Olivia Kroth: Gold für Russlands Herrenstaffel bei den Biathlon Weltmeisterschaften 2017

Gold für Russlands Herrenstaffel bei den Biathlon Weltmeisterschaften 2017

von Olivia Kroth

Nach fast einem Jahrzehnt seit 2008 hat die russische Herrenstaffel im Biathlon wieder Gold gewonnen. Dieses Jahr fanden die Wettkämpfe für den IBU Pokal am 19. Februar 2017 im österreichischen Wintersportort Hochfilzen statt. Die Biathlon-Weltmeisterschaften werden von der Internationalen Biathlon-Union (IBU) veranstaltet. Vier russische Biathleten – Maxim Zwetkow, Anton Babikow, Alexei Wolkow und Anton Schipulin – nahmen an der Staffel 4×7,5 km teil. Dieser Wintersport besteht aus einer Kombination von Skilanglauf und Schiessen. Er ist seit den 1950er Jahren in Russland populär. Zuerst wurde er im Rahmen von militärischem Training für die sowjetische Armee eingeführt, dann auch von Zivilisten ausgeübt. Später gelangte Biathlon in den Rang einer olympischen Disziplin und erhielt eigene Weltmeisterschaften mit Pokal, dem IBU Cup. 

Maxim Zwetkow:

Der russische Biathlet Maxim Zwetkow ist am 3. Januar 1992 in Babajewo, Oblast Wologda, geboren. Er war 2014 Europameister und gewann 2017 die Weltmilitärspiele. Anton Babikow kam am 2. August 1991 in Ufa, Baschkortostan, zur Welt. Er wurde dreimal Europameister und gewann dreimal Bronze bei Europameisterschaften. Alexei Wolkow wurde am 5. April 1988 im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen, Oblast Tjumen, geboren. Er gewann 2014 mit der Herrenstaffel bei der Winterolympiade in Sotschi und war siebenmal Europameister. Alexei Wolkow hat sich den Titel “Geehrter Meister des Sports in Russland” verdient.

Anton Babikow:

Alexei Wolkow:

 Anton Schipulin gilt als Russlands erfolgreichster Biathlet. Er wurde am 21. August 1987 in Tjumen, Föderationskreis Ural, geboren. Seine sportliche Familie liess den Jungen schon früh Skilanglauf üben. Ab 2002 besuchte er eine Sportschule in Chanty-Mansijsk, wo seine Karriere in Biathlon begann. Der junge Mann kehrte 2004 in seinen Heimatort zurück und studierte Jura am Juristischen Institut in Tjumen. Er schloss diese Ausbildung mit dem Examen ab. 2006 zog Anton Schipulin nach Jekaterinburg. Bei der Europameisterschaft 2007 gewann er Silber im Sprint und Gold in der Herrenstaffel. 2008 wurde Anton absoluter Europameister, nachdem er in allen drei Einzelwettkämpfen und Staffeln gesiegt hatte. Anton Schipulin war Mitglied der russischen Biathlon-Mannschaft für die Winterolympiade 2010, wo er in der Herrenstaffel Bronze erreichte.  Der russische Präsident zeichnete ihn mit der Medaille “Verdienste für das Vaterland” aus. Gemeinsam mit Jewgeni Ustjugow, Alexei Wolkow und Dmitri Malyschko gewann er bei der Winterolympiade in Sotschi 2014 die Goldmedaille in der Herrenstaffel. Anton Schipulin heiratete 2015 and hat einen kleinen Sohn.

Anton Schipulin:

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Die Internetseite BIATHLONWORLD bringt ein interessantes Porträt des russischen Sportlers. Anton Schipulin ist die treibende Kraft der russischen Mannschaft und hat sich in den letzten vier Wettbewerben am konstantesten in den Leistungen gezeigt. Auf der Ebene des Weltpokals hat er 31 Einzelwettkämpfe und 20 Staffelläufe gewonnen, inklusive acht individuelle Siege. Das Glanzlicht seiner Karriere zuhause in Russland waren für ihn die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, wo er mit der russischen Mannschaft die Goldmedaille in der Herrenstaffel gewann. Anton Schipulin ist als willensstarker Kämpfer bekannt, aber privat ist er locker, leicht und lustig. In einem Interview sagte er: “Meine Familie ist für mich die Nummer eins, der Sport die Nummer zwei. Ich weiss, dass ich so viel wie möglich im Sport gewinnen muss, um Gutes für meine Familie zu tun. Mein Ziel ist es, ein guter Vater, guter Ehemann und guter Sportler zu sein. Die Familie, Fischen und Biathlon sind die drei wichtigsten Dinge in meinem Leben.”

Regionales Zentrum für Wintersport in Tjumen:

Die sibirische Stadt Tjumen, in der Anton Schipulin geboren wurde, ist ein idealer Ort für den Wintersport. Sie liegt 2.500 Kilometer östlich von Moskau. Es ist die grösste Stadt in der Oblast Tjumen und im Föderationskreis Ural. Tjumen war die erste russische Siedlung in Sibirien, sie wurde 1586 gegründet. Heute ist Tjumen eines der wichtigen Industrie- und Wirtschaftszentren im Ural. Viele Jahre lang war die Stadt ein russischen Reservoir für den Sport. Viele bekannte sowjetische und russische Sportler begannen ihre Laufbahn im Jugendsport von Tjumen. Auch einige der Biathleten in der derzeitigen russischen Nationalmannschaft stammen von hier. Tjumen bietet sportliche Aktivitäten für jede Altersgruppe an. Es gibt viele Sport- und Fitnessklubs in der Stadt, dazu ganzjährig geöffnete Eisbahnen, ein Skizentrum und einen Schiessstand. Im Winter werden manche Parks für den Skilanglauf präpariert.

Biathlon-Training in Tjumen:

Die 49. Weltmeisterschaft in Biathlon fand vom 9. bis 19. Februar 2017 in dem kleinen österreichischen Dorf Hochfilzen/Tirol statt. Insgesamt gab es 11 Wettbewerbe. Alle Ergebnisse werden auf den Weltmeisterschaftspokal dieser Saison angerechnet. IBU-Präsident Anders Besseberg pries die Austragung: “Nun sind die letzten Kugeln geschossen, die letzten Medaillen verliehen, die Besucher abgereist. Wir hatten eine grosse Vielfalt an Nationalitäten zu verzeichnen. Das Wetter war ausgezeichnet und die Wettbewerbe in Hochfilzen liefen gerecht ab.” Insgesamt nahmen 315 Athleten aus 37 Nationen teil, es wurden 33 Medaillen vergeben. Für die Herrenstaffel über 4 x 7,5 Kilometer, welche die Russen gewannen, waren 22.300 Zuschauer anwesend. Die 1.100 Einwohner von Hochfilzen bei Kitzbühel fanden die Veranstaltungen bestimmt spannend. Das kleine Dorf im Pillerseetal ist bekannt als Ort für den Skilanglauf.

Biathlon in Hochfilzen:

Biathlon ist ein beliebter Sport in Russland. In der Mitte der 1950er Jahre wurde er in der Sowjetunion als Wintersport eingeführt. Schliesslich ging Biathlon wegen seiner Popularität ab 1960 als Disziplin in die Winterolympiade ein. Ab 1992 durften auch Frauen am olympischen Biathlon teilnehmen. Der Wettbewerb in Biathlon besteht aus einer Kombination von Skilanglauf und Schiessen. Beim Langlauf wird Ausdauer verlangt, beim Schiessen Präzision. Der eine Teil des Schiessens wird im Liegen, der andere im Stehen absolviert. Für jede Schiessrunde muss der Biathlet fünfmal die Zielscheibe treffen. Der Schiessstand besteht aus 30 Bahnen, die meist 2,75 Meter breit sind. Ein elektrisches System registriert das Auftreffen des Projektils auf die Zielscheibe. Das Verfehlen einer Scheibe wird entweder mit einer Strafrunde von 150 Metern oder einer Strafzeit von einer Minute bestraft. Alle Langlauftechniken sind im Biathlon zugelassen. Meist laufen die Biathleten mit der freien Technik, weil sie die schnellste ist.

Russlands Präsident Wladimir Putin beim Biathlon-Schiessen:

Putin shoots a rifle during the para-Olympic biathlon championship of Russia in the Krasnaya Polyana ski resort

Biathlon-Wettbewerbe finden in folgenden Disziplinen statt: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart und Staffeln. Die Russen sind in der Herrenstaffel besonders erfolgreich. Eine Herrenstaffel besteht aus vier Biathleten, die jeweils 7,5 Kilometer laufen. Hat ein Läufer seine Strecke absolviert, übergibt er an den nächsten Läufer seiner Staffel, indem er dessen Körper berührt. Der Staffelwettbewerb besteht für jeden Athleten aus je einem Liegend- und einem Stehendschießen. Jeder hat acht Patronen, um fünf Scheiben zu treffen.

Obwoh auch Frauen teilnehmen, wird Biathlon in Russland immer noch als typisch männlicher Sport angesehen. Mit einem Gewehr auf dem Rücken auf Skiern über Schneeflächen zu laufen weckt den Jagdinstikt in Männern. Kein Wunder, dass Biathlon in den schier endlos langen Wintern der sibirischen Taiga eine so beliebte Sportart ist. Dort kann man tagelang laufen, ohne einer anderen Menschenseele zu begegnen.

