Olivia Kroth: Russlands Überlegenheit im Sport ärgert WADA

Russlands Überlegenheit im Sport ärgert WADA

von Olivia Kroth

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Die Russinnen gewannen in der ersten Dezemberwoche 2019 drei Medaillen beim Eiskunstlauf-Finale der ISU im italienischen Turin. Drei talentierte junge russische Eisläuferinnen holten Gold, Silber und Bronze. Dann standen sie auf dem Siegerpodest, während drei russische Flaggen hinter ihnen gehisst wurden. Die russischen Siegerinnen sangen die russische Nationalhymne gemeinsam mit vielen russischen Zuschauern, welche im Stadion russische Transparente schwenkten und tanzten. Dies ärgerte Russlands „westliche Partner“, einschließlich der berüchtigten WADA, so sehr, dass sofortige Strafmaßnahmen ergriffen wurden. Nur wenige Tage später, am 9. Dezember 2019, beschloss WADA, alle russischen Sportlerinnen und Sportler für die nächsten vier Jahre von internationalen Wettbewerben auszuschließen. Nun wird es Sportlern westlicher Länder möglicherweise glücken, einige Goldmedaillen mehr als zuvor zu gewinnen. Dazu werden sie jedoch härter trainieren müssen und bessere Trainer brauchen. Zudem werden sie den eisernen Willen ihrer russischen Konkurrenz benötigen. In der Zwischenzeit haben die Russen beschlossen, gegen das generelle Verbot von WADA beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) im schweizerischen Lausanne Einspruch einzulegen.

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“Russlands Überlegenheit” lautet die Überschrift eines Artikels von Rachel Griffith. Sie lobte die Trainerin der russischen Eiskunstläuferinnen Eteri Tutberidze und ihre siegreichen Damen. In Turin erhielt Aljona Kostornaja die Goldmedaille, Anna Schtscherbakowa Silber und Alexandra Trussowa Bronze. Das russische Trio gewann in der ersten Seniorensaison alle sechs Wettbewerbe des Grand Prix. „Alle drei gaben in dieser Saison ihr Seniorendebüt. Die in den Medien als 3A – Aljona, Anna, Alexandra  – bezeichneten Jugendlichen mischten den Grand Prix auf“ (OLYMPIC CHANNEL, 02.12.2019).

Auch die Sportreporter von NBC gaben zu, dass Russland die führende Nation bei Eislaufwettbewerben ist: „Aljona Kostornaja führte, als sich die russischen Mädchen beim Finale des Grand Prix ihre Medaillen holten. Dies war ein historischer Erfolg für jene Nation, welche sich in den letzten sechs Jahren als dominierende Kraft im Eiskunstlauf erwies. Die 16-jährige Kostornaja landete in ihrer ersten internationalen Seniorensaison drei dreifache Axel-Sprünge in zwei Programmen und erzielte mit 247.59 Punkten die weltbeste Punktzahl in dieser Saison. Russland ist die einzige Nation, welche in der 25-jährigen Geschichte dieser Veranstaltung, dem zweitgrößten internationalen Wettbewerb nach den Weltmeisterschaften, alle verfügbaren Medaillen in einer Disziplin erringen konnte. Das geschah allerdings schon einmal früher mit Russlands Herrren in der Saison 1998/99“ (NBC SPORTS, 07.12.2019).

Aljona Kostornajas Kurzprogramm beim ISU Grand Prix in Turin:

Selbstverständlich berichtete das russische Nachrichtenmedium RT gleichfalls stolz über die neuesten Erfolge der Russinnen im Detail: „Die aufstrebende russische Eiskunstläuferin Aljona Kostornaja gewann ihr erstes Grand Prix Finale der ISU in Turin. Sie führte dem Publikum eine makellose Routine vor und lag mit ihrem Ergebnis deutlich ganz vorne. Kostornaja, die 16-jährige Schülerin der renommierten russischen Trainerin Eteri Tutberidze, hatte bei ihrem ersten Eiskunstlauf-Finale im italienischen Turin einen atemberaubenden Auftritt. Im Kurzprogramm und in der Gesamtsumme ihrer Punktzahl stellte sie einen neuen Weltrekord auf. Mit einem komfortablen Vorsprung nach dem Kurzprogramm eröffnete Kostornaja ihre Kür mit zwei dreifach gesprungenen Axeln. Der Axel gilt als schwierigster Sprung, er ist der Königssprung des Eiskunstlaufs. Einen der Axels kombinierte sie mit einem doppelten Toelop. Diese Zehenschleife ähnelt einer Pirouette im Ballett. Aljona meisterte alle weiteren Elemente und Figuren fehlerfrei, wodurch sie eine Gesamtpunktzahl von  247.59 erreichte“ (RUSSIA TODAY, 08.12.2019).

