Olivia Kroth: Lektionen in russischer Geschichte – Die letzten Tage des letzten Zaren (V. Teil)

Lektionen in russischer Geschichte: Die letzten Tage des letzten Zaren (V. Teil)

von Olivia Kroth

Nachdem in den frühen Morgenstunden des 17. Juli 1918 der letzte Zar, seine Familie und die Bediensteten von Jakow Jurowski und 11 weiteren Tschekisten im Haus von Ipatijew in Jekaterinburg erschossen wurden, stellt sich die Frage, warum Jakow Jurowski so bedacht darauf war, die letzten Romanows zu beseitigen. Die Antwort ist zu finden, wenn wir seine ethnischen Wurzeln und seine Erziehung betrachten.

Juden in Russland

Jakow Jurowski war jüdischer Abstammung, er wurde als Jankel Chaimowitsch im Gouvernement Tomsk, Sibirien, geboren. Die russischen Juden hatten lange Zeit unter zaristischem Antisemitismus und Pogromen gelitten. Wahrscheinlich hasste Jakow Jurowski, ehemals Jankel Chaimowitsch, nicht so sehr den letzten Zaren persönlich, wie er die Institution des Zarentums im Allgemeinen hasste und sie vollständig zerstören wollte.

Die zaristischen Pogrome gegen Juden im Russischen Reich wurden von Regierungsbehörden unter Aufsicht der Ochrana, der zaristischen Geheimpolizei, geplant und durchgeführt. Das erste große Pogrom fand 1821 in Odessa statt. Weitere Pogrome folgten in Kiew und Odessa von 1881 bis 1884. Auslöser dieser schweren Judenverfolgung war die Ermordung Zar Alexanders II. im Jahr 1880. Man hielt die Juden dafür verantwortlich.

Von 1903 bis 1906 folgten weitere blutige Pogrome. Etwa 2.000 Juden wurden getötet und viele verletzt. Das Pogrom in Kischinjow, Bessarabien, heute Moldawien, im Jahr 1903 war eines der brutalsten Pogrome der russischen Geschichte. Auch andere Städte waren betroffen: Kertsch, Kiew, Odessa, Simferopol und Jekaterinoslaw.

Diese Pogrome veranlassten viele russische Juden, die Wahrnehmung ihres Status innerhalb des Russischen Reichs neu zu bewerten.Viele wanderten aus, einige blieben jedoch in Russland. Die meisten, die nicht emigrierten, schlossen sich den Bolschewiken und später der neu gegründeten Tscheka an. Dies war der Fall bei Jankel Chaimowitsch, alias Jakow Michailowitsch Jurowski.

Pogrome gegen Juden im Russischen Reich:

Jankel Chaimowitsch /Jakow Michailowitsch Jurowski wurde am 19. Juni 1878 in Kainsk, im Gouvernement Tomsk, geboren. Er war das achte von zehn Kindern einer großen jüdischen Arbeiterfamilie. Sein Vater Chaim Jitzakowitsch war Glaser, seine Mutter Esther Moischewna arbeitete als Näherin.

Jankels Großvater Jitzak fungierte als Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Poltawa. So wuchs Jankel in einem orthodox-jüdischen Umfeld auf und besuchte die Schule der Synagoge in Tomsk. Danach arbeitete er ab 1890 als Uhrmacherlehrling in Tobolsk und Tomsk. 1904 heiratete er in der Synagoge Mane Jankelewoi Kaganer. Er war auch in Feodosia und Jekaterinodar auf der Krim und in Batum, Georgien, als Uhrmacher tätig. Diese Gebiete gehörten zum Russischen Reich.

1905 schloss sich Jankel Chaimowitsch revolutionären Kreisen in Tomsk an. Zunächst beteiligte er sich an den Kampfverbänden des jüdischen Bunds. Später wurde er Bolschewik, dem Beispiel seines engen Freunds Jakow Swerdlow folgend, und beschäftigte sich mit der Verbreitung marxistischer Literatur. 1907 nach Jekaterinodar auf der Krim zurückgekehrt, eröffnete er dort sein eigenes Uhrengeschäft.