Biathleten brauchen eine gute Technik, Durchhaltevermögen und Treffsicherheit beim Schiessen. Sie müssen in der Lage sein, ihre Herzfrequenz zu senken, so dass sie das Gewehr still halten können, wenn sie die Zielscheibe anvisieren. Um Biathlet zu werden, muss der Sportler hart und konsequent trainieren. So gehören Biathleten zu den gesündesten Wettbewerbern beim Wintersport. Der Skilanglauf ist ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining und ein exzellenter Test für das Herzkreislaufsystem. Zum Schiessen braucht man Balance und Kontrolle sowie Regulierung von Puls und Atmung, um die erforderlichen Schüsse im angemessenen zeitlichen Rahmen zu bewältigen.

Biathlonvereine empfehlen diesen Sport als Kombination aus Spass und lebenslangem Konditionstraining. Natürlich wird nicht jeder eine olympische Goldmedaille oder den Weltmeisterschaftspokal gewinnen, aber es es gibt viele andere Gründe, diese Sportart zu betreiben: in erster Linie die Freude an der Bewegung in frischer Luft. Biathlon fördert eine gesunde Lebensweise und kann bis ins hohe Alter ausgeübt werden. Bei diesem Sport ist die Verletzungsgefahr gering.  Biathlon trainiert auch die Psyche, weil das Schiessen Konzentration und Präzision, Ruhe und Selbstgewahrsam erfordert. Die Sportler lernen, bei hohem körperlichem und geistigem Stress fokussiert zu bleiben. Das ist eine sehr nützliche Fähigkeit im täglichen Leben. Biathleten nehmen bei allen möglichen Wetterlagen an Wettbewerben teil. So üben sie, Herausforderungen und Widrigkeiten zu bewältigen. Dies stärkt Geist, Körper und Seele.

Biathlon-Training in Tjumen:

Aus diesen Gründen sind die Russen von Biathlon fasziniert. Russland war schon immer eine Nation, die sich grossen Herausforderungen und Widerständen gegenüber sah. Biathlon passt zur russischen Mentalität. Viele Goldmedaillen und Weltmeisterschaftspokale warten in Zukunft auf die russischen Herrenstaffeln in Biathlon.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau. Ihr Blog:

http://olivia2010wordpress.com

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Olivia Kroth: Gold for Russian men’s relay team in Biathlon World Cup

Gold for Russian men’s relay team in Biathlon World Cup

by Olivia Kroth

After almost a decade since 2008, a Russian biathlon relay team once again won gold in the IBU World Cup. This year, it took place in Austria’s Hochfilzen, on the 19th of February 2017. Four Russian biathletes – Aleksei Volkov, Maksim Tsvetkov, Anton Babikov and Anton Shipulin – took part in the 4 x 7.5 km relay. This winter sport, consisting of cross country skiing and rifle shooting, has been popular in Russia since the 1950s. First used as a military drill, it has become a civilian sport, an Olympic discipline and has its own World Cup. 

Maksim Tsvetkov:

The Russian biathlete Maksim Tsvetkov was born in Babaevo, Vologda Oblast, on the 3rd of January 1992. He was European Champion (2014) and Champion of the Military World Games (2017). Anton Babikov was born in Ufa, Bashkortostan, on the 2nd of August 1991. He was a three-time European Champion and three times bronze medalist at European Championships. Aleksei Volkov was born in the Khanty-Mansi Autonomous Okrug, Tyumen Oblast, on the 5th of April 1988. He was Olympic Champion 2014 in the relay and seven-time European Champion. Aleksei Volkov has earned himself the title “Honored Master of Sports in Russia”.

Anton Babikov:

 Anton Shipulin is considered as Russia’s superstar in biathlon. He was born in Tyumen, Urals Federal District, in a sports family, on the 21st of August 1987, and began cross-country skiing at an early age. In 2002, he enrolled in a sports school of Khanty Mansiysk, where his career in biathlon began. In 2004, the young biathlete returned to his native Tyumen and entered the Tyumen Law Institute to acquire a degree in Law. In 2006, Anton Shipulin moved to Ekaterinburg. At the European Championships in 2007, he won silver in sprint and gold in the relay. In 2008, Anton became the absolute European Champion after having won all three individual races and relay races. Anton Shipulin was a member of Russia’s biathlon team at the 2010 Olympic Games, where the men’s relay won the bronze medal. Russia’s President awarded Anton Shipulin the medal “Merits for the Fatherland”. Together with Evgeny Ustyugov, Aleksei Volkov, and Dmitri Malyshko he won the gold medal in the men’s relay at the 2014 Winter Olympics in Sochi, Russia. Anton Shipulin got married in 2015 and has a small son.

The website BIATHLONWORLD printed an interesting portrait of the Russian sportsman: Anton Shipulin is the biggest star and has been the most consistent performer over the past four seasons in the Russian team. At World Cup level, he has won 31 individual podiums and 20 relay podiums, including eight individual victories. His career highlight came in his home country Russia at the 2014 Sochi Olympic Winter Games, when he anchored the men’s relay team to the Olympic gold medal. Anton Shipulin is known as a determined competitor but is a relaxed, easy-going, fun-loving man away from the stadium. He said in an interview, “my family is number one, sport is number two. I know that to do good things for my family, I need to gain as much as possible from sport. My goal is to be a good father, a good husband and to have good results in biathlon. My family, fishing and biathlon are the three most important things in my life.”

http://www.biathlonworld.com/athletes/anton-shipulin/id/btrus12108198701/

President Vladimir Putin congratulates Anton Shipulin in Sochi:

The Siberian city of Tyumen, Anton Shipulin’s birthplace, is an ideal location for winter sports. It is the largest city of Tyumen Oblast in the Urals Federal District, 2.500 km east of Moscow. Tyumen was the first Russian settlement in Siberia, founded in 1586. Today it is one of the most important economic and industrial centres of the Ural Mountains. For many years Tyumen was the source for the Soviet and Russian sport reserve. Many famous Soviet and Russian sportsmen started their career in Tyumen youth sport. There are some Tyumen biathletes in the current Russian national team. Tyumen offers a number of sport activities for all ages. There are numerous sport and fitness clubs around the town. Tyumen has all season ice arenas, a ski centre and a shooting range. In winter, some parks are prepared for cross country skiing.

Aleksei Volkov:

The 49th Biathlon World Championships took place in the small Austrian village of Hochfilzen, Tirol, from 9 to 19 February 2017. There were a total of 11 competitions. All the events during these World Championships also count for the Biathlon World Cup season. IBU President Anders Besseberg praised the event, “The last bullets are shot, the medals are handed out and the fans have left. We had a great diversity of nationalities, perfect weather and fair competitions in Hochfilzen.” Altogether, 37 nations competed with 315 athletes and 33 medals were handed out. The men’s 4 x 7.5 km relay competition, where Russia’s team won gold, was attended by 22.300 spectators. It surely was an exciting spectacle for the 1.100 villagers of Hochfilzen in the Kitzbühel district. This little village in the Pillersee Valley is a popular winter sports resort, famous for cross country skiing.

Hochfilzen, Austria:

Biathlon is a popular sport in Russia. During the mid-1950s, it was introduced into the Soviet winter sport circuit and widely enjoyed by the public. This popularity finally helped the sport to gain entry into the Winter Olympics, starting in 1960. Women were first allowed in the Olympic biathlon, in 1992. A biathlon competition consists of a race through a cross-country trail system, whose total distance is divided into either two or four shooting rounds: half in prone position, the other half standing. For each shooting round, the biathlete must hit five targets. He will receive a penalty for each missed target. Split times (intermediate times) are taken at several points along the skiing track and upon finishing each shooting round. Large display screens list the split time of the fastest contestant at each intermediate point and time differences to the closest runners-up. All cross-country skiing techniques are permitted in the biathlon. Usually the free technique is preferred, being the fastest.

Biathlon competition formats are individual, sprint, pursuit, mass start, relay and mixed relay. The Russians are especially successful in men’s relay. The relay teams consist of four biathletes, who each ski 7.5 kilometres. Each leg is skied over three laps, with two shooting rounds: one prone, one standing. For every round of five targets there are eight bullets available. If after eight bullets there are still misses, one 150 m penalty loop must be taken for each missed target remaining. The first-leg participants start all at the same time. Every athlete of a team must touch the team’s next-leg participant to perform a valid changeover.

Although women participate, too, biathlon is still considered as a typical masculine sport. Skiing through snow with a rifle awakens the hunting instinct in men. No wonder it is such a popular sport in Siberia, with its endless winters in the taiga, where people can ski across the country for days without meeting another soul. Biathlon competitors need technique and stamina, as well as shooting skills. They must be able to lower their heart rate enough to hold the gun steady as they aim at a tiny target – with the threat of extra distance to ski or time penalties if they miss. Becoming a biathlete requires a very tough training regime, turning biathletes into some of the fittest competitors in winter sport. Cross country skiing offers a low-impact, full-body workout. It is an excellent test for the cardiovascular system. Shooting requires control and balance, managing the heart rate and breathing to complete the shots in the time required.

Anton Shipulin on the go:

Biathlon associations recommend this sport as a combination of fun, fitness and lifetime training. Of course, not everybody will win gold at Olympic or World Cup competitions, but there are plenty of reasons to practice biathlon. It is an exciting sport and the training is fun. It promotes a healthy lifestyle, biathletes can participate well into old age. There is also a very low injury rate in biathlon. Biathletes are some of the fittest athletes on the planet and cross country skiing is a great training tool for other sports. Furthermore, biathlon offers excellent mental training because shooting demands concentration, precision and self-awareness. Learning to remain calm and focussed, while under high levels of physical and mental stress, is a very useful skill in everyday life. Biathletes compete in all kinds of weather conditions. They learn to deal with adversity and all sorts of challenges, becoming mentally stronger for it.