Aljona Kostornaja lief  elegant und schwungvoll zur Musik von “Neumond” und “Dämmerung”. Danach sagte sie zu Reportern: „Ich war motiviert, heute einen neuen Rekord aufzustellen. Ich bin sehr glücklich, weil ich es heute wie gestern schaffte, fehlerfrei zu laufen. Natürlich haben mir viele Leute geholfen, die mich unterstützten“ (FRANCE 24, 07.12.2019).

Eteri Tutberidze (Mitte) und Sergej Dudakow (rechts) trainieren die russische Damenmannschaft im Eiskunstlauf:

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Aljona Sergejewna Kostornaja (Алёна Сергеевна Косторная) wurde am 24. August 2003 in Moskau geboren. Sie hat einen jüngeren Bruder. Im Jahr 2007 begann sie als Vierjährige mit dem Schlittschuhlauf. Von 2012 bis 2017 wurde sie von Jelena Schgun in Moskau trainiert. Dann wechselte sie zu den Nationaltrainern Eteri Tutberidze und Sergej Dudakow über.

Aljona Kostornaja wurde Siegerin im Grand Prix Finale von 2019. Sie gewann auch Internationaux de France 2019, die NHK Trophäe in Sapporo, Japan, sowie die CS Finlandia Trophäe 2019. Derzeit hält sie den Weltrekord der Gesamt- und Kurzprogrammwerte.

https://www.instagram.com/aliona_officialnew/?hl=en

Auf ihrer Instagram-Seite zeigt sie Fotos mit ihrem Hund, ihren Freunden, Turnschuhen, Schulbüchern und Koffern. Sie sieht aus wie eine typisch russische Jugendliche – aber eine Jugendliche, die früh berühmt wurde. Weiterhin können wir betrachten, wie sie in Tokio Eis isst oder mit einem Strauß Rosen in der Duma, dem russischen Parlament, steht. Neben dem Eiskunstlauf liebt Aljona auch das Reiten und Schwimmen im Meer.

Aljona Kostornaja gewann Gold in Turin:

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Die Silbermedaille ging an die Russin Anna Schtscherbakowa, die zwei vierfache Lutz landen konnte. Mit ihrer persönlichen Bestnote von 162.65 siegte sie in der Kür und sicherte sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Anna lief zur Musik “Feuervogel”.

In der russischen Folklore ist der Feuervogel (жар-птица) ein magischer und prophetischer Vogel, dessen Gefieder leuchtet. Beseelt von dem Geist dieses Vogels wirbelte Anna in einem blau-gold-roten Kostüm über das Eis. Der Feuervogel erwies sich für die talentierte junge Eiskunstläuferin als prophetisch: Anna gewann die Silbermedaille für ihre insgesamt hervorragende Leistung.

Anna Schtscherbakowa holte sich als “Feuervogel” auf dem Eis die Silbermedaille in Turin:

Das Erscheinen des Feuervogels in russischen Märchen deutet auf eine schwierige Aufgabe hin. Die schillernden Federn dienen als Vorboten einer schweren Reise, wobei sich unterwegs magische Helfer einstellen, die dem Helden oder der Heldin helfen, mit einem Preis aus dem fernen Land zurückzukehren.

Genau dies geschah mit Anna. Ihr Streben nach Erfolg führte sie im Alter von drei Jahren auf die anstrengende Reise des Eiskunstlaufs. Ihre Trainer halfen ihr auf dem Weg nach oben. So konnte Anna mit einer begehrten Medaille, die sie beim Grand Prix Finale in Turin gewann, aus dem fernen Italien zurückkehren.