Jankel Chaimowitsch /Jakow Michailowitsch Jurowski mit seinem Sohn:

Der Bund war eine säkulare jüdische Arbeiterpartei, die von 1897 bis 1920 im Russischen Reich existierte. Die Bundisten befürworteten eine weitreichende Demokratie, national-kulturelle Autonomie für osteuropäische Juden und Schaffung eines säkularen Bildungssystems. Der Bund unterstützte die Entwicklung der jüdischen Kultur in der jiddischen Sprache. Die Bundisten glaubten, dass Juden nicht assimiliert werden sollten.

Der Bund war auch eine antizionistische Partei und lehnte die jüdische Auswanderung nach Palästina ab, während er aktiv gegen Antisemitismus kämpfte. Die Bundisten verteidigten jüdische Bürger- und Kulturrechte. Im Jahr 1921wurde der russische Bund in die Kommunistische Partei eingegliedert. Die Hymne des Bunds, bekannt als «der Eid» («Schwur» auf Jiddisch), wurde 1902 von S. Anski geschrieben:

«Brüder und Schwestern in Mühsal und Kampf / Alle, die weit und breit zerstreut sind / Kommt zusammen, die Fahne ist bereit / Sie weht im Zorn, sie ist rot von Blut! / Schwöre einen Eid auf Leben und Tod! / Himmel und Erde werden uns hören, / Die hellen Sterne werden es bezeugen. / Ein Blutschwur, ein Tränenschwur, / Wir schwören, wir schwören, wir schwören! / Wir schwören dem Bund unendliche Treue. / Nur er kann die Sklaven jetzt befreien. / Die rote Fahne ist hoch und breit. / Sie weht in Wut, ist rot von Blut! / Schwöre einen Eid auf Leben und Tod!»

Hymne des Bunds, «Schwur»:

Wahlplakat des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbunds, aufgehängt in Kiew, 1917. Überschrift: «Wo wir leben, ist unser Land!» Innenrahmen: «Abstimmungsliste 9, Bund». Unten: «Eine demokratische Republik! Volle nationale und politische Rechte für Juden!»:

Ab 1912 lebte Jakow Jurowski in Jekaterinburg im Ural, wo er eine Uhrenwerkstatt und ein Geschäft für Fotografie eröffnete. Seine Werkstatt war gleichzeitig ein Treffpunkt für Bolschewiken und ein Labor zur Herstellung von Pässen für sie. 1916 wurde er als Sanitäter in ein örtliches Krankenhaus berufen. Hier betätigte sich Jakow Jurowski als aktiver Agitator unter den verwundeten Soldaten.

Nach der Februarrevolution verkaufte er seine Werkstatt und organisierte mit dem Erlös die bolschewistische Druckerei «Uralarbeiter». Zudem trat er in den Rat der Arbeiter- und Soldatendeputierten ein. Jakow Jurowski galt als prominenter Bolschewik und wichtiger Führer der Revolution im Ural, in Kooperation mit Jakow Aaron Swerdlow.

Im April 1917 kam Jakow Aaron Swerdlow vom Zentralkomitee der Bolschewiken nach Jekaterinburg und begann, die Aufstellung von Delegierten für die Allrussische Konferenz zu organisieren, welche am 24. April stattfand. Während Wladimir Lenin seinen Plan für die Oktoberrevolution ankündigte, warb Jakow Aaron Swerdlow Personal an und bereitete einen alternativen Aufstand im Ural vor für den Fall, dass es in Sankt Petersburg zu einem Misserfolg käme.

Jakow Aaron Michailowitsch Swerdlow (Яков Михайлович Свердлов; 1885 – 1919):

Jakow Aaron Michailowitsch Swerdlow (Яков Михайлович Свердлов; 1885 – 1919) war von 1917 bis 1919 Parteifunktionär der Bolschewiken. Er wurde in Nischni Nowgorod als Sohn einer jüdischen Familie geboren, die in der revolutionären Politik aktiv war, und er unterstützte Wladimir Lenin.

Im November 1917 wurde Jakow Aaron Swerdlow zum Vorsitzenden des Allrussischen Zentralen Exekutivkomitees gewählt. In dieser Funktion arbeitete er dafür, die neue bolschewistische Regierung zu festigen. Er spielte eine wichtige Rolle bei der Genehmigung der Hinrichtung der Familie Romanow im Juli 1918. Jakow Aaron Swerdlow starb im März 1919 während der Spanischen Grippe im Alter von 33 Jahren und wurde in der Nekropole der Kremlmauer in Moskau beigesetzt. Ihm zu Ehren wurde die Stadt Jekaterinburg 1924 in Swerdlowsk umbenannt.