This explains the Russians’ fascination  with biathlon. Russia has always been a nation overcoming difficult challenges and adversity. Biathlon suits the Russian mentality, with many more gold medals waiting for the Russian Olympic and World Cup teams in the future.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow. Her blog:

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Olivia Kroth: Russlands Wirtschaftswachstum 2017 mit Tourismus und dem FIFA Konföderationen-Pokal

Russlands Wirtschaftswachstum 2017 mit Tourismus und dem FIFA Konföderationen-Pokal

von Olivia Kroth

Russlands Zentralbank und der Minister für Wirtschaftsentwicklung sagen einen “zuversichtlichen Weg der Entwicklung” für die russische Wirtschaft voraus. Das Finanzministerium hat Russlands Wachstumsprognose des BIP verdoppelt. Präsident Putin versichert, dass diese positive Entwicklung durch Massnahmen der Regierung unterstützt wird. Einer der Bereiche, in dem sich dynamisches Wirtschaftswachstum bemerkbar macht, ist der Tourismus. Insbesondere die Hauptstadt Moskau sah 2016 einen grossen Zuwachs an Besuchern sowohl aus der Russischen Föderation als auch aus dem Ausland. Noch mehr Gäste sind 2017 zu erwarten. Andere russische Städte wie Kasan, Sotschi und Sankt Petersburg werden gleichfalls profitieren, weil der FIFA Konföderationen-Pokal Zuschauer aus aller Welt anzieht. Er wird im Juni und Juli 2017 in diesen Städten sowie in Moskau ausgetragen. Tausende von Eintrittskarten für dieses spektakuläre Sportereignis wurden bereits verkauft. 

Maxim Oreschkin, Russlands Minister für Wirtschaftsentwicklung, sagte eine positive Entwicklung für 2017 voraus: “Die russische Wirtschaft beginnt sich im Jahr 2017 positiv zu entwickeln. Wir haben wachsenden Optimismus festgestellt. Die Zuversicht in Russlands hat jetzt nach sechs Jahren den Höhepunkt erreicht.” Diese Wirtschaftsdynamik wird durch verschiedene Indikatoren angezeigt, insbesondere durch eine höhere Wachstumsrate der Produktionsleistung (TASS, 11.01.2017). Die positive Entwicklung wurde für 2017 auch von der russischen Zentralbank bestätigt, weil die russische Wirtschaft bereits Ende letzten Jahres vierteljährliche Wachstumsraten auswies. Russlands Finanzministerium konnte die Voraussage für Wachstum des BIP 2017 von 0.6 Prozent auf  1-1.5 Prozent erhöhen (TASS, 12.01.2017).

Russlands Minister für Wirtschaftsentwicklung Maxim Oreschkin:

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Sogar die Agentur Moody, traditionell eher skeptisch bei Russlands ökonomischen Aussichten, gab ein positives Signal für 2017. “Die Agentur Moody sagte, dass Russlands Wirtschaft 2017 trotz antirussischer Sanktionen aus dem Westen wieder wachsen werde. Der russische BIP wird um ein Prozent steigen. Russlands Wirtschaft ist bei weitem die grösste unter denen der neun GUS-Länder (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten – Содружество Независимых Государств). Die russische Wirtschaft kann nach zweijähriger Rezession 2017 mit einem realen Wachstum des BIP von einem Prozent rechnen. Dieser Aufschwung wird der gesamten Region zugute kommen, die durch Finanz und Handel miteinander verbunden ist” (SPUTNIKNEWS, 11.01.2017).

Präsident Wladimir Putin will diese positive Entwicklung der russischen Wirtschaft unterstützen. “Wir wissen, dass es seit 2016 eine positive Entwicklung in unserer Wirtschaft gibt. Makroökonomische Stabilität zu gewährleisten ist zweifellos unsere wichtigste Aufgabe. Wir müssen die Staatsfinanzen stabil halten sowie auf niedrige Inflations- und Arbeitslosenraten achten.” Er wies zudem auf die Notwendigkeit neuer Anreize für die Entwicklung der russischen Wirtschaft hin: Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen durch adäquate Finanzmechanismen; Aufrechterhaltung von Wirtschaftsinitiativen; Sicherstellung von Investitionsströmen inklusive ausländischer, privater und staatlicher Investitionen (TASS, 18.01.2017).

Präsident Wladimir Putin im Gespräch mit Journalisten:

Die Abteilung Sport und Tourismus in Moskau erwartet mindestens 18 Millionen Touristen in der russischen Hauptstadt für 2017. “Wir werden mit Sicherheit 2017 wachsende Zahlen im Tourismus sehen. Etwa 17,5 Millionen Touristen besuchten 2016 Moskau, dieses Jahr hoffen wir über 18 Millionen zu sehen.”  Diese Vorhersage erscheint ziemlich realistisch, da Moskau in den vergangengen sechs Jahren einen Zuwachs von 40 Prozent verbuchen konnte. Die Zahl der Touristen stieg von 12,8 Millionen im Jahr 2010 auf 17,5 Millionen im Jahr 2016 an. Von den Besuchern kamen 74 Prozent aus russischen Regionen, 26 Prozent waren Ausländer, wobei die Touristen aus China, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, der Türkei und Spanien führten.

Wegen des 100-Jahre-Jubiläums der kommunistischen Oktoberrevolution macht sich die russische Hauptstadt 2017 bereit, mehr Touristen aus China zu begrüssen. Russland und China teilen nicht nur ihr kommunistisches Erbe, sondern sind auch als Nachbarländer miteinander verbunden und als Mitgliedsstaaten von BRICS und SOZ (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit). “Der Anlass des hundertjährigen Jubliäums der Revolution ist für unsere chinesischen Gäste sehr bedeutsam. Sie reisen auf einer speziellen ‘Roten Route’, Moskau ist eine von vier Städten auf dieser Route”, erklärte ein Mitarbeiter der Abteilung Sport und Tourismus in Moskau. “Letztes Jahr besuchten 500.000 Chinesen Moskau, dieses Jahr wird die Zahl steigen.” Aus China kommen die grössten Touristengruppen nach Russland (TASS, 31.01.2017)

Moskau liegt an der ‘Roten Route’:

2016 brachte der Sektor des Tourismus der Stadtverwaltung Moskau 500 Milliarden Rubel an Einnahmen. Der Moskauer Bürgermeister sagte: “Das Reisegeschäft ist für uns ein wichtiger Sektor. Er bedarf der Aufmerksamkeit und Entwicklung.” Die Russen reisten mit dem Flugzeug, Zug oder Auto nach Moskau. 88 Prozent der ausländischen Besucher kamen per Flugzeug. Etwa ein Drittel der Gäste besuchte Freunde und Verwandte in der russischen Hauptstadt, 30 Prozent kamen zur Fortbildung. Sechs Prozent hatten andere Gründe, zum Beispiel Pilgerfahrten oder medizinische Behandlung. Immer mehr Besucher wollen an den Festen der Stadt teilnehmen. 2016 kamen 4,8 Millionen Touristen für das Festival “Weihnachtsreise”, darunter 600.000 Ausländer und 4,2 Millionen Menschen aus der Oblast Moskau und anderen russischen Regionen (TASS, 31.01.2017).

Die Internetseite des Moskauer Bürgermeisters gibt detailliert Auskunft, weshalb Moskau so beliebt bei Ausländern ist: “Moskau entwickelt die Infrastruktur der Hotels weiter und veranstaltet grosse Feste. Mit kulturellen und historischen Angeboten sowie dem Faktor der Medien spielt Moskau eine herausragende Rolle. Deshalb ist die russische Hauptstadt in der Bestenliste des Reiseführers Lonely Planet unter den 10 beliebtesten Städten der Welt platziert, gemeinsam mit Los Angeles, Lissabon und Seoul. Moskau schaffte auch den Sprung in die Weltliste der sieben beliebtesten Reiseziele von National Geographic. Gemäss Angaben von Momondo.ru and RoomGuru.ru steht Moskau an der Spitze der Liste russischer Städte für Touristenreisen zur Neujahrsfeier.”

Die Infrastruktur der Hotels in der Stadt wird aktiv entwickelt. Um Touristen über Unterkunftsmöglichkeiten zu informieren, wurde die jeweilige Kategorie von 870 Moskauer Hotels mit einer Kapazität von insgesamt 58.100 Zimmern durch Sterne gekennzeichnet. Es gibt 27 Fünfsterne-Hotels, 74 Viersterne-Hotels, 184 Dreisterne-Hotels, 40 Hotels mit einem Stern und 447 Hotels ohne Stern, inklusive 230 Herbergen. Das Moskauer Bauamt berichtete, dass für 2017 die Fertigstellung und Renovierung von neun Hotels mit 1.900 Zimmern vorgesehen sei. Auch das Hotel Belgrad am Smolenskaja-Platz ist dabei, eines der herausragenden Bauwerke aus den 1970er Jahren.

Was sollten Ausländer über die Ressourcen für Touristen in Moskau wissen? Wo können sie Informationen über öffentliche Verkehrsmittel erhalten? Was sollten sie bei Notfällen tun? Für Antworten auf diese und andere Fragen können sie sich an die Touristeninformationsstelle wenden, deren Telefonberater Russisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch und Französisch sprechen: +7 (800) 302 31 12, +7 (800) 350 51 12, +7 (495) 587 71 12

https://www.mos.ru/en/news/item/19478073

Fünfsterne-Hotel Savoy in Moskau:

Natürlich ist Moskau nicht ganz Russland, aber andere Städte werden 2017 durch den FIFA Föderationen-Pokal ebenfalls vom Tourismus profitieren. Solche grossen Ereignisse haben nicht nur einen positiven Einfluss auf das Ansehen des Landes, sondern stärken auch das touristische Geschäft. Unterkünfte, Restaurants, Transport, Besichtigungen sind einige der Bereiche, in denen vier grosse russische Städte diesen Sommer gut verdienen werden. Der FIFA Konföderationen-Pokal wird vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 in der Otkritie-Arena von Moskau, der Sankt Petersburger Arena, der Fischt-Arena in Sotschi und der Arena von Kasan stattfinden.

