Ansätze waren innovativ und erfolgreich. Er sorgte für die Qualität von Kunsterziehung an russischen öffentlichen Schulen. Durch seinen Aufstieg zu den Höhen russischer Kunst wurde er zu einem außergewöhnlichen Menschen, der eine wichtige Rolle in der Entwicklung der russischen Kunstausbildung spielte.

Darüber hinaus kann er als eindrucksvolles Beispiel für die erste Generation befreiter Leibeigener gelten, die ihren Weg an die Spitze der russischen Gesellschaft fanden aufgrund von Talent, Hingabe und harter Arbeit. Pawel Tschistjakows Erfolgsgeschichte ist es wert, gewürdigt zu werden.

Haus und Museum von Pawel Tschistjakow in Puschkin (Zarskoje Selo):

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau.

Ihr Blog:

http://olivia2010wordpress.com

Die englische Fassung dieses Textes erschien auch in THE DURAN:

Pavel Chistyakov (1832 – 1919) – from serfdom to the heights of art in Russia

Acerca de olivia2010kroth

Writer, journalist: The Duran https://olivia2010kroth.wordpress.com
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