Der magische Feuervogel im russischen Volksmärchen:

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Anna Stanislawowna Schtscherbakowa (Анна Станиславовна Щербакова) wurde am 28. März 2004 in Moskau geboren. Sie hat eine ältere Schwester, Inna, und eine jüngere Schwester, Jana. Auf ihrer Instagram-Seite können wir sehen, dass sie auch eine Katze und einen Hund besitzt. Zudem reist sie gern.

https://www.instagram.com/anna__shcherbakova_/?hl=fr

Im Jahr 2007 begann Anna als Dreijährige mit dem Eiskunstlauf bei der Trainerin Oksana Bulitschewa auf der Chrustalni-Bahn der Olympischen Reserve-Sportschule Nr. 37 (später umbenannt in “Sambo 70”) in Moskau. 2013 wechselte sie zu den Nationaltrainern Eteri Tutberidze und Sergej Dudakow über.

Anna gewann die Silbermedaille des Grand Prix 2019 in Turin. Sie erreichte den ersten Platz bei den Russischen Meisterschaften 2019, bei Skate America 2019, Cup of China 2019 und holte sich die CS Lombardei Trophäe 2019.

Anna Schtscherbakowa gewann die Silbermedaille beim ISU Grand Prix Finale in Turin:

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Alexandra “Sascha” Wjatscheslawowna Trussowa (Александра Вячеславовна Трусова) wurde am 23. Juni 2004 in Rjasan geboren, 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Mit 166.62 Punkten hält sie derzeit den Weltrekord in der Kür. Sascha erhielt die Bronzemedaille im ISU Grand Prix Finale 2019 in Turin. Sie siegte bei Skate Canada 2019, Rostelecom Cup 2019 und CS Ondrej Nepela 2019. Darüber hinaus ist sie die erste weibliche Eiskunstläuferin, der vierfache Lutz-, Flip- und Toelop-Sprünge gelangen.

Ihr Vater Wjatscheslaw Trussow ist Meister des Sports in drei verschiedenen Kampfsportarten. Alexandra Trussowa hat zwei jüngere Brüder, Egor und Iwan. 2008 begann sie im Alter von vier Jahren mit dem Eiskunstlauf. Bis 2015 trainierte sie zunächst in ihrer Heimatstadt Rjasan bei Olga Schewzowa. Anschließend zog sie nach Moskau, wo sie von Alexander Wolkow betreut wurde, danach von den Nationaltrainern Eteri Tutberidze und Sergej Dudakow ab 2016.

Alexandra Trussowas Alltag im Interview:

Als begeisterte Tierliebhaberin hat Alexandra Trussowa ein Chihuahua-Hündchen namens Tina, das sie oft zu Wettbewerben begleitet, und auch einen Zwergpudel namens Lana. Auf ihrer Instagram-Seite sehen wir Sascha neben einem Weihnachtsbaum, die kleine Chihuahua-Hündin ist in verschiedene Weihnachtsmäntelchen gekleidet. Es gibt auch viele Bilder von Freunden, Trainern und Übungen auf dem Eis.

https://www.instagram.com/avtrusova/?hl=en

Der Olympische Sportkanal bemerkte: „Noch in der vergangenen Saison galten Vierfachsprünge als Seltenheit im Bereich der Seniorinnen – aber Trussowa und Schtscherbakowa gehen in technischer Hinsicht neue Wege. Die 15-jährige Trussowa zeigte nicht weniger als vier Vierfachsprünge in ihrer Kür, während die ebenfalls 15-jährige Schtscherbakowa zwei vierfache Lutz landete“ (OLYMPIC SPORTS CHANNEL, 02.12.2019).

Es mag seltsam anmuten, 15-jährige Mädchen als Seniorinnen zu bezeichnen, aber so heißt die Kategorie des Wettbewerbs. Die beiden jungen Russinnen waren 2019 zum ersten Mal dabei.