“Wir glauben, dass solche grossen Veranstaltungen den Sektor des Tourismus und das Ansehen unseres Landes positiv beeinflussen”, sagte Oleg Safonow, Chef der russischen Föderalen Agentur für Tourismus (Rostourism). “Beim Tourismus geht es nicht nur um Geld und Wirtschaft, sondern auch um das Kennenlernen unseres Landes. Die finanzielle Seite ist wichtig, aber ebenso wichtig ist der gute Ruf Russlands. Wir werden alles tun, was möglich ist, damit die Menschen, welche hier in Russland ankommen, sich in unserem Land wohlfühlen”, erläuterte er (TASS, 31.01.2017). 

Oleg Safonow, Leiter der russischen Föderalen Agentur für Tourismus:

Sieben Nationen haben sich bereits für den Konföderationen-Pokal 2017 qualifiziert: die Russische Föderation, der FIFA Weltmeister 2014 Deutschland, der Copa-America-Sieger 2015 Chile, der AFC Sieger Australien, der CONCACAF Sieger Mexiko, der UEFA Sieger 2016 Portugal and der OFC Sieger Neuseeland. Die verbleibende achte Nation wird 2017 bei der Austragung in Afrika ermittelt.

Bereits im Januar 2017 zeigte sich weltweit lebhaftes Interesse an dem kommenden Konföderationen-Pokal in der Russischen Föderation. “82.478 Eintrittskarten für den FIFA Konföderationen-Pokal waren bereits von Interessanten aus allen Kontinenten der Welt bestellt worden, als der Verkauf am 19. Januar 2017 um 12 Uhr mittags in Moskau endete,” teilte die FIFA mit. “Russische Interessenten führen die Liste mit 71.266 Bestellungen an, gefolgt von Chilenen mit 4.949 Reservierungen. Alle bis zum 5. April 2017 gekauften Eintrittskarten werden mit Kurierservice kostenfrei im April geliefert.”

Der Verkaufschef für Eintrittskarten von  FIFA, Falk Eller, erklärte: “Das Verkaufssystem stellt sicher, dass alle Interessenten weltweit die gleichen Chancen haben, Karten zu erhalten. Die Anzahl der Anmeldungen aus Chile zeigt, wie attraktiv unsere Veranstaltung nicht nur in Russland, sondern auch im Ausland ist. Manche Interessenten wollen um die halbe Welt reisen, um ihre Mannschaft in Russland spielen zu sehen. Wir sind überzeugt, dass der FIFA Konföderationen-Pokal eine spannende Angelegenheit sein wird” (XANIA NEWS, 19.01.2017).

Die FIFA teilte mit, dass die Gastgeber in Russland sich auf den Konföderationen-Pokal angemessen vorbereiten. In den vier Städten Moskau, Sankt Petersburg, Sotschi und Kasan hat eine gross angelegte Werbekampagne begonnen. Selbstverständlich freut man sich hier auf die spannenden Spiele und die Einnahmen durch den Tourismus. Diese Städte nehmen auch an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 teil. Sie ist ein Fussballturnier für Nationalmannschaften, bei dem alle vier Jahre der Fussball-Weltmeister ermittelt wird. Die 21. Fussball-Weltmeisterschaft wird vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 in Russland stattfinden, nachdem die Russische Föderation am 2. Dezember 2010 die Gastgeberrechte zugesprochen bekam. Insgesamt werden 64 Spiele in 12 russischen Stadien in 11 russischen Städten ausgetragen. Das Finale findet am 15. Juli im Moskauer Luschniki-Stadion statt.

Luschniki-Stadion in Moskau:

Das antike römische Imperium schuf das geflügelte Wort: “Alle Wege führen nach Rom.” Das Imperium Romanum war eine grosse Militärmacht, in der alle Distanzen in Bezug auf den goldenen Meilenstein (Milliarium Aureum) in Rom gemessen wurden. Dieses Denkmal wurde vom Imperator Caesar Augustus errichtet. Es war Zeuge von Roms Macht und Wichtigkeit. Heute existiert das römische Reich nicht mehr. Im 21. Jahrhundert steigt die Russische Föderation als eine der Weltmächte empor. Deshalb können wir das alte geflügelte Wort in dieser Weise modifizieren: “Alle Wege führen nach Moskau.” Der neue goldene Meilenstein wird bald das Luschniki-Stadion in Moskau sein, wo 2018 Tausende von Zuschauern Augenzeugen werden, welche Fussballmannschaft den FIFA Weltmeistertitel gewinnt. Goldene Tage warten indessen auch auf Russlands Tourismuswirtschaft.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau. Ihr Blog:

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Olivia Kroth: Russia’s economic growth in 2017 with tourism and FIFA Confederation Cup

Russia’s economic growth in 2017 with tourism and FIFA Confederation Cup

by Olivia Kroth

Russia’s Central Bank and the Minister of Economic Development are both predicting a “confident path of development” for Russia’s economy, the Ministry of Finance has doubled Russia’s GDP growth outlook for 2017. President Putin assured that these positive trends will be supported with new incentives by the Government. One of the economic sectors, where dynamics of growth can be noted, is tourism. Especially Russia’s capital city Moscow has witnessed a dynamic influx of visitors in 2016, both from the Russian Federation and abroad, with growth predicted for 2017. Other Russian cities like Kazan, Sochi and Saint Petersburg will profit as well, because the FIFA Confideration Cup is attracting plenty of spectators from all around the world. Thousands of tickets have already been sold for this spectacular sports event due to be held in four Russian cities,  in June and July 2017. 

Maksim Oreshkin, Russia’s Minister of Economic Development, predicted a confident development path for 2017, “The Russian economy starts developing more confidently in 2017. Growth of positive mood in business is noted. Business confidence indices are currently at an all-time high in the last five-six years,” he said. The good impetus in economic dynamics is already reflected in various indicators, particularly in a higher growth rate of production output (TASS, 11.01.2017). The positive trend for 2017 was also confirmed by Russia’s Central Bank, as the economy started shifting to quarterly growth already at the end of last year. Russia’s Finance Ministry was able to upgrade GDP growth outlook for 2017 from 0.6% to 1-1.5% (TASS, 12.01.2017).

Even Moody, which is traditionally rather sceptic about Russia’s economic prospects, has given a positive signal for 2017. “Moody’s ratings agency said that Russia’s economy will return to growth in 2017 despite Western anti-Russian sanctions, with the GDP rising 1 percent. Russia, the largest economy by far among the nine CIS countries, will record positive real GDP growth of 1.0% in 2017, after two years of recession. This upturn will lift the broader region due to trade and financial linkages” (SPUTNIKNEWS, 11.01.2017).

President Vladimir Putin wants this positive trend in Russian economy to be supported, “We know about positive trends in our economy that were marked, at the end of 2016. Ensuring macroeconomics stability is undoubtedly the most important task. We need to keep the state’s finances stable, maintain acceptably low inflation and unemployment rates.” He added that it was necessary to provide new incentives for the development of Russia’s economy: supporting small and medium-size business by employing financial mechanisms, upholding business initiatives, as well as ensuring investment flows including foreign, private and government investment (TASS, 18.01.2017).

Vladimir Putin with Maksim Oreshkin:

Moscow’s department for sports and tourism expects at least 18 million tourists to visit the Russian capital in 2017, “We will definitely see a growth in tourist numbers in 2017. About 17.5 million tourists visited Moscow in 2016, this year we hope to see more than 18 million.” This prediction seems to be quite realistic, as Moscow has seen a 40-percent upsurge in the number of tourists, during the past six years. The number of tourists grew from 12.8 million in 2010 to 17.5 million in 2016. Residents of Russian regions accounted for 74% of all tourists visiting Moscow. The share of foreigners is 26%, with tourists from China, France, Germany, Israel, Italy, Turkey and Spain leading among them.

Because of the 100th anniversary of the Communist October Revolution in 2017, the Russian capital is preparing to welcome more tourists from China. Russia and China not only share a communist heritage, but are also linked to each other as border countries and members of BRICS and SCO. “The occasion of the 100th anniversary of the Revolution is very important for our Chinese visitors. They go on a special ‘red’ route and Moscow is among four cities on this route,” an official of Moscow’s department for sports and tourism explained. “If last year some 500,000 Chinese citizens visited Moscow, this time their number will grow.” Chinese citizens have become one of the largest groups of tourists visiting Russia (TASS, 31.01.2017)

Chinese tourists pose with a former Navy officer in Moscow:

The tourism sector contributed about 500 billion rubles to the Moscow city budget in 2016, according to Moscow’s Mayor, “In general, travel business gave Moscow nearly half a trillion rubles of revenues. This is an important sector, which needs attention and development.” Russian tourists arrived in Moscow by plane, train or car. A total of 88% of foreigners arrived by plane. About one third of the guests headed to Moscow to visit friends and relatives, another 30 percent were interested in educational tourism. Six percent arrived in Moscow with other goals in mind – medical treatment, studies, pilgrimage, etc. In general, event tourism is on the rise, with more and more guests coming for city festivals. In 2016, more than 4.8 million tourists, including 4.2 million from the Moscow region and other Russian regions, and 600,000 foreigners visited Moscow for the festival “Trip into Christmas” (TASS, 31.01.2017).