Grabmal von Jakow Aaron Swerdlow in der Nekropole der Kremlmauer in Moskau:

Jakow Jurowski ging in die Geschichte Russlands ein als Anführer der Gruppe, welche die Hinrichtung der letzten Romanows vollzog. Am 4. Juli 1918 wurde er Kommandant des Hauses Ipatijew in Jekaterinburg. Auf Beschluss des Uralrats leitete er die Hinrichtung in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli. Jakow Jurowski berichtete, er habe den letzten Zaren persönlich mit seiner Mauser erschossen. Andere Teilnehmer – Pjotr Jermakow, Medwedew und einige Magyaren – erschossen den Rest der Familie Romanow. Insgesamt töteten sie zwölf Menschen, darunter auch die Bediensteten und den Hausarzt.

Die Zerstörung der Leichen wurde Pjotr Jermakow anvertraut, Jakow Jurowski nahm ebenfalls teil. Sie warfen die Toten in eine verlassene Mine des Uralgebirges. Einen Tag später kehrten sie zur Mine zurück und begannen, die Leichen mit Säure zu ätzen und im Feuer zu verbrennen, denn sie wollten keine Reliquien hinterlassen. Die Wertsachen der Romanows wurden versiegelt und per Zug nach Moskau geschickt.

Jakow Jurowski zog später selbst nach Moskau, wo er Vorstandsmitglied der Moskauer Tscheka sowie Leiter der Bezirks-Tscheka wurde. Ab 1928 war er Direktor des Polytechnischen Museums in Moskau. Er starb 1938 an einem perforierten Zwölffingerdarmgeschwür.

Jakow Michailowitsch Jurowski (Яков Михайлович Юровский; 1878 – 1938):

Einer der Helfer bei der Liquidierung der Familie des letzten Zaren war Pjotr ​​Sacharowitsch Jermakow (Пётр Захарович Ермаков; 1884 – 1952). Er arbeitete zunächst als Metallhandwerker in der Region Jekaterinburg. Im Jahr 1917 schloss er sich der bolschewistischen Fraktion an. Im Sommer 1917 beteiligte sich Pjotr Jermakow an der Bildung der Abteilungen der Roten Garde in der Region Jekaterinburg. Er befehligte den 3. Ural-Trupp, der von Freiwilligen aus dem 4. Bezirk der Reserve der Roten Armee gebildet wurde.

Während der Belagerung der Stadt Troizk erhielt er eine Schusswunde in den Bauch. Bis Ende April 1918 wurde er in einem Krankenhaus der Stadt Troizk behandelt, danach verlegte man ihn er in eines der Krankenhäuser von Jekaterinburg. Im Mai 1918 wurde Pjotr ​​Jermakow zum Militärkommissar des 4. Bezirks der Reserve der Roten Armee in Jekaterinburg ernannt. Im Juli 1918 nahm er an der Hinrichtung von Nikolaus II. und dessen Familie teil.

Pjotr ​​Sacharowitsch Jermakow (Пётр Захарович Ермаков; 1884 – 1952):

Ende Juli 1918 zog er sich mit Einheiten der Roten Armee von Jekaterinburg nach Perm zurück. Im August 1918 verteidigte er mit seiner Abteilung die Hauptstrecke der Eisenbahn bei Kungur. Ende 1918 trat die Abteilung von Pjotr Jermakow in die 30. Brigade der 3. Armee ein.

Im Jahr 1919 wurde Pjotr Jermakow als Kommissar des Wachbataillons der 3. Armee angeworben. Im März 1920 schickte ihn der revolutionäre Militärrat an die Westfront. Im April 1920 wurde er als Militärkommissar der 23. Brigade der 8. Division eingezogen und nahm an den Kämpfen an der Beresina teil.

Pjotr Sacharowitsch Jermakow (Пётр Захарович Ермаков; 1884 – 1952):

Nach seiner Verwundung wurde er als Kommissar des Reserve-Regiments der 16. Armee eingeschrieben, wo er bis Juli 1921 blieb, danach ernannte man ihn zum Militärkommissar der 48. Brigade der 16. Armee. In den Jahren 1921-1922 organisierte Pjotr Jermakow die Arbeit der Kavalleriekurse. Im Jahr 1923 wurde er krankheitsbedingt aus der Roten Armee demobilisiert.