Alexandra Trussowas Kür beim ISU Grand Prix Finale in Turin:

NBC kommentierte: „Diese russische Revolution, die das Punktesystem und die jugendlichen Körperformen optimal nutzt, um langjährige technische Normen des Eiskunstlaufs der Damen auf den Kopf zu stellen, hat die Disziplin in zwei Kategorien von Läuferinnen unterteilt: solche, die können, und solche, die nicht können.  Einerseits gibt es Läuferinnen, welche die mit hohen Punktzahlen belohnten Vierfachsprünge beherrschen, um alle Medaillen zu gewinnen. Andererseits gibt es diejenigen, welche diese großartigen Sprünge nicht beherrschen und ab sofort keine Chance mehr haben, auf das Siegerpodium zu steigen, von dem sie verdrängt worden sind.

Angesichts dessen, was in dieser Saison bereits geschah, war es nicht verwunderlich, dass die Russinnen Aljona Kostornaja, Anna Schtscherbakowa und Alexandra Trussowa alle Medaillen im Finale gewannen. Jede hatte sich durch den Sieg in zwei von sechs Wettbewerben der Grand-Prix-Serie qualifiziert. Es überraschte, wie weit und schnell diese russische Troika vorpreschte, wie weit und schnell sie alle anderen hinter sich zurückließ. Bis zur letzten Saison zeigten Seniorinnen keine vierfachen Sprünge. Überlegen Sie, was die russische Troika leistete!“ (NBC, 13.12.2019).

“Früh übt sich….”: Anna Schtscherbakowa und Alexandra Trussowa beim Tanztraining mit 13 Jahren (2017)

“Ich bin nicht streng, das ist ein Mythos. Dies ist meine Arbeit. Ich erfülle meine Aufgabe. Jeden Tag gibt es etwas Neues. Jeder Tag bringt beim Training neue Überraschungen”, sagte Nationaltrainerin Eteri Tutberidze im Interview. “Ich möchte, dass sie alle perfekt laufen. Ich will  sehen, wie viel Punkte sie erzielen können, wenn es keine Fehler gibt. Wahrscheinlich nehmen die drei (Aljona, Anna, Alexandra) bei Wettbewerben deshalb  das gesamte Siegerpodest ein, weil sie immer einen sicheren Spielraum beibehalten. Das heißt, durch die besonders schwierigen technische Elemente bleibt ihre Gesamtpunktzahl immer hoch, auch wenn sie Fehler machen” (FS-GOSSIP, 02.01.2020).

Was sagen die Mädchen, welche bei Eteri Tutberidze trainieren? Sie wissen, was von ihnen verlangt wird. Die erforderlichen Charakterzüge sind Disziplin, Ehrgeiz, Selbstbewusstsein und Zielstrebigkeit. Dazu kommen die körperlichen Qualitäten: Füße, Knöchel, Knie und Hüften müssen in hervorragendem Zustand sein. Für den Eiskunstlauf werden kräftige Gelenke und Muskeln, gerade Gliedmaßen und ein starker Rücken benötigt, auch gute natürliche Beweglichkeit und eine elegante Körperhaltung. Die Flexibilität kann trainiert, Kraft und Ausdauer können gesteigert werden durch tägliches Üben. Künstlerische Artikulation kann ebenfalls erlernt werden.

Die Trainerin erwartet, dass ihre Schülerinnen hart an sich selbst arbeiten, Verantwortung für sich selbst tragen, aufmerksam und lernfähig sind, aus Kritik lernen. Sie erwartet Selbstreflexion über Fortschritte und Fehler, Anpassung an die waltenden Umstände, auch eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Schmerzen und körperliche Beschwerden. Wer all das schafft, hat eine Chance auf Siege und Medaillen im Spitzensport.

Die Nationaltrainerin Eteri Tutberidze im Interview:

Was die russische Damentroika beim ISU Grand Prix Finale in Turin vollbrachte, könnte WADA so sehr verärgert haben, dass man beschloss, die Russen sofort zu blockieren. So erließ WADA ein generelles Teilnahmeverbot an internationalen Wettbewerben für die gesamte Sportwelt Russlands. Der Aufsichtsrat der russischen Anti-Doping-Agentur (RUSADA) empfahl jedoch, den Sanktionen nicht zuzustimmen, sondern den Fall an das Schiedsgericht für Sport (CAS) im schweizerischen Lausanne weiterzuleiten.