The Moscow Mayor’s website explains in detail, why Moscow is so popular among foreign tourists. “Moscow continues to develop its hotel infrastructure and hosts large festivals. Unique cultural and historical features, as well as the media factor, also play an important role. Moscow was listed among the top 10 cities of Lonely Planet’s Best in Travel ranking, along with Los Angeles, Lisbon and Seoul. The city also made it into the top seven travel destinations on National Geographic’s Best of the World list. According to Momondo.ru and RoomGuru.ru, the city tops the list of the 10 most popular New Year holiday tourist destinations among Russian cities.”

New Year in Moscow:

“The city’s hotel infrastructure continues to develop actively. In order to provide accommodation to tourists, 870 Moscow hotels with a total of 58,100 rooms were assigned star ratings: 27 five-star hotels, 74 four-star hotels, 184 three-star hotels, 40 one-star hotels, 447 no-star hotels, including 230 hostels. Earlier, the Moscow Committee for State Construction Supervision reported that in 2017 construction and reconstruction of nine hotels with 1,900 rooms will be completed. Those include the Belgrade Hotel on Smolenskaya Square, one of the architectural landmarks of the 1970s.”

What should foreigners know about Moscow’s tourist resources? Where can one get information on public transport? What should be done in emergency situations? For answers to these and other questions, you can contact the tourist call centre, whose operators speak Russian, English, German, French and Chinese, at: +7 (800) 302 31 12, +7 (800) 350 51 12, +7 (495) 587 71 12

https://www.mos.ru/en/news/item/19478073

Five-star hotel Metropol in Moscow:

Of course, Moscow is not all of Russia but other cities will also profit from tourism in 2017 because of the upcoming FIFA Confederations Cup. Such large-scale events have an exclusively positive impact on the image of the country, and furthermore they boost the tourism business. Accomodations, restaurants, transport, sightseeing are some of the sectors that will earn windfall profits in four major Russian cities this summer. The 2017 FIFA Confederations Cup will be held between June 17 and July 2 at the Otkritie-Arena in Moscow, St. Petersburg Arena, Fisht-Arena in Sochi and Kazan-Arena in Kazan.

“We believe that such large-scale events have an exclusively positive impact on the tourism sector and the image of our country,” Oleg Safonov, Head of Russia’s Federal Agency for Tourism (Rostourism), said in an interview with TASS. “Tourism is not only about money and economy but also about the acquaintance with our country,” Safonov said. “The financial issues are definitely important but it is also important to position the reputation of Russia. We will do everything possible to make people arriving in Russia feel comfortable in our country” (TASS, 31.01.2017). 

Seven nations have already qualified for the 2017 Confederations Cup: The Russian Federation, 2014 FIFA World Cup Champion Germany, 2015 Copa America Champion Chile, 2015 AFC Asian Cup Champion Australia, 2015 CONCACAF Gold Cup winner Mexico, 2016 UEFA Euro Cup winner Portugal and OFC (Oceania Football Confederation) Nations Cup winner New Zealand. The remaining eighth nation will be determined following the 2017 Africa Cup of Nations.

Vivid interest all around the world to buy tickets for the upcoming football event in the Russian Federation was already noted as early as January 2017. “82,478 FIFA Confederations Cup 2017 tickets had been requested by fans from all continents by the time the first sales window closed, at 12.00 CET (14.00 Moscow time) on 19 January 2017,” FIFA said in a statement. “Russian fans are on top of the list with 71,266 tickets requested, followed by their Chilean counterparts with 4,949. The tickets purchased by 5 April 2017 will be delivered by courier service free of charge as of April 2017.”

FIFA’s Head of Ticketing Falk Eller explained, “The sales system in place ensures that fans all around the world have fair and equal access to tickets. The number of ticket requests from Chile confirms the great appeal of the tournament, not only in Russia but also abroad, as some fans are willing to cross the world to see their team play in the FIFA Confederations Cup. We are convinced that the Tournament of Champions will have a thrilling atmosphere in the stands and that the coming sales phases will enable more fans to secure their tickets” (XANIA NEWS, 19.01.2017).

FIFA announced that the host cities of the upcoming FIFA Confederations Cup were getting ready for the football competition, which is often dubbed as ‘Tournament of Champions,’ with a unique campaign being rolled out in the Russian cities of Kazan, Moscow, Saint Petersburg and Sochi. Of course, these cities may look forward not only to an exciting sports event but also to heightened income from tourism. Last but not least, there are more good things to come their way with the 2018 FIFA World Cup. Altogether, not only four but a total of 11 Russian cities will profit.

The 2018 FIFA World Cup will be the 21st FIFA World Cup, a quadrennial international football tournament. It is scheduled to take place in the Russian Federation from 14 June to 15 July 2018, after the country was awarded the hosting rights, on 2 December 2010. This will be the first FIFA World Cup ever held in Eastern Europe. The final tournament will involve 32 national teams. A total of 64 matches will be played in 12 venues located in 11 Russian cities. The final will take place on 15 July in Moscow’s Luzhniki Stadium.

President Vladimir Putin inspects the renovated Luzhniki Stadium in Moscow:

The antique Roman Empire created the proverb, “All roads lead to Rome.” The Roman Empire was a great military power, measuring all distances relative to the Golden Milestone (Milliarium Aureum) in Rome. This monument, erected by Emperor Caesar Augustus in the central Forum of ancient Rome, was a symbol of the Roman Empire’s importance. Today, the Roman Empire does not exist any more. In the 21st century, the Russian Federation is emerging as one of the major powers worldwide. So we might modify the old proverb this way: “All roads lead to Moscow.” The new Golden Milestone will be the Luzhniki Stadium in Moscow, where thousands of fans will witness which football team is going to be FIFA Football Champion in 2018, and golden days are waiting for Russia’s tourism business as well.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow. Her blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

 

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Olivia Kroth: Russlands Nordflotte

Russlands Nordflotte

von Olivia Kroth

Russlands berühmte Nordflotte (Северный флот) bleibt auch im Jahr 2017 ein Kernstück des russischen Verteidigungssystems. Sie ist in Seweromorsk, Murmansk und in der Kola-Bucht stationiert. Dieser Teil der russischen Kriegsmarine ist in erster Linie für die Verteidigung von Nordwestrussland verantwortlich, wird aber auch im Mittelmeer und in allen Ozeanen der Welt eingesetzt. 1937 gegründet, spielte die Nordflotte im Grossen Patriotischen Krieg (1941-1945) eine wichtige Rolle, als sie die Küsten der Halbinseln Rybatschi und Sredni verteidigte. So gelang es der Sowjetunion, interne und externe Transportrouten zu sichern. Das Personal der Nordflotte nahm auch am Krieg auf dem Land teil, inklusive der Petsamo-Kirkenes-Operation (Петсамо-Киркенесская операция) im Jahr 1944. Die U-Boote, Torpedoboote und Flugzeuge der Nordflotte  versenkten 192 feindliche Transportschiffe und 70 andere militärische Schiffe. Ausserdem schädigte die Nordflotte insgesamt 118 feindliche Boote. Seitdem hat sich die Nordflotte mit langer, stolzer Tradition einen exzellenten Ruf in der Verteidigung Russlands erworben. 

Im Herbst 2016 nahm Russlands Nordflotte an dem Kampf gegen Terrorismus in Syrien teil. Die Flotte verstärkte Russlands militärische Präsenz im Mittelmeer. Der Flugzeugträger Admiral Kusnezow, der Kreuzer der Kirow-Klasse Pjotr Weliki, der Zerstörer der Udaloy-Klasse Vize-Admiral Kulakow und der Zerstörer Seweromorsk sowie etliche Versorgungsschiffe der Nordflotte spielten eine wichtige Rolle, indem sie die russische Luftwaffe dabei unterstützten, radikale Gruppen in Syrien auszulöschen. An Bord des Flugzeugträgers Admiral Kusnezow befanden sich Su-33 Kampfjets und Ka-27/Ka-29 ASW Helikopter. Die Su-33 Kampfjets waren mit dem Ultrapräzisions-Ortungssystem SVP-24 ausgestattet. Es kam bereits bei anderen russischen Flugzeugen in ihrem jahrelangen Kampf gegen Terroristen in Syrien erfolgreich zum Einsatz. Vier MiG-29K Mehrzweckkampfflugzeuge waren dabei, ebenso Ka-52K Aufklärungs- und Kampfhelikopter. Diese hatten präzisionsgeleitete Luft-Luft-Raketen und Luft-Boden-Raketen an Bord, auch ungeleitete Bomben und Schnellfeuerkanonen. Die MiGs verwendeten intelligente Bomben des Typs KAB-500 und das Glonass Satelliten-Navigationgssystem” (SPUTNIKNEWS, 15.10.2016).

Flugzeugträger Admiral Kusnezow der russischen Nordflotte:

“2017 wird Russlands Nordflotte weiterhin ihre Missionen im Mittelmeer durchführen, um die wirtschaftlichen und politischen Interessen der Russischen Föderation zu fördern. Jedoch wird der Schutz der Arktis eine Priorität für die Operationen des Strategischen Kommandos der Nordflotte bleiben. Die Nordflotte wird verschiedene Fahrten in der Arktis und etliche taktische Manöver durchführen, an denen sich Einheiten beteiligen, die auf den arktischen Inseln stationiert sind. Überdies sind für dieses Jahr Rettungsübungen zur Sicherheit der russischen Küste und Inselwelt geplant. Die Schiffe der Nordflotte unternahmen 2016 mehrere Langstreckenfahrten in das Mittelmeer. Die umfangreichste Mission begann im September, als eine Einheit mit dem Flugzeugträger Admiral Kusnezow in diese Region fuhr” (TASS, 09.01.2017).