Ab April 1923 war Pjotr ​​Jermakow als Leiter der Omsker Stadtpolizei tätig, wo er die Liquidierung von Banditengruppen leitete. Ab April 1924 arbeitete er in Jekaterinburg als stellvertretender Leiter der Bergbau- und Industriepolizei. Von Dezember 1924 bis Mai 1925 war er Leiter der Verwaltungsabteilung der Polizeibehörde von Tscheljabinsk. Ab Mai 1925 bekleidete er eine ähnliche Position in Slatoust, Oblast Tscheljabinsk, und von Mai 1926 bis September 1927 in der Stadt Ussolje im Bezirk Oberkama, Region Perm.

Nach Verwaltungstätigkeiten in verschiedenen Ämtern ging Pjotr ​​Jermakow Ende 1934 in den Ruhestand. Während des Großen Vaterländischen Kriegs (1941-1945) diente er als Vorsitzender der Militärabteilung des Molotow-Bezirksrats von Swerdlowsk im Ural, was ihm erlaubte, Ausbildung und Unterricht des Militärs in allen Organisationen des Molotow-Gebiets zu kontrollieren. Er starb am 22. Mai 1952 in Swerdlowsk an Krebs und wurde auf dem Friedhof von Iwanowo beigesetzt. In sowjetischer Zeit wurde eine der Straßen von Swerdlowsk nach Pjotr ​​Jermakow benannt.

Grabmal von Pjotr ​​Sacharowitsch Jermakow auf dem Friedhof von Iwanowo:

Was das Schicksal der Romanows betrifft, so war die Mehrheit der Bevölkerung erleichtert, als die 300-jährige Herrschaft dieser Familie endlich endete. Die Menschen erwachten aus einem schrecklichen Albtraum, der viel zu lange gedauert hatte. Die Romanow-Clique hatte alle natürliche Ressourcen zu ihrem persönlichen Vorteil zweckentfremdet, die Arbeitskraft ihrer Untertanen ausgebeutet, auf ihrem Rücken immensen Reichtum für sich selbst angehäuft und keinen Respekt vor anderen Religionen gezeigt außer der russischen Orthodoxie.

Die Jahre 1917 und 1918 sind in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein der Geschichte. Die Oktoberrevolution von 1917, das Ende der Romanow-Dynastie und der Ausgang des Ersten Weltkriegs brachten große Veränderungen nicht nur für Russland, sondern für die ganze Welt.

Diese Ereignisse und ihre Folgen sind so grundlegend, dass sie in Zukunft weitere kritische Studien im Hinblick auf ihre geopolitischen, militärischen, psychologischen, religiösen, sozialen und wirtschaftlichen Implikationen und Konsequenzen verdienen. Sie werden den menschlichen Geist sicher noch lange beschäftigen.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Russland. Ihr Blog:

http://olivia2010roth.wordpress.com

«Auf Wiedersehen, Odessa», jiddisches Lied:

«Schlaf schön, mein Jankele», jiddisches Wiegenlied mit Klezmer-Musik:

Puschkin Klezmer Band, «Limonchiki», «Zitrönchen»:

Moskauer Klezmer Band, «Яблочко», «Äpfelchen»:

Acerca de olivia2010kroth

Writer, journalist: The Duran https://olivia2010kroth.wordpress.com
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33 respuestas a Olivia Kroth: Lektionen in russischer Geschichte – Die letzten Tage des letzten Zaren (V. Teil)

  1. Интернационал / Die Internationale (1888-1980)

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  2. Интернационал / Die Internationale (1888-1980)

    Музыка: Пьер Дёжейтер / Musik: Pierre Degeyter

    Слова: Эжен Потье / Text: Eugène Pottier (1888)

    Немецкий: Хельмут Гатцка, Эмиль Лукхардт / Deutsch: Helmut Gatzka, Emil Luckhardt

    Исполнитель: Хор Берлинского радиовещания (1980) / Es singt der Große Chor des Berliner Rundfunks (1980).

    В 1918-1944 гг. Интернационал являлся Государственным гимном РСФСР-СССР.

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  3. Коммунисты / Kommunisten (1917-1976):

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  4. Песня «Коммунисты / Kommunisten» (1917-1976)

    Ансамбль имени Эриха Вайнерта Национальной Народной армии ГДР / Erich-Weinert-Ensemble (1976).