“Das Quorum war vorhanden und der Aufsichtsrat von RUSADA hatte laut Satzung das Recht, der Generalversammlung Empfehlungen zu unterbreiten”, sagte der Aufsichtsratvorsitzende Alexander Iwlew. “Im Rahmen der Debatten über die Entscheidung der WADA vom 9. Dezember 2019 haben wir beschlossen, diese anzufechten” (TASS, 19.12.2019).

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Neben russischen Sportfunktionären und Politikern wunderten sich auch ausländische Staatsoberhäupter über die harten Maßnahmen von WADA. Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel erklärte: “Kuba widersetzt sich den ungerechten Sanktionen der Welt-Anti-Doping-Agentur gegen Russland.” Auf Twitter schrieb er: “Entscheidungen im Bereich des Sports und der Internationalen Olympischen Bewegung dürfen nicht auf politischen Erwägungen oder Doppelmoral beruhen“ (TASS, 12.12.2019).

Russlands Präsident Wladimir Putin ist selbstverständlich gleichfalls der Ansicht, dass die Entscheidung von WADA nicht gerechtfertigt sei. Er bezeichnete das vierjährige Verbot für russische Sportlerinnen und Sportler, an internationalen Sportwettkämpfen teilzunehmen, als illegal, da Verbote nicht kollektiv, sondern individuell ausgesprochen werden sollten. Bei seiner Pressekonferenz zum Ende des Jahres 2019 sagte der russische Präsident, die Entscheidung von WADA sei politisch motiviert und nicht fair: „Wenn die große Mehrheit unserer Athleten sauber ist, warum sollten sie dann bestraft werden? … Diese Entscheidung widerspricht der olympischen Charta“ (THE MOSCOW TIMES, 19.12.2019).

Kubas Staatschef Miguel Diaz-Canel:

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In seiner Kritik an WADA wurde der Präsident vom russischen Außenminister Sergej Lawrow unterstützt. Dieser erklärte: “Die Entscheidungen werden von fünfzehn Personen getroffen. Dreizehn von ihnen kommen aus NATO-Mitgliedsstaaten. Außerdem sind auch ein afrikanisches und ein lateinamerikanisches Land dabei. Wenn sich die Leidenschaft für den Kampf gegen Doping ausschließlich darauf konzentriert, die Stimmen derer zu vereinen, welche Russland mit allen Mitteln und in jeder Hinsicht zurückhalten wollen, dann gibt es Gründe, eine offensichtlich politische Motivation für solche Aktionen zu erkennen.”

Laut Sergej Lawrow werde die russische Regierung weiterhin genau auf  Unparteilichkeit und Transparenz in WADA-Entscheidungen achten: „Wir werden sehen, wie WADA es schaffen kann, dieses Thema offen, transparent und ehrlich zu diskutieren“ (TASS, 23.12.2019).

Der russische Präsident Wladimir Putin mit Aussenminister Sergej Lawrow:

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Trotz der Sanktionen von WADA trainieren russische Sportler weiter für künftige internationale Wettkämpfe, zum Beispiel für die bevorstehenden Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio, Japan. Sie hoffen, dass das Schiedsgericht für Sport (CAS) in Lausanne zu ihren Gunsten entscheiden wird.

Der Schweizer Anwalt Claude Ramoni verteidigt die Interessen des Russischen Olympischen Komitees, während die Schweizer Anwaltskanzlei Schellenberg Wittmer die Interessen der Russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA vertritt. Schellenberg Wittmer wurde im Jahr 2000 gegründet. Die Firma hat bereits viele russische Athleten rechtlich unterstützt.

Hoffen wir also auf das Beste. Viel Glück, Gesundheit und Erfolg für alle russischen Athleten in den kommenden Jahren!

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau. Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

Die englische Version dieses Textes erschien auch in THE DURAN:

WADA discontent over Russian domination in sports

Acerca de olivia2010kroth

Writer, journalist: The Duran https://olivia2010kroth.wordpress.com
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