Der Pressedienst der Nordflotte gab genaue Mitteilungen über die 2017 stattfindenden taktischen Manöver und Kriegsübungen heraus. “Die russische Nordflotte plant an 26 von 28 Wettkämpfen der Internationalen Armeeplanspiele (IAG) teilzunehmen, inklusive einem Drohnenwettkampf und Kampfmarsch von Panzerfahrzeugen. Die Nordflotte wird sich auch an einer militärischen Rallye beteiligen, d.h. an einer Fahrt für Panzerfahrzeuge über 2.000 Kilometer. Ausserdem macht sie bei dem Drohnenwettkampf ‘Krieger der GUS’ für Personal der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (Содружество Независимых Государств) mit. Das Personal der Nordflotte hat bereits am 1. Dezember 2016 mit der Ausbildung für diese Wettkämpfe begonnen, die im August 2017 zum dritten Mal ausgetragen werden. Die IAG 2016 wurden von Russland und Kasachstan mit Wettkämpfen in 23 Disziplinen organisiert (30.07-13.08.2016). Elf Staaten waren als Beobachter dabei” (SPUTNIKNEWS, 08.01.2017).

Die Nordflotte in ihrem Stützpunkt Seweromorsk:

Der Kommandeur der Nordflotte, Vizeadmiral Nikolai Jewmenow, sagte der Presse, dass die Verteidigung von Russlands nationalem Interesse in der Arktis eine Priorität des geeinten russischen strategischen Kommandos der Nordflotte bleiben werde: “Die Flotte hat eine enorme Erfahrung in der Arktis. Unter anderem wurden erfolgreich Unterwasser- sowie Überwassertruppen eingesetzt, um Russlands Sicherheit in der Nordostpassage zu garantieren.” Etwa ein Drittel russischen Territoriums befindet sich nördlich des Polarkreises. Deshalb hat Russland ein Interesse an der Entwicklung neuer Projekte in der Arktis. Präsident Wladimir Putin will die Entwicklung der arktischen Region beschleunigen und fördern (SPUTNIKNEWS, 09.01.2017).

Vizeadmiral Nikolai Anatoljewitsch Jewmenow (Николай Анатольевич Евменов) wurde am 2. April 1962 in Moskau geboren. Er erhielt 1987 sein Abschlussdiplom von der Hochschule für Unterwassermarine und wurde in der Marineakademie Kusnezow von 1995 bis 1997 weiter ausgebildet. Von 1999 bis 2001 diente er als leitender Offizier der 25. U-Boot-Division. Danach setzte er sein Studium von 2001 bis 2006 an der Militärakademie des Generalstabs der russischen Streitkräfte fort. Nikolai Jewmenow war stellvertretender Kommandeur (2003-2004) und Kommandeur (2004-2006) der 25. U-Boot-Division sowie Stabschef (2006-2010) und Chef des 16. U-Boot-Geschwaders (2010-2012). Einige Posten in der Pazifischen Flotte und Nordflotte folgten, bevor Präsident Wladimir Putin ihn durch Präsidialbeschluss im April 2016 zum Kommandeur der Nordflotte ernannte.

Vizeadmiral Nikolai Jewmenow:

Russlands Verteidigungsminister General Sergei Schoigu bemerkte, dass Vizeadmiral Nikolai Jewmenow grosse Erfahrung besitze, um komplexe und wichtige Anforderungen des geeinten strategischen Kommandos zu erfüllen. Er sei zudem in der Lage, in dieser Position sein umfangreiches Wissen voll einzusetzen. Sein hoher moralischer und professioneller Standard mache ihn für die Position als Leiter der Nordflotte sehr geeignet. Vizeadmiral Nikolai Jewmenow erhielt 2006 den  Orden “Für Militärische Verdienste” und 2016 “Für Verdienste zur See”.

Die Nordflotte ist in Seweromorsk (Североморск) beheimatet.  Diese geschlossene Stadt mit 50.060 Einwohnern liegt in der Oblast Murmansk an der Barentssee, 25 Kilometer nordöstlich von Murmansk. Hier befindet sich das grösste Trockendock auf der Halbinsel Kola. Der Marinestützpunkt hat Eisenbahn- und Strassenverbindung mit Murmansk.  Seweromorsk ist die sechstgrösste Stadt am Polarkreis. Hier herrscht Permafrost mit durchschnittlichen Temperaturen von – 8 Grad Celsius im Januar, + 12 Grad Celsius im Juli. Diese Siedlung entstand 1896. Die ersten russischen Siedler lebten von Fischfang, Jagd und Tierzucht. 1917 wohnten hier nur 13 Menschen in Holzhäusern. Ab 1933 steigerte sich der Zuzug rapide, weil die Siedlung als Stützpunkt der neu geschaffenen sowjetischen Nordflotte ausgewählt wurde. Von 1934 bis zum Beginn des Grossen Vaterländischen Kriegs entstanden in Seweromorsk Steingebäude, militärische Anlagen und ein Flugplatz für Marineflieger. 1947 wohnten hier bereits 3.884 Einwohner und die erste höhere Schule wurde eröffnet. 1960 besass die Stadt eine Wurstfabrik, eine Getränkefirma und ein öffentliches Schwimmbad.

Einige der Sehenswürdigkeiten in Seweromorsk erinnern an den Grossen Patriotischen Krieg und die Nordflotte. Das “Monument für die Helden von Seweromorsk, Verteidiger der Arktis”, zeigt die Figur eines Matrosen mit einem Schnellfeuergewehr in den Händen. Es ist 15 Meter hoch und steht auf einem 10 Meter hohen Podest in der Form eines U-Boots. Das Denkmal wurde von den Bildhauern Georgi und Juri Neroda gefertigt. 1973 wurde es auf dem Maritimplatz aufgestellt. Das “Monument für die Helden der Artillerie 221-1 in der Rotbanner-Nordflottenbatterie” stellt eine Schiffskanone auf einem Betonsockel dar. Dieses Denkmal wurde von den Architekten A. Schaschkow, T. Schaschkowa, A. Weisman und E. Panteleymonow geschaffen. Es wurde 1961 auf dem Maritimplatz installiert. Das “Monument für das Torpedoboot TKA-12” ist seinem Kommandeur Alexander Schabalin gewidmet. Er wurde zweimal als Held der Sowjetunion ausgezeichnet. Sein Denkmal schufen die Architekten Alexejew and V. Gopak. Sie stellten es 1983 auf dem Platz des Muts auf. Dazu wird die Geschichte der Nordflotte in zwei Museen von Seweromorsk gezeigt. Das Museum der Marinegeschichte befindet sich in der Safonow-Strasse, das Museum “U-Boot K-21” am Platz des Muts.

Monument für die Helden der Artillerie 221-1 in der Rotbanner-Nordflottenbatterie:

Ein Grossteil der Nordflotte ist in Poljarny (Полярный) installiert, einer geschlossenen Stadt an der Westseite der Kolabucht (Кольский залив) mit 17.300 Einwohnern. Seit 2008 sind dort folgende Einheiten stationiert: die Kolskaja Flotille (Flotte der Halbinsel Kola), das 161. U-Boot-Bataillon mit  x7-Kilo-Klasse D-E Jagd-U-Booten; die 7. Brigade der Küstenwache mit dem 270. Bataillon der ASW-Flugkörperkorvetten und dem 108. Bataillon der Flugkörperkorvetten; die 5. Brigade der Minenabwehrfahrzeuge mit dem 83. Bataillon der Küstenminenabwehr und dem 42. Bataillon der Seeminenabwehr.

Während des Kalten Krieges entwickelte die Sowjetunion auf der Halbinsel Kola weitläufige militärische Anlagen, inklusive Radar, ABM Warnsystemen und unterirdischen Docks für U-Boote. Diese Installationen wurden mittlerweile alle modernisiert, so dass die Nordflotte sie heute nutzen kann. Auch die Nordflotte selbst wurde modernisiert. Sie ist zwar kleiner als zu sowjetischer Zeit, aber sehr schlagkräftig. Deshalb stellt sie eine effiziente Abwehr gegen die NATO dar. Dies ist eine der wichtigsten heutigen Aufgaben für Russlands bewährte, traditionsreiche Nordflotte.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau. Ihr Blog: https://olivia2010kroth.wordpress.com

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Olivia Kroth: Russia’s Northern Fleet

Russia’s Northern Fleet

by Olivia Kroth

Russia’s famous Northern Fleet (Северный флот) remains one of the main naval units for Russian defence, in 2017. Based in Severomorsk, Murmansk and the Kola Bay, this unit of the Russian Navy is primarily responsible for the defence of northwestern Russia but also operates in all of the world’s oceans and in the Mediterranean Sea. The Northern Fleet was founded in 1937. During the Great Patriotic War (1941-1945), it defended the coastlines of the Rybachiy and Sredniy peninsulas, securing internal and external transportation routes. Northern Fleet personnel also participated in land warfare, including the Petsamo-Kirkenes Operation of 1944. Its submarines, torpedo boats, and aviation sank 192 enemy transport ships and 70 other hostile military ships. The Northern Fleet also damaged a total of  118 transport, military, and auxiliary ships. Since those hard times, the valiant Northern Fleet has continued its long and proud tradition of Soviet-Russian defence.

In autumn 2016, Russia’ Northern Fleet took part in counterterrism efforts for Syria, successfully reinforcing the Russian task force in the Mediterranean Sea. The Admiral Kuznetsov aircraft carrier cruiser, the Kirov-class heavy missile battlecruiser Pyotr Velikiy, the Vice Admiral Kulakov and Severomorsk destroyers, as well as several supply ships of the Northern Fleet played key roles in increasing the capabilities of Russia’s combat air force to destroy international radical groups in Syria. The warplanes aboard the Admiral Kuznetsov included carrier-based variants of the Su-33 air superiority fighters and Ka-27/Ka-29 ASW helicopters. The Su-33s were equipped with an ultra-precision targeting system, the SVP-24, which had already successfully been used by other aircraft in Russia’s year-long anti-terrorist operation in Syria. Four MiG-29K multirole fighters were added, along with several Ka-52K reconnaissance and combat helicopters. The choppers were equipped with precision-guided air-to-air and air-to-ground missiles, as well as unguided bombs and automatic cannon. The MiGs used smart bombs from the KAB-500 family and the Glonass satellite navigation system” (SPUTNIKNEWS, 15.10.2016).