    Слова / Worte: Герд Эггерс / Gerd Eggers

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  5. Песня о красном знамени / Das Lied von der roten Fahne (1928-1973):

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  6. Песня о красном знамени / Das Lied von der roten Fahne (1928-1973)

    Музыка: Эберхард Шмидт / Musik: Eberhard Schmidt

    Слова: Эрих Вайнерт (1928) / Text: Erich Weinert (1928)

    Музыкальный коллектив Берлинского охранного полка «Феликс Э. Дзержинский» Министерства государственной безопасности ГДР (1973)
    Es singt das Musikkorps des Wachregiments Berlin «Felix E. Dzerzinski» des Ministeriums für Staatssicherheit (1973).

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  7. Песня чекистов ГДР / Das Tschekistenlied der DDR:

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  8. Сотрудникам Министерства государственной безопасности ГДР (Ministerium für Staatssicherheit der DDR)

    Испонитель: Ансамбль имени Эриха Вайнерта Национальной Народной армии ГДР (Erich-Weinert-Ensemble)

    Кадры из фильма «Товар для Каталонии / Ware für Katalonien» (1959)

    Текст:
    Wir haben geschworen, das Glück zu bewahren –
    Den Staat, die Partei gegen alle Gefahren.
    Genosse Dzerzhinski – dein Name uns ehrt,
    Die Feinde zu hassen hast du uns gelehrt!

    Wir sind bereit
    und halten wacht für unser Vaterland.
    Vorwärts, Dzerzhinskis Soldaten –
    Heißes Herz, kühler Kopf und Verstand.
    Vorwärts, Dzerzhinskis Soldaten –
    Heißes Herz, kühler Kopf und Verstand!

    Tschekist sein, das heißt der Partei treu ergeben,
    Drum ist uns Dzerzhinski das Vorbild fürs Leben.
    In Kerker, Verbannung hat er es entfacht –
    Das Schmiedefeuer der Arbeitermacht!

    Wir sind bereit
    und halten wacht für unser Vaterland.
    Vorwärts, Dzerzhinskis Soldaten –
    Heißes Herz, kühler Kopf und Verstand.
    Vorwärts, Dzerzhinskis Soldaten –
    Heißes Herz, kühler Kopf und Verstand!

    Genosse Dzerzhinski, wir sind deine Erben
    Und tragen wofür du bereit warst zu sterben:
    Das Banner der Zukunft, im Frieden das Glück
    Wir stehen zum Schutze der Republik!

    Wir sind bereit
    und halten wacht für unser Vaterland.
    Vorwärts, Dzerzhinskis Soldaten –
    Heißes Herz, kühler Kopf und Verstand.
    Vorwärts, Dzerzhinskis Soldaten –
    Heißes Herz, kühler Kopf und Verstand!

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  9. Русский перевод:
    Мы поклялись сохранить счастье –
    Государство, Партия супротив всех напастей.
    Товарищ Дзержинский, мы чтим твое имя,
    Ты научил нас врага ненавидеть!

    Припев:
    Мы наготове
    и не теряем бдительность во имя Отчизны нашей.
    Вперед, солдаты Дзержинского –
    Горячее сердце, холодная голова и разум.
    Вперед, солдаты Дзержинского –
    Горячее сердце, холодная голова и разум!

    Быть чекистом – быть преданным Партии,
    Пример Дзержинского – пример на всю нашу жизнь.
    В темницах, в изгнании он разожжен,
    Выкованный огонь силы рабочей!

    Припев.

    Товарищ Дзержинский, мы – последователи твои,
    И несем то, за что ты был готов умереть –
    Знамя будущего в мире счастья,
    Мы стоим на защите Республики!

    Припев.

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  10. Яков Свердлов (1940) фильм
    Yakov Sverdlov (1940) film

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  11. О жизни и деятельности первого председателя ВЦИК Я. М. Свердлова (1885-1919).
    Производство: Союздетфильм
    Режиссер: Сергей Юткевич
    Сценаристы: Борис Левин, Петр Павленко
    Оператор: Жозеф Мартов
    Композитор: Давид Блок

    About the life and work of the first chairman of the All-Russian Central Executive Committee Ya. M. Sverdlov (1885-1919).
    Production: Soyuzdetfilm
    Director: Sergei Yutkevich
    Writers: Boris Levin, Petr Pavlenko
    Cinematographer: Joseph Martov
    Composer: David Blok

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  12. Свердлов – великий патриот и борец

    Sverdlov – a great patriot and fighter

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  13. Тайна смерти Якова Свердлова

    The mystery of Yakov Sverdlov’s death

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  14. Почему официальная причина смерти Якова Свердлова не соответствует действительности? Почему скрыли настоящую причину гибели Якова Свердлова? Почему Свердлова подозревают в организации покушения на Ленина? Что хранил в своем сейфе Яков Свердлов? Каковы настоящие имя и фамилия Якова Свердлова? Как Яков стал революционером и познакомился со Сталиным? Как Свердлов и Сталин жили в туруханской ссылке? Как о Якове Свердлове отзывался Троцкий?

    Why is the official cause of death of Yakov Sverdlov untrue? Why did they hide the real reason for the death of Yakov Sverdlov? Why is Sverdlov suspected of organizing the assassination attempt on Lenin? What did Yakov Sverdlov keep in his safe? What is the real name and surname of Yakov Sverdlov? How did Yakov become a revolutionary and meet Stalin? How did Sverdlov and Stalin live in Turukhansk exile? How did Trotsky speak of Yakov Sverdlov?

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  15. Indira dijo:

    Wonderful! As I said earlier, lot of research has gone into this post, Olivia! Great job!

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  16. True, Indira, I have researched a lot and am further researching, for example about the true identity and role of Yakov Aaron Sverdlov. There is so much truth hidden in the vaults of state archives, it comes out only bit by bit, in little pieces ….

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  17. Фестиваль современной еврейской культуры. Екатеринбург – 2020
    Festival of modern Jewish culture. Yekaterinburg – 2020

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  18. Фестиваль прошел в Екатеринбурге осенью 2020 года. Мультиформатный фестиваль объединил кино, театр, музыку, представляя самые актуальные произведения современного искусства авторов-евреев в один в 11 событиях. Это сплав традиций и современности. Возможность почувствовать еврейскую специфику без предрассудков и лубочных рассказов. Фестивали проводятся в Екатеринбурге с 2016 года. Фестиваль демонстрирует открытость еврейской общины, позволяет всем екатеринбуржцам соприкоснуться с еврейскими традициями.

    The festival was held in Yekaterinburg in the fall of 2020. The multi-format festival united cinema, theater, music, presenting the most relevant works of contemporary art by Jewish authors in one in 11 events. It is a fusion of tradition and modernity. The opportunity to feel the Jewish specifics without prejudices and popular stories. Festivals have been held in Yekaterinburg since 2016. The festival demonstrates the openness of the Jewish community, allows all Yekaterinburg residents to get in touch with Jewish traditions.

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  19. Moscow Choral Synagogue / Московская хоральная синагога:

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  20. Moscow Choral Synagogue / Московская хоральная синагога:

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  21. Choral Moscow Synagogue – the most important synagogue in Russia

    Московская хоральная синагога – ГЛАВНАЯ СИНАГОГА СТРАНЫ:

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  22. Московская хоральная синагога уже больше века возвышается на Ивановской горке между Маросейкой и Солянкой.

    The Moscow Choral Synagogue has been towering on Ivanovsky Hill between Maroseyka and Solyanka for more than a century.

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  23. Моя любимая Синагога! Место Силы! ❤️
    Бог с нами значит мы живы.❤️
    Шалом всем Евреям ❤️

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  24. Golda Meir in Moscow (1948)

    גולדה מאיר מגיעה למוסקבה Голда Меир в Москве:

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  25. 45 Мудрейших Еврейских Пословиц и Поговорок

    45 Wisest Jewish Proverbs and Sayings

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  26. Exzellente Nachforschungen in russischer Geschichte, super belissima mia

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  27. Vielen Dank. Ich forsche gerne.

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  28. Yogesh D dijo:

    Interesting historical information!👌👌 Very nice post ma’am 👌👌

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  29. Thank you, dear Yogesh. You are very kind. I am glad you appreciate this historical information. Have a good Sunday. 😊

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  30. Yogesh D dijo:

    It’s my pleasure, ma’am!
    have a nice day too.🙏

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  31. A nice day for you as well, dear Yogesh. 🌻

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  32. Pingback: Olivia Kroth: Lektionen in russischer Geschichte – Die letzten Tage des letzten Zaren (V. Teil) | Luna en mengua

  33. Thank you for publishing tmy article on your blog, Luna en mengua. I appreciate it.

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