Northern Fleet on its way to Syria:

“In 2017, Russia’s Northern Fleet will continue performing missions, including the Mediterranean Sea,  to protect the economic and political interests of the Russian Federation. The Arctic, however, will remain a priority area of operations for the Northern Fleet’s Unified Strategic Command. The Fleet will carry out a number of Arctic voyages and conduct various tactical exercises with the involvement of units based on Arctic islands. Besides, drills have been scheduled for this year to practice rescue operations and ensure security of Russia’s coastal and island territories. The Northern Fleet’s warships performed several long-distance voyages in the Mediterranean Sea in 2016. The biggest mission by its scope started in September,  when the naval task group led by the aircraft carrier Admiral Kuznetsov set off for that region” (TASS, 09.01.2017).

The fleet’s press service specified the kind of tactical exercises and war games for 2017. “The Russian Northern fleet plans to participate in 26 out of 28 competitions during the International Army Games (IAG), including new ones like a drones competition and an armored vehicles battle march. The Northern fleet will also take part in a ‘military rally,’ which means a distance march for armored vehicles over 2,000 kilometres. Furthermore it will participate in a drones competition, the ‘Warrior of the Commonwealth’ competition for military personnel of the CIS states (Commonwealth of Independent States). The fleet’s personnel has already started training for these events, on the 1st of December 2016. The 2017 IAG are planned to be held in August 2017. It will be the third time that this military competition is held. The 2016 IAG, hosted by Russia and Kazakhstan, lasted from July 30 to August 13. The event featured competitions in 23 disciplines. The IAG were monitored by observers from 11 countries” (SPUTNIKNEWS, 08.01.2017).

Vice Admiral Nikolai Anatolyevich Yevmenov (Николай Анатольевич Евменов)

The Northern Fleet’s commander, Vice Admiral Nikolai Yevmenov, told the press that “defending Russia’s national interests in the Arctic remains a priority activity of the Northern Fleet Joint Strategic Command. The fleet has enormous experience in the Arctic. Among other activities there was the successful use of underwater troops as well as activities of above-water marines to maintain security in Russia’s Northeast Passage. With about a third of its territory located north of the Arctic Circle, Russia is interested in developing more projects in the Arctic region, according to President Vladimir Putin who called for accelerating the development in this area” (SPUTNIKNEWS, 09.01.2017).

Vice Admiral Nikolai Anatolyevich Yevmenov (Николай Анатольевич Евменов) was born in Moscow, on the 2nd of April 1962. He graduated from the Higher Naval Submarine School, in 1987. Afterwards, he was trained in the Naval Academy Kuznetsov, from 1995 to 1997. He served as chief of staff of the 25th division of submarines, from 1999 to 2001. Then continued his studies at the Military Academy of the General Staff of the Armed Forces, from 2001 to 2006. Nikolai Yevmenov served as Deputy Commander (2003-2004) and Commander (2004-2006) of the 25th submarine division. From 2006 to 2010, he was Chief of Staff, and from 2010 until 2012 Commander of the 16th squadron of submarines. Several posts in the Pacific Fleet and Northern Fleet followed, before President Vladimir Putin appointed him Commander of the Northern Fleet by Presidential Decree, in April 2016.

Russia’s Minister of Defence, General Sergei Shoigu, noted that Vice Admiral Nikolai Yevmenov has extensive experience in dealing with complex and important challenges facing the joint strategic command, and in the new position he was capable of fully implementing his comprehensive knowledge, as well as high moral and professional qualities. He received the Order “For Military Merit (2006) and the Order ‘For Merits At Sea” (2015).

Northern Fleet training in the Arctic:

Severomorsk is the Northern Fleet’s main headquarter. This closed town in Murmansk Oblast is located on the Kola Peninsula in the Barents Sea, 25 kilometres northeast of Murmansk. The naval base is linked to Murmansk by railway and motorway. Severomorsk is the sixth-largest city of the Artic Circle, with a population of 51.000. It lies in the zone of permafrost. Average temperatures in January are – 8 degrees Celsius, in July + 12 degrees Celsius. The first settlement goes back to 1896. The Russian settlers were engaged in hunting, fishing and animal husbandry. In 1917, only 13 people lived in the settlement. In 1933, the place was chosen as one of the bases for the newly created Soviet Northern Fleet. From 1934 until the beginning of the Great Patriotic War, brick buildings, military installations and an airfield for marine aviation were installed. In 1947, the population amounted to 3.884 people, and the first high school was opened. By the 1960s, the town owned a sausage factory, a workshop for the production of soft drinks and a public swimming pool.

Some of the town’s landmarks are connected with the Great Patriotic War and the Northern Fleet. The “Monument to the Heroes of Severomorsk, defenders of the Arctic”, shows the figure of a sailor with an automatic rifle in his hands. It is 15 metres tall, standing on a 10 metre pedestal in the form of a submarine. The monument was created by sculptors Georgy and Yury Neroda, installed on Maritime Square in 1973. The “Monument to the Heroes of the Artillery 221-1 of the Red Banner Northern Fleet Battery” features a 130 mm ship weapon on a concrete pedestal. It was created by the architects A. Shashkov, T. Shashkova, A. Weisman, and E. Panteleymonov, installed on Maritime Square in 1961. The “Monument to the Torpedo Boat TKA-12” is dedicated to the boat’s commander, Alexander Shabalin, twice Hero of the Soviet Union. It was created by the architects V. Alekseev and V. Gopak, installed on Courage Square in 1983. Two museums in Severomorsk display the Northern Fleet’s history. The Museum of Severomorsk and Navy History is located on Safonov Street, the Museum “Submarine K-21” on Courage Square.

Monument to the Heroes of Severomorsk, defenders of the Arctic: 

An important part of the Northern Fleet is based in Polyarny (Полярный), a closed town on the west side of Kola Bay (Кольский залив). As of 2008, the following units are stationed there: the Kolskaya Flottila (Kola Peninsula Fleet) Units, the 161st Submarine Battalion comprising x7 Kilo Class D-E Attack Submarines, the 7th Coastal Patrol Brigade comprising the 270th ASW Missile Corvette Battalion & 108th Small Missile Corvette Battalion, the 5th Minesweeper Brigade comprising the 83rd Coastal Minesweeper Battalion & the 42nd Seagoing Minesweeper Battalion.

During the cold war, the Soviet Union developed a vast complex of air, land and sea installations, including radars, ABM warning systems as well as underground docks for submarines in the Kola Peninsula. They have been modernized and serve the Northern Fleet today, which has also undergone an ambitious programme of modernization. Although smaller than in Soviet times, the current Northern Fleet maintains a certain level of threat to NATO’s Atlantic lifelines. This is an important mission for Russia’s Northern Fleet.

Olivia Kroth: The journalist and author of four books lives in Moscow. Her blog: https://olivia2010kroth.wordpress.com

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Olivia Kroth: Russlands Erfolg in Syrien

Russlands Erfolg in Syrien

von Olivia Kroth

Syriens Präsident Baschar Al Assad und Russlands Präsident Wladimir Putin

Russland hatte 2016 enormen militärischen Erfolg in Syrien. Trotz vieler blutiger Provokationen gegen die Russische Föderation sowohl im In- wie im Ausland konnte sie Syriens umkämpfter Regierung von Präsident Baschar Al Assad helfen, sich in feindseliger Umgebung zu behaupten. Die kürzlich gelungene Befreiung von Aleppo und der in den letzten Tagen des Dezember 2016 durch die UNO beschlossene Waffenstillstand haben das Blatt gewendet in diesem hässlichen Krieg der westlichen Allianz und diverser Terroristengruppen gegen Syrien. Trotz erschwerender Umstände konnten die Russische Föderation, der Iran und die Türkei eine Lösung finden, sei sie auch nur temporär. Sie einigten sich darauf, bei dem in der UNO beschlossenen Waffenstillstand zu kooperieren. Zudem sendet die Russische Föderation kontinuierlich humanitäre Hilfe nach Syrien, während die westliche Allianz mit aller Gewalt versucht, die syrische Infrastruktur zu zerstören, ähnlich wie sie es vorher schon im Irak und in Lybien tat. 

Irans Präsident Hassan Rohani im Gespräch mit Wladimir Putin 

Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte am 29. Dezember 2016 an: “Ein Ereignis, auf welches wir schon lange gewartet und für das wir hart gearbeitet haben, ist endlich eingetreten. Drei Dokumente sind unterzeichnet worden. Das erste ist eine Vereinbarung zwischen der syrischen Regierung und der bewaffneten Opposition, den Waffenstillstand auf dem Territorium der Arabischen Republik Syrien einzuhalten. Das zweite Dokument beinhaltet eine Reihe von Massnahmen, um den Waffenstillstand zu überwachen. Das dritte Dokument ist eine Bereitschaftserklärung, Friedensgespräche zu beginnen, um den Konflikt in Syrien zu beenden. Das russische Verteidigungs- und das Aussenministerium standen in ständigem Kontakt mit unseren Partnern sowohl in Damaskus als auch in anderen Hauptstädten. Sie arbeiteten zudem intensiv mit unseren Partnern in der Türkei zusammen. Wir wissen, dass die Aussenminister Russlands, der Türkei und des Iran kürzlich zu dritt ein Treffen in Moskau wahrnahmen, bei welchem alle drei Regierungen sich verpflichteten, den Friedensprozess in Syrien nicht nur zu überwachen, sondern auch zu garantieren” (VOLTAIRENET, 29.12.2016).

Der Waffenstillstand begann kurz vor dem Jahresende am 30. Dezember 2016 als Höhepunkt eines erfolgreichen Jahrs russischer Verteidigung und Hilfe für Syrien. Russland und der Iran werden ihn überwachen, beide Regierungen unterstützen den syrischen Präsidenten Baschar Al Assad. Die Türkei hat ebenfalls zugestimmt, aber es bleibt abzuwarten, wie lange diese türkische Versprechung halten wird. Die Türkei ist ein NATO-Mitgliedsland. Deshalb könnten die türkischen Wünsche für den Waffenstillstand in Syrien schwer erfüllbar sein. Denn die NATO versucht schon seit geraumer Zeit, den syrischen Präsidenten zu stürzen und das Land in verschiedene Interessenzonen für westliche Ansprüche aufzuteilen. Doch hat der feste Widerstand der syrischen Regierung gegen die vom Westen unterstützten Terroristen den Einfluss der NATO geschwächt und Russlands Bedeutung für die Region stark erhöht.

General Baschar Al Assad

“Syriens Widerstand wäre ohne russische Beteiligung nicht möglich gewesen. Dies macht Russland zu einem Gegenspieler westlicher Bemühungen zu Beginn des Jahres 2017. Russland hat sich als eine der Hauptkräfte in globaler Politik profiliert. Russlands unmittelbarer Einsatz in Syrien und die Lieferung wichtiger militärischer Unterstützung für Assads Regierung ermöglichten dem Land, diesen Krieg durchzustehen, der seit sechs Jahren von diversen aus dem Westen organisierten Kräften geführt wird. Obgleich die westliche Allianz  bereits sechs Jahre lang versucht, die syrische Regierung zu stürzen, indem Terroristen beziehungsweise ‘Rebellen’ eingesetzt werden, waren diese Versuche bisher nicht von Erfolg gekrönt. Diese deutliche Niederlage hat den westlichen Anspruch auf Hegemonie gebremst” (Ghada Chelade, GLOBAL RESEARCH, 03.01.2017). Moskaus militärisches Engagement in Syrien trug zur Stabilisierung des Landes bei und stärkte die syrische Armee. So konnte verhindert werden, dass Syrien das gleiche Schicksal wie den Irak und Libyen ereilt. “Die russische Luftwaffe vereitelte diesen Plan. Moskau sorgte dafür, dass in Syrien radikale Gruppierungen nicht weiter vorankommen” (SPUTNIKNEWS, 03.10.2016).

So wie im Irak und in Libyen “bombardiert die von den USA geführte internationale Koalition seit 2012 systematisch syrische Infrastruktur, hat aber die Erdölanlagen der Terroristen nicht berührt”, berichtete Generalmajor Igor Konaschenkow vom russischen Verteidigungsministerium. Er erklärte, dass “lange vor dem Start der russischen Kampagne die westliche Koalition begann, systematisch Syriens Infrastruktur zu zerstören, um die legitime Regierung des Landes so sehr wie möglich zu schwächen. Auf die Belastung der Zivilbevölkerung wurde dabei nicht geachtet, was in Millionen von Flüchtlingen resultierte. Überraschenderweise griff die westliche Koalition keine Ölanlagen der Terroristen an, was ihnen ermöglichte, monatlich zehn Millionen Dollar an illegalem Ölhandel zu verdienen und Söldner aus der ganzen Welt anzuheuern. Dank der russischen Luftwaffe konnten über 12.000 Quadratkilometer syrisches Land und 499 Siedlungen befreit werden. 35.000 Terroristen und 204 ihrer Leiter wurden eliminiert” (SPUTNIKNEWS, 04.01.2017).

Das ‘Bulletin des russischen Zentrums zur Versöhnung gegensätzlicher Seiten in der Arabischen Republik Syrien’, welches vom russischen Verteidigungsministerium eingerichtet wurde,  informierte Anfang Januar 2017 über Details der humanitären Hilfe aus Russland für die syrische Bevölkerung: “In den letzten 24 Stunden wurde viermal humanitäre Hilfe geleistet. Die Bürger erhielten Hilfsgüter in Schulen von Al-Hamdaniya und Aleppo (1 Tonne); in Sahur bei Aleppo (2 Tonnen); in der temporären Unterkunft  Jibrin in der Nähe des Flughafens Al-Nayrab von Aleppo (5,5 Tonnen und warme Mahlzeiten). Hilfsstellen mit warmen Mahlzeiten und Erste-Hilfe-Gütern sind in Aleppo ständig geöffnet und arbeiten weiter” (SYRIA.MIL.RU, 04.01.2017).  Während die westliche Allianz dabei ist, die gesame syrische Infrastruktur zu vernichten, helfen die Russen, diese aufrecht zu erhalten.

Dank russischer Hilfe kehrt in Aleppo zu Beginn des Jahres 2017 allmählich Normalität ein. “Der Stadtverwaltung im syrischen Aleppo ist es gelungen, Teile von 17 Schulen im Osten der Stadt zu reparieren, welche von Terroristen zerstört worden waren. Insgesamt konnten 3.825 Schüler nach den Neujahrsferien den Unterricht wieder aufnehmen. Sechs weitere Schulen im Osten der vom Krieg verwüsteten Stadt werden in Kürze ihre Türen erneut öffnen. Aleppo stand vier Jahre lang unter der Kontolle von Terroristen und wurde 2016 befreit. Am 7. Januar 2017 genehmigte die syrische Regierung einen Plan zur schrittweisen Reparatur der Stadt. Dieser Plan sieht vor, die Strom- Wasser- und Heizölversorgung sicherzustellen. Experten werden die Häuser überprüfen und entscheiden, welche reparierbar sind” (TASS, 07.01.2017).

Der Krieg in Syrien wird sich wohl weiter in die Länge ziehen, weil die westliche Allianz nicht bereit ist, ihre strategische Position im Nahen Osten aufzugeben. Zudem will sie die Russische Föderation daran hintern, Häfen am Mittelmeer zu erreichen. Die russische Marinebasis Tartous in Syrien wurde 1971 gemietet und mit russischem Personal ausgestattet. Sie wurde für die Logistik der sowjetischen Marine geschaffen. Bis heute dient sie der materiellen und technischen Unterstützung der russischen Kriegsmarine im Mittelmeer (Пункт материально-технического обеспечения, ПМТО). Hier werden Schiffe der russischen Flotte repariert und betankt. Seit kurzem gibt es hier auch ein Werkstattschiff (плавучая база) PM-138 für Schiffe der Amur-Klasse. Das Spezialschiff leistet den russischen Kriegsschiffen im Mittelmeer technische Hilfe. Durch die Marinebasis Tartous werden die Möglichkeiten für den operativen Einsatz der russischen Kriegsflotte verbessert. Tartous ist von grosser Bedeutung für die russische militärische Aufklärung, einschliesslich der elektronischen Aufklärung im gesamten Mittelmeerraum.

Russische Marinebasis in Tartous, Syrien:

Zudem hat Russland einen Luftwaffenstützpunkt im Gouvernement Latakia. Hmeimim ist nur für russisches Personal zugänglich. Dieser Stützpunkt teilt sich einige Einrichtungen mit dem Internationalen Flughafen Baschar Al Assad. Im Oktober 2016 unterschrieb die Russische Föderation den Vertrag mit Syrien, dass Hmeimim als russischer Stützpunkt genutzt werden kann. Dazu gehören ein Kontrollturm für den Luftverkehr, Feldküchen, Tankstationen, Rollfelder und Vorratslager.  Vorräte werden von Russland eingeflogen oder über den Hafen Tartous nach Syrien verschifft, der 50 Kilometer entfernt liegt.

Der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim ist gross genug, dass dort Antonow An-124 Ruslan und Iljuschin Il-76 Transportflugzeuge landen können. Ausserdem gibt es genug Platz für 50 Militärflugzeuge, inklusive verschiedener Typen von Suchoi Su. Seit 2016 sind dort für den russischen Militäreinsatz in Syrien Su-24M, Su-25SM, Su-30SM und Su-82 stationiert. Zur Nahverteidigung werden Kampfpanzer T-90, Mannschaftstransporter BTR-82, Artillerie und  Kampfhubschrauber Mi-24 eingesetzt. Die 6. Abteilung des russischen Auslandsgeheimdienstes GRU betreibt eine Aufklärungsstation in der Nähe. All diese Installationen weisen deutlich darauf hin, dass die Russische Föderation gleichfalls nicht bereit oder willens ist, ihre Interessen in dieser Region aufzugeben, die in unmittelbarer Nähe ihrer Südwestflanke liegt.

Russischer Kampfjet Su-34 auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien:

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Hoffentlich bringt 2017 die “multipolare Welt”, wie Wladimir Putin sie befürwortet. Mit Russlands zunehmender globaler Bedeutung könnte dies in nächster Zukunft geschehen. 2016 war ein Jahr grosser Erfolge für Russland und Srien, während westliche Pläne sich im Wesentlichen nicht realisieren liessen. Viele Länder rund um die Welt wollen sich nicht mehr von Imperialisten westlichen Zuschnitts bevormunden und einschüchtern lassen. Zum Neujahr 2017 vertrauen sie darauf, dass der Einfluss des Friedensstifters Wladimir Putin und seiner syrischen, iranischen, türkischen Verbündeten weiter wachsen wird.

Olivia Kroth: Die Journalistin und Autorin von vier Büchern lebt in Moskau. Ihr Blog:

https://olivia2010kroth.wordpress.